Sachertörtchen – Eine schokoladige Versuchung

Sachertörtchen

Dieser Tage habe ich mal wieder – es kommt bei mir sehr selten vor – meine Lieblingsschokolade gekauft. Ich hatte mir vorgenommen sie zunächst in den Schrank zu legen. Aber ich konnte dieser Versuchung nicht widerstehen, sondern genoss sie mit allen Sinnen und einer Tasse Kaffee. Dabei entschied ich mich das doch öfter mal zu machen, denn diese pure Sinnlichkeit setzt viele positive Emotionen frei. Einfach mal innehalten tut gut und macht glücklich!

Außerdem hatte ich mir einen kleinen Vorrat der köstlichen Schokolade mitgebracht. Zwei Tage später wollte ich mich mit meinen Schwestern treffen und sie ebenfalls am kleinen Augenblick des Glücks teilhaben lassen. Also sah ich mich nach einem schokoladigen Rezept für kleine und feine gebackene Köstlichkeiten um. Sodann machte ich mich ans Werk und habe kleine Sachertörtchen nach einem Rezept von Johann Lafer gebacken, eingepackt und zum Schwestertreffen mitgenommen. Auf der Terrasse haben wir es uns bei herrlichem Sonnenschein mit den Törtchen und Kaffee gut gehen lassen und den Moment genossen. Sie waren köstlich, die Törtchen!

Kleines Sacher-Törtchen  – Rezept von Johann Lafer

Zutaten für die Törtchen (12 Stück):

  • 100 g Zartbitter-Kuvertüre (70 %)
  • 100 g Butter, zimmerwarm
  • 40 g Puderzucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 4 Eier (Klasse M)
  • 130 g Zucker
  • 100 g Mehl
  • 2 cl Rum
  • 150 g Aprikosenkonfitüre
  • Salz
  • Butter für die Form
  • Zucker für die Form
  • Minze zum Garnieren

Für die Glasur:

  • 50 g Zucker
  • 20 g Butter
  • 150 g Zartbitter-Kuvertüre
  • 50 ml Sahne

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Für das Sacher-Törtchen 100 Gramm Kuvertüre klein hacken, in eine Schüssel geben und über einem lauwarmen Wasserbad unter gelegentlichem Rühren langsam schmelzen. Die Butter mit 30 Gramm Puderzucker, dem Vanillezucker und einer Prise Salz schaumig schlagen. Die Eier trennen, die Eigelbe nach und nach hinzufügen und unterschlagen. Nun die lauwarme Kuvertüre langsam einlaufen lassen und einrühren.

Das Mehl sieben. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Den Zucker nach und nach einrieseln lassen. Den Eischnee und das Mehl abwechselnd unter die Butter-Schokoladen-Masse heben. Ein Muffin-Blech dünn und gleichmäßig mit etwas zimmerwarmer Butter ausstreichen, mit Zucker ausstreuen und die Masse einfüllen. Die Törtchen im Backofen 15 bis 20 Minuten backen, anschließend in der Form abkühlen lassen.

Die abgekühlten Küchlein stürzen und einmal waagerecht halbieren. Den Rum mit einem Esslöffel Wasser und dem übrigen Puderzucker in einem Topf erwärmen. In einem anderen Topf die Aprikosenkonfitüre aufkochen und zwei bis drei Minuten köcheln lassen. Nun die Kuchenhälften mit dem Rum-Zucker-Gemisch tränken. Die unteren Böden mit der Aprikosenkonfitüre bestreichen. Die oberen Böden wieder draufsetzen, rundum mit der Konfitüre dünn bestreichen und kühl stellen.

Für die Glasur 50 Gramm Zucker mit 50 Milliliter Wasser aufkochen, bis sich der Zucker gelöst hat. Zwei Minuten weiter kochen, danach fünf Minuten abkühlen lassen. Die Kuvertüre klein hacken und zusammen mit der Butter und der Sahne unter den leicht abgekühlten Zuckersirup rühren. Anschließend den Schokoladenüberzug über die Törtchen gießen und mit einer Palette gleichmäßig überziehen.

Die Sachertörtchen auf Tellern anrichten. Dazu passt sehr gut eine Kugel Eis und Minzblättchen.

 

Maigrünes Tannenspitzensorbet mit rotem Erdbeercarpaccio

Druck-Tannenspitzeneis an Erdbeercarpaccio

Der Mai ist für mich immer wieder der schönste Monat im Jahr. Die Blätter an den Bäumen leuchten in ihrem frischen, saftigen Maigrün. Ein leichter Frühlingswind streift die Blätter und lässt sie ein wenig rascheln. Das Gras, die Blumen und die Kräuter sprießen in ihrer Vielfalt in den Gärten sowie in Wald und Flur. Die neuen Farben in der Natur sind nach dem Winter unverbraucht und scheinen wie frisch gewaschen. Es ist einfach eine Augenweide genau hinzusehen und die Farbenvielfalt auf sich wirken zu lassen.

Im Mai bekommen die Tannen und Fichten ihre neuen, noch weichen Triebe in einem ganz zarten Grün. Sie duften fantastisch gut. Bei einem kurzen Spaziergang habe ich einen kleinen Trieb gekostet. Sie schmecken leicht würzig und zitronig. Ich erinnerte mich vor längerer Zeit gelesen zu haben, dass man aus den jungen Trieben Eis oder Sorbet zaubern kann. Eine gute handvoll Triebe habe ich der Natur entlockt, um ein Eisrezept auszuprobieren.

Zu Hause habe ich ein Rezept für Tannenspitzen-Sorbet in dem Magazin „Konditorei & Cafe“ aus dem Jahre 2008 – dem führenden Fachmagazin für Konditoren und Patissiers – entdeckt. Ich war sehr gespannt, ob das Rezept gelingt und das Eis schmeckt. Das Eis wollte ich mit roten Erdbeeren, die ebenfalls ab Mai geerntet werden, ergänzen. Glücklicherweise bekam ich frisch geerntete, duftende Früchte aus dem Geiseltal – Das Geiseltal ist eine Landschaft in Sachsen-Anhalt westlich von Merseburg im Landkreis Saalekreis – auf einem Markt zu kaufen.

Wie einige von euch wissen, habe ich noch ein zweites Hobby, die Malerei. Bei diesem Hobby setze ich mich zum Beispiel mit der Wirkung der Farben auseinander. Dieses Wissen versuche ich auch bei der Wahl meiner Lebensmittel und einigen Kochkreationen anzuwenden. Das heißt ich wähle hin und wieder den Komplementärkontrast – Farben, die sich im Farbkreis nach dem Schweizer Johannes Itten gegenüber stehen – aus. Im Fall dieses Desserts sind es hauptsächlich die Farben Rot und Grün.

Und jetzt zeige ich euch wie ich das köstliche, außergewöhnliche Dessert gemacht habe!

Rezept für 4 Personen

 Zutaten für das Sorbet (Rezept aus dem Fachmagazin „Konditorei & Cafe“ 2008):

  • 200 g zarte Tannenspitzen
  • 400 ml Wasser
  • 200 g Zucker
  • 100 ml Zitronensaft

Weitere Zutaten, die ich ausgewählt habe:

  • 500 g Erdbeeren
  • 200 ml Sahne
  • Zucker
  • Puderzucker
  • Zitronenkuchen (Rührkuchen)
  • Pistazien

Zubereitung:

Die Tannenspitzen mit etwas Wasser und dem Zucker im Mixbecher sämig pürieren. Das restliche Wasser und den Zitronensaft dazu geben. Durch ein Haarsieb streichen. In der Eismaschine 15 bis 30 Minuten gefrieren.

Einen Anrichtring in eine mit Backpapier ausgekleidete Pfanne setzen. In den Ring Zucker einrieseln, goldgelb schmelzen und abkühlen lassen. Aufpassen, dass der Zucker nicht verbrennt.

Erdbeeren waschen und trocken tupfen. Einige Erdbeeren  mit Puderzucker pürieren. Die anderen Erdbeeren mit Hilfe eines Eischneiders in gleichmäßig dünne Stücke schneiden.  Sahne mit etwas Zucker steif schlagen. Kuchen in Scheiben schneiden. Mit Hilfe eines kleinen Ausstechers runde Plätzchen ausstechen, mit der geschlagenen Sahne füllen und mit Pistazien bestreuen.

Beim Anrichten zunächst etwas Erdbeerpüree auf dem Teller verteilen und darauf  geschnittene Erdbeeren anrichten. Ergänzt wird mein Dessert mit dem Tannenspitzensorbet, einem  Sahneküchlein, einigen Sahnetupfern, Tannenspitzen, Pistazien, Rosenblütenblättern und dem bernsteinfarbenen Zuckerblättchen.

Tipp: Die zarten Tannenspitzen nach Möglichkeit nur von einem Baum, der im Garten steht, pflücken. Nette Nachbarn oder Bekannte, die einen Garten haben, geben bestimmt ein paar Trieb ab.

Delikater Fischeintopf

Seit einiger Zeit hatte ich mir vorgenommen eine wohlschmeckende Fischsuppe zu kochen. Es sollte eine kräftige Suppe mit viel Einlage zum Sattessen werden.

Fischkarkassen hatte ich eingefroren vorrätig. Also überlegte ich mir ein Rezept und kaufte alle Zutaten frisch ein. Ich lege Wert darauf frische Produkte für meine Gerichte zu verwenden. Wieder einmal stellte ich fest, dass man doch öfter mal wohlschmeckenden, gesunden Fisch essen sollte.

Der Fisch ist reich an Proteinen, gesunden Fettsäuren, Mineralien, Vitaminen und somit ein äußerst gesundes Nahrungsmittel mit wenigen Kalorien. Ein bis zwei Fischmahlzeiten sollten pro Woche auf unserem Speiseplan stehen. Gut zubereitet wird Fisch zu einem köstlichen Gaumenschmaus.

…und los geht es!

Rezept für 4 Personen

Zutaten für den Fischfond:

  • 1 kg Fischkarkassen (kann man beim Fischhändler kaufen)
  • 1 Bund Suppengrün
  • 1 Zwiebel
  • 1,5 Liter Wasser
  • Salz, Pfefferkörner, Piment, Lorbeerblatt

Zutaten für den Fischeintopf:

  • 400 g Seelachsfilet
  • 2 große Möhren
  • 2 große Kartoffeln
  • 1 Lauchstange
  • 1 Zwiebel
  • 2 Tomaten
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 Fenchelknolle
  • Etwas Öl und Butter
  • Brötchen
  • Thymian, Estragon, Fenchelgrün, Piment, Lorbeerblatt, Salz, Pfeffer, Sternanis, Safran, Zitrone, Sherry

Zubereitung:

Die Karkassen unter fließend kaltem Wasser abspülen, trocken tupfen, grob würfeln und in einen Topf geben. Das Suppengrün und die Zwiebel putzen, zerkleinern, Gewürze, Zitronenschale zugeben  und mit dem kalten Wasser auffüllen. Nun alles zum Kochen bringen und bei kleiner Flamme etwa 30 Minuten köcheln lassen. Den sich bildenden Schaum öfter abschöpfen. Nach Ende der Garzeit den Fischfond durch ein feines Sieb gießen.

Für den Fischeintopf das Seelachsfilet kalt abspülen, trockentupfen, in grobe Würfel schneiden und beiseite stellen. Möhren, Kartoffeln putzen und in Würfel schneiden. Lauch, Zwiebel, Fenchel putzen und in Ringe schneiden. Knoblauchzehen mit dem Messer kleinhacken. Etwas Öl in einen Topf geben, das zerkleinerte Gemüse im Öl etwa 5 Minuten leicht andünsten. Anschließend mit Fischfond auffüllen, die Kräuter, Gewürze und den Safran dazugeben. Das Ganze kurz aufkochen und bei milder Hitze 30 Minuten köcheln lassen.

Für den Fischeintopf das Seelachsfilet kalt abspülen, trockentupfen und in grobe Würfel schneiden. Die Tomaten von den Kernen befreien und anschließend in feine Würfel schneiden. Den Fisch und die Tomatenwürfelchen zum Eintopf geben und etwa 10 Minuten ziehen lassen. So bleiben die Fischwürfel erhalten und zerfallen nicht.

Inzwischen Brötchen in Scheiben schneiden und in einer Pfanne mit Butter knusprig, goldbraun rösten.

Den Fischeintopf mit Salz, Pfeffer und Sherry abschmecken. Angerichtet habe ich den wohlschmeckenden Eintopf mit Thymianblüten, Estragon, Fenchelgrün, Zitrone und einer Scheibe vom knusprig gebraten Brötchen.

Wer mag kann den Eintopf mit mehreren Fischsorten zubereiten und auch Weißwein dazugeben.

Wunderbare und köstliche Erdbeerzeit

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Die Erdbeersaison beginnt in Kürze. Nach dem kühlen April brauchen die kleinen Früchte noch eine gehörige Portion Sonne. Hoffentlich werden die Tage noch wärmer und sonniger, damit die leuchtend roten und aromatischen Früchte reifen können.

Erdbeeren schmecken mir aus regional saisonaler Ernte besonders gut. Es macht Spaß die leckeren, gesunden Früchte selbst auf dem Feld zu pflücken. Natürlich darf dabei auch die Kostprobe nicht zu kurz kommen.

Von Mai bis Juli werde ich auch in diesem Jahr auf den großen Erdbeerfeldern vor den Toren meiner Heimatstadt ernten. Es gibt nichts Köstlicheres als die sonnengereiften, duftenden Früchte vorsichtig in das Spankörbchen zu legen und vorsichtig zu transportieren. Zu Hause werde ich sie beispielsweise zu leckerer Konfitüre, Erdbeereis, Desserts und anderen Köstlichkeiten verarbeiten.

Bis es soweit ist, habe ich mir die roten Erdbeeren in einer Acryl-Lasurtechnik mit Künstleracrylfarben auf Leinwand gemalt. So ist ein hübsches Küchenbild entstanden, welches die Wand meiner Küche ziert. Malen ist neben dem Kochen eine weitere kreative Leidenschaft von mir.

Gebratener Lachs und Avocado an Rote-Bete-Potpourri

Lachs, gebratene Avocado, Rote Bete, Forellenkaviar.JPG

Im Frühling ist es sehr verführerisch mit knackigen Salaten, buntem Gemüse und frühlingsfrischen Blüten köstliche Gemälde auf den Teller zu zaubern. Kochen mit frischen Zutaten macht Spaß, gute Laune und schmeckt köstlich.

Wald und Wiesen, natürlich auch die Obst- und Gemüsestände der Märkte, bieten zu dieser Jahreszeit eine Fülle von gesunden Lebensmitteln. Die Farbvielfalt der frischen Zutaten ist schier unerschöpflich.

Also habe ich mich zu einem Potpourri von Roter Bete mit gebratenem Fisch und Avocado entschlossen. Die einzelnen Zutaten sollen auf dem Teller ein harmonisches, farbliches und geschmackliches Gesamtes ergeben. Man sagt ja bekanntlich „Das Auge ist mit!“. Dem habe ich nichts hinzusetzen.

(Potpourri – Zusammenstellung mehrerer Musikstücke oder Melodien zu einem Musikwerk.)

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

  • 800 g Lachsfilet mit Haut
  • 2 EL Butterschmalz
  • 2 Avocados
  • 1 Packung Rote Bete, vorgegart
  • Rote-Bete-Saft
  • Semmelbrösel
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Kräuteressig
  • 2 Knoblauchzehen
  • Forellenkaviar
  • Zitrone, Salz, Pfeffer, Chilisalz, Muskatnuss, Kreuzkümmel, Thymian, Zucker, Paprika, Milch
  • Geschroteter roter und schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

2 Rote Bete in dünne Scheiben schneiden und einige davon auf dem Teller auslegen. Weitere 2-3 Rote Bete in Stücke schneiden und mit Salz, Zucker, Kümmelpulver, Kräuteressig, Knoblauch und Olivenöl in ein hohes Gefäß geben und pürieren.

Für den Schaum etwas Rote-Bete-Saft mit Milch vermischen, erwärmen und mit dem Mixer kräftig aufschäumen.

Die Avocados längs halbieren. Die Hälften leicht gegeneinander drehen, öffnen und den Kern entfernen. Die Avocadohälften in Scheiben schneiden, in Semmelbrösel wälzen und in einer Pfanne in etwas Butterschmalz beidseitig braten. Anschließend mit Chilisalz und Muskatnuss würzen.

Lachs in gleich große Stücke schneiden und mit Küchenkrepp trocken tupfen. Zitronensaft auf den Lachs träufeln und 10 Minuten einwirken lassen. Nach der Einwirkzeit den Lachs trockentupfen und salzen. Roten und schwarzen geschroteten Pfeffer auf die Hautseite des Lachses geben. In heißem Butterschmalz auf der Hautseite etwa 4-5 Minuten braten. Danach die Temperatur reduzieren, das Filet umdrehen und den Fisch noch 4 Minuten in der Pfanne lassen. Dann ist die Haut knusprig und das Filet super saftig.

Einen Teller mit einigen Scheiben von Roter Bete belegen, Nocken vom Rote-Bete-Püree formen und anrichten. Den Fisch und die Avocado-Scheiben hübsch drapieren und mit Rote-Bete-Schaum, Forellenkaviar und Thymianblüten anrichten.

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Zartes Carpaccio vom Rind mit einer Senf-Balsamico-Honig-Vinaigrette

Rindercarpaccio, Bärlauchpesto, Currymayonnaise, Dressing, geröstet Brötchenscheiben, Salat.JPG

Die Sonne steigt langsam höher und die Tage werden wärmer. In den Bäumen mit ihrem frischen Maigrün trällern die Vögel ihre Frühlingslieder. Eine leichte Brise lässt die Blätter leise rascheln. Wenn ich von meinem Balkon aus in die gegenüberliegenden Schrebergärten sehe, höre ich es Summen, Zwitschern, Gurren, Bellen, Lachen von Kindern und Erwachsenen. Kurzum es ist Frühling!

Nun ja, bei diesem herrlichen Sonnenschein stellt sich Urlaubsfeeling ein. Den wunderschönen Tag sollte man auch mit einer kleinen, kulinarischen Köstlichkeit genießen. Also habe ich mir überlegt, ein zartes Rindercarpaccio auf die Teller zu drapieren.

Vittore Carpaccio war ein berühmter venezianischer Maler. Ihm zu Ehren wurde die Vorspeise aus rohem Rindfleisch „Carpaccio“ genannt. In Venedig wurde die Speise entwickelt. Gut gekühltes Rinderfilet wird mit einem sehr scharfen Messer in hauchdünne Scheiben geschnitten, gesalzen und gepfeffert.

Mit Bärlauchpesto, Currymayonnaise, Salat und selbst gemachten Brotchips habe ich das Carpaccio angerichtet. Man kann es als Vorspeise genießen. Wenn man mehr Salat auf den Teller gibt, hat man auch einen kleinen Hauptgang. Zu dieser kleinen Köstlichkeit passt sehr gut ein Glas gut gekühlter, prickelnder Sekt!

Nachdem wir es uns schmecken gelassen hatten, werde ich mich nun meinem zweiten kreativen Hobby widmen. Die Staffelei ist bereits auf dem Balkon aufgestellt. Es soll ein Aquarell entstehen.

Rezept für zwei Personen

Zutaten:

  • 200 g Rinderfilet, gut gekühlt
  • Brötchen

Salat:

  • Rucola, grüner Spargel, Radieschen, Gurke, Schnittlauch, Dill

Curry-Mayonnaise:

  • 2 EL Mayonnaise
  • 2 EL Creme fraiche
  • 1 TL Curry-Paste
  • Limettensaft
  • Zucker, Salz

Bärlauchpesto:

  • 200 g Bärlauch
  • 150 ml Olivenöl
  • 50 g Pinienkerne
  • 100 g frisch geriebener Parmesan
  • Salz, Pfeffer

Vinaigrette:

  • 3 EL Olivenöl
  • 3 EL Balsamico
  • 1 TL Senf
  • Honig
  • Salz, Pfeffer, roter Chili

 

Zubereitung:

Für die Chips habe ich Brötchen quer in dünne Scheiben geschnitten, mit Olivenöl beträufelt und etwa 10 Minuten bei 180°C auf Backpapier im Backofen geröstet.

Für die Currymayonnaise Curry-Paste, Mayonnaise, Crème fraiche und etwas Limettensaft mit dem Schneebesen kräftig verrühren. Mit Zucker und Salz pikant abschmecken. Sollte etwas übrig bleiben, kann man die Currymayonnaise etwa 2 Wochen im Kühlschrank aufbewahren.

Bärlauch waschen und trocken schütteln. Pinienkerne ohne Öl kurz in einer beschichteten Pfanne anrösten. Bärlauch, Olivenöl, Pinienkerne, Parmesan, Pfeffer und Salz in ein hohes Gefäß geben und mit dem Mixstab pürieren.

Alle Zutaten für die Vinaigrette in ein Gefäß geben und mit dem Schneebesen kräftig aufschlagen, so dass eine cremige Konsistenz entsteht.

Die Zutaten für den Salat waschen, trocknen und mit etwas Vinaigrette beträufeln.

Das Carpaccio auf einem Teller verteilen und mit der Vinaigrette, Pesto, Currymayonnaise, Salat und den Chips hübsch anrichten.

 

Knusprige Bratwursthäppchen im Blätterteig

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Mit diesem Rezept habe ich am 21.05.2016 im Viertelfinale zum Thüringer Cookingpokal, dem Kochwettbewerb von Hobbyköchen in Thüringen, teilgenommen. Der Wettbewerb fand in der 1. Grill-und BBQ Schule Erfurt statt. Dieses und ein zweites Grillgericht brachten mich zum Halbfinale im „Venerius“ nach Eckolstädt.

Jeden Tag hoffen wir, dass das Wetter wärmer, sonniger und überhaupt freundlicher wird. Viele Menschen sehnen sich nach Sonne und würden gern auf das kühle Aprilwetter verzichten. Andere wieder stehen bereits in den Startlöchern und möchten die neue Grillsaison einläuten. Bei diesem regnerischen, kalten Wetter macht das Grillen noch keinen Spaß. Um die Vorfreude etwas  anzustacheln, möchte ich heute meine knusprigen Bratwursthäppchen vorstellen. Wer das Rezept schon mal ausprobieren möchte, kann es auch in der Pfanne und im Backofen zubereiten.

Rezept für zwei Personen

Zutaten für die Bratwürste:

  • 2 Thüringer Bratwürste
  • 1 Blätterteig, Rolle aus dem Kühlregal
  • 1 Ei
  • 1 EL weißer Sesam

Zutaten für den Dip:

  • 50 g Born-Mayonnaise
  • 50 g Born-Senf
  • 3 EL brauner Zucker
  • 2 TL Kräuter-oder Apfelessig
  • Salz, Pfeffer

Zutaten für das Möhrengemüse :

  • 1 kleiner Kopfsalat
  • 200 g Möhren
  • 1 Bund Lauchzwiebeln
  • 1 Packung Frühstücksspeck
  • 4 Zweige Thymian
  • 3 Zweige Minze
  • 3 Zweige Oregano
  • 2 EL Raps-Öl
  • 2 EL Zucker
  • 200 ml Wasser
  • 3 EL Kräuteressig, Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die Bratwürste circa 5 Minuten von allen Seiten grillen oder in der Pfanne ringsherum anbraten, heraus nehmen und abkühlen lassen.

Inzwischen den Dip zubereiten. Dafür alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut mit dem Schneebesen verrühren.

Den Blätterteig ausrollen und  mit dem Dip bestreichen. Die Ränder des Blätterteiges frei lassen. Die Bratwürste jeweils in ein Stück Teig fest  einrollen. Dir Nähte mit Eiweiß bestreichen und mit der Gabel fest andrücken.  Die so entstandenen Rollen mit einem scharfen Messer in fünf Stücke schneiden.  Die einzelnen Bratwurststückchen nun hochkant  mit der Naht nach unten in eine Grillschale auf den Grill oder auf ein mit Backpapier belegtes Blech in den Backofen stellen,  mit Eigelb bestreichen und mit Sesamkörnern bestreuen .

Im vorgeheizten Grill indirekt grillen oder im Backofen bei 200°C etwa 20 Minuten backen.

Während die Bratwürste backen wird das marinierte Möhrengemüse zubereitet. Möhren schälen, waschen, längs vierteln und etwa in 5 Zentimeter lange Stücke schneiden. Lauchzwiebeln waschen, putzen und die weißenTeile ebenfalls in 5 Zentimeter lange Stücke schneiden. Die grünen Teile der Lauchzwiebel werden in feine Ringe geschnitten. Thymian-Blättchen von den Stielen zupfen.

Frühstücksspeck in einer beschichteten Pfanne knusprig braten und auf Küchenpapier zum Abtropfen legen. Im Speckfett werden die Möhren und die weißen Abschnitte der Lauchzwiebeln kurz gebraten, mit Zucker bestreut und kurz karamellisiert. Mit Essig ablöschen, Thymian dazugeben, 200 ml Wasser angießen und etwa 3 Minuten köcheln lassen. Danach das Ganze etwa eine halbe Stunde ziehen lassen.

Das Möhrengemüse mit Salz und Pfeffer  würzen. Die  Minze und Oregano-Blättchen hacken, die grünen Lauchringe und 2 EL ÖL dazugeben und alles gut vermischen.

Den Kopfsalat waschen, in mundgerechte Stücke zupfen, trockenen und mit den Möhren vermischen.

Beim Anrichten des Gemüses wird obenauf der knusprige Frühstücksspeck verteilt. Dem Genuss der knusprigen Bratwurst – aber mal ganz anders – steht nun nichts mehr im Wege. Guten Appetit!

 

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Zweifarbige Erbsen-Möhren-Suppe

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Bei diesem kühlen Aprilwetter hatte ich wieder mal Appetit auf eine leichte, frische Frühlingssuppe. Ich entschied mich für zwei unkomplizierte Gemüsesuppen, für die man nicht viele Zutaten benötigt. Darüber sind sie  einfach und schnell zu kochen.

Der Clou bei diesen beiden Suppen liegt darin, dass man sie zusammen auf einem Teller – also zweifarbig – anrichtet. Fertig gekochte Suppe jeweils in einen Krug mit Henkel füllen. Eine zweifarbige Suppe erhält man, indem man in jede Hand einen Krug nimmt und die Suppen gleichzeitig in den Teller gießt. Wenn die Suppen eine gleiche Konsistenz haben, fließen sie nicht ineinander. Mit Creme fraiche, Croutons, Bacon, einigen Erbsen, Minze und Petersilie habe ich die Suppe angerichtet. So wird die zweifarbige Suppe zu einem absoluten, ungewöhnlichen Hingucker.

Zutaten für die Erbsensuppe:

  • 500 g TK-Erbsen
  • 2 große Kartoffeln
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • 1 Zwiebel
  • 50 ml Sahne
  • 50 g Butter
  • Creme fraiche
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Minze, Weißbrotwürfel, Bacon

Zutaten für die Möhrensuppe:

  • 500 g Möhren
  • 2 große Kartoffeln
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • 1 Zwiebel
  • 50 ml Sahne
  • 50 g Butter
  • Creme fraiche
  • Ingwer, Salz, Pfeffer, Petersilie, Weißbrotwürfel, Bacon

 

Zubereitung:

Kartoffeln, Zwiebel schälen, in kleine Würfel schneiden, in einen Topf geben und in Butter andünsten. Danach die Gemüsebrühe auffüllen, Erbsen dazugeben, etwa 5 Minuten köcheln lassen. Einige Erbsen vorher beiseitelegen. Sahne zufügen, nochmals kurz aufkochen und mit dem Mixstab pürieren. Die Suppe soll eine feine, cremige Konsistenz haben. Anschließend mit Salz, Pfeffer abschmecken.

Möhren, Kartoffeln, Zwiebel, Ingwer schälen in kleine Würfel schneiden. Zusammen in einem Topf geben und in der Butter andünsten. Mit Zucker bestreuen und das Gemüse leicht karamellisieren. Anschließend mit der Gemüsebrühe auffüllen und etwa 20 Minuten leise köcheln. Sahne zufügen, kurz aufkochen und mit dem Mixstab pürieren. Die Suppe soll eine feine, cremige Konsistenz haben. Anschließend mit Salz, Pfeffer abschmecken.

Weißbrot in Würfel schneiden und in Butter knusprig rösten. Ebenso Bacon knusprig braten.

Suppen in einem Teller – wie oben beschrieben – hübsch anrichten.

Möhren-Ananas-Kuchen mit Topping

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Kürzlich habe ichWerbung, die am Wochenende meistens in den Briefkasten flattert und überquellen lässt, durchgeblättert. Dort fand ich beispielsweise ein Backrezept, auf das ich aufmerksam wurde.

Es war ein Möhrenkuchen mit Ananas und Frosting aus Frischkäse für das Osterfest. Schon lange wollte ich mal Möhren – weil so gesund – für einen Kuchen verwenden. Nachdem ich mir die Liste der Zutaten angesehen hatte, beschloss ich den Kuchen nachzubacken. Allerdings habe ich eine Veränderung vorgenommen und zwar habe ich vier Eier verwendet. So konnte ich die doppelte Menge Eiweiß steifschlagen, um den Kuchen „fluffiger“ zu bekommen. Für die Backzeit sind 45 Minuten angegeben. Ich habe den Kuchen 50 Minuten bei 150° Umluft im vorgeheizten Ofen gebacken.

Mit dem Frischkäse-Frosting ist es ein leckerer Kuchen geworden, den man auf der Ostertafel präsentieren kann.

Jakobsmuscheln mit Schwarzen Nüssen und Bärlauchrisotto

Jakobsmuscheln mit Schwarzen Nüssen, Bärlauchrisotto.JPG

Heute hatte ich mir vorgenommen mich mal wieder an meine „Kochmaschine“ zu stellen. Nach längerer Kochpause wollte ich etwas Besonderes auf den Tisch bringen. Da das Stehen manchmal noch schwer fällt, wollte ich ein Gericht zubereiten, welches nicht zu viel Zeit in Anspruch nimmt. So entschied ich mich für die Jakobsmuscheln gefüllt mit meinen selbst zubereiteten Schwarzen Nüssen. Frischen Bärlauch kann man zurzeit auch überall kaufen und ich fand, dass dieser im Risotto doch lecker schmecken müsste. Die feinen Jakobsmuscheln gingen eine köstliche Symbiose mit den Nüssen und dem Bärlauchrisotto ein. Ich kann nur sagen: lecker, lecker lecker!

Zutaten für das Bärlauchrisotto:

  • Schalotten
  • Butter
  • Risottoreis
  • Trockener Weißwein
  • Gemüsebrühe
  • Bärlauch
  • Parmigiano
  • Salz
  • Pfeffer

Zutaten für die Jakobsmuscheln:

  • Jakobsmuscheln
  • Schwarze Nüsse
  • Schweinenetz, gewässert
  • Sojaöl
  • Butter
  • Knoblauch
  • Thymian
  • Panko
  • Salz

Zubereitung:

Schalotten schälen und in feine Würfel schneiden.

Butter in einem Topf erhitzen und die Schalotten glasig dünsten. Reis zugeben und ebenfalls glasig dünsten. Wein angießen und fast vollständig einkochen lassen. Dabei gut umrühren. Anschließend heiße Brühe unter Rühren zugießen und weiter köcheln bis sie nahezu eingekocht ist.  Diesen Vorgang – etwa 30 Minuten – fortsetzen bis der Reis gar ist.

Bärlauch waschen, trocknen und fein hacken.

Butter, Bärlauch, geriebenen Parmigiano unter das Risotto heben und mit Salz abschmecken.

Jacobsmuscheln unter kaltem Wasser abspülen und mit Küchentuch trocken tupfen. Einige Schwarze Nüsse in Scheiben schneiden. Muscheln halbieren und mit einigen Scheiben der eingelegten Nüsse belegen. Die gefüllte Jakobsmuschel vorsichtig auf ein Stück Schweinenetz legen und umwickeln.

In einer Pfanne das Öl mit etwas Butter heiß werden lassen. Knoblauch und Thymian zufügen. Die Jakobsmuscheln 5 Minuten bei starker Hitze braten und dabei wenden. Panko in gleicher Pfanne mit braten und salzen.

Risotto auf einem Teller anrichten und darauf jeweils eine Jakobsmuschel setzen. Knusprigen Panko, Kräuter, Schwarze Nüsse, Gurkenscheibchen, Radieschen, Blüten und Bärlauchblätter ebenfalls auf dem Teller anrichten.

Ein leckeres und besonderes Gericht wird die Feinschmecker verwöhnen.