Novalis trifft Gräfin Cosel

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Premiere der „Gartenlust mit Kunstgenuss“ am 20. August 2017 von 11 bis 18 Uhr

Zur Premiere dieser neuen Veranstaltungsreihe wird nach meinen Rezepten gekocht. Mit diesen Speisen konnte ich mir im Hobbykochwettbwerb um den Thüringer Cookingpokal den Siegertitel holen. Die Gartenlust findet auf dem Gelände des 4-Sterne-Parkhotels „Güldene Berge“ in Weißenfels, Langendorfer Straße statt. Ich freue mich ganz besonders auf diese tolle Möglichkeit, Herausforderung und einen wundervollen Tag. In Wort und Bild werde ich von diesem Tag natürlich berichten.

Einladung zum spätsommerlichen Sonntagsausflug – „Gartenlust mit Kunstgenuss“ erlebt am 20. August ihre Premiere im Weißenfelser Parkhotel „Güldene Berge“

Die Natur ist voller Wunder und deshalb ermöglicht die Welt der Pflanzen auch ein Rendezvous zwischen dem Dichter der deutschen Frühromantik, Friedrich von Hardenberg (Novalis), und der schönen Gräfin Anna Constantia von Cosel. Der Poet und die einst berühmteste Mätresse Augusts II. (August, der Starke; Kurfürst von Sachsen und König von Polen) am Dresdner Hofe geben sich am Sonntag, dem 20. August, ein Stelldichein inmitten herrlicher Natur. Schauplatz ist das Gelände des Weißenfelser Parkhotels „Güldene Berge“. Der Park mit seinem gepflegten Ambiente ist als Kulisse wie geschaffen für die „1. Weißenfelser Gartenlust mit Kunstgenuss“. Dazu präsentieren etwa 16 Anbieter aus dem Burgenlandkreis und aus Sachsen ausgesuchte Dinge für Haus, Hof und Garten. Alles dreht sich – neben passendem Kunsthandwerk und erlesenen Dekorationen – rund um Rosengehölze und Kräuterpflanzen, besondere Stauden, Literatur, Naturkosmetik sowie Gemüse- und Früchteschnitzkunst. Besucher sind zum Flanieren und Schauen durch den herrlichen Park eingeladen. Sie können von Stand zu Stand bummeln, dabei mit Rosen- und Kräuterexperten ins Gespräch kommen und wertvolle Tipps erhalten, auch Kletter- und Schlingpflanzen erwerben sowie von hausgemachten Köstlichkeiten aus Gläsern naschen.  Eigens für die Premiere der „Gartenlust“, die sich Hotelchefin Melanie Albrecht  und Journalistin Bärbel Schmuck ausgedacht haben, gibt es eine kleine und feine Speisen- und Getränkekarte, in der die Gäste auswählen und bei Livemusik und Tanzeinlagen Herzhaftes und Süßes genießen können. Gekocht wird übrigens nach Rezepten der Naumburgerin Doris Seifert. Die Künstlerin hat als leidenschaftliche Hobbyköchin beim Cooking-Pokal Thüringen im Vorjahr den Siegertitel geholt. Die gebürtige Thüringerin kochte auch schon mit anderen bei Gewürzkönig Alfons Schuhbeck um die Wette. Überraschungen für Augen, Ohren und Gaumen sind also garantiert. Und vielleicht mischt sich ja auch die letzte Herzogin von Sachsen-Weißenfels, Friederike, ins spätsommerliche Gartenvergnügen, um rosige Zeiten mitzuerleben.

Bärbel Schmuck

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Steak mit Comté-Käse/Möhren-Kartoffel-Specksalat und Petersilienöl

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Heute stelle ich mein Gericht vor, welches ich anläßlich des Thüringer Cookingpokals 2016 zubereitet habe. Mit diesem leckeren Gericht konnte ich mich im Wettbewerb der Hobbyköche Thüringens für das Halbfinale qualifizieren. Das Halbfinale konnte ich ebenfalls für mich entscheiden und kam somit in die letzte Runde des Wettbewerbes. Am 18.06.2016 kochte ich im 4-Sterne-Hotel Dorotheenhof Weimar im finalen Wettbewerb mein Dreigänge-Menü „Fürstliches Menü“ zum 230. Geburtstag der Großfürstin Maria Pawlowna Romanowa. Damit  wurde ich Siegerin und konnte den gläsernen Cookingpokal 2016 in Empfang nehmen. Riesenfreude! Ein bleibendes Erlebnis, das ich mit Sicherheit nicht vergessen werde. Und wer weiss…vielleicht stelle ich mich im nächsten Jahr noch einmal der Herausforderung!

Der Wettbewerb „Thüringens bester Hobbykoch/köchin“ steht unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Thüringen, Frau Birgit Keller. Die Warenkörbe für den Wettbewerb sind jeweils mit Qualitätserzeugnissen aus Thüringen gefüllt.

Auch in diesem Jahr wird der Kochwettbewerb um den Cookingpokal durchgeführt. http://www.cookingpokal.de

Im Wettbewerb habe ich für die Steaks Ziegenkäse verwendet. Das Gericht habe ich in diesem Jahr neu interpretiert und mit Comté-Käse zubereitet. Comté ist ein köstlicher französischer Bergkäse, der seit Jahrhunderten in der Region Franche-Comté  hergestellt wird.

Rezept für 4 Personen

Zutaten für die Steaks:

2 Steaks

100 g Comté-Käse

150 ml Bier

150 ml Cola

Salz, Gewürzmischung eigene Kreation aus Koriander, Pfeffer, Piment, Senfkörner, Khumeli und Chimichurri

 

Zutaten für den Möhren-Kartoffel-Specksalat:

2 große Kartoffeln

2 große Möhren

Grüner Spargel

½ Glas Mayonnaise

Speckwürfel von fettem Speck

Sahne nach Bedarf

Salz, Pfeffer, Zucker, Zitronensaft, schwarzer Sesam, Schnittlauch

 

Zutaten für die Marinade und den Dip:

2 EL Senf

2 EL Bier

2 EL Creme fraiche

 

Zutaten für das Petersilien-Öl:

1 Bund Petersilie

100 ml Rapsöl

Salz

 

Zubereitung:

Die Steaks waschen und mit Küchenpapier abtupfen. Das Fleisch in jeweils zwei Rechtecke schneiden. In eine Schüssel Bier und Cola geben. Steaks in dieser Mischung eine halbe Stunde oder länger marinieren.

Steaks aus der Marinade nehmen, trocken tupfen und mit einer Gewürzmischung einreiben. Dazu die Körner von Koriander, Pfeffer, Piment und Senfkörner in eine beschichtete Pfanne geben und rösten. Danach werden die Körner gemörsert und mit Khumeli und Chimichurri gemischt.

Jedes Fleischstück 5 mal quer so einschneiden, dass das Steak unten zusammenhält. Comté-Käse in Stücke schneiden und in die Einschnitte der Brätel stecken.

Senf, Bier und Creme fraiche zu einer Marinade vermischen und von allen Seiten auf das Fleisch streichen. Mindestens eine halbe Stunde marinieren.

Eine Grillschale mit Alufolie auslegen und einfetten. Darauf werden die Steaks ausgelegt und im vorgeheizten Grill oder Backofen bei 200°C etwa 12-15 Minuten gegrillt. Danach die Grillschale dem Ofen entnehmen, mit Alufolie abdecken und 10 Minuten ruhen lassen.

Für den Kartoffel-Möhren-Specksalat Kartoffeln mit Schale und geschälte Möhren kochen. Kartoffeln ausdämpfen lassen und die Schale abpellen. Möhren, Kartoffeln und den blanchierten, grünen Spargel in sehr kleine Würfelchen schneiden und in eine Schüssel geben. Fetten Speck in feine Würfel schneiden und in einer Pfanne auslassen. Die Würfel auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die Speckwürfel, den gerösteten schwarzen Sesam, die Mayonnaise, Schnittlauch zu den Kartoffeln, Möhren und dem Spargel geben und alles sorgsam vermischen. Den Salat mit Salz, Pfeffer, Zucker und Zitronensaft abschmecken. Eventuell noch ein wenig Sahne zugeben.

Für das Petersilien-Öl ein Bund Petersilie waschen, trocken schleudern, die Blättchen von den Stielen abzupfen und mit Salz in den Mixer geben, 100 ml Rapsöl zugeben und alles cremig mixen.

Das Gericht hübsch auf einem Teller – wie auf dem Foto – anrichten und einfach genießen.

 

Kiba-Eis-Kreation zum 2. Blog-Geburtstag – eiskalt und unwahrscheinlich köstlich

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Zum 2. Geburtstag meines Blogs „Esszimmerimpressionen“, habe ich mir für alle Leser eine kleine Überraschung ausgedacht! Genau heute vor zwei Jahren habe ich den ersten Beitrag in meinem „Esszimmer“ gepostet. Bis zum heutigen Tage waren es genau 100 Blogbeiträge, die ich hier veröffentlicht habe! Nun folgt zum Blog-Geburtstag der 101. Beitrag.

Seit nunmehr zwei Jahren schreibe ich hier regelmäßig Rezepte auf, bereite sie vorher in meiner Küche zu, setze sie mit der Kamera in Szene und veröffentliche sie hier. Mein Ziel ist es aus einfachen Gerichten das Beste zu machen. Dazu stehe ich mit Leidenschaft, Herz und Verstand an meinem heimischen Herd.

Während dieser Zeit habe ich bezüglich der Lebensmittel und dem Umgang mit ihnen sehr viel dazu gelernt. So lese ich beispielsweise über Obst, Gemüse, Kartoffeln, Reis, Nudeln und Fleisch etwas über deren Nährstoffe, Vitamine, Mineralien und schonende Zubereitung. Diese Erkenntnisse versuche ich in meine Rezepte einfließen zu lassen, um sie dann optimal in meiner Küche anzuwenden. Das klappt nicht immer, denn manchmal geht auch etwas schief. Aber dadurch lasse ich mich keineswegs beirren! Ein zweiter Versuch gelingt dann meistens besser!

Besondere Freude habe ich beim Anrichten – manchmal mit Pinzette – und Fotografieren meiner lukullischen Genüsse.  Neben meiner Malerei macht mir das Kochen und Backen sehr viel Spaß, denn man kann auch in diesem Metier seine Kreativität ausleben.

Und wie es so an Geburtstagen ist, habe ich mir eine kleine Köstlichkeit für den Geburtstagstisch in meinem Esszimmer ausgedacht und kredenzt. Ich hoffe, dass meinen Geburtstagsgästen die Kiba-Eis-Kreation munden wird.

 

Zutaten für das Kirschsorbet:

  • 300 g TK-Kirschen
  • 60 g Puderzucker
  • 150 ml Sahne
  • 1 Päckchen Vanillezucker

Zutaten für das Bananeneis:

  • 300 g Bananen
  • 60 g Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 200 ml Sahne
  • Zitronensaft

 

Zubereitung:

Das Päckchen TK-Sauerkirschen leicht antauen lassen und in einen hohen Behälter geben. Puderzucker, Vanillezucker und Sahne dazugeben und pürieren. Bis zum Anrichten eventuell noch in das Gefrierfach geben.

Die Schale von den Bananen entfernen, klein schneiden und in einen hohen Behälter geben. Dazu den Puderzucker, Vanillezucker, Sahne und etwas Zitronensaft einfüllen. Die Masse wird nun mit dem Mixstab cremig püriert. Anschließend in eine Eismaschine füllen und das köstliche Bananeneis  gefrieren lassen. Wer keine Eismaschine hat, kann das Bananeneis auch in einen metallenen Behälter füllen und in die Tiefkühlung geben. Hierbei muss jedoch öfter mal umgerührt werden, damit sich keine Eiskristalle bilden.

Beim Anrichten habe ich etwas geschlagene Sahne im Spritzbeutel auf einen Teller gegeben. Darauf habe ich zwei Kugeln Kirschsorbet und eine Kugel Bananeneis angerichtet. Meine Kiba-Eis-Kreation habe ich mit einigen frischen Kirschen, Bananenscheiben, gerösteten Mandelsplittern, Minze und einem Stängel Waldmeister gekrönt.

 

Köstliche Erdbeeren, die holden Erdentöchter verwöhnen uns wieder

„Erdbeeren, sie lachen von fern mich schon an, ich hab‘ so recht meine Freude dran.“ So befand einst der Dichter Hofmann von Fallersleben. So erging es mir in den letzten Tagen ebenfalls. Verführerischer Duft und Geschmack der roten Früchte sind ganz was Besonderes.

Johann Gottfried Herder beschrieb diese Köstlichkeiten der Natur in seinem Gedicht „Holde Erdentöchter“ vortrefflich. Die erste Strophe möchte ich hier gern kundtun, bevor wir anfangen den Kuchen zu backen. Den Boden für einen Obstkuchen backe ich seit fast dreißig Jahren nach diesem Rezept. Er ist schnell zubereitet, gelingt immer und schmeckt lecker.

Holde Erdentöchter,
Frühlings frühe Kinder,
Schon aus Sonnenvaters
Warmem Lebenshauche
Und aus Mutter-Erden
Kühlem Schooß empfangen,
Kühle, süße Beeren!

Zutaten für eine Ringform:

  • 500 g Erdbeeren
  • 2 Eigelb
  • 2 Eiweiß
  • 1 EL warmes Wasser
  • 75 g Zucker
  • 50 g Mehl
  • 50 g Stärkemehl
  • 1 TL Backpulver
  • Mandelplättchen, ohne Fett kurz in der Pfanne geröstet
  • Minzezucker, selbst gemacht
  • Erdbeerpüree
  • Vanillesoße
  • 250 ml süße Sahne
  • 1 Päckchen roten Tortenguss mit 250 ml Wasser und 2EL Zucker nach Vorschrift zubereiten.
  • ½ Päckchen Vanillepudding mit 250 ml Milch und 2 EL Zucker nach Vorschrift zubereiten.

Zubereitung:

Eier trennen. Die Eigelbe mit Wasser schaumig rühren, 2/3 des Zuckers und den Vanillezucker dazu geben und gut mischen.

Die Eiweiß mit dem restlichen Zucker steif schlagen, auf die Eigelbmasse geben und vorsichtig unterheben. Darauf  das Mehl, das Stärkemehl und das Backpulver sieben und mit der Eimasse behutsam mischen.

Die Kuchenform einbuttern, mit etwas Mehl bestäuben und den Teig einfüllen und glatt streichen.

Im vorgeheizten Backofen bei 180° Grad  Ober- und Unterhitze circa 20-30 Minuten backen. Danach abkühlen lassen, Pudding zubereiten und auf den Kuchenboden geben. Erdbeeren halbieren, auf dem Kuchen verteilen und den zubereiteten Tortenguß von der Mitte aus über die Früchte verteilen.

Mit geschlagener Sahne, einigen frischen Erdbeeren und Minze, Minzezucker, Erdbeerpüree, Vanillesoße und gerösteten Mandelplättchen auf einem Teller hübsch anrichten…und einfach genießen.

Hot Dogs – eine kleine lukullische Überraschung zum Internationalen Kindertag

Hot dogs

Am 01. Juni 2017 wird wieder der Internationale Kindertag begangen, an dem die Kinder im Mittelpunkt stehen.

In über dreißig Ländern werden die Rechte der Kinder auf das Wohlergehen der Jüngsten gefeiert. Am Internationalen Kindertag wird auf die Rechte der Kinder auf Schutz, auf Förderung der Entwicklung und das Recht auf Beteiligung aufmerksam gemacht.

An diesem Tag feiern die Kinder mit ihren Eltern, in der Schule, im Kindergarten und in Stadt und Land mit bunten Programmen, Freude, Lachen und Aktionen. Kleine Geschenke und leckeres Essen gehören ebenfalls dazu. Der Tag soll noch lange im Gedächtnis der Kinder bleiben.

Ich bin fest davon überzeugt, dass die gebackenen Hot Dogs den Kindern große Freude bereiten und schmecken werden.

Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 300 ml Wasser, lauwarm
  • 30 ml Olivenöl
  • 4 EL Milch
  • 1 Ei
  • ½ Würfel frische Hefe
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • Schwarze Oliven

Zubereitung:

In eine Schüssel das lauwarme Wasser und Zucker geben. Nun die Hefe in das Gemisch bröseln. Etwas Mehl überstäuben und alles 20 Minuten abgedeckt gehen lassen.

Danach werden die restlichen Zutaten wie Mehl, Salz, Zucker, Öl dazu gegeben und mit den Knetstäben des Handmixers zu einem geschmeidigen Teig verarbeitet. Der Teig sollte seidig glänzen und muss nun abgedeckt nochmals 30Minuten an einem warmen Ort gehen. Anschließend formt man mit bemehlten Händen gleich große Kugeln aus dem Teig.

Nun werden sie auf einem mit Backpapier belegtem Backblech zu einer flachen Scheibe gedrückt. Mit einem scharfen Messer werden die Einschnitte für die Ohren und die Schnauze gemacht. Das Ei mit der Milch verschlagen und die Brötchen damit bepinseln. Anschließend müssen die Teigstücken nochmals 10 Minuten gehen. Für Augen und Nase schwarze Oliven in den Teig drücken.

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Den Backofen auf 190 Grad Ober-und Unterhitze vorheizen und die Brötchen etwa 20 – 25 Minuten backen, so dass sie wunderbar goldgelb aussehen. Danach auskühlen lassen und die Schnauze vorsichtig quer einschneiden.

Jetzt können die einzelnen Hot Dogs – wie jeder das möchte – zum Beispiel mit einem Salatblatt, Dressing und einem heißen Würstchen komplettiert werden. Die Kinder werden – das ist sicher- die Hot Dogs herzhaft und mit großem Appetit verspeisen.

Sachertörtchen – Eine schokoladige Versuchung

Sachertörtchen

Dieser Tage habe ich mal wieder – es kommt bei mir sehr selten vor – meine Lieblingsschokolade gekauft. Ich hatte mir vorgenommen sie zunächst in den Schrank zu legen. Aber ich konnte dieser Versuchung nicht widerstehen, sondern genoss sie mit allen Sinnen und einer Tasse Kaffee. Dabei entschied ich mich das doch öfter mal zu machen, denn diese pure Sinnlichkeit setzt viele positive Emotionen frei. Einfach mal innehalten tut gut und macht glücklich!

Außerdem hatte ich mir einen kleinen Vorrat der köstlichen Schokolade mitgebracht. Zwei Tage später wollte ich mich mit meinen Schwestern treffen und sie ebenfalls am kleinen Augenblick des Glücks teilhaben lassen. Also sah ich mich nach einem schokoladigen Rezept für kleine und feine gebackene Köstlichkeiten um. Sodann machte ich mich ans Werk und habe kleine Sachertörtchen nach einem Rezept von Johann Lafer gebacken, eingepackt und zum Schwestertreffen mitgenommen. Auf der Terrasse haben wir es uns bei herrlichem Sonnenschein mit den Törtchen und Kaffee gut gehen lassen und den Moment genossen. Sie waren köstlich, die Törtchen!

Kleines Sacher-Törtchen  – Rezept von Johann Lafer

Zutaten für die Törtchen (12 Stück):

  • 100 g Zartbitter-Kuvertüre (70 %)
  • 100 g Butter, zimmerwarm
  • 40 g Puderzucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 4 Eier (Klasse M)
  • 130 g Zucker
  • 100 g Mehl
  • 2 cl Rum
  • 150 g Aprikosenkonfitüre
  • Salz
  • Butter für die Form
  • Zucker für die Form
  • Minze zum Garnieren

Für die Glasur:

  • 50 g Zucker
  • 20 g Butter
  • 150 g Zartbitter-Kuvertüre
  • 50 ml Sahne

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Für das Sacher-Törtchen 100 Gramm Kuvertüre klein hacken, in eine Schüssel geben und über einem lauwarmen Wasserbad unter gelegentlichem Rühren langsam schmelzen. Die Butter mit 30 Gramm Puderzucker, dem Vanillezucker und einer Prise Salz schaumig schlagen. Die Eier trennen, die Eigelbe nach und nach hinzufügen und unterschlagen. Nun die lauwarme Kuvertüre langsam einlaufen lassen und einrühren.

Das Mehl sieben. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Den Zucker nach und nach einrieseln lassen. Den Eischnee und das Mehl abwechselnd unter die Butter-Schokoladen-Masse heben. Ein Muffin-Blech dünn und gleichmäßig mit etwas zimmerwarmer Butter ausstreichen, mit Zucker ausstreuen und die Masse einfüllen. Die Törtchen im Backofen 15 bis 20 Minuten backen, anschließend in der Form abkühlen lassen.

Die abgekühlten Küchlein stürzen und einmal waagerecht halbieren. Den Rum mit einem Esslöffel Wasser und dem übrigen Puderzucker in einem Topf erwärmen. In einem anderen Topf die Aprikosenkonfitüre aufkochen und zwei bis drei Minuten köcheln lassen. Nun die Kuchenhälften mit dem Rum-Zucker-Gemisch tränken. Die unteren Böden mit der Aprikosenkonfitüre bestreichen. Die oberen Böden wieder draufsetzen, rundum mit der Konfitüre dünn bestreichen und kühl stellen.

Für die Glasur 50 Gramm Zucker mit 50 Milliliter Wasser aufkochen, bis sich der Zucker gelöst hat. Zwei Minuten weiter kochen, danach fünf Minuten abkühlen lassen. Die Kuvertüre klein hacken und zusammen mit der Butter und der Sahne unter den leicht abgekühlten Zuckersirup rühren. Anschließend den Schokoladenüberzug über die Törtchen gießen und mit einer Palette gleichmäßig überziehen.

Die Sachertörtchen auf Tellern anrichten. Dazu passt sehr gut eine Kugel Eis und Minzblättchen.

 

Maigrünes Tannenspitzensorbet mit rotem Erdbeercarpaccio

Druck-Tannenspitzeneis an Erdbeercarpaccio

Der Mai ist für mich immer wieder der schönste Monat im Jahr. Die Blätter an den Bäumen leuchten in ihrem frischen, saftigen Maigrün. Ein leichter Frühlingswind streift die Blätter und lässt sie ein wenig rascheln. Das Gras, die Blumen und die Kräuter sprießen in ihrer Vielfalt in den Gärten sowie in Wald und Flur. Die neuen Farben in der Natur sind nach dem Winter unverbraucht und scheinen wie frisch gewaschen. Es ist einfach eine Augenweide genau hinzusehen und die Farbenvielfalt auf sich wirken zu lassen.

Im Mai bekommen die Tannen und Fichten ihre neuen, noch weichen Triebe in einem ganz zarten Grün. Sie duften fantastisch gut. Bei einem kurzen Spaziergang habe ich einen kleinen Trieb gekostet. Sie schmecken leicht würzig und zitronig. Ich erinnerte mich vor längerer Zeit gelesen zu haben, dass man aus den jungen Trieben Eis oder Sorbet zaubern kann. Eine gute handvoll Triebe habe ich der Natur entlockt, um ein Eisrezept auszuprobieren.

Zu Hause habe ich ein Rezept für Tannenspitzen-Sorbet in dem Magazin „Konditorei & Cafe“ aus dem Jahre 2008 – dem führenden Fachmagazin für Konditoren und Patissiers – entdeckt. Ich war sehr gespannt, ob das Rezept gelingt und das Eis schmeckt. Das Eis wollte ich mit roten Erdbeeren, die ebenfalls ab Mai geerntet werden, ergänzen. Glücklicherweise bekam ich frisch geerntete, duftende Früchte aus dem Geiseltal – Das Geiseltal ist eine Landschaft in Sachsen-Anhalt westlich von Merseburg im Landkreis Saalekreis – auf einem Markt zu kaufen.

Wie einige von euch wissen, habe ich noch ein zweites Hobby, die Malerei. Bei diesem Hobby setze ich mich zum Beispiel mit der Wirkung der Farben auseinander. Dieses Wissen versuche ich auch bei der Wahl meiner Lebensmittel und einigen Kochkreationen anzuwenden. Das heißt ich wähle hin und wieder den Komplementärkontrast – Farben, die sich im Farbkreis nach dem Schweizer Johannes Itten gegenüber stehen – aus. Im Fall dieses Desserts sind es hauptsächlich die Farben Rot und Grün.

Und jetzt zeige ich euch wie ich das köstliche, außergewöhnliche Dessert gemacht habe!

Rezept für 4 Personen

 Zutaten für das Sorbet (Rezept aus dem Fachmagazin „Konditorei & Cafe“ 2008):

  • 200 g zarte Tannenspitzen
  • 400 ml Wasser
  • 200 g Zucker
  • 100 ml Zitronensaft

Weitere Zutaten, die ich ausgewählt habe:

  • 500 g Erdbeeren
  • 200 ml Sahne
  • Zucker
  • Puderzucker
  • Zitronenkuchen (Rührkuchen)
  • Pistazien

Zubereitung:

Die Tannenspitzen mit etwas Wasser und dem Zucker im Mixbecher sämig pürieren. Das restliche Wasser und den Zitronensaft dazu geben. Durch ein Haarsieb streichen. In der Eismaschine 15 bis 30 Minuten gefrieren.

Einen Anrichtring in eine mit Backpapier ausgekleidete Pfanne setzen. In den Ring Zucker einrieseln, goldgelb schmelzen und abkühlen lassen. Aufpassen, dass der Zucker nicht verbrennt.

Erdbeeren waschen und trocken tupfen. Einige Erdbeeren  mit Puderzucker pürieren. Die anderen Erdbeeren mit Hilfe eines Eischneiders in gleichmäßig dünne Stücke schneiden.  Sahne mit etwas Zucker steif schlagen. Kuchen in Scheiben schneiden. Mit Hilfe eines kleinen Ausstechers runde Plätzchen ausstechen, mit der geschlagenen Sahne füllen und mit Pistazien bestreuen.

Beim Anrichten zunächst etwas Erdbeerpüree auf dem Teller verteilen und darauf  geschnittene Erdbeeren anrichten. Ergänzt wird mein Dessert mit dem Tannenspitzensorbet, einem  Sahneküchlein, einigen Sahnetupfern, Tannenspitzen, Pistazien, Rosenblütenblättern und dem bernsteinfarbenen Zuckerblättchen.

Tipp: Die zarten Tannenspitzen nach Möglichkeit nur von einem Baum, der im Garten steht, pflücken. Nette Nachbarn oder Bekannte, die einen Garten haben, geben bestimmt ein paar Trieb ab.

Delikater Fischeintopf

Seit einiger Zeit hatte ich mir vorgenommen eine wohlschmeckende Fischsuppe zu kochen. Es sollte eine kräftige Suppe mit viel Einlage zum Sattessen werden.

Fischkarkassen hatte ich eingefroren vorrätig. Also überlegte ich mir ein Rezept und kaufte alle Zutaten frisch ein. Ich lege Wert darauf frische Produkte für meine Gerichte zu verwenden. Wieder einmal stellte ich fest, dass man doch öfter mal wohlschmeckenden, gesunden Fisch essen sollte.

Der Fisch ist reich an Proteinen, gesunden Fettsäuren, Mineralien, Vitaminen und somit ein äußerst gesundes Nahrungsmittel mit wenigen Kalorien. Ein bis zwei Fischmahlzeiten sollten pro Woche auf unserem Speiseplan stehen. Gut zubereitet wird Fisch zu einem köstlichen Gaumenschmaus.

…und los geht es!

Rezept für 4 Personen

Zutaten für den Fischfond:

  • 1 kg Fischkarkassen (kann man beim Fischhändler kaufen)
  • 1 Bund Suppengrün
  • 1 Zwiebel
  • 1,5 Liter Wasser
  • Salz, Pfefferkörner, Piment, Lorbeerblatt

Zutaten für den Fischeintopf:

  • 400 g Seelachsfilet
  • 2 große Möhren
  • 2 große Kartoffeln
  • 1 Lauchstange
  • 1 Zwiebel
  • 2 Tomaten
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 Fenchelknolle
  • Etwas Öl und Butter
  • Brötchen
  • Thymian, Estragon, Fenchelgrün, Piment, Lorbeerblatt, Salz, Pfeffer, Sternanis, Safran, Zitrone, Sherry

Zubereitung:

Die Karkassen unter fließend kaltem Wasser abspülen, trocken tupfen, grob würfeln und in einen Topf geben. Das Suppengrün und die Zwiebel putzen, zerkleinern, Gewürze, Zitronenschale zugeben  und mit dem kalten Wasser auffüllen. Nun alles zum Kochen bringen und bei kleiner Flamme etwa 30 Minuten köcheln lassen. Den sich bildenden Schaum öfter abschöpfen. Nach Ende der Garzeit den Fischfond durch ein feines Sieb gießen.

Für den Fischeintopf das Seelachsfilet kalt abspülen, trockentupfen, in grobe Würfel schneiden und beiseite stellen. Möhren, Kartoffeln putzen und in Würfel schneiden. Lauch, Zwiebel, Fenchel putzen und in Ringe schneiden. Knoblauchzehen mit dem Messer kleinhacken. Etwas Öl in einen Topf geben, das zerkleinerte Gemüse im Öl etwa 5 Minuten leicht andünsten. Anschließend mit Fischfond auffüllen, die Kräuter, Gewürze und den Safran dazugeben. Das Ganze kurz aufkochen und bei milder Hitze 30 Minuten köcheln lassen.

Für den Fischeintopf das Seelachsfilet kalt abspülen, trockentupfen und in grobe Würfel schneiden. Die Tomaten von den Kernen befreien und anschließend in feine Würfel schneiden. Den Fisch und die Tomatenwürfelchen zum Eintopf geben und etwa 10 Minuten ziehen lassen. So bleiben die Fischwürfel erhalten und zerfallen nicht.

Inzwischen Brötchen in Scheiben schneiden und in einer Pfanne mit Butter knusprig, goldbraun rösten.

Den Fischeintopf mit Salz, Pfeffer und Sherry abschmecken. Angerichtet habe ich den wohlschmeckenden Eintopf mit Thymianblüten, Estragon, Fenchelgrün, Zitrone und einer Scheibe vom knusprig gebraten Brötchen.

Wer mag kann den Eintopf mit mehreren Fischsorten zubereiten und auch Weißwein dazugeben.

Wunderbare und köstliche Erdbeerzeit

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Die Erdbeersaison beginnt in Kürze. Nach dem kühlen April brauchen die kleinen Früchte noch eine gehörige Portion Sonne. Hoffentlich werden die Tage noch wärmer und sonniger, damit die leuchtend roten und aromatischen Früchte reifen können.

Erdbeeren schmecken mir aus regional saisonaler Ernte besonders gut. Es macht Spaß die leckeren, gesunden Früchte selbst auf dem Feld zu pflücken. Natürlich darf dabei auch die Kostprobe nicht zu kurz kommen.

Von Mai bis Juli werde ich auch in diesem Jahr auf den großen Erdbeerfeldern vor den Toren meiner Heimatstadt ernten. Es gibt nichts Köstlicheres als die sonnengereiften, duftenden Früchte vorsichtig in das Spankörbchen zu legen und vorsichtig zu transportieren. Zu Hause werde ich sie beispielsweise zu leckerer Konfitüre, Erdbeereis, Desserts und anderen Köstlichkeiten verarbeiten.

Bis es soweit ist, habe ich mir die roten Erdbeeren in einer Acryl-Lasurtechnik mit Künstleracrylfarben auf Leinwand gemalt. So ist ein hübsches Küchenbild entstanden, welches die Wand meiner Küche ziert. Malen ist neben dem Kochen eine weitere kreative Leidenschaft von mir.

Gebratener Lachs und Avocado an Rote-Bete-Potpourri

Lachs, gebratene Avocado, Rote Bete, Forellenkaviar.JPG

Im Frühling ist es sehr verführerisch mit knackigen Salaten, buntem Gemüse und frühlingsfrischen Blüten köstliche Gemälde auf den Teller zu zaubern. Kochen mit frischen Zutaten macht Spaß, gute Laune und schmeckt köstlich.

Wald und Wiesen, natürlich auch die Obst- und Gemüsestände der Märkte, bieten zu dieser Jahreszeit eine Fülle von gesunden Lebensmitteln. Die Farbvielfalt der frischen Zutaten ist schier unerschöpflich.

Also habe ich mich zu einem Potpourri von Roter Bete mit gebratenem Fisch und Avocado entschlossen. Die einzelnen Zutaten sollen auf dem Teller ein harmonisches, farbliches und geschmackliches Gesamtes ergeben. Man sagt ja bekanntlich „Das Auge ist mit!“. Dem habe ich nichts hinzusetzen.

(Potpourri – Zusammenstellung mehrerer Musikstücke oder Melodien zu einem Musikwerk.)

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

  • 800 g Lachsfilet mit Haut
  • 2 EL Butterschmalz
  • 2 Avocados
  • 1 Packung Rote Bete, vorgegart
  • Rote-Bete-Saft
  • Semmelbrösel
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Kräuteressig
  • 2 Knoblauchzehen
  • Forellenkaviar
  • Zitrone, Salz, Pfeffer, Chilisalz, Muskatnuss, Kreuzkümmel, Thymian, Zucker, Paprika, Milch
  • Geschroteter roter und schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

2 Rote Bete in dünne Scheiben schneiden und einige davon auf dem Teller auslegen. Weitere 2-3 Rote Bete in Stücke schneiden und mit Salz, Zucker, Kümmelpulver, Kräuteressig, Knoblauch und Olivenöl in ein hohes Gefäß geben und pürieren.

Für den Schaum etwas Rote-Bete-Saft mit Milch vermischen, erwärmen und mit dem Mixer kräftig aufschäumen.

Die Avocados längs halbieren. Die Hälften leicht gegeneinander drehen, öffnen und den Kern entfernen. Die Avocadohälften in Scheiben schneiden, in Semmelbrösel wälzen und in einer Pfanne in etwas Butterschmalz beidseitig braten. Anschließend mit Chilisalz und Muskatnuss würzen.

Lachs in gleich große Stücke schneiden und mit Küchenkrepp trocken tupfen. Zitronensaft auf den Lachs träufeln und 10 Minuten einwirken lassen. Nach der Einwirkzeit den Lachs trockentupfen und salzen. Roten und schwarzen geschroteten Pfeffer auf die Hautseite des Lachses geben. In heißem Butterschmalz auf der Hautseite etwa 4-5 Minuten braten. Danach die Temperatur reduzieren, das Filet umdrehen und den Fisch noch 4 Minuten in der Pfanne lassen. Dann ist die Haut knusprig und das Filet super saftig.

Einen Teller mit einigen Scheiben von Roter Bete belegen, Nocken vom Rote-Bete-Püree formen und anrichten. Den Fisch und die Avocado-Scheiben hübsch drapieren und mit Rote-Bete-Schaum, Forellenkaviar und Thymianblüten anrichten.

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