Biskuit-Omelett mit Pariser Creme und frischen Erdbeeren

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Rezept für 4 Personen

Zutaten für die Omeletts:
• 25 g Mehl
• 1 Ei
• 25 g Zucker

Zutaten für die Pariser Creme:                                                                                                           • 200 ml süße Sahne
• 150 g Vollmilch Kuvertüre
• 50 g dunkle Schokolade mit 70 % Kakoanteil

Zubereitung:                                                                                                                                  Sahne in einem Topf zum Kochen bringen, die zerkleinerte Kuvertüre und Schokolade in der köchelnden Sahne auflösen und anschließend abkühlen lassen. Über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Backofen auf 180° Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

Aus Backpapier 4 Quadrate mit einer Größe von 15x 15 cm ausschneiden und darauf Kreise mit einem Durchmesser von etwa 12 cm zeichnen. Quadrate auf das Backblech legen.

In einer Schüssel das Ei mit dem Zucker schaumig schlagen, wobei der Zucker in drei Portionen zugegeben wird. Die Mischung soll durch das Schlagen eine cremige, helle Konsistenz bekommen.
Darauf wird das Mehl gesiebt und vorsichtig unter die Eimasse gehoben.

Mit einem Esslöffel wird der Teig auf die vorgezeichneten Kreise verteilt und im Ofen etwa 8 Minuten gebacken. Nach dem Backen lässt man die Biskuittaler abkühlen. Danach werden sie umgedreht und das Backpapier vorsichtig abgezogen. Das Gebäck wieder auf das Backpapier legen.

Die Pariser Creme nochmals kurz schlagen und in einen Spritzbeutel füllen. Nun einen länglichen Streifen – von oben nach unten – spritzen. Darauf einige Erdbeerhälften geben und wieder Creme aufspritzen. Mit einigen Erdbeerhälften dekorieren und die Seiten des Biskuits hochklappen und leicht festdrücken.

Zum Schluss etwas Puderzucker darüber stäuben und mit einer Tasse Kaffee genießen.

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Thüringer Backzeit – Mein schokoladiger Birnen-Kuchen-Schmaus

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Am gestrigen Tag, dem 07.März 2019, fand im Jenaer Kaffeehaus Gräfe ein Backevent der besonderen Art statt. Das Event wurde durch die Thüringische Landeszeitung, Ostthüringer Zeitung und Thüringer Allgemeine gestaltet und im hübschen Kaffeehaus Gräfe der Universitätsstadt Jena durchgeführt. Die Leserinnen der Tageszeitungen waren aufgerufen Rezepte und Fotos ihrer gebackenen Köstlichkeiten für den Wettbewerb einzureichen. Zahlreiche Hobbybäckerinnen folgten dem Aufruf und nahmen mit ihren Kreationen am Wettbewerb teil. Durch das Internet wurde ich auf diesen Wettbewerb aufmerksam und beteiligte mich ebenfalls, obwohl ich im südlichen Sachsen-Anhalt wohne, am Backevent. Mein Beitrag war der heißgeliebte, schokoladige Birnenkuchen aus meiner Kinderzeit, den ich jedes Jahr im November backe.

Glücksmomente hat jeder Mensch gern und er braucht diese auch für das persönliche Wohlbefinden. Es gibt die großen Augenblicke aber auch die kleinen Momente voller Glück. Ich erinnere mich an eine solche Situation in meiner Kindheit. Da ich in einer großen Familie mit mehreren Geschwistern aufgewachsen bin, war Geld nicht so üppig vorhanden. Es wurde versucht gerecht zu teilen. Geschenke für uns Kinder zum Geburtstag und zu Weihnachten waren sehr bescheiden. Wir konnten uns jedoch darüber auch sehr freuen. So trug es sich zu, dass ich an meinem 12. Geburtstag im kalten, trüben Novembermonat diesen besonderen Glücksmoment hatte. Ich erinnere mich heute noch sehr gut daran. Auf meinem Geburtstagstisch stand ein selbst gebackener Kuchen mit Birnen aus dem eigenen Garten. Überzogen war er mit etwas Schokolade, duftete lecker und sah sehr verführerisch aus. Neben dem Kuchen lag das wunderschöne Buch „Geschichten aus 1001 Nacht“ im hellroten Leineneinband. Für mich als „Leseratte“ eine tolle Überraschung. Was für Glücksmomente! Einige Jahre später, als ich selbst backen und kochen konnte, gehörte der Birnen-Schokoladen-Kuchen jedes Jahr auf meinen Geburtstagstisch. Und so ist es bis heute geblieben, die Sache mit den kleinen, bescheidenen Glücksmomenten und dem schokoladigen Genuss. Ich liebe diesen Kuchen!

So begab es sich, dass ich am TOP 50 FINALE der Thüringer Backzeit teilnahm und meinen schokoladigen Kuchen präsentieren durfte.

Am 01. April 2019 erscheint ein Magazin mit allen Rezepten des gestrigen Backevents.

Mein herzliches Dankeschön den Organisatoren für diesen wunderschönen und kreativen Tag.

Engelsfuß – hauchzarte Maracujacreme

Engelsfuß

Das hauchzarte, köstliche Dessert wird von den Brasilianern „Engelsfuß“ genannt. Nachdem ich es zu bereitet hatte, konnte ich die Bezeichnung für das Dessert vollkommen verstehen. Bei diesem Genuss hatte ich das Gefühl, als ob viele kleine „Engelsfüßchen“ voller Anmut auf meiner Zunge herumhüpfen.
Für das Dessert benötigt man nur wenige Zutaten und es ist schnell zubereitet. Am besten macht man es einen Tag vorher, damit es im Kühlschrank über Nacht gut durchkühlen kann.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

  • 2 Eiweiss
  • 150 ml gezuckerte Kondensmilch
  • 150 ml Kokosmilch
  • 300 ml Maracujasaft
  • 5 Blatt Gelatine oder entsprechend Agar Agar
  • 4 Stück frische Maracuja-Früchte
  • Kokosflocken

Zubereitung:

Maracuja-Saft, Kondensmilch und Kokosmilch verrühren.

Gelatine in kaltem Wasser 5 Minuten einweichen, anschließend gut ausdrücken. Die Gelatine in einen Topf geben und mit 1 EL Wasser erhitzen. Dabei rühren bis sich die Gelatine aufgelöst hat. Kurz abkühlen lassen, zur Mischung geben und verrühren.

Das Eiweiß mit einer Prise Salz zu steifem Schnee schlagen. Wenn die Masse zu gelieren beginnt, wird das geschlagene Eiweiß vorsichtig mit einem Schneebesen unter die Masse gehoben. Die Creme habe ich in 4 Puddingförmchen – mit je 150 ml Fassungsvermögen – gefüllt und im Kühlschrank über Nacht fest werden lassen.

Angerichtet habe ich meine „Engelsfüßchen“ mit etwas Fruchtfleisch der Maracuja und Kokosflocken.

Dessert – Errötendes Mädchen

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Heute stelle ich einen alten Klassiker aus dem Norden Deutschlands vor. Das Buttermilch-Dessert „Errötendes Mädchen“ ist einfach zuzubereiten und schmeckt köstlich. Dafür werden wenige Zutaten benötigt. Das unkomplizierte Dessert ist im Handumdrehen hergestellt, ziert jeden hübsch gedeckten Tisch und verführt die Genießer.

Für 4 Personen

Zutaten:
• 500 ml Buttermilch
• 250 ml Sahne
• 120 g Zucker
• 9 Blatt Gelatine oder 30 g gemahlene Gelatine
• 1 Vanillezucker oder ½ Vanilleschote
• Abgeriebene Zitronenschale
• 200 ml Himbeermark

Zubereitung:
Buttermilch in eine Schüssel geben und mit dem Zucker und der abgeriebenen Zitronenschale gut verrühren. 50 ml Himbeermark einrühren.
Gelatine 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Danach leicht ausdrücken, in einen Topf geben erwärmen und auflösen. Die kalte Buttermilch-Masse in die aufgelöste Gelatine unter ständigem Rühren gießen.
Die Sahne mit einem Tütchen Vanillezucker steif schlagen und kurz bevor die Masse erstarrt in die Buttermilch-Masse geben. In hübschen Gläsern oder Dessertschalen füllen und kaltstellen. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Inzwischen das restliche Himbeermark mit Zucker verrühren und mit etwas Stärkemehl andicken und abkühlen lassen. Danach das Himbeermark in die Gläser füllen. Das Dessert kann nun noch mit einem Sahnehäubchen und einer Himbeere dekoriert werden.

Guten Appetit!

 

Ach, es war ein süßes Bild,
Als du da errötend standest,
Und zur Erde all‘ die Blumen
Fielen, die zum Strauß du wandest,
Deine kleine, liebe Hand
Spielte mit dem blauen Band,
Weißt du noch?

Otto Roquette (deutscher Lyriker)

Schokoladenkuchen mit Stückchen von der Williams Christ-Birne


Zwar haben wir noch einige warme Sommertage aber der kalendarische Herbst hat längst begonnen. Nun hat die Birne, eine köstliche Frucht Saison. Saftig, fruchtig süß und mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen ist sie gesund und verführerisch. Die Birne ist vielseitig einsetzbar. Eine saftige, rohe Birne ist ein perfekter Gaumenschmaus. In der Küche wird sie beispielsweise für Kuchen, Torten, zu Käse, als Salat, zu herzhaften Wild- und Geflügelgerichten oder für Kompott verwendet. Die Sorte Williams Christ hat ihren Ursprung in England und ist mehr als 200 Jahre alt.

Leider sind die alten Birnensorten fast ausgestorben und aus unseren Gärten verschwunden. Auf Streuobstwiesen bekommen diese Sorten beispielsweise seit einigen Jahren wieder mehr Aufmerksamkeit. Und das ist gut so!

Für meinen Birnenschmaus habe ich die süßen, saftigen Birnen mit ihrem kräftigen Aroma in einem schokoladigen Kuchen versteckt. Was für ein Genuss!

Rezept für eine Kastenform

Zutaten:

• 3 große Birnen
• 200 g Zucker
• 125 weiche Butter
• 250 g Mehl
• 4 Eier
• 50 ml Milch
• 3 EL Kakao
• 1 Backpulver
• 100 g gehackte Mandeln
• 200 g Vollmilch-Kuvertüre
• ½ TL Zimt

Zubereitung:

Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.
Die gehackten Mandeln in einer Pfanne ohne Fett rösten und abkühlen lassen.
Die Birnen schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Eier mit dem Zucker und der Butter schaumig rühren. Das Mehl mit dem Kakao, Zimt und Backpulver mischen, sieben, zur die Butter-Zucker-Ei-Mischung und dabei die Milch unterrühren. Anschließend die Birnenstückchen und die gerösteten Mandeln dazu geben und gut verrühren.

Den Teig in eine gefettete Kastenform geben und 60 Minuten backen. Dem Birnenschmaus steht nun nichts mehr im Wege!

Der Birnenschmaus

So komm, du lieber Sonnenschein,
Lass unsre Birnen gut gedeih’n!
Und wenn sie gelb geworden sind,
Dann komm und wehe, lieber Wind!
Komm, Wind, und schüttle jeden Ast
Und lad‘ uns alle samt zu Gast!
Dann eilen wir zum Haus hinaus
Und halten einen Birnenschmaus.

Hoffmann von Fallersleben

Beeriger Sommertraum

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Der Sommer bietet im Juli rote, blaue, gelbe und grüne duftende Beeren in Hülle und Fülle. Farbenpracht wohin man schaut. Man kann jetzt aus dem Vollen schöpfen und  viele gesunde Vitamine naschen. Wohl dem, der ein kleines Gärtchen sein eigen nennt.  Also habe ich meinen kleinen, beerigen Sommertraum am vergangenen Sonntagvormittag zubereitet. Kekse, Beeren und Mascarpone waren  vorrätig und die anderen Zutaten sowieso. Die Zubereitungszeit hält sich in Grenzen, da die Köstlichkeiten nicht gebacken werden müssen. Gut gekühlt sind die kleinen Küchlein ein delikater Sommertraum. Am sonnigen Sonntagnachmittag zierten die Beerentörtchen unsere Kaffeetafel und mundeten gar köstlich.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

  • 250 g Mascarpone
  • 300 g TK-Heidelbeeren
  • 200 g Schokoladenkekse
  • 100 g Butter
  • 1 Päckchen Gelatine oder Agar Agar – ein pflanzliches Geliermittel
  • Frische Beeren, zum Beispiel Heidelbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren
  • Milch, Sahne, Zimt, Puderzucker, Minzblätter

 

Vier Anrichtringe – Durchmesser 8 Zentimeter – innen mit zerlassener Butter dünn bestreichen und auf einen Teller stellen. Kekse zerkrümeln, mit der zerlassenen Butter und etwas Zimt gut vermischen. Die Keksmasse wird auf die vier Ringe verteilt und gut festgedrückt. Kühl stellen.

Inzwischen werden die TK-Heidelbeeren aufgetaut und püriert. Mascarpone, etwas Puderzucker und die pürierten Heidelbeeren gut verrühren.  Gelatine oder Agar Agar nach Vorschrift auflösen und zur Heidelbeercreme geben. Ich habe Agar Agar verwendet. Dadurch bekommt die Füllung einen festen Stand. Die Förmchen vor dem Weiterverarbeiten im Kühlschrank eine Stunde kalt stellen.

Anschließend die Förmchen aus dem Kühlschrank nehmen. Verschiedene Beeren darauf verteilen. Klaren Tortenguß nach Vorschrift zubereiten und über die Beeren verteilen. Küchlein nochmals kurz in den Kühlschrank stellen damit der Tortenguß fest wird.

Mit einem Tupfer Sahne, Beeren und Minzblätter anrichten und einen Sommertraum langsam genießen.

 

Kleine Pawlowa mit köstlichen Erdbeeren

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Bald  geht die verlockende Erdbeerzeit zu Ende. Die frischen, roten und unnachahmlich duftenden Beeren habe ich vor einigen Tagen für eine absolute Köstlichkeit verwendet. Wer das Rezept mal ausprobiert wird es garantiert wieder tun. Ein unwiderstehlicher Genuss für die eigene Familie, aber auch für Gäste eine willkommene Überraschung.

Ein kleines Baisertörtchen  habe ich mit weißer, selbst zubereiteter Schokoladencreme, frischen Erdbeeren und Sahnehäubchen gefüllt. Beim Anrichten habe ich eine verführerisch duftende rote Rose dazu gelegt.

Anna Matwejewna Pawlowa (Анна Матвеевна Павлова) war eine russische Meistertänzerin des klassischen Balletts. Sie wurde am 12.Februar 1881 in Sankt Petersburg geboren und starb am 23.Januar 1931 in Den Haag. Das Lieblingsgebäck der Australier und Neuseeländer ist die Pawlowa, eine Torte aus Baisermasse. Diese Süßspeise wurde ihr zu Ehren so benannt, nachdem sie 1926 und 1929 mehrfach in beiden Ländern als Tänzerin gastiert hatte.

Dieses Dessert hatte ich anläßlich des Kochwettbwerbes zum Thüringer Cookingpokal 2016 im Finale zubereitet.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

  • 3 Eiweiß, sehr gekühlt
  • 130 g Zucker
  • 2 TL Speisestärke
  • ½ TL heller Balsamico
  • Prise Salz
  • 200 g weiße Kuvertüre
  • 100 g Schlagsahne
  • 250 g Erdbeeren

 Zubereitung:

Das  Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen und dabei langsam den Zucker einrieseln lassen. Weiterschlagen bis eine glatte, feste, glänzende Masse entstanden ist.  Stärke auf die Eiweißmasse sieben, den Essig zufügen und alles gut unterheben.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Eischnee in einen Spritzbeutel füllen und vier Portionen auf das Backblech spritzen. Es müssen kleine Förmchen entstehen, die in der Mitte eine Vertiefung haben.  Im vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten bei 100°C trocknen lassen. Die Baiserschalen eventuell mit Folie abdecken, damit sie schön weiß  bleiben. Backofen nach der Zeit ausschalten und die Baisers über Nacht darin trocknen lassen.

Kuvertüre hacken und in der erwärmten Sahne schmelzen (nicht kochen!). Alles mit dem Schneebesen glatt rühren und über Nacht im Kühlschrank kalt stellen.

Die Schokoladensahne am nächsten Tag mit dem Schneebesen des Handrührgerätes cremig aufschlagen und  in die Baiserschalen geben. Darauf fächerartig geschnittene Erdbeeren verteilen.

Anrichten:

Pawlowas in die Mitte eines Tellers einsetzen und ringsherum etwas Erdbeerpüree verteilen. Auf eine Seite des Tellers eine rote Rose legen, die sich auf Minzblättern befindet. Auf der anderen Seite der Pawlowa eine Erdbeere, die im Kochwettbewerb einen Hauch von Blattgold erhalten hatte, dekorieren.

 

Deliziöses Duett

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Zart schmelzenden Genuss wollte ich meinen Lieben an den Weihnachtsfeiertagen – nach einem leckeren, gefüllten Perlhuhn mit Schwarzen Nüssen – kredenzen. Das Dessert sollte etwas ganz Besonderes und Schokoladiges mit feinem Schmelz sein. In meiner Dessert-Sinfonie wollte ich viele Weihnachtsdüfte und winterliche Aromen wie Vanille, Kakao, Zimt, Schokolade, Kardamom und Anis vereinen. In einem Rezept von Johann Lafer fand ich meine Vorstellungen für die Festtafel erfüllt. Wie man auf meinem Foto sehen kann, ist es mir gelungen unser Weihnachtsfest mit diesem Dessert – im wahrsten Sinne des Wortes – zu versüßen und meiner Festtafel ein festliches Gepräge zu geben.

Vor dem Anrichten des Desserttellers habe ich einen Stern auf die Teller gelegt und etwas Kakaopulver darüber gestäubt. Auf die Brownies habe ich je eine pochierte Birne gesetzt, mit warmer Schokoladensoße übergossen und das Ganze dekorativ mit einigen süßen Silberperlen angerichtet.

Dieses himmlische Dessert hat meine Erwartungen überaus erfüllt und ich kann unbedingt  euch zum Nachmachen anregen.

Quittenkonfekt

Mit einem Gläschen Sherry und Minzblättchen serviert, ist das Quittenkonfekt sehr lukullisch.

Vor einer Woche hatte mein Mann aus dem Hofladen des Naumburger Apfelmarktes leuchtend gelbe und duftende Quitten mitgebracht. Einige Tage habe ich sie noch liegen gelassen. Daraus wollte ich Quittengelee machen. Gesagt und getan! Einige Gläschen köstliches Quittengelee standen bald in meinem Regal. Das Fruchtmus, welches bei der Herstellung des Saftes entstand, war zum Wegwerfen viel zu schade. Ich überlegte mir, dass ich daraus doch einmal Quitten-Konfekt – manche nennen es auch Quittenbrot – machen könnte.

Die Heimat der Quitten liegt ursprünglich im Kaukasus, deren Kultivierung vor 4000 Jahren nachgewiesen werden konnte. Die Quitten enthalten viel Vitamin C, Kalium, Zink, Eisen u.a. Inhaltsstoffe.

Für die Herstellung des Quittenkonfektes braucht man  etwas Zeit und man muss Geduld haben. Das Rezept ist einfach umzusetzen und man wird mit leuchtend rotem, glitzerndem Quitten-Konfekt belohnt. Ich habe einige Stückchen mit Minzblättchen und einem Gläschen Sherry angerichtet. Die Quittenstückchen könnte man aber auch mit Schokolade überziehen und mit einem Mandelplättchen verzieren.  Ein Klecks Sahne und eine Tasse Kaffee dazu schmeckt mit Sicherheit ebenfalls sehr köstlich. Auf einer Käseplatte würde das rote Konfekt ebenso gut zu verschiedenen Käsesorten passen. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Rezept

Zutaten:

  • 1 kg Quitten
  • 40 ml Zitronensaft
  • Zucker
  • 800 ml Wasser
  • Wer mag, kann etwas Zimt, Kardamom, Apfelsinen-, oder Zitronenabrieb zufügen.

Zubereitung:

Die Quitten mit einem Tuch abreiben, um den Flaum zu entfernen.  Quitten waschen und mit einem Küchentuch trocken reiben und den Stiel und die Blüte entfernen. Das Kerngehäuse der Quitten entfernen, in Würfel schneiden und in einen großen Topf geben. Mit Wasser bedeckt aufkochen und etwa 45 Minuten weich kochen. Anschließend das Fruchtfleisch aus dem Topf nehmen, abtropfen und abkühlen lassen.

Der Saft kann in einem anderen Arbeitsgang zu Gelee verarbeitet werden.

Das abgekühlte Fruchtpüree wiegen und mit der gleichen Menge Zucker in einen Topf schütten. Mit einem Kartoffelstampfer zerkleinern und vorsichtig aufkochen lassen. Zitronensaft und Gewürze nach Geschmack dazu geben und unter Rühren etwa 30 Minuten – bis eine breiige Masse entsteht –  leise köcheln lassen.  Ein Backblech mit Alufolie auslegen und die Masse etwa einen Zentimeter dick drauf streichen.

Backofen  auf 150° C vorheizen, das Blech in den Backofen schieben und die Masse etwa drei Stunden im Ofen trocknen. Die Ofentür muss einen Spalt geöffnet sein, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Dazu kann man einen Kochlöffel zwischen Tür und Ofen schieben. Bitte aufpassen,  dass der Löffel nicht an die Heizspiralen kommt! Im Ofen auskühlen lassen. Am nächsten Tag in Rauten, Rechtecke schneiden oder mit einer Plätzchenausstecher ausstechen.

Sollten die Stücke noch zu feucht sein müssen sie weiter getrocknet werden. Dazu habe ich sie mit dem Blech noch zwei Tage auf die Heizung gestellt und dabei auch einmal gewendet. Hier braucht man etwas Fingerspitzengefühl.

Wenn das Quittenkonfekt trocken genug ist, kann man es in Zucker, Hagelzucker wälzen oder mit Schokoladen-Kuvertüre überziehen.

 

Süße Leidenschaft

Süße Leidenschaft

Diese süße Leidenschaft verwöhnt den Gaumen.

 

Heute stand mir der Sinn nach einer süßen Versuchung!

Natürlich sollte die verführerische Kreation später nicht zu viel Gramm auf den Hüften ablagern. Ich inspizierte meine Vorräte, wurde fündig und reihte meine nachfolgenden Zutaten auf. Im Vorratsschrank fand ich noch Gebäckkugeln und kugelförmige Kokos-Mandel-Süßigkeiten. Der Kühlschrank hatte ebenfalls einiges zu bieten. Gekühlte Mascarpone, Frischkäse, Heidelbeeren und Heidelbeermarmelade standen nun ebenfalls parat.

Vor meinem geistigen Auge reifte die Idee und ein Bild für das Anrichten des Naschwerks. Also machte ich mich ans Werk und habe das Zuckerzeug anschließend meinem Mann kredenzt. An dieser Stelle muss ich verraten, dass er nicht unbedingt ein Fan von  Süßigkeiten ist. Die Optik der süßen Versuchung veranlasste ihn, sofort den Löffel in die Hand zu nehmen. Ein Riesenlob folgte und ich solle es doch mal wieder machen! Dem steht nichts entgegen.

Geschmackssache

Mit edlen Zutaten wird der Gaumen verwöhnt.

 

Diese kreative Versuchung  ist relativ schnell zubereitet und angerichtet.

Rezept für vier Personen

Zutaten:

  • 250 g Mascarpone
  • 200 g Frischkäse
  • etwas Heidelbeermarmelade, andere Marmeladen sind auch möglich
  • 1 Päckchen frische Heidelbeeren
  • Gebäckkugeln, z.B. Giotto
  • Kugelförmige Waffeln umhüllt mit einer Kokosschicht, z.B. Raffaello
  • frische Minze
  • selbst gemachter Basilikumzucker
  • rote Pfefferkörner
  • etwas Milch
  • Vanillearoma

Zubereitung:

Selbst gemachten Basilikumzucker hatte ich vorrätig. In einem anderen Beitrag  ist das Rezept später  zu lesen. Das Dessert kann natürlich – wenn vorrätig – mit anderen Streuseln versehen werden.

Gebäckkugeln mit dem Messer halbieren und einige davon krümelig hacken.

Mascarpone und Frischkäse mit Milch vermischen. Die Masse in zwei Schüsseln geben und unterschiedlich abschmecken.

Die erste Masse mit etwas Puderzucker und einigen Tropfen Vanillearoma verrühren. Das Ganze muss relativ fest sein, so dass man mit zwei Esslöffeln Nocken abstechen kann. Jeder Teller erhält eine Nocke.

Die zweite Masse mit etwas Marmelade, zerdrückten Heidelbeeren und etwas Milch verrühren. Es soll eine feine, cremige Konsistenz entstehen, die man dann in den Spritzbeutel füllt und kleine Tupfen auf das Arrangement gibt.

Etwas Marmelade in einen Topf geben und unter Rühren flüssig werden lassen.  Marmelade etwas abkühlen – sollte jedoch noch flüssig sein – und jeweils einen Esslöffel Marmelade als Spiegel auf einen Teller geben.

Auf dem Spiegel nun alle Zutaten arrangieren und mit den Gebäckkugeln, den Kokoskugeln, frischen Heidelbeeren, Minzeblättchen, roten Pfefferkörner und Basilikumzucker dekorieren.

Süße Leidenschaft

Diese süße Leidenschaft verwöhnt den Gaumen.