Chilischarfe Windbeutel

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Heute stürmt es bei uns seit vielen Stunden außergewöhnlich heftig. Die dunklen Wolken ziehen im Schnelldurchlauf am grauen Horizont vorüber. Die Bäume biegen sich fast bis zu den Wurzeln. Sturm, Wind, Rauschen… Aha, dachte ich – die Idee war geboren – vielleicht sollte ich mal wieder Windbeutel zubereiten. Zutaten  für die Windbeutel hatte ich im Haus. Also begab ich mich in die Küche und ging ans Werk.

Zunächst habe ich die Windbeutel zubereitet. Inzwischen überlegte ich mir eine Füllung, die  kreativ und herzhaft sein sollte.

Rezept für 2 Personen

Zutaten für Windbeutel:

  • 125 ml Wasser
  • 100 g Mehl
  • 30 g Butter
  • 2 Eier
  • Eine Prise Salz
  • Chiliflocken

Zubereitung der Windbeutel:

Wasser, Butter, Salz in einen Topf geben und aufkochen lassen. Das gesiebte Mehl mit den Chiliflocken auf einmal in die Flüssigkeit geben und mit einem Holzlöffel sofort rühren. So lange rühren (abbrennen) bis sich der Kloß löst und sich am Topfboden eine weiße Haut gebildet hat.

Den Teig in eine Schüssel geben und etwas abkühlen lassen. Mit dem Holzlöffel werden nun die Eier einzeln vollständig in die Brandmasse eingearbeitet. Der Teig muss seidig glänzen. Die Masse in einen Spritzbeutel füllen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech spritzen.

Die Windbeutel werden 25 Minuten bei 230° C im vorgeheizten Ofen gebacken. Wenn man ein mit Wasser gefülltes Gefäß  in den Ofen stellt, geht das Gebäck besser auf. Nach der Backzeit die Windbeutel etwas abkühlen lassen und mit einem Brotmesser einen Deckel abschneiden.

Für die Füllung habe ich Frischkäse mit Rote-Bete-Saft in einer Schüssel verrührt. Das Ganze mit Chili abgeschmeckt und die Creme auf das untere sowie obere Teil des Windbeutels gegeben.

Desweiteren habe ich Matjes, Gewürzgurken, Zwiebeln, gekochte Eier in Würfel geschnitten, in eine Schüssel gegeben und mit Creme fraiche, einigen Spritzern Olivenöl und Dill verrührt sowie mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Das Heringshäckerle habe ich auf die Frischkäsemasse gegeben, den Deckel aufgesetzt und ebenfalls mit Frischkäse bestrichen. Als Häubchen kam obenauf etwas Kaviar. Ausgarniert habe ich das Ganze mit Zwiebelringen, Eischeiben, Dill und Chilisoße.

 

 

 

 

 

 

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…und nun mein „Gewinner-Rezept“ aus dem Jahre 2017 in einem Kochbuch!

 

 

 

Heute klingelte der Postmann und brachte mir ein kleines Päckchen. Aha, dachte ich voller Freude, das (!) Päckchen aus Gründau in Hessen. Ich hatte es schon erwartet…das Paket! Es machte Spaß vom Eingepackten das knisternde, raschelnde Papier zu entfernen. Die Spannung stieg… und zum Vorschein kam das kleine Kochbuch „Unsere Lieblingsrezepte“ mit 30 Rezepten in Wort und Bild. Freude pur! Das liebevoll gestaltete Büchlein findet es einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal.

Meine Leser wissen, dass ich im vergangenem Jahr an einem Rezeptwettbewerb Klöckner`s Küchenstudio zu dessen 30. Geburtstag in Gründau-Lieblos in Hessen teilgenommen hatte. Für diesen Wettbewerb wurden über sechzig Rezepte eingereicht. Mein Rezept aus der Sparte Hauptgericht „ Rouladen und Kloß…aber ganz anders“ wurde gekürt und errang in dieser Sparte den 1. Platz.  Am 16.11.2017 kochten wir drei Gewinner gemeinsam mit dem Koch Michael van der Zypen und anderen Gästen das Geburtstagsmenü. Im schönen Ambiente des Küchenstudios war die Geburtstagstafel festlich eingedeckt. An diesem Tisch nahmen alle Teilnehmer der Geburtstagparty nach dem gemeinsamen Kochen der Sieger-Gerichte – Vorspeise, Zwischengang, Hauptgang, Dessert – Platz. Genüsslich verspeisten wir zusammen die gekrönten, köstlichen Gerichte. Was für ein wundershöner Abend!

Übrigens hatte ich mir für meinen 1000- Euro-Gutschein, wie kann es anders sein, etwas für meine Küche ausgesucht. Und zwar ziert nun ein Herd mit Induktionskochfeld meine Küche. Mit dieser Technik macht Kochen und Backen gleich noch viel mehr Spaß!

Leidenschaft am Kochtopf macht Freude…und wie!

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Entenleber-Terrine auf Knoblauch-Crostini, Salatrio mit karamellisiertem Obst

Entenleberterine auf Knoblauchcrostinis an Salatrio mit karamelisiertem Obst

Heute, am letzten Tag des Jahres, möchte ich euch noch eine kleine, kalte Vorspeise zeigen. Man kann die kleinen Köstlichkeiten auch Appetithappen, Horsd‘ œ uvre, Entree, Appetizer oder Amusegueule nennen. Sie werden vielseitig als Suppe, Salat, Antipasti, Tarte, Häppchen, Fisch oder Fleisch einfach, kreativ, aber raffiniert zubereitet. Der erste Eindruck zählt, das ist mit Sicherheit kein Geheimnis und gilt auch beim Menü. Die Vorspeise soll die Neugier auf nachfolgende Gänge wecken und Lust auf den Genuss machen. Ich hoffe, dass ich bei meinem 3-Gänge-Menü  einen tollen ersten Eindruck hinterlassen kann.

Ich wünsche allen meinen Lesern einen guten Rutsch und einen tollen, kreativen Start in das neue Jahr. Möge Euch Freude und Gesundheit bei all Eurem Tun begleiten!

 

Rezept für 4 Personen

 

Zutaten für die Entenleberterrine:

300 g frische Entenleber

300 ml Milch

2 Schalotten

1 Apfel

30 g Butter

Zucker

Cognac, Madeira, Portwein

Thymian, Salz, Pfeffer

 

Zutaten für den Salat:

1 Salatrio – eine Neuzüchtung von Lollo Rosso, Lollo Bionda und Eichblattsalat in einem Kopf

4 EL Olivenöl

3 EL Apfelessig

Pikanter Senf, flüssiger Honig, Salz, Pfeffer

 

Zutaten für das karamellisierte Obst:

Birnen, Pflaumen oder anderes Obst nach Wahl, Zucker

 

Weitere Zutaten:

1 Ciabatta

1 Knoblauchzehe

Olivenöl

Grobes Meersalz

 

Entenleber von Sehnen und Fett befreien, abspülen, trocken tupfen. Milch erwärmen und etwas Salz darin auflösen. Die vorbereitete Leber in die Milch geben und über Nacht darin ziehen lassen.

Apfel schälen, entkernen und Schalotten in feine Würfel schneiden. Thymianblättchen nach dem Waschen abzupfen und klein hacken.

Die Leber trocken tupfen und in Stücke schneiden. Butter in einer Pfanne erhitzen und einen Esslöffel Zucker hineingeben. Die Leberstücke darin etwas karamellisieren und bräunen lassen. Leber herausnehmen und beiseite stellen.

Dann werden in die Pfanne noch 2 EL Butter gegeben und die Thymian-Blättchen sowie die Schalotten- und Apfelwürfel für 5 Minuten bei mittlerer Hitze gedünstet. Nun wird die Entenleber  dazu gegeben und etwa 5 Minuten weiter gedünstet. Die Mischung wird mit Salz, Pfeffer und etwas Cognac, Madeira und Portwein abgeschmeckt.

Die Lebermasse in einem Mixer sehr fein pürieren und gleichzeitig etwas geschmolzene Butter in die Mischung geben. Die Terrine in Gläser abfüllen und zugedeckt etwa 2 Stunden im Kühlschrank erkalten und fest werden lassen.

Obst waschen und in Stücke schneiden. In einer Pfanne Zucker schmelzen und unter Rühren goldgelb werden lassen. Mit wenig Weißwein ablöschen. Wenn sich der Zucker vollständig  aufgelöst hat, können die Obststücke dazu gegeben und karamellisiert werden.

Salat waschen und trocken schleudern. Aus Olivenöl, Apfelessig, pikantem Senf, flüssigem Honig, Salz und Pfeffer ein Dressing mixen. Damit der Salat knackig bleibt erst kurz vor dem Anrichten Salat und Dressing mischen.

Ciabatta in Scheiben schneiden, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, mit Olivenöl beträufeln und im Ofen etwa 5 Minuten bei 100° C knusprig rösten. Die Scheiben aus dem Backofen nehmen, kurz abkühlen lassen und mit einer Knoblauchzehe abreiben.

Crostinis mit Entenleber-Terrine, mariniertem Salat, karamellisierten und frischen Früchten dekorativ auf einem Teller anrichten und sich die kleine Köstlichkeit schmecken lassen.

Guten Appetit!

Zitronen-Knusperchen

Zitronenknusperchen

Wie das duftet! Köstlich und sehr verführerisch! In meiner heimischen Weihnachtsbackstube stehen derzeit Mehl, Zucker, Kakao, Vanille, Zitronat, Orangeat, Rosinen, Zimt, Schokolade und viele andere köstliche Zutaten immer griffbereit. Sie verwandeln sich unter geübten Handgriffen in die unterschiedlichsten leckeren Plätzchen. In diesem Jahr hatte ich wieder einen fleißigen Helfer. Kekse in der Adventszeit zu backen und dabei der Weihnachtsmusik zu lauschen, gehört für mich in die schöne Vorweihnachtszeit. Dabei verzichte ich auf ganz bewusst auf Stress und Hektik.

An den Adventstagen sehe ich mir gern die klassischen, alten Märchenfilme an und genieße dabei frisch gebrühten, handgefilterten Kaffee mit selbst gebackenen Plätzchen.

Mitunter eilen meine Gedanken viele, viele Jahre zurück in die Kinderzeit. Längst vergangener weihnachtlicher Zauber ist plötzlich wieder ganz nah. So zum Beispiel sind der Zauber des Lichterglanzes, des Duftes von Pfefferkuchen und einfachem Zuckerwerk, vom Pflaumentoffel – dieser ist ein aus Trockenpflaumen gebasteltes Männlein -, von silbern geschmückten Weihnachtsbäumen, des Kerzenscheines, der knirschenden und funkelnden Schneedecke plötzlich wieder ganz nah. Auch erinnere ich die Hoffnung, dass der Weihnachtsmann eine kleine Puppe mit braunen Haaren bringen möge.

Lange ist`s her aber noch in guter Erinnerung!

Aber nun zum Rezept für meine kleinen, köstlichen Knusperchen mit einem Hauch von Zitrone.

 

Zutaten für die Plätzchen:

  • 250 g Mehl
  • 150 g Zucker
  • 1 Vanillezucker
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 150 g Butter
  • 2 Eigelb
  • 50 g Zitronat, fein gehackt

Zutaten für den Zuckerguss:

  • 1 Päckchen geriebene Zitronenschale
  • 200 g Puderzucker
  • 3 EL Zitronensaft

 

Zubereitung:

Die Zutaten für die Plätzchen gut verkneten, in Folie wickeln und mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Den Teig dünn ausrollen, mit beliebigen Formen Plätzchen ausstechen, auf die Bleche legen und etwa 10 Minuten im auf 180° C vorgeheizte Ofen backen. Die Gebäckstücke auskühlen lassen.

Puderzucker und Zitronensaft gut verrühren und auf die Plätzchen streichen. Den aufgetragenen Zuckerguss mit etwas geriebener Zitronenschale bestreuen.

Möge sich jeder einen Hauch von weihnachtlicher Romantik wie in Kindertagen auch mit einem uralten Weihnachtslied – „Fröhliche Weihnacht überall tönet durch die Lüfte froher Schall!“ – bewahren. Allen meinen Lesern wünsche ich eine schöne Weihnachtszeit und gutes Gelingen beim Nachbacken der Knusperchen!

Mein Hauptgericht auf der Siegertreppe!

 

 

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Zurück vom leidenschaftlichen Kochen – mein Siegergericht aus der Kategorie Hauptgericht „ Rouladen und Kloß…aber ganz anders“!

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Klöckner`s Küchenstudio in Gründau-Lieblos in Hessen wurde in diesem Jahr 30. Aus diesem Anlass hatte das Küchenstudio zu einem Rezeptwettbewerb für eine Vorspeise, Hauptspeise, und Nachspeise aufgerufen. Bundesweit hatten über sechzig Teilnehmer ihre Rezepte eingereicht.

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Ich hatte mich jeweils mit einer Vorspeise, Hauptspeise und Dessert daran beteiligt. Eine Fachjury wählte ab dem 01.10.2017 die besten Rezepte aus. Mein Hauptgericht hat in der Kategorie Hauptspeise den 1. Platz belegt und fand den Weg auf das Siegertreppchen! Wie sich jeder vorstellen kann, hat das bei mir eine Riesenfreude ausgelöst!

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Am 16.11.2017 haben wir drei Gewinner gemeinsam mit dem Koch Michael van der Zypen das Geburtstagsmenü gekocht. Im schönen Ambiente des Küchenstudios war die Geburtstagstafel festlich eingedeckt, an der wir nach dem gemeinsamen Kochen alle Platz nahmen. Zu jedem Gang gab es einen passenden, köstlichen Wein. Nach dem gemeinsamen Mahl wurde die Siegerehrung vorgenommen und die drei Gewinner bekamen jeweils einen Gutschein in Höhe von 1000 €uro. Es war ein wunderschöner, kreativer Abend mit zwanzig netten Geburtstagsgästen, der mir lange in Erinnerung bleiben wird!

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Meinen herzlichen Dank an das Team des Küchenstudios und die netten Gäste für den überaus gelungenen Abend!

Knusprig frittierte Eier und köstlicher Kartoffel-Möhren-Salat

Frittierte Eier und Möhren-Kartoffel-Salat

Eine runde Sache sind die knusprig frittierten Eier. Außen goldgelb und innen wachsweich werden die Eier zu einer kleinen Köstlichkeit. Dazu passt sehr gut ein bunter Kartoffelsalat aus verschiedenfarbigen Kartoffeln und Möhren. Mit einem pikanten Dressing wird der Kartoffelsalat sehr lecker und schön saftig. Angerichtet habe ich den Salat in einem Servierring. Ein knuspriges Ei habe ich in der Mitte durchgeschnitten. So bekommt man sofort die cremige Konsistenz  unter der knusprigen  Hülle zu sehen. Ringsherum habe ich ein wenig Petersilien-Öl mit dem Löffel geträufelt. Das Arrangement anschließend noch mit einigen Petersilienblättchen und Borretschblüten  krönen.

 

Rezept für vier Personen

 

 Zutaten für den Kartoffelsalat:

  • 300 g blaue Kartoffeln
  • 300 g festkochende Kartoffeln
  • 300 g Möhren
  • 100 ml Kräuteressig
  • 150 ml Olivenöl
  • 1E L Dijon-Senf
  • 1 Knoblauchzehen
  • 1 kleine Zwiebel
  • Speck, ausgelassen
  • Salz, Pfeffer
  • Petersilie, Dill, wer mag etwas Koriander

 

Zutaten für die Eier:

  • 8 Eier
  • 100 g Pankomehl
  • 100 g Semmelmehl
  • 50 g Mehl
  • 2 Eier
  • Salz, Pfeffer
  • Kurkuma
  • Öl zum Frittieren

 

Zutaten für das Petersilien-Öl:

  • 1 Bund Petersilie
  • 100 ml Olivenöl
  • Salz

 

Zubereitung des Kartoffelsalats:

Festkochende Kartoffeln in der Schale kochen, Möhren schälen und ebenfalls kochen, abgießen und auf der ausgeschalteten Herdplatte ausdämpfen lassen. Nach dem Abkühlen werden die Kartoffeln und die Möhren in kleine, feine Würfel geschnitten.

Aus Essig, Öl, Senf, Knoblauch, Zwiebeln und ausgelassenem Speck eine Marinade zubereiten und gut in einem Schraubglas schütteln und über den Salat geben. Gehackte Kräuter zufügen und gut durchziehen lassen.

Tipp: Wenn man die blauen Kartoffeln in der Schale dämpft und nicht kocht, behalten sie ihre schöne blaue Farbe.

 

Zubereitung der Eier:

Die 8 Eier werden 5 Minuten gekocht, abgeschreckt und anschließend geschält. Die restlichen 2 Eier in einer Schüssel mit Salz und Pfeffer verquirlen. Panko-und Semmelmehl, etwas Kurkuma in einer Schüssel mischen. Das Mehl ebenfalls in eine andere Schüssel geben.

Öl in einen kleinen Topf geben und erhitzen. Die gekochten, abgekühlten Eier in Mehl wenden, in die Eiermasse geben und anschließend in den Semmelbröseln wälzen. Die panierten Eier 4 Minuten im Frittieröl goldgelb ausbacken und auf Küchenpapier abtropfen lassen und warm halten.

 

Zubereitung des Petersilien-Öls:

Petersilie waschen, trocken schütteln und  kurz in kochendem Wasser blanchieren. Anschließend die Petersilie mit Öl und Salz im Mixer fein pürieren.

 

Guten Appetit!

 

 

 

 

Großmutters Sonntagskuchen

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Gern erinnere ich mich an die leckeren und himmlisch duftenden  Streuselkuchen meiner Großmutter. Zum Wochenende wurde ein riesengroßes Blech Streuselkuchen mit Kirschen, Pflaumen oder Äpfeln gebacken. Die frischen Früchte holte sie aus dem Garten hinter der Scheune. Sie buk die Kuchen samstags im Steinbackofen, der mit Reisigfeuer geheizt wurde. Das gab ein ganz besonderes Aroma! Wenn das Knistern des verbrennenden Reisigs zu hören war, warteten wir schon ungeduldig auf die Köstlichkeit. Es war etwas  Besonderes! Wir Kinder haben uns dann nicht lange bitten lassen von diesem wohlschmeckenden Kuchen zu essen. In Windeseile war der Kuchen verzehrt und man sah auf dem Blech nur noch vereinzelte Krümel. Die knusprigen, mürben Streusel waren die Krönung der jeweiligen Kuchen. Ich habe vor vielen Jahren lange getüftelt, um sie annähernd so hinzukriegen wie sie einst meine Großmutter machte.

 

Rezept für eine Springform 25 cm Durchmesser

 

Zutaten für den Teig:

150 g Mehl

100 g Butter

80 g Zucker

1 Backpulver

2 Eier

1 Vanillezucker

 

Zutaten für die Füllung:

1 Glas Sauerkirschen

50 g Zucker

1 Puddingpulver Vanillegeschmack

 

Zutaten für die Streusel:

150 g Mehl

100 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

90 g flüssige Butter

1 Prise Salz

 

Zubereitung:

Butter, Zucker und Vanillezucker cremig rühren. Die Eier zugeben und gut unterrühren. Mehl und Backpulver in einer separaten Schüssel mischen und anschließend über die Butter-Zucker-Eier-Mischung sieben und gut verrühren.

Das Glas Sauerkirschen in einen Topf geben. Das Puddingpulver mit dem Zucker vermischen und mit etwas Kirschsaft glatt rühren. Zu den Kirschen geben, kurz aufkochen und anschließend abkühlen lassen.

Für die Streusel Mehl, Zucker, Vanillezucker, eine Prise Salz und die flüssige Butter in einer Schüssel mischen. Diese Masse mit den Händen zu Streuseln verarbeiten und etwa 30 Minuten ruhen lassen.

Backofen auf 180° C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Teig in eine gefettete Springform geben. Dabei einen Rand andrücken. Die angedickten Kirschen auf dem Teig gleichmäßig verteilen und glatt streichen. Die Streusel nochmals durchkneten und auf die Kirschen krümeln.

Kuchen etwa 45-50 Minuten in der Mitte des Ofens backen. Die Streusel sollten leicht gebräunt sein.

Tipp: Manchmal reibe ich auch etwas von der Tonkabohne an die Streuselmasse.

 

 

Buttercremetörtchen wie anno dazumal

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Früher – in den 50iger und 60iger Jahren – waren die Torten mit viel Buttercreme sehr beliebt. Sie sind zwar fast aus der Mode gekommen, aber immer noch sehr lecker. Ich wette mit euch, dass, wenn ich solch ein kleines Törtchen samstags auf meine Kaffeetafel stelle, jeder begeistert sein wird. Es ist Fest für die Sinne! Natürlich gibt es nur ein kleines Stückchen, denn sonst werden die Hüften ja gleich runder. Aber das kleine, runde Stück mit seinem wunderbaren Geschmack genügt vollkommen. Dazu serviere ich einen von Hand gefilterten Kaffee in einer angewärmten Porzellankanne. Einfach mal eine kleine Sünde genießen!

 

Rezept für 6 Personen

Zutaten für den Teig:

2 Eier

150 g Zucker

200 g Mehl

100 g Schmand

70 g flüssigen Honig

1 vorgegarte rote Bete

70 g gehackte Walnüsse

1 TL Natron

½ TL Zimt

 

Zutaten für die Creme:

200 g weiche Butter

½ Dose russische, gezuckerte Kondensmilch (z.B. Dovgan)

1 TL Kurkuma für die gelbe Farbe

Einige Tropfen Vanillearoma

 

Zubereitung:

Die Eier mit dem Zucker schaumig rühren. Anschließend Schmand, Honig und Zimt unter die Eiermasse rühren, die Rote Bete pürieren und ebenfalls unterheben. Darauf das Mehl sieben und die gehackten Mandeln zufügen und alles gut mischen.

Eine runde Backform einfetten und den Teig einfüllen.

Im vorgeheizten Backofen bei 180° C etwa 12-15 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.

Inzwischen die weiche Butter mit der gezuckerten Kondensmilch und dem Vanillearoma schaumig schlagen.

Aus dem abgekühlten Tortenboden mit Hilfe von Servierringen Böden ausstechen. Die Böden im jeweiligen Ring lassen, die Buttercreme einfüllen und glatt streichen. Übrig gebliebenen Tortenboden – nach dem Ausstechen – zerkrümeln und auf die Creme streuen. Die Törtchen mit Ring in den Kühlschrank stellen und fest werden lassen.

Danach den Kuchen mit einem in heißes Wasser getauchten Messer vom Ring lösen, auf einem Teller drapieren. Ich habe das Küchlein mit Pistazien, Minzblättchen, Himbeeren, Vanillesoße angerichtet. Es sind auch viele andere Verzierungen denkbar, z.B. Zuckerstreusel, Schokoladenstreusel oder karamellisierte Walnüsse.

Ich wünsche gutes Gelingen!

 

Brisoletten auf Zwiebelkartoffeln

 

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Heute widme ich mich mit meinem Gericht insbesondere der Kartoffel.  Es braucht schon viel Fantasie diese kleine, runde Knolle schmackhaft und immer wieder anders auf den Tisch zu bringen.

Außer Salzkartoffeln, Bratkartoffeln, Kartoffelsalat, Klöße und Kartoffelpüree gibt es unzählige Möglichkeiten die Kartoffel auf dem Teller in Szene zu setzen. Für mich sind auch die vielen Kartoffelsorten, ob gelb, rotschalig, blau, alte, bewährte Sorten oder Neuzüchtungen mit ihren unterschiedlichen Geschmäckern äußerst interessant. Leider wird man vor Ort nicht immer fündig, wenn man auf der Suche nach einer bestimmten Kartoffelsorte in den Supermarkt geht. In Zeiten des Internets ist es aber keine Hürde auch kleine Mengen einer oder mehrerer Kartoffelsorten bei Hofbauern zu kaufen.

Bereits im Reich der Inkas fand die Kartoffel mit vielen Sorten ihre Verwendung. Vor einigen hundert Jahren fand die Kartoffel auch ihren Weg nach Europa. Hier wurde sie lange als Zierpflanze auf Schlössern und Burgen angebaut. Heute wollen wir die Kartoffel in unserem Leben nicht mehr missen. Gesund und mit vielen Nährstoffen sowie wenigen Kalorien ist sie auf unseren Tellern immer wieder willkommen!

 

Für 4 Personen

Zutaten für die Zwiebelkartoffeln:

  • 600 g Kartoffeln
  • 3 große Zwiebeln, 1 kleine Zwiebel
  • 50 g Butter
  • 20 g Mehl
  • 200 ml Brühe
  • 200 ml Milch
  • Salz, Pfeffer, Schnittlauch

Zutaten für die Bouletten:

  • 500 g Gehacktes
  • 3 EL Semmelbrösel für das Gehacktes
  • 4 EL süße Sahne
  • 1 Zwiebel
  • 1 Ei
  • Pfeffer, Salz, Hackfleischgewürz mit Piment, Koriander, Nelken, Muskat, Zimt
  • Semmelmehl für die Panade
  • Öl zum Braten
  • Butter zum Braten

 

Zubereitung der Zwiebelkartoffel:

Kartoffeln in Salzwasser etwa zwanzig Minuten garen, abschälen und die Kartoffeln in dünne Scheiben schneiden. Die Butter in einer Pfanne schmelzen, die Zwiebelwürfel anschwitzen, das Mehl überstäuben und gut verrühren. Milch und Brühe dazu geben und kurz aufkochen lassen. Die Kartoffelscheiben in der Soße durchziehen lassen und mit Salz, Pfeffer und Schnittlauch abschmecken.

Zubereitung der Brisoletten:

Eine kleine Zwiebel in Würfel schneiden, in etwas Butter goldgelb anschwitzen. Gedünstete Zwiebelwürfel zum Gehackten geben und mit Ei, Sahne, den Semmelbröseln und Gewürzen gut mischen. Daraus kleine Brisoletten formen und in Semmelbrösel wälzen. Im heißen Öl, dem ich etwas Butter zugesetzt habe, wurden sie bei mittlerer Hitze goldgelb braten. Die Brisoletten während des Bratvorgangs soufflieren, das heißt immer wieder mit dem Öl-Butter-Gemisch beträufeln. So werden die Brisoletten super köstlich!

Angerichtet habe ich die Brisoletten mit Gewürzgurkenwürfelchen und Rote-Bete-Creme auf den Zwiebelkartoffeln. Kresse, Borretschblüten und ein Mangosößchen runden mein Gericht ab. Für die Mangoße habe ich frische Mango püriert und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.  Guten Appetit!

Ziegenfrischkäse in der Feige mit einer knusprigen Brot-Ducca-Mischung und Bacon

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Der kleine Muck war auf der Suche nach dem Kaufmann, der das Glück zu verkaufen hat. Hungrig und erschöpft vom weiten Weg  hatte er keine Kraft mehr weiterzugehen. An einer Oase legte er sich nach langer Wegstrecke unter einen Feigenbaum. Just in diesem Moment fiel eine köstliche Feige herab. Er aß sie und plötzlich wuchsen ihm Eselsohren und eine lange Nase.

Wer das Märchen von Wilhelm Hauff kennt weiß, dass sich für den kleinen Muck alles zum Guten wendet! Nach dem gestrigen Genuss der Feigen sehe auch ich noch so aus wie vorher! Glück gehabt!

Rezept für 2 Personen

Zutaten:

  • 4 frische Feigen
  • 100 g Ziegenfrischkäse
  • 100 g Bacon
  • 4 Stück Walnusshälften
  • 200 g Mischbrot
  • 20 g Ducca – eine Nuss-Gewürzmischung
  • Öl, Butter, Honig, Salz, Pfeffer
  • Blattpetersilie, frischer Rosmarin

Zubereitung:

Feigen vorsichtig abwaschen, trocken tupfen und kreuzweise einschneiden. Nicht zu tief schneiden sonst fallen die Feigen auseinander. Feigen am unteren Ende mit beiden Händen fassen und drücken. So öffnen sich die Einschnitte der Feigen und man kann sie mit dem Frischkäse füllen.

Butter in eine Pfanne geben, schmelzen  und die Walnusshälften dazu tun. Die Nüsse mit etwas Honig beträufeln und kurz karamellisieren lassen. Auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

Bacon in einer Pfanne mit wenig Butter langsam kross braten und auf Küchentuch abtropfen lassen.

In der gleichen Pfanne das klein geschnittene Mischbrot, welches zuvor mit Ducca vermischt wurde, unter mehrmaligen Wenden knusprig braten. Beim Braten eventuell noch etwas Butter zugeben. Nach etwa fünf Minuten Bratzeit die Brotwürfel ebenfalls auf Küchentuch abtropfen lassen und mit Salz und Pfeffer würzen. Vorsichtig mit Salz und Pfeffer umgehen, da Ducca bereits gewürzt ist.

Die gefüllten Feigen mit einer karamellisierten Walnusshälfte belegen, mit fein gehacktem Rosmarin bestreuen, auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech setzen und 2-3 Minuten unter dem Grill erwärmen. Der Frischkäse sollte leicht cremig sein.

Feigen auf einem Teller mit der Brot-Ducca-Mischung, dem Bacon und etwas Petersilie anrichten.

Tipp:

Die Nuss-Gewürz-Mischung Ducca kann man fertig kaufen. Ich habe natürlich meine eigene Ducca-Mischung selbst gemacht. Ehrensache! Für alle die, die Ducca selbst machen wollen, nachfolgend meine Mischung. Das Mischungsverhältnis ist jedem selbst überlassen. Ich denke, dass 20-30 g pro Zutat für den Anfang ausreichend sind. In einem Schraubglas hält sich Ducca gut.

Walnusskerne, Kürbiskerne, Pinienkerne, Sonnenblumenkerne, schwarzer Sesam, Kreuzkümmel, Koriander und Schwarzer Pfeffer werden nacheinander in einer beschichteten Pfanne ohne Fett geröstet. Was für ein köstlicher Duft! Anschließend werden die Zutaten in einem Mörser zerstoßen. Alle Zutaten nach dem Mörsern gut vermischen, mit etwas Salz und Zimt würzen und in ein Schraubglas geben.

Ducca kann auch als Topping für Suppen, Salate, Dressings, als Kruste oder Panade für Fleisch, Fisch und Geflügel verwendet werden.