Maluns mit Apfelmus, gebratenen Apfelscheiben und Bergkäse

 

Gestern habe ich ein einfaches Bauerngericht mit Tradition aus Graubünden auf den Teller gezaubert. Das schlichte Kartoffelgericht schmeckt absolut köstlich und ist schnell zubereitet. Ich habe gelesen, dass Maluns erstmals im Jahre 1758 auf dem ursprünglichen Wasserschloss Marschlins auf die Tafel kam. Dieses köstliche Traditionsgericht soll zu Bauernhochzeiten sehr begehrt gewesen sein und ist es auch heute noch.

Zu diesem Gericht trank man gern Milchkaffee.

Meine Großeltern hatten einen kleinen Bauernhof im Fläming. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass oft zu den Mittagsmahlzeiten – einfache Kartoffelgerichte – ebenfalls Malzkaffee auch „Muckefuck“ genannt, getrunken wurde. Dafür wurde gemälzte Gerste verwendet. Diesen Kaffee konnten wir auch als Kinder trinken. Ich erinnere mich noch gut an den Geschmack.

Rezept für 4 Personen

Zutaten für Maluns:
• 500 g mehlig kochende Kartoffeln
• 120 g Mehl
• 120 g Butter
• Salz, Pfeffer, Muskat

Zutaten für Apfelmus:
• 1 kg Äpfel Boskoop
• 100 ml Wasser
• Saft einer ½ Zitrone
• Zucker und Vanillezucker nach Geschmack
• Nelken, Zimtstange

Weitere Zutaten:
• 4 Äpfel
• 200 g Bergkäse
• Butter

Zubereitung Maluns:
Die Kartoffeln werden in der Schale im Salzwasser zwei Tage vor der Zubereitung gekocht. Kartoffeln schälen und auf eine Reibe grob raspeln. Das Mehl und Salz zu den geraspelten Kartoffeln geben und mit den Händen locker vermischen. Dadurch bilden sich kleine Krümel.

Eine Pfanne bei mittlerer Hitze heiß werden lassen und die Hälfte der Butter darin schmelzen. Kartoffeln zugeben und mit einem Holzlöffel öfter gut umrühren, wenden und immer wieder Butter zugeben. Die Kartoffeln habe ich bei mäßiger Hitze 30 Minuten goldgelb und krümelig geröstet. Zum Schluss noch etwas Butter unterrühren. Maluns sind dann außen kross und innen weich.

Zubereitung Apfelmus:
Äpfel schälen, vierteln, Kerne entfernen und die Spalten in Würfel schneiden. Äpfel mit Wasser, Zitronensaft, Zucker, Vanillezucker und Gewürzen in einen Topf geben und etwa 20 Minuten köcheln lassen. Anschließend die Gewürze entfernen und das Apfelmus eventuell mit dem Pürierstab noch feiner pürieren.

Anrichten:
Apfelscheiben in etwas Butter dünsten und mit Apfelmus, Bergkäse und Maluns anrichten.

Guten Appetit!

Drei Köstlichkeiten mit Fourme d`Ambert – lukullische Beilagen zum sommerlichen Grillfest

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Grillfeste sind die schönsten Freizeitvergnügen vieler Menschen in den Sommermonaten. Man trifft sich mit der Familie, Freunden und Nachbarn in den Gärten, auf Wiesen oder auf dem heimischen Balkon, um duftende Köstlichkeiten vom Grill zu genießen. Unter freiem Himmel an idyllischen Sommerabenden schmeckt es nochmal so gut. Ob Fleisch, Fisch oder Gemüse: Jeder Leckerbissen vom Grill wird zum Gaumenschmaus mit der passenden Beilage.
Dafür habe ich mir drei Rezepte mit Fourme d`Ambert – einer alten französischen Edelschimmelkäsesorte aus der Auvergne – überlegt, die sehr gut als Beilagen passen: Götterfrucht im Pizzateig mit Blauschimmelkäse gefüllt, Spinat-Blauschimmelkäse-Torte und herzhafte Champignons mit Käse und Schinken gefüllt. Man kann alle drei Beilagen mit Dipp und gegrillter Melone auf einem Teller oder jede Beilage extra anrichten. Das entscheidet die Vorliebe und der Geschmack der einzelnen Personen.

Götterfrucht im Pizzateig mit Blauschimmelkäse gefüllt

Rezept für 4 Personen

Zutaten für Pizzateig:
• 130 g Mehl
• ½ TL Salz
• 1 EL Olivenöl
• ¼ Hefe Würfel
• ½ TL Zucker
• 75 ml lauwarmes Wasser

Zutaten für die gefüllten Tomaten:
• 4 große Tomaten
• Pizzateig
• 100 g Blauschimmelkäse Fourme d´Ambert
• Oregano, Basilikum

Zutaten für die Tomatensoße:
• 1 kg Tomaten
• 3 Knoblauchzehen
• 200 ml Olivenöl
• Salz
• Thymian, Oregano

Zubereitung des Pizzateiges:
Backofen auf 180°C vorheizen.
Zucker, Hefe mit lauwarmem Wasser glattrühren und mit Mehl, Salz und Olivenöl zu einem geschmeidigen Hefeteig verarbeiten. Abgedeckt bei Zimmertemperatur 60 Minuten gehen lassen. Das Volumen sollte sich verdoppelt haben.
Alternativ kann man auch fertigen Pizzateig verwenden.

Zubereitung der gefüllten Tomaten:
Tomaten waschen und trocken tupfen. Von den Tomaten den Deckel abschneiden und das Innere herausnehmen. Käse in Würfel schneiden. Pizzateig ausrollen und mit Hilfe einer Tasse oder kleinen Schüssel Kreise ausstechen. Mit den ausgestochenen Kreisen vorsichtig die Tomaten umhüllen. Der Teig muss bis zum oberen Rand der Tomate reichen. Dann die Käsewürfel mit den Kräutern vermischt in die Tomaten einfüllen. Im Ofen bei 180° C 20 Minuten backen.

Zubereitung der Tomatensoße:
Tomaten waschen, vierteln und mit 100 ml Olivenöl vermischen. Alles zusammen auf ein Backblech geben und 2-3 Stunden bei 50 °C im Backofen karamellisieren lassen. Anschließend die Tomaten in einen Topf geben, zerdrücken, gehackten Knoblauch und das restliche Olivenöl dazugeben und bei geringer Hitze 1 Stunde köcheln lassen. Soße durch ein Sieb geben. Mit Salz abschmecken. Wer möchte kann noch Oregano und Thymian hinzufügen.

Spinat – Blauschimmelkäse -Torte

Rezept für 4 Personen

Zutaten für die Torte:
• 200 g Mehl
• ½ EL Backpulver
• 2 Eier
• 100 ml Milch
• 120 g Butter
• 100 g Spinat
• 200 g Blauschimmelkäse Fourme d`Ambert
• 200 g Prager Schinken oder Jagdwurst

Zubereitung der Torte:
Backofen auf 180° C vorheizen und eine mittlere Springform einfetten.
Den Käse und den Schinken in Würfel schneiden.
Spinat putzen, waschen und gut ausdrücken. Die Eier, Milch, weiche Butter, den Spinat und Salz mit dem Zauberstab cremig mixen. In einer Schüssel werden das gesiebte Mehl und das Backpulver verrührt. Die zuvor geschlagene Spinat-Mischung wird nun unter das Mehl gehoben und gut miteinander verrührt.
Die Hälfte des Teiges auf den gefetteten Boden der Backform geben und glattstreichen. Darauf werden die Schinkenwürfel verteilt und es folgen anschließend die Käsewürfel. Mit der anderen Hälfte des Teiges werden die Schinken- und Käsewürfel bedeckt. Die oberste Schicht glattstreichen.
Bei 180° C wird die Torte 30 Minuten gebacken.

Herzhafte Champignons mit Käse und Schinken gefüllt

Rezept für 4 Personen

Zutaten für die gefüllten Champignons:
• 8 große Champignons
• 100 g Blauschimmelkäse Fourme d’Ambert
• 100 g Prager Schinken oder Jagdwurst
• 1 Ei
• 50 g Mehl
• Panko-Brösel
• Oregano, Basilikum
• Olivenöl
• Zitronensaft

Zubereitung:
Die Champignons mit einem Bürstchen putzen und die Stiele entfernen. Käse und Prager Schinken würfeln und mit den gehackten Kräutern mischen. Pilze salzen und mit Zitronensaft beträufeln. In einen Pilz je eine Schicht Schinken, Käse, Schinken einfüllen und mit der zweite Pilzkappe verschließen und gut andrücken.
Die Pilzköpfe in Mehl wenden, durch verschlagenes Ei ziehen und in den Panko-Bröseln walzen. In einer Pfanne Öl heiß werden lassen und die Pilze goldgelb in der Pfanne backen. Anschließend auf Küchenpapier geben und abtropfen lassen.

Weitere Zutaten und deren Zubereitung:
Für den Dipp werden 200 g Crème fraîche, etwas Zitronensaft und Salz gut miteinander verrührt und kaltgestellt. Melone in Scheiben schneiden und grillen. Anschließend werden sie gesalzen, mit Olivenöl beträufelt und mit Currypulver bestreut.

Anmerkung:  Auf dem letzten Foto dieses Beitrages habe ich die Spinat-Blauschimmelkäse-Torte mit gebratenem Radiccio, Knoblauch, Zwiebeln und gerösteten Pinienkernen angerichtet.

Ich wünsche einen guten Appetit!

Sommerlicher Wildkräutersalat

Wie schön ist es, sich an einem frühen Sommermorgen auf die Natur einzulassen. Bei einem sommerlichen Streifzug durch Wald, Flur und Wiesen sah ich mich vor einigen Tagen nach Wildkräutern um. Wenn man mit offenen Augen durch die Feldflure geht, kann man eine Vielzahl an Wildpflanzen entdecken. Für viele Menschen sind diese Pflanzen leider nur Unkräuter. Es lohnt sich auf alle Fälle, wenn man sich ein diesbezügliches Wissen aneignet. Zuvor hatte ich in meinem Saisonkalender für Wildpflanzen nachgesehen, um zu wissen welche Pflanzen zurzeit wachsen. So gerüstet mit theoretischem Wissen begab ich mich zum Sammeln in die Natur.

Wildkräuter lassen sich sehr gut in der Küche einsetzen und bereichern die Speisen mit ihrem Aroma und Geschmack. In meinem Korb hatte ich Löwenzahnblätter, Spitzwegerich, Schafgarbe, Gänseblümchen und Blüten der Wildrose aus denen später die Hagebutten entstehen. Mit meinen gefundenen Schätzen der Natur habe ich zunächst einen köstlichen Salat zubereitet. Ein anderes Rezept mit Spitzwegerich stelle ich später vor. Zu Hause hatte ich darüber hinaus frische Erdbeeren, Kiwis, Spargel, Erbsengrün und gekochte Eier, die ich für meinen Salat verwenden konnte.

Für den Salat habe ich zwei Dressings zubereitet. Die Vinaigrette habe ich mit Apfelessig, Senf, Honig, Rapsöl, Salz, Pfeffer zubereitet und über den Salat geträufelt. Aus Mayonnaise, Joghurt und etwas Zitronensaft habe ich eine leichte Soße gezaubert, von der ich einige Kleckse auf den mit Salat angerichteten Tellern verteilt habe.

Meine kulinarischen Schätze habe ich auf schwarzen Tellern angerichtet. Dazu passen knusprige Scheiben Baguette, die in der Pfanne mit etwas Butter geröstet wurden.

Zu meinem Wildkräutersalat passt ausgezeichnet ein Glas Grüner Veltliner, der mit seinem erlesenen Bouquet und seiner göttlichen Frische wunderbar mundet. Seine klare, grüngelbliche Farbe mit dem Duft gelber Frucht, dem Anflug von eleganter Tabaknote und weiterer Geschmacksvielfalt ließ ihn zu einer – wie ich meine – vortrefflichen Salatbegleitung werden.

Nun steht dem Genuss der herb würzigen Kräutervielfalt nichts mehr im Wege.

Guten Appetit!

Frühlingssüppchen mit Brennnesseln

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Der Frühling bietet in Wald und Flur zurzeit wieder eine Fülle von frischen Kräutern. Jung, knackig und frisch recken sie ihre zarten Blättchen der Sonne entgegen. Wer hat sich schon mal solch ein köstliches Süppchen gekocht? Die Aromen der frischen Kräuter sind fantastisch. Im Supermarkt kann man diese Köstlichkeiten nicht kaufen. Da heißt es entsprechende Literatur lesen, um Standorte und Jahreszeiten, in denen die Kräuter wachsen zu kennen. Es wachsen in der Natur viele essbare Pflanzen, die ein kulinarisches Mahl ergeben. Seit vielen Jahren befassen wir uns – mein Mann und ich – mit den Geschenken der Natur und besitzen zahlreiche Kräuterbücher, die wir regelmäßig studieren.

Was gibt es Schöneres als von einem Spaziergang in der Natur schmackhafte Kräuter mitzubringen. Und wer jemals diesen Geschmack der Frische und die Vielfalt der Aromen auf der Zunge hatte, wird öfter mal beispielsweise ein Brennnessel-Süppchen kochen. Garantiert! Und keine Angst die Brennnesseln brennen nicht auf der Zunge!

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

• 2 Handvoll Brennnesseln
• 1 Handvoll Spinat
• 1 Handvoll Koriander
• ½ Liter Gemüsebrühe
• 2 EL Olivenöl
• 1 EL Butter
• Frühlingszwiebeln
• 200 g Crème fraîche
• Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Brennnesseln, Spinat, Koriander putzen, waschen und trocken schütteln. Zwiebeln in Würfelchen schneiden. In einem Topf Butter und Öl zerlassen, die Zwiebelwürfel, die Brennnesseln, den Spinat und die Korianderblätter kurz anschwitzen. Die Gemüsebrühe einfüllen, aufkochen lassen und kurz bei milder Hitze köcheln lassen. Crème fraîche dazu geben, mit Salz, Pfeffer würzen und das Süppchen abschmecken.

Das Süppchen habe ich mit einem Brennnesselblatt, Hornveilchen, Gänseblümchen und im Mörser zerstoßenem Pfeffer angerichtet.

Guten Appetit!

Frühlingssalat mit Gänseblümchen

 

Frühlingssalat Spargel Paprika Tomaten Spinat .JPG

Die frischen Zutaten, welche ich ausreichend im Hause hatte, verführten mich heute geradezu einen frühlingshaften Salat zu zaubern. Kreative Salate sind immer was Besonderes und Leckeres!

Das knackige Gemüse habe ich zunächst unter kaltem Wasser abgewaschen. Dann machte ich mich ans Schnippeln. Grüner Spargel, Frühlingszwiebeln und Tomaten habe ich in feine Scheiben geschnitten. Die Spitzpaprika kam für 10 Minuten bei 200° C in den Backofen. Danach konnte ich die feste Haut vom Paprika prima abziehen. Paprika halbieren und die Kerne entfernen.

Aus weißem Balsamico, Olivenöl, Ahornsirup, Salz und weißem Pfeffer habe ich für meinen Salat ein feines Dressing gemacht. Dieses habe ich vorsichtig über meinen angerichteten Salat geträufelt.

Angerichtet habe ich meinen köstlichen Frühlingssalat mit den zarten Frühlingsblühern, den dekorativen Gänseblümchen, die ich zuvor frisch auf einer saftigen Wiese gepflückt hatte.

Guten Appetit

Fünf Köpfe bringen einen guten Salat zustande:
Ein Geizhals, der den Essig träufelt,
ein Verschwender, der das Öl gibt,
ein Weiser, der die Kräuter sammelt,
ein Narr, der sie durcheinander rüttelt,
ein Künstler, der den Salat serviert.

Jean Anthelme Brillat-Savarin

French Toast – gefüllt mit Schokoladencreme und Erdbeeren

French Toast mit Erdbeeren

French Toast oder Arme Ritter kennt fast jeder. Weißbrotscheiben werden in eine Ei-Milch-Mischung getaucht und in Butter gebraten. In meiner Kindheit waren sie ein preiswertes Dessert. Es war stets etwas Besonderes, die in der Pfanne gebrutzelten Toasts mit Obst zu genießen!

Man kennt sie auch in vielen anderen Ländern allerdings unter einer anderen Bezeichnung. In Kanada und den USA nennt man die zubereiteten Toastscheiben French Toast. Man isst die einfache Köstlichkeit dort als süße Variante bereits zum Frühstück.

So, aber jetzt zu meinem Rezept. Für die köstlichen Armen Ritter habe ich Toastscheiben mit Haselnuss-Nougat-Creme und Erdbeeren gefüllt, gerollt und in Butter gebraten. Danach in braunem Zucker wälzen und noch warm mit frischen Erdbeeren und Eis genießen.

Rezept für zwei Personen:

Zutaten:

• 4 Toastscheiben
• 2 Eier
• 6 EL Milch
• 2 EL Butter
• 1 Packung Vanillezucker
• Haselnuss-Nougat-Crème
• Frische Erdbeeren
• Minze
• Butter zum Braten
• Vanilleeis
• Vanillesoße

Zubereitung:

Die Rinde von den Toasts entfernen und die Scheiben mit einem Nudelholz plattieren. Die Scheiben mit der Nuss-Nougat-Creme bestreichen. Darauf werden Scheiben von frischen Erdbeeren fächerartig im unteren Drittel aufgelegt. Die Scheiben nun vorsichtig aufrollen.

Eier, Milch und Vanillezucker in eine flache Schüssel geben und alle Zutaten mit der Gabel verschlagen. Die Rollen werden in die Eier-Milch-Mischung getaucht und in der Pfanne mit etwas Butter von allen Seiten goldgelb gebraten. Anschließend werden die Röllchen mit braunem Zucker bestreut.

Angerichtet habe ich die Röllchen mit frischen Erdbeeren, Vanillesoße, Erdbeermark, Vanilleeis und frischer Minze.

Guten Appetit!

Kabeljau mit Mango-Kachumber-Salat

Kabeljau mit Mango-Kachumber-Salat.JPG

Vor Kurzem fiel mir im Internet der indische Sternekoch Vineet Bhatia mit seinen Rezepten auf. Geboren in Mumbai/Indien fand er seinen Lebensmittelpunkt in London und eröffnete dort vor 15 Jahren sein Restaurant mit einem Michelin-Stern. Harmonisch fügt er Elemente der indischen und französischen Küche zu leichten Gerichten zusammen. Die Vielfalt der Gewürze spielen dabei eine große Rolle.

Bisher hatte ich mich in meiner Küche noch nicht an indischen Gerichten versucht. In Restaurants lernte ich natürlich hin und wieder Speisen in ihrer Aromenvielfalt aus Indien kennen. Es war stets ein köstlicher Genuss.

Heute entschied ich mich, Kabeljau mit Mango-Kachumber-Salat in Anlehnung an ein Rezept von Vineet Bhatia zuzubereiten. Kachumber-Salat ist die indische Version eines gehackten Salates mit verschiedenen frischen Zutaten, Zitronen- oder Limetten-Dressing, Chili, Koriander und Minze.

Das Original-Rezept habe ich durch einige andere Zutaten leicht verändert. Es war köstlich und wunderbar leicht!

Rezept für 2 Personen

Zutaten für den Fisch:

• 300g Kabeljau
• 1 TL Pasta de aji Amarillo
• 1 fein gehackte Knoblauchzehe
• 1 EL Limettensaft
• 1 EL gehacktes Koriandergrün
• Salz
• 20 g Quinoa

Zutaten für den Mango-Kachumber-Salat:

• 1 frische, gewürfelte Mango
• 1 EL gehackte, rote Zwiebeln
• 1 geschälte, entkernte, gewürfelte Tomate
• 1 grüne, gehackte Chilischote
• 1 EL Limettensaft
• 2 EL Granatapfelkerne
• 20 ml Olivenöl
• 1 TL Kreuzkümmelpulver
• Salz, Pfeffer, Rohrzucker
• Koriander und Minze, gehackt
• 2 halbierte und gegrillte Limetten

Zubereitung:

Für die Marinade wird die Pasta de aji Amarillo, die gehackte Knoblauchzehe, das Koriandergrün, der Limettensaft und das Salz gut vermischt. Damit wird der Fisch eingestrichen und etwa 20 Minuten mariniert.

In der Zwischenzeit werden Olivenöl, Limettensaft und Salz zu einer Soße verrührt und mit den übrigen Zutaten für den Mango-Kachumber-Salat vermischt. Anschließend nochmals abschmecken und kaltstellen.

In einer Pfanne ohne Öl wird Quinoa leicht geröstet. Die halbierten Limetten werden in der Pfanne leicht gegrillt.

Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Den marinierten Fisch auf einer Seite mit Quinoa bestreuen und beidseitig kurz in der Pfanne mit wenig Öl anbraten. Anschließend wird der Fisch für 5 Minuten im Backofen fertig gegart.

Den Kabeljau mit dem Mango-Kachumber-Salat und den gegrillten Limettenhälften anrichten.

Guten Appetit!

Biskuit-Omelett mit Pariser Creme und frischen Erdbeeren

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Rezept für 4 Personen

Zutaten für die Omeletts:
• 25 g Mehl
• 1 Ei
• 25 g Zucker

Zutaten für die Pariser Creme:
• 200 ml süße Sahne
• 150 g Vollmilch Kuvertüre
• 50 g dunkle Schokolade mit 70 % Kakoanteil

Zubereitung:

Sahne in einem Topf zum Kochen bringen, die zerkleinerte Kuvertüre und Schokolade in der köchelnden Sahne auflösen und anschließend abkühlen lassen. Über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Backofen auf 180° Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

Aus Backpapier 4 Quadrate mit einer Größe von 15x 15 cm ausschneiden und darauf Kreise mit einem Durchmesser von etwa 12 cm zeichnen. Quadrate auf das Backblech legen.

In einer Schüssel das Ei mit dem Zucker schaumig schlagen, wobei der Zucker in drei Portionen zugegeben wird. Die Mischung soll durch das Schlagen eine cremige, helle Konsistenz bekommen. Darauf wird das Mehl gesiebt und vorsichtig unter die Eimasse gehoben.

Mit einem Esslöffel wird der Teig auf die vorgezeichneten Kreise verteilt und im Ofen etwa 8 Minuten gebacken. Nach dem Backen lässt man die Biskuittaler abkühlen. Danach werden sie umgedreht und das Backpapier vorsichtig abgezogen. Das Gebäck wieder auf das Backpapier legen.

Die Pariser Creme nochmals kurz schlagen und in einen Spritzbeutel füllen. Nun einen länglichen Streifen – von oben nach unten – spritzen. Darauf einige Erdbeerhälften geben und wieder Creme aufspritzen. Mit einigen Erdbeerhälften dekorieren und die Seiten des Biskuits hochklappen und leicht festdrücken.

Zum Schluss etwas Puderzucker darüber stäuben und mit einer Tasse Kaffee genießen.

Guten Appetit!

Gebacken, gemalt und gespachtelt

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Der Expressionist Franz Marc schuf 1911 das bekannte Gemälde „Das blaue Pferd“. Er verwendete bei diesem Bild reine Spektralfarben wie Blau, Grün, Rot und Gelb. Durch die Wahl der kräftigen Farben verlieh er seinen Bildern Spannung, die uns auch heute berühren.

Dieses bekannte Bild habe ich vor einigen Tagen mit gefärbter Buttercreme auf eine Torte gespachtelt und gemalt. Den Bisquit-Tortenboden – Durchmesser 20 Zentimetern – habe ich einmal durchgeschnitten, mit Johannisbeermarmelade und einer dünnen Schicht Buttercreme gefüllt.

Mit diesem Projekt wollte ich meine beiden Hobbys Malen und Kreativität in der Küche „Kochen und Backen“ miteinander verbinden. Es war eine außergewöhnliche Arbeit mit Buttercreme zu malen und zu spachteln, die viel Geduld, eine ruhige Hand sowie Geschicklichkeit erforderte.

Als nächste Arbeit werde ich die berühmte Stifterfigur im Naumburger Dom „Uta von Naumburg“ kreieren.

Meine Familie war begeistert, denn der Kuchen mit dem Gemälde schmeckte sehr lecker.

 

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Schokoladen-Birnen-Kuchen für die Glücksmomente

 

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Glücksmomente hat jeder Mensch gern und er braucht diese auch für das persönliche Wohlbefinden. Es gibt die großen Augenblicke aber auch die kleinen Momente voller Glück.

Ich erinnere mich an eine solche Situation in meiner Kindheit. Da ich in einer großen Familie mit mehreren Geschwistern aufgewachsen bin, war Geld nicht so üppig vorhanden. Es wurde versucht gerecht zu teilen. Geschenke für uns Kinder zum Geburtstag und zu Weihnachten waren sehr bescheiden. Wir konnten uns jedoch darüber auch sehr freuen.

So trug es sich zu, dass ich an meinem 12. Geburtstag im kalten, trüben Novembermonat diesen besonderen Glücksmoment hatte. Ich erinnere mich heute noch sehr gut daran. Auf meinem Geburtstagstisch stand ein selbst gebackener Kuchen mit Birnen aus dem eigenen Garten. Überzogen war er mit etwas Schokolade, duftete lecker und sah sehr verführerisch aus. Neben dem Kuchen lag das wunderschöne Buch „Geschichten aus 1001 Nacht“ im hellroten Leineneinband. Für mich als „Leseratte“ eine tolle Überraschung. Was für Glücksmomente!

Einige Jahre später, als ich selbst backen und kochen konnte, gehörte der Birnen-Schokoladen-Kuchen jedes Jahr auf meinen Geburtstagstisch. Und so ist es bis heute geblieben, die Sache mit den kleinen, bescheidenen Glücksmomenten und dem schokoladigen Genuss. Ich liebe diesen Kuchen!

Rezept für eine Kastenform

Zutaten:

• 3 große Birnen Williams Christ
• 200 g Zucker
• 125 weiche Butter
• 250 g Mehl
• 4 Eier
• 50 ml Milch
• 3 EL Kakao
• 1 Backpulver
• 100 g gehackte Mandeln
• 200 g Vollmilch-Kuvertüre und 200 g dunkle 70%ige Schokolade
• ½ TL Zimt

Zubereitung:

Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die gehackten Mandeln in einer Pfanne ohne Fett rösten und abkühlen lassen.
Die Birnen schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Eier mit dem Zucker und der Butter schaumig rühren. Das Mehl mit dem Kakao, Zimt und Backpulver mischen, sieben, zur die Butter-Zucker-Ei-Mischung und dabei die Milch unterrühren. Anschließend die Birnenstückchen und die gerösteten Mandeln dazu geben und gut verrühren. Den Teig in eine gefettete Kastenform geben und etwa 60 Minuten backen.

Den Kuchen nach dem Abkühlen mit der im Wasserbad geschmolzenen Kuvertüre überziehen. Man kann den Kuchen natürlich mit weiteren Dekorationen versehen.  So kann man beispielsweise flüssige Schokolade auf Bläschenfolie geben und im Kühlschrank fest werden lassen. Anschließend bricht man sich passende Stücke ab. Ein dekoratives Muster ergibt sich auch, wenn man sich Folienstreifen in der Höhe und Umfang des Kastenkuchens zurechtschneidet. Darauf zieht man mit flüssiger Schokolade ein Gitter und lässt dieses fest werden. Das Gitter drückt man dann rings um den Kuchen herum und zieht die Folie ab. Mein Gitter habe ich noch mit einem braunen Seidenband verziert. Den Kuchen habe ich oben mit selbst gemachtem Himbeerzucker, Pralinen, kandierten Birnenscheiben und Schokoladengitter verziert.

Dem Birnen- und Augenschmaus mit diesem saftigen, schokoladigen Kuchen steht nun nichts mehr im Wege!

Der Birnenschmaus
So komm, du lieber Sonnenschein,
Lass unsre Birnen gut gedeih’n!
Und wenn sie gelb geworden sind,
Dann komm und wehe, lieber Wind!
Komm, Wind, und schüttle jeden Ast
Und lad‘ uns alle samt zu Gast!
Dann eilen wir zum Haus hinaus
Und halten einen Birnenschmaus.

Hoffmann von Fallersleben

 

Thüringer Backzeit

Am gestrigen Tag, dem 07.März 2019, fand im Jenaer Kaffeehaus Gräfe ein Backevent der besonderen Art statt. Das Event wurde durch die Thüringische Landeszeitung, Ostthüringer Zeitung und Thüringer Allgemeine gestaltet und im hübschen Kaffeehaus Gräfe der Universitätsstadt Jena durchgeführt. Die Leserinnen der Tageszeitungen waren aufgerufen Rezepte und Fotos ihrer gebackenen Köstlichkeiten für den Wettbewerb einzureichen. Zahlreiche Hobbybäckerinnen folgten dem Aufruf und nahmen mit ihren Kreationen am Wettbewerb teil. Durch das Internet wurde ich auf diesen Wettbewerb aufmerksam und beteiligte mich ebenfalls, obwohl ich im südlichen Sachsen-Anhalt wohne, am Backevent. Mein Beitrag war der heißgeliebte, schokoladige Birnenkuchen aus meiner Kinderzeit, den ich jedes Jahr im November backe.

Am 01. April 2019 erscheint ein Magazin mit allen Rezepten des gestrigen Backevents.

Mein herzliches Dankeschön den Organisatoren für diesen wunderschönen und kreativen Tag.