Biskuit-Omelett mit Pariser Creme und frischen Erdbeeren

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Rezept für 4 Personen

Zutaten für die Omeletts:
• 25 g Mehl
• 1 Ei
• 25 g Zucker

Zutaten für die Pariser Creme:                                                                                                           • 200 ml süße Sahne
• 150 g Vollmilch Kuvertüre
• 50 g dunkle Schokolade mit 70 % Kakoanteil

Zubereitung:                                                                                                                                  Sahne in einem Topf zum Kochen bringen, die zerkleinerte Kuvertüre und Schokolade in der köchelnden Sahne auflösen und anschließend abkühlen lassen. Über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Backofen auf 180° Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

Aus Backpapier 4 Quadrate mit einer Größe von 15x 15 cm ausschneiden und darauf Kreise mit einem Durchmesser von etwa 12 cm zeichnen. Quadrate auf das Backblech legen.

In einer Schüssel das Ei mit dem Zucker schaumig schlagen, wobei der Zucker in drei Portionen zugegeben wird. Die Mischung soll durch das Schlagen eine cremige, helle Konsistenz bekommen.
Darauf wird das Mehl gesiebt und vorsichtig unter die Eimasse gehoben.

Mit einem Esslöffel wird der Teig auf die vorgezeichneten Kreise verteilt und im Ofen etwa 8 Minuten gebacken. Nach dem Backen lässt man die Biskuittaler abkühlen. Danach werden sie umgedreht und das Backpapier vorsichtig abgezogen. Das Gebäck wieder auf das Backpapier legen.

Die Pariser Creme nochmals kurz schlagen und in einen Spritzbeutel füllen. Nun einen länglichen Streifen – von oben nach unten – spritzen. Darauf einige Erdbeerhälften geben und wieder Creme aufspritzen. Mit einigen Erdbeerhälften dekorieren und die Seiten des Biskuits hochklappen und leicht festdrücken.

Zum Schluss etwas Puderzucker darüber stäuben und mit einer Tasse Kaffee genießen.

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Köstliche, exquisite Kartoffelsalat – Torte

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Der Frühling naht bzw. verwöhnt uns seit einigen Tagen das Wetter mit warmen Temperaturen und herrlichsten Sonnenschein. Bald werden wieder Garten- und Grillfeste in den Gärten, auf Balkons und Terrassen ausgerichtet und gefeiert. Das wunderbare Frühlingswetter lädt jetzt bereits dazu ein. Verzaubern Sie die Familie und Gäste mit Ihren Grillrezepten und meiner eigens dafür kreierten Kartoffelsalat-Torte.  Strahlende Sonne, der Duft gegrillter, herzhafter Steaks und meine bunte Kartoffelsalat-Torte werden allen Gästen ein Lächeln auf die Lippen zaubern.

Rezept für 6 Personen

Zutaten:

• 600 g festkochende Kartoffeln
• 400 g blaue Kartoffeln, z.B. Vitelotte
• 200 g Möhren
• 1 l helles Bier
• 2 EL mittelscharfen Senf
• 2 EL Ahornsirup
• 4 EL Apfelessig
• 6 EL Olivenöl
• 250 ml Gemüsebrühe
• 150 ml Gurkenwasser
• 250 g Mayonnaise
• 200 g Crème fraîche
• 150 g Frischkäse
• 5 Dillgurken
• 1 mittelgroße Zwiebel
• 1 grünen Apfel, z.B. Granny Smith
• 1 roten Apfel, z.B. Braeburn
• 100 g zarte Erbsen/Konserve
• 8 Radieschen
• 8 Wachteleier
• Grünen Senf, z.B. Maille 3 Herbes – Senf mit Kräutern
• Verschiedene Kräuter, z.B. Petersilie, Dill, Koriander, Schnittlauch, Kresse
• Salz, Pfeffer
• Bockwurst

Zubereitung heller Kartoffelsalat:

Die hellen Kartoffeln in der Schale waschen, in einen Topf geben, so viel helles Bier darüber gießen, dass sie bedeckt sind. Etwa 20 Minuten auf kleiner Flamme kochen lassen, abgießen, auf der ausgeschalteten Herdplatte ausdämpfen lassen. Nachdem sie abgekühlt sind, werden sie in kleine, gleichmäßige Würfel (Brunoise) geschnitten, in eine Schüssel gegeben und mit der Brühe übergießen.
Nachdem das Dressing zugefügt wurde, wird der Salat mit dem gewürfelten, grünen Apfel, Gurkenwürfeln und den Erbsen vermischt. Gehackte Kräuter zufügen und gut durchziehen lassen. Danach nochmals abschmecken.

Zubereitung blauer Kartoffelsalat:

Mit den blauen Kartoffeln wird mit einer Ausnahme gleichermaßen wie beim hellen Kartoffelsalat verfahren. Die gewaschenen Kartoffeln werden ebenfalls mit der Schale in Bier in einem Dämpfeinsatz gedämpft. So bleibt die schöne blaue Farbe erhalten. Brühe angießen.
Möhren schälen und in einem Topf mit Wasser bissfest garen, abkühlen, ebenfalls in kleine Würfel schneiden und in die Schüssel zu den blauen Kartoffeln geben.
Nachdem das Dressing zugefügt wurde, wird der Salat mit dem gewürfelten, roten Apfel und Gurkenwürfeln vermischt. Gehackte Kräuter zufügen, gut durchziehen lassen und ebenfalls noch einmal abschmecken.

Zubereitung Dressing für beide Salate:

Zwiebel abschälen, würfeln und in kochendem Wasser kurz blanchieren. Es verhindert, dass die Zwiebeln anfangen im Salat zu gären.
Dressing für beide Salate zubereiten. Dafür werden Olivenöl, Ahornsirup, Apfelessig, Senf, Gurkenwasser, Salz, Pfeffer in ein Glas gegeben. Das verschlossene Glas schütteln. So erhält man ein feines, cremiges Dressing. Zwiebelwürfel dazugeben, nochmals abschmecken und beide Salate damit marinieren.

Zubereitung Creme für die Torte:

Mayonnaise, Frischkäse und Crème fraîche mit einem Schneebesen gut vermischen und kühl stellen.

Weitere Zubereitung:

Wachteleier 4 Minuten kochen, abkühlen lassen und die Schale jeweils bis zur Hälfte abschälen. Radieschen waschen und mit einem scharfen Messer einschneiden, so dass 8 Einschnitte entstehen. Die einzelnen Segmente vorsichtig auseinanderbiegen und mit grünem Senf füllen. Feldsalatblättchen und Kresse waschen und trocken schütteln.

Zusammenbau der Torte:

Einen Tortenring mit etwa 20 – 22 cm auf einen Teller oder eine Tortenplatte setzen. Als erste Schicht wird der helle Kartoffelsalat eingefüllt und vorsichtig festgedrückt. Darauf kommt eine Schicht von der Mayonnaise-Creme. Mit einer Palette schön gleichmäßig verteilen. Anschließende den blauen Kartoffelsalat einfüllen. Darauf wird die restliche Mayonnaise-Creme gegeben und glattgestrichen. Zum Schluss werden die Radieschen, Wachteleier, Feldsalatblättchen und Kresse dekorativ auf der Creme angerichtet.

Guten Appetit!

Cooking Pokal 2018 – Mein finales Menü

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In meinem heutigen Beitrag stelle ich mein Wettbewerbsmenü für das Finale zum Thüringer Cookingpokal 2018 vor. Wir – vier Kandidaten aus verschiedenen Bundesländern – traten am 08. September 2018 zum Finale auf der Messe „Besser Leben“ in Erfurt an. Der Kochwettbewerb für begeisterte Hobbyköche hatte an jenem Tag seinen kulinarischen Höhepunkt. Wir Wettbewerbskandidaten kochten aus regionalen und saisonalen Zutaten jeweils eine Vorspeise, Hauptspeise und eine Nachspeise. Wir Kochenthusiasten arbeiteten äußerst konzentriert mit viel Elan, um alle drei Gerichte in der vorgegebenen Zeit der Jury präsentieren zu können.

Mit meiner Vorspeise „Causa rellena mit zarter Wachtel“ hatte ich einen kleinen kulinarischen Ausflug nach Peru gemacht. Causa rellena ist ein klassisches, schmackhaftes peruanisches Kartoffelgericht, welches von jeder Familie ganz unterschiedlich zubereitet wird. Das Gericht hatte ich mit zarter Wachtel vereinigt.

Als Hauptspeise servierte ich der Jury „Rehmedaillons auf Mole-Sauce und mit rotem Quinoa gefüllte Wirsingröllchen“. Thüringische Rehmedaillons kombinierte ich mit Quinoa. Das nussig schmeckende Inkakorn wird seit über 5000 Jahren als Kulturpflanze genutzt.

Zum Abschluss meines Menüs brachte ich „Mascarpone-Törtchen an purpurnem Mazamorra morada und Mango-Sorbet“ auf den Jury-Tisch. In Peru ist Mazamorra morada die beliebteste und berühmteste Nachspeise überhaupt. Sie wird aus gekochtem violettem Mais hergestellt und meistens mit Milchreis serviert. Ich hatte es mit einem Törtchen und Eis kombiniert.

Nach drei Stunden angestrengten Kochens verkostete die Jury alle Gerichte der Teilnehmer, vergab ihre Punkte und Bewertungen. Der spannende Wettbewerb erreichte seinen Höhepunkt als sich die Hobbyköche auf der Bühne versammelten, um die Wertungen beziehungsweise ihre Plätze zu erfahren. Mit meinem finalen Menü konnte ich im vergangenen Jahr den 3. Platz erringen und durfte das Treppchen besteigen. Darüber freute ich mich natürlich sehr. Bereits im Jahre 2016 nahm ich an diesem kreativen Wettbewerb teil und holte mir damals den 1. Platz und den Pokal.

In diesem Jahr kann ich leider nicht an den Start gehen. Wer an diesem bundesweiten Wettbewerb gern teilnehmen möchte, kann sich noch bis 31.05.2019 unter http://www.cookingpokal.de bewerben.

Meinen herzlichen Dank an alle, die diesen kreativen Kochwettbewerb organisiert und durchgeführt haben. So wurde und wird Hobbyköchen die Gelegenheit gegeben, ihr Können am Herd zu zeigen. Dankeschön dafür!

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Vorspeise für 2 Personen – Causa rellena mit zarter Wachtel

Zutaten:

2 Wachteln
250 g Kartoffeln
2 hart gekochte Eier
250 ml Mayonnaise
50 ml Creme fraiche
100 ml Milch
30 g Butter
1 EL Tomatenmark
250 ml Geflügelfond
1 Limette
1 Avocado
1 EL gelbe Amarillo-Chili-Paste
1 rote Chilischote
1 Möhre
1 Stück Sellerie
1 Stück Lauch
Schnittlauch
Pumpernickel
Salz, Pfeffer, Kurkuma

Zubereitung:

Kartoffeln schälen und kochen. Durch eine Kartoffelpresse drücken und mit Milch und Butter vermischen. Mit Chilipaste, Limettensaft- und Abrieb, Salz und Pfeffer abschmecken.

Fruchtfleisch der Avocado von der Schale befreien und die Hälfte davon mit Creme fraiche vermischen. Die andere Hälfte in feine Scheiben schneiden und abdecken, damit sie nicht braun werden. In den Kühlschrank stellen.

Wachteln mit kaltem Wasser abspülen, trockentupfen, innen und außen salzen.
Öl in einem Topf erhitzen und die Wachteln bei starker Hitze rundherum goldbraun anbraten. Danach die Wachteln herausnehmen. Möhre, Sellerie und Lauch putzen, waschen, in kleine Würfel schneiden und im Topf glasig dünsten. Tomatenmark in den Topf geben, kurz dünsten und Geflügelfond aufgießen, Wachteln wieder in den Topf legen und im Backofen bei 180° C 15 Minuten schmoren.
Wachteln nach Ende der Garzeit aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Von den Wachteln die Beine entfernen und kurz vor dem Servieren nochmal kurz in der Pfanne anbraten. Die restlichen Teile der Wachteln enthäuten, das Fleisch kleinschneiden und mit etwas Mayonnaise vermischen.

Das Causa rellena wie folgt anrichten. Auf den Teller wird ein Anrichtring gestellt. Zunächst kommt in den Ring 1 EL Kartoffelpüree, darauf folgen 1 El Avocado-Creme, kleingeschnittenes Wachtelfleisch, Avocado-Scheiben und als Abschluss 1 EL Kartoffelpüree. Obenauf Causa rellena mit Mayonnaise, einer Eischeibe, einer Olive, den gebratenen Wachtelschenkeln und Schnittlauchröllchen anrichten.

 

Rehmedaillons mit Wirsingrouladen, gefüllt mit rotem QouinaIMG_3776

Hauptspeise für 2 Personen – Rehmedaillons auf Mole-Sauce und mit rotem Quinoa gefüllten Wirsingröllchen

Zutaten für Rehmedaillons:

½ ausgelöster Rehrücken
1 EL Korianderkörner
1 EL Pfefferkörner
1 El Senfkörner
10 Wacholderkörner
Salz, Pfeffer

Zutaten für Wirsingröllchen:

4 äußere, große Wirsingblätter
300 ml Brühe
100 g rotes Quinoa
50 g Frischkäse

Zutaten für die Soße:

200 ml Wildfond
100 ml Rotwein
Mole
20 g kalte Butter

Zutaten für die Kürbiskugeln:

10 Kürbiskugeln
100 ml Gemüsefond
50 ml Sahne
20 g Butter
50 g Zucker
1 cl Ahornsirup

Zutaten für Rote Bete Gel:

140 ml Rote Bete Saft
25 g Zucker
25 ml Wasser
2 g Agar Agar

Weiterhin:

1 Lauchstange
Petersilie, Schnittlauch, Thymian

Zubereitung:

Wirsingblätter in kochendem Salzwasser und einer Messerspitze Natron blanchieren, abschrecken und trocken tupfen. Für die Füllung Quinoa waschen bis das Wasser klar ist. Anschließend in gesalzenem Wasser 15 Minuten köcheln lassen. 5 Minuten ausquellen lassen. Quinoa wird dann mit dem Frischkäse und den Kräutern vermischt.
2 Wirsingblätter übereinander ausbreiten und die Füllung darauf verteilen. Die Wirsingblätter fest aufrollen und mit einem Holzspieß feststecken und in heißem Öl rundherum anbraten. Brühe aufgießen und die Röllchen etwa 30 Minuten schmoren.

Backofen auf 90 ° C vorheizen. Rehrücken abwaschen, trockentupfen und in zerstoßenen Koriander-, Pfeffer-, Senf- und Wacholderkörnern wälzen und in einer Pfanne mit Öl von allen Seiten kurz und kräftig anbraten. Anschließend im Ofen auf das Gitter legen und in 15 Minuten fertig garen und danach warm halten.

Bratenrückstand mit 200 ml Wildfond, 100 ml Rotwein und 3 g Mole aufkochen, reduzieren und mit kalter Butter montieren. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Für das Rote-Bete-Gel Saft der Bete mit Wasser, Zucker, 2 g Agar Agar drei Minuten kochen. Danach in den Mixer geben, mixen und durch ein Sieb streichen.

Mit dem Kugelausstecher Kugeln vom Kürbis ausstechen. Zucker in der Pfanne hellbraun werden lassen, mit Sirup ablöschen. Butter, Sahne und Brühe zugeben und einköcheln lassen. Kürbiskugeln darin kurz dünsten lassen.

Lauchstange, putzen, waschen und in einzelne Streifen schneiden und in Salzwasser blanchieren und trocken tupfen.

Zum Anrichten wird ein Streifen von der Lauchstange mittig über den Teller gelegt. Rechts und links davon wird jeweils ein Streifen Rote-Bete-Gel aufgebracht. Darauf werden die Rehmedaillons und die Wirsingröllchen angerichtet.

 

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Nachspeise für 2 Personen – Mascarpone-Törtchen an purpurnem Mazamorra morada und Mango-Sorbet

Zutaten für das Törtchen:

• 100 g Mandelbisquit
• 50 g Butter, zerlassen
• 200 g Frischkäse
• 1 Beutel Geleepulver für Götterspeise Zitronengeschmack
• 30 g Zucker
• ½ Saft der Zitrone

Zutaten für Mazamorra morada:

• 200 g Äpfel, Birnen, Pflaumen, Brombeeren, Heidelbeeren
• 170 g Lila Maispudding (Mazamorra morada)
• 30 g Zucker
• 100 ml Rotwein
• etwas Fruchtaufstrich
• Abrieb der Tonkabohne

Zutaten für Mango-Sorbet:

• 1 Mango
• 1 Limette
• 50 g Zucker
• 100 ml Weißwein

Weitere Zutaten:

• Schokolade
• Blüten
• Minzblättchen
• Fenchelpollen
Zubereitung:

Für den Törtchenboden die Biskuits zerbröseln und mit der geschmolzenen Butter mischen und in Anrichtringe füllen.

Frischkäse, Zitronensaft und Zucker gut verrühren. Einen Beutel Götterspeise mit 170 ml Wasser anrühren, quellen lassen und leicht erwärmen, abkühlen lassen und zur Frischkäsemasse geben. Diese Masse auf dem Keksboden verteilen.

Für das Sorbet die Mango schälen und in kleine Würfel schneiden. Saft der Limette auspressen und mit den Mangowürfeln pürieren. Den Zucker mit 50 ml Wasser aufkochen, Mango-Püree und Weißwein zugeben. Nochmal pürieren und abkühlen lassen. Masse in Eismaschine füllen und 25 Minuten frieren lassen.

Für Mazamorra morada das Obst in Stücke schneiden und in etwas Zuckerwasser weich dünsten. Dann zum Kochen bringen und den angerührten Maispudding einrühren und kurz aufkochen. Obst, Maispudding und etwas Fruchtaufstrich mischen, mit Rotwein, Zucker und Tonkabohne abschmecken.

Auf einem Teller mit flüssiger Schokolade Muster aufbringen und fest werden lassen. Das Törtchen aufsetzen und mit einer Kugel Magosorbet anrichten. Blüten, Minzblättchen und Fenchelpollen runden das Dessert ab.

Ich wünsche einen guten Appetit!

 

Engelsfuß – hauchzarte Maracujacreme

Engelsfuß

Das hauchzarte, köstliche Dessert wird von den Brasilianern „Engelsfuß“ genannt. Nachdem ich es zu bereitet hatte, konnte ich die Bezeichnung für das Dessert vollkommen verstehen. Bei diesem Genuss hatte ich das Gefühl, als ob viele kleine „Engelsfüßchen“ voller Anmut auf meiner Zunge herumhüpfen.
Für das Dessert benötigt man nur wenige Zutaten und es ist schnell zubereitet. Am besten macht man es einen Tag vorher, damit es im Kühlschrank über Nacht gut durchkühlen kann.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

  • 2 Eiweiss
  • 150 ml gezuckerte Kondensmilch
  • 150 ml Kokosmilch
  • 300 ml Maracujasaft
  • 5 Blatt Gelatine oder entsprechend Agar Agar
  • 4 Stück frische Maracuja-Früchte
  • Kokosflocken

Zubereitung:

Maracuja-Saft, Kondensmilch und Kokosmilch verrühren.

Gelatine in kaltem Wasser 5 Minuten einweichen, anschließend gut ausdrücken. Die Gelatine in einen Topf geben und mit 1 EL Wasser erhitzen. Dabei rühren bis sich die Gelatine aufgelöst hat. Kurz abkühlen lassen, zur Mischung geben und verrühren.

Das Eiweiß mit einer Prise Salz zu steifem Schnee schlagen. Wenn die Masse zu gelieren beginnt, wird das geschlagene Eiweiß vorsichtig mit einem Schneebesen unter die Masse gehoben. Die Creme habe ich in 4 Puddingförmchen – mit je 150 ml Fassungsvermögen – gefüllt und im Kühlschrank über Nacht fest werden lassen.

Angerichtet habe ich meine „Engelsfüßchen“ mit etwas Fruchtfleisch der Maracuja und Kokosflocken.

Dessert – Errötendes Mädchen

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Heute stelle ich einen alten Klassiker aus dem Norden Deutschlands vor. Das Buttermilch-Dessert „Errötendes Mädchen“ ist einfach zuzubereiten und schmeckt köstlich. Dafür werden wenige Zutaten benötigt. Das unkomplizierte Dessert ist im Handumdrehen hergestellt, ziert jeden hübsch gedeckten Tisch und verführt die Genießer.

Für 4 Personen

Zutaten:
• 500 ml Buttermilch
• 250 ml Sahne
• 120 g Zucker
• 9 Blatt Gelatine oder 30 g gemahlene Gelatine
• 1 Vanillezucker oder ½ Vanilleschote
• Abgeriebene Zitronenschale
• 200 ml Himbeermark

Zubereitung:
Buttermilch in eine Schüssel geben und mit dem Zucker und der abgeriebenen Zitronenschale gut verrühren. 50 ml Himbeermark einrühren.
Gelatine 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Danach leicht ausdrücken, in einen Topf geben erwärmen und auflösen. Die kalte Buttermilch-Masse in die aufgelöste Gelatine unter ständigem Rühren gießen.
Die Sahne mit einem Tütchen Vanillezucker steif schlagen und kurz bevor die Masse erstarrt in die Buttermilch-Masse geben. In hübschen Gläsern oder Dessertschalen füllen und kaltstellen. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Inzwischen das restliche Himbeermark mit Zucker verrühren und mit etwas Stärkemehl andicken und abkühlen lassen. Danach das Himbeermark in die Gläser füllen. Das Dessert kann nun noch mit einem Sahnehäubchen und einer Himbeere dekoriert werden.

Guten Appetit!

 

Ach, es war ein süßes Bild,
Als du da errötend standest,
Und zur Erde all‘ die Blumen
Fielen, die zum Strauß du wandest,
Deine kleine, liebe Hand
Spielte mit dem blauen Band,
Weißt du noch?

Otto Roquette (deutscher Lyriker)

Rund um die Weltkugel – Herzhaft & köstlich durch fünf Kontinente

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Im letzten Beitrag hatte ich versprochen, dass ich mein Wettbewerbsgericht für die Vorauswahl zum Thüringer Cookingpokal 2018 hier vorstelle. Im vergangenen Jahr  hatte ich mir für meine Teilnahme am Kochwettbewerb für begeisterte Hobbyköche etwas Besonderes ausgedacht.

Fünf leckere Gerichte brachte ich in Kugelform und nannte mein Wettbewerbsgericht „Rund um die Weltkugel – Herzhaft & köstlich durch fünf Kontinente“. Der Vorentscheid fand am 15. Juni 2018 bei Möbel Finke in Elxleben statt. Alle Teilnehmer waren bestens vorbereitet und zeigten ihr Können beim Kochen.

Letztendlich befand die Jury befand nach der Präsentation und Verkostung meines Gerichts, dass ich im Halbfinale auf der Messe „Besser Leben“ am 07. September 2018 dabei sein sollte.

Das Gericht stelle ich im nächsten Beitrag vor. Jetzt aber erst einmal mein Beitrag „Rund um die Weltkugel – Herzhaft & köstlich durch fünf Kontinente“. Das Gericht durften wir zu Hause vorbereiten und beim Wettbewerb Vorort letztendlich fertigstellen.

Amerika – Meatballs mit Bacon / Pflaumen-Chutney mit Kaffee- und Rauchnote

Rezept für 4 Personen

Zutaten/Meatballs:
• 250 g Gehacktes
• 1 Ei
• 1 Zwiebel, fein gehackt
• 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
• 70 g Semmelbrösel
• etwas süße Sahne
• 100 g Bacon
• BBQ-Sauce
• Gewürzmischung, gemahlen: Salz, Zitronenpfeffer, Thymian, Rosenpaprika, Koriander, Kreuzkümmel, Chili, brauner Zucker

Zubereitung/Meatballs:
Zwiebel- und Knoblauchwürfel in etwas Butter blond anschwitzen und abkühlen lassen.
Gehacktes, Zwiebel- und Knoblauchwürfel, Ei, Semmelbrösel, etwas süße Sahne, Gewürze und Salz und eine Prise Zucker sehr gut vermischen. Daraus 60 g schwere Kugeln formen. Das geht am besten mit einem Eisportionier.
Anschließend jede Kugel mit Bacon umwickeln und im heißen Öl goldbraun frittieren. Danach jede Kugel mit BBQ-Sauce einstreichen. Anschließend im vorgeheiztem Ofen auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech bei 200° C für 5 – 8 Minuten fertig garen.

Zutaten/Pflaumen-Chutney:
• 300 g Pflaumen
• 2 Knoblauchzehen
• 2 rote Chilis
• Frischer Ingwer, etwa 1 cm
• 100 ml Rotwein
• 50 g brauner Zucker
• 1 EL Apfelessig
• 2 EL Zitronensaft
• Salz, Zucker zum Abschmecken
• 1 kleine Tasse frisch aufgebrühten Mocca
• Smoked Spanish Paprika, sweet – spanisches, rotes Paprikapulver mit Rauchnote

Zubereitung/Pflaumen-Chutney:
Pflaumen waschen, halbieren, entsteinen und in Würfel hacken. Knoblauch, Ingwer, Chilis schälen, entkernen und fein hacken. Zucker in einem Topf karamellsieren, Rotwein aufgießen und Karamell loskochen.
Pflaumen, Ingwer, Knoblauch, Mokka zugeben und 30 Minuten köcheln lassen, so dass eine dickliche Soße entsteht. Pflaumenstücke müssen weich sein. Chutney mit Essig, Zitronensaft, Salz, etwas Zucker und Smoked Spanish Paprika pikant abschmecken.
Heiß in Gläser abfüllen und fest verschließen.

Asien – Onigiri – Japanese Rice Balls mit TunaMayo / Süßsauer eingelegtes Gemüse

Rezepte für 4 Personen

Zutaten/Reisbällchen:
• 200 g Sushi Reis
• 3 EL Reisessig
• 2 EL Zucker
• 1 TL Salz
• 100 g geräucherten Lachs
• Thunfisch im eigenen Saft/Konserve
• etwas Mayonnaise
• Forellenkaviar
• Minzblättchen

Zubereitung/Reisbällchen:
Für die TunaMayo den Thunfisch, Mayonnaise und Salz mit der Gabel vermischen und zerdrücken und abschmecken.
Aus Haushaltsfolie mehrere Quadrate 20×20 cm schneiden.
Sushi Reis nach Vorschrift kochen. Essig, Zucker und Salz in einem Topf erwärmen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Diese Mischung unter den heißen Reis heben und abkühlen lassen.
Mit dem Eisportionierer Reis aufnehmen und nassen Händen breitdrücken. Darauf kommt TunaMayo. Hände wieder anfeuchten und Kugeln formen.
Auf ein Stückchen Haushaltsfolie eine kleine Scheibe Lachs, ein Minzblatt und obenauf die Reiskugel legen. Alle Ecken der Folie nach oben nehmen und zusammendrehen. So kann man wunderbare Kugeln formen. Beim Anrichten kommt noch ½Teelöffel Forellenkaviar.

Zutaten/Süßsauer eingelegtes Gemüse:
• 3 Karotten
• 1 Zucchini
• 1 rote Paprika
• 1 Chili
• grobes Salz
• Knoblauchzehen
• Thymian
• 150 ml Weißweinessig
• 30 g Zucker
• 1 Gewürznelke
• ½ TL Pfefferkörner, gehackt
• Frischen Ingwer, gehackt

Zubereitung/Süßsauer eingelegtes Gemüse:
Gemüse waschen, schälen und in Julienne schneiden. In eine Schüssel geben, mit grobem Salz bestreuen und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag die Flüssigkeit abgießen, Gemüse trocken tupfen, in Gläser verteilen, eine Knoblauchzehe und Thymian dazugeben.
Weißweinessig, Zucker, Gewürznelke, Pfefferkörner, Ingwer in einen Topf geben, aufkochen, abkühlen lassen und auf die Gläser verteilen und fest verschließen.

Europa – Thüringer Schüsselsülze mit Meerrettich-Mayonnaise

Rezepte für 4 Personen

Zutaten/Thüringer Schüsselsülze:
• 1 Eisbein
• 2 Spitzbeine
• 2 Karotten
• 1 Zwiebel
• 2 Lorbeerblätter
• 2 Gewürznelken
• Pfefferkörner
• Pimentkörner
• Wacholderbeeren
• Knoblauchzehen
• Weißweinessig
• Majoran
• Kümmel
• Salz
• Gewürzgurken

Zubereitung/Thüringer Schüsselsülze:
Eisbein und Spitzbeine in einen großen Topf geben. Kaltes Wasser aufgießen, Karotten, Zwiebel, Lorbeerblätter, Gewürznelken, Pfefferkörner, Pimentkörner, Wacholderbeeren und Salz dazugeben und etwa 2-3 Stunden köcheln lassen bis das Fleisch weich ist, abkühlen lassen und aus dem Topf nehmen. Brühe durch ein Sieb gießen und aufbewahren.
Weich gekochtes Fleisch von Fett und Schwarte befreien (Ich nehme nur das magere Fleisch.), in Würfel schneiden und in einen Topf geben. Dazu kommen Karottenwürfel, Würfel von Gewürzgurken, feine Knoblauch-Würfel, Majoran, Kümmel, frisch gemahlener Pfeffer, Essig und Brühe. Alles nochmals kurz aufkochen. Der Fond muss sehr kräftig abgeschmeckt sein, damit die Sülze nach dem Erkalten ihren vollen Geschmack hat.
Um die Kugelform zu erhalten, habe ich Silikonformen für Eiskugeln/Getränke genommen und dort die Sülze sowie Brühe eingefüllt und im Kühlschrank festwerden lassen. Die restliche Sülze und Brühe habe ich in eine Schüssel gefüllt und ebenfalls im Kühlschrank fest werden lassen.
Tipp für die Sommermonate: Damit die Sülze fest wird und bleibt, etwas Gelatine entsprechen der Flüssigkeit zugeben.

Zutaten/ Meerrettich-Mayonnaise:
• 1 Glas Mayonnaise
• 1 Glas geriebenen Meerrettich

Zubereitung/Meerrettich-Mayonnaise:
Alle Zutaten gut miteinander vermischen und mit Salz abschmecken.

Afrika – Falafel mit Mango-Chutney

Rezepte für 4 Personen

Zutaten/Falafel:
• 200 g getrocknete Kichererbsen
• 1 rote Zwiebel
• 2 Knoblauchzehen
• 1 kleine Chili
• 1 Zitrone
• 1TL Salz
• 100 g Kichererbsenmehl
• ½ Bund Koriandergrün
• ½ Bund glatte Petersilie
• Gewürzmischung, gemahlen: Zwiebel, Knoblauch, Pfeffer, Kreuzkümmel, Paprika süß, Natron

Zubereitung/Falafel:
Die Kichererbsen in eine Schüssel füllen, Wasser auffüllen und über Nacht weichen lassen. Am nächsten Tag das Wasser abschütten und die Kichererbsen mit frischem Wasser kurz abspülen.
Zwiebel in Würfel schneiden, Knoblauchzehen in Würfel schneiden, Schale der Zitrone abreiben, einen EL Saft der Zitrone auspressen, Chili längs halbieren, Kerne entfernen und würfeln. Koriander und Petersilie waschen, Blättchen abzupfen.
Alle Zutaten in eine Küchenmaschine füllen und zu einer cremigen, homogenen Masse pürieren.
Mit dem Eisportionierer Masse entnehmen, mit nassen Händen zu Kugeln formen und 5 Minuten in heißem Fett frittieren.

Zutaten/Mango-Chutney:
• 1 Mango
• Frischer Ingwer, 2 cm
• 50 ml Orangensaft
• 30 ml Apfelessig
• 50 g brauner Zucker
• 1 EL Limettensaft
• 1 rote Chilischote
• 1 EL Senfkörner
• ½ TL Salz
• Minzblättchen

Zubereitung/Mango-Chutney:
Mango, Ingwer, Chili schälen, in Würfel schneiden bzw. fein hacken. Essig, Apfelsinensaft und braunen Zucker in einem Topf aufkochen, danach Hitze reduzieren. Rühren bis sich der Zucker auflöst. Alle weiteren Zutaten zufügen und 30 Minuten unter Rühren köcheln lassen. Das Chutney ist fertig, wenn die Masse eingedickt ist. Minzblättchen waschen und zur Masse geben.
In vorbereitet Gläser füllen und fest verschließen.

Australien – Kangaroo – Australian Bush Balls mit Kirsch-Senf-Chutney

Zutaten/Australian Bush Balls:
• 250 g Gehacktes aus Kängurufleisch
• 1 Ei
• 1 Zwiebel, fein gehackt
• 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
• 70 g Semmelbrösel
• etwas süße Sahne
• Salz
• Gewürzmischung, gemahlen: Koriander, Pfeffer, Piment, Senfkörner, Khumeli und Chimichurri

Zubereitung/Australian Bush Balls:
Zwiebel- und Knoblauchwürfel in etwas Butter blond anschwitzen und abkühlen lassen.
Gehacktes, Zwiebel- und Knoblauchwürfel, Ei, Semmelbrösel, etwas süße Sahne, Gewürze und Salz und eine Prise Zucker sehr gut vermischen. Daraus 60 g schwere Kugeln formen. Das geht am besten mit einem Eisportionier.
Anschließend im heißen Öl goldbraun frittieren.

Zutaten/ Kirsch-Senf-Chutney:
• 300 g Kirschen ohne Stein
• 1 rote Zwiebel
• 100 ml Rotwein
• 100 ml Himbeeressig
• 100 g Gelierzucker
• 2 EL Dijon-Senf
• Frischen Ingwer, geschält und in Würfel geschnitten, Limonenabrieb, Thymian, Salz, Pfeffer

Zubereitung/Kirsch-Senf-Chutney:
Zwiebel schälen in Würfel schneiden und in Butter blond schwitzen
Kirschen, Ingwer schälen, in Würfel schneiden bzw. fein hacken. Essig, Rotwein und Gelierzucker in einem Topf aufkochen, danach Hitze reduzieren. Rühren bis sich der Zucker auflöst. Alle weiteren Zutaten zufügen und 30 Minuten unter Rühren köcheln lassen. Das Chutney ist fertig, wenn die Masse eingedickt ist.
In vorbereitet Gläser füllen und fest verschließen.

Zutaten/Petersilien-Püree:
• 2 händevoll glatte Petersilie
• 2 händevoll Spinatblättchen
• 1 Schachtel Kresse
• 1 g Glice
• 1 EL Creme fraiche
• Öl
• Salz, Pfeffer

Zubereitung/Petersilien-Püree:
Kräuter in Salzwasser kurz blanchieren, in Eiswasser abschrecken und gut ausdrücken.
1 g Glice in warmen Öl auflösen, mit Creme fraiche und Gewürzen zu den Kräutern geben. Anschließend mit dem Zauberstab pürieren.
Petersilien-Püree auf dem Teller anrichten. Darauf kommt jeweils eine Kugel und ein Tupfer Chutney, Mayonnaise und süßsauer eingelegtes Gemüse.

Alle Komponenten des Gerichts auf einem Teller hübsch anrichten und genießen. Man kann natürlich auch jedes Gericht einzeln zubereiten und anrichten.

Guten Appetit!

Himmlisches Waldmeisterparfait mit köstlichen Beeren

Der Waldmeister, eine Würz-und Heilpflanze, ist mit seinen weißen Blüten eine typische Pflanze in unseren heimischen Laub-und Mischwäldern. In unseren Gärten ist die zarte Pflanze ebenfalls als bodenbedeckende Schönheit zu finden. Der Waldmeister blüht von Mitte April bis Anfang Mai und wird in dieser Zeit geerntet.

Man kennt den Waldmeister mit seinem lieblichen Geschmack aus Gerichten und Getränken wie beispielsweise der Maibowle, Eis, Brause, Götterspeise.

Um den Waldmeister genießen zu können, habe ich mir ein Rezept von Meinrad Neunkirchner- einem der großartigsten Köche, die es in Österreich je gegeben hat- ausgesucht. Mit seiner Kräuterküche und dem kreativen Umgang mit Aromen hatte er sich, der bei Eckhart Witzigmann einst sein Handwerk gelernt hat, einen Namen gemacht.

Das nachfolgende Rezept habe ich seinem Buch „So schmecken Wildpflanzen“, Verlag Löwenzahn Innsbruck, Seite 110 entnommen.

Rezept für 4 Personen

Zutaten für das Parfait:

• 4 Eigelb
• 100 g Puderzucker
• 3 EL klein geschnittenen Waldmeister, vor der Verwendung gefroren
• 2 cl weißer Rum
• 500 ml Sahne
• Butter für die Förmchen

Zutaten für die Sauerrahmsoße:

• 200 g Creme fraiche
• Saft von ½ Limette
• Puderzucker

Frische Beeren und Waldmeister zum Garnieren.

Zubereitung:

Für das Parfait Eigelb mit Staubzucker in einer Schüssel über Wasserdampf mit dem Schneebesen cremig aufschlagen. Abkühlen lassen und mit dem Mixer aufschlagen, weißen Rum und den Waldmeister zufügen. Anschließend die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben. Die Masse in vier gebutterte Förmchen füllen und mindestens 4 Stunden – besser über Nacht – im Gefrierfach gefrieren lassen.
Für die Sauerrahmsoße werden alle Zutaten miteinander verrührt.
Vor dem Anrichten die Förmchen kurz in heißes Wasser tauchen, eventuell das Eis vorsichtig mit dem Messer vom Rand lösen und auf Teller stürzen. Das Ganze mit Beeren, Sauerrahm und Waldmeister anrichten.

Guten Appetit!

Beeriger Sommertraum

Druck-Heidelbeertörtchen mit Rose.JPG

Der Sommer bietet im Juli rote, blaue, gelbe und grüne duftende Beeren in Hülle und Fülle. Farbenpracht wohin man schaut. Man kann jetzt aus dem Vollen schöpfen und  viele gesunde Vitamine naschen. Wohl dem, der ein kleines Gärtchen sein eigen nennt.  Also habe ich meinen kleinen, beerigen Sommertraum am vergangenen Sonntagvormittag zubereitet. Kekse, Beeren und Mascarpone waren  vorrätig und die anderen Zutaten sowieso. Die Zubereitungszeit hält sich in Grenzen, da die Köstlichkeiten nicht gebacken werden müssen. Gut gekühlt sind die kleinen Küchlein ein delikater Sommertraum. Am sonnigen Sonntagnachmittag zierten die Beerentörtchen unsere Kaffeetafel und mundeten gar köstlich.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

  • 250 g Mascarpone
  • 300 g TK-Heidelbeeren
  • 200 g Schokoladenkekse
  • 100 g Butter
  • 1 Päckchen Gelatine oder Agar Agar – ein pflanzliches Geliermittel
  • Frische Beeren, zum Beispiel Heidelbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren
  • Milch, Sahne, Zimt, Puderzucker, Minzblätter

 

Vier Anrichtringe – Durchmesser 8 Zentimeter – innen mit zerlassener Butter dünn bestreichen und auf einen Teller stellen. Kekse zerkrümeln, mit der zerlassenen Butter und etwas Zimt gut vermischen. Die Keksmasse wird auf die vier Ringe verteilt und gut festgedrückt. Kühl stellen.

Inzwischen werden die TK-Heidelbeeren aufgetaut und püriert. Mascarpone, etwas Puderzucker und die pürierten Heidelbeeren gut verrühren.  Gelatine oder Agar Agar nach Vorschrift auflösen und zur Heidelbeercreme geben. Ich habe Agar Agar verwendet. Dadurch bekommt die Füllung einen festen Stand. Die Förmchen vor dem Weiterverarbeiten im Kühlschrank eine Stunde kalt stellen.

Anschließend die Förmchen aus dem Kühlschrank nehmen. Verschiedene Beeren darauf verteilen. Klaren Tortenguß nach Vorschrift zubereiten und über die Beeren verteilen. Küchlein nochmals kurz in den Kühlschrank stellen damit der Tortenguß fest wird.

Mit einem Tupfer Sahne, Beeren und Minzblätter anrichten und einen Sommertraum langsam genießen.

 

Kiba-Eis-Kreation zum 2. Blog-Geburtstag – eiskalt und unwahrscheinlich köstlich

KIBA-Kirsch-Banane-Eis.JPG

 

Zum 2. Geburtstag meines Blogs „Esszimmerimpressionen“, habe ich mir für alle Leser eine kleine Überraschung ausgedacht! Genau heute vor zwei Jahren habe ich den ersten Beitrag in meinem „Esszimmer“ gepostet. Bis zum heutigen Tage waren es genau 100 Blogbeiträge, die ich hier veröffentlicht habe! Nun folgt zum Blog-Geburtstag der 101. Beitrag.

Seit nunmehr zwei Jahren schreibe ich hier regelmäßig Rezepte auf, bereite sie vorher in meiner Küche zu, setze sie mit der Kamera in Szene und veröffentliche sie hier. Mein Ziel ist es aus einfachen Gerichten das Beste zu machen. Dazu stehe ich mit Leidenschaft, Herz und Verstand an meinem heimischen Herd.

Während dieser Zeit habe ich bezüglich der Lebensmittel und dem Umgang mit ihnen sehr viel dazu gelernt. So lese ich beispielsweise über Obst, Gemüse, Kartoffeln, Reis, Nudeln und Fleisch etwas über deren Nährstoffe, Vitamine, Mineralien und schonende Zubereitung. Diese Erkenntnisse versuche ich in meine Rezepte einfließen zu lassen, um sie dann optimal in meiner Küche anzuwenden. Das klappt nicht immer, denn manchmal geht auch etwas schief. Aber dadurch lasse ich mich keineswegs beirren! Ein zweiter Versuch gelingt dann meistens besser!

Besondere Freude habe ich beim Anrichten – manchmal mit Pinzette – und Fotografieren meiner lukullischen Genüsse.  Neben meiner Malerei macht mir das Kochen und Backen sehr viel Spaß, denn man kann auch in diesem Metier seine Kreativität ausleben.

Und wie es so an Geburtstagen ist, habe ich mir eine kleine Köstlichkeit für den Geburtstagstisch in meinem Esszimmer ausgedacht und kredenzt. Ich hoffe, dass meinen Geburtstagsgästen die Kiba-Eis-Kreation munden wird.

 

Zutaten für das Kirschsorbet:

  • 300 g TK-Kirschen
  • 60 g Puderzucker
  • 150 ml Sahne
  • 1 Päckchen Vanillezucker

Zutaten für das Bananeneis:

  • 300 g Bananen
  • 60 g Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 200 ml Sahne
  • Zitronensaft

 

Zubereitung:

Das Päckchen TK-Sauerkirschen leicht antauen lassen und in einen hohen Behälter geben. Puderzucker, Vanillezucker und Sahne dazugeben und pürieren. Bis zum Anrichten eventuell noch in das Gefrierfach geben.

Die Schale von den Bananen entfernen, klein schneiden und in einen hohen Behälter geben. Dazu den Puderzucker, Vanillezucker, Sahne und etwas Zitronensaft einfüllen. Die Masse wird nun mit dem Mixstab cremig püriert. Anschließend in eine Eismaschine füllen und das köstliche Bananeneis  gefrieren lassen. Wer keine Eismaschine hat, kann das Bananeneis auch in einen metallenen Behälter füllen und in die Tiefkühlung geben. Hierbei muss jedoch öfter mal umgerührt werden, damit sich keine Eiskristalle bilden.

Beim Anrichten habe ich etwas geschlagene Sahne im Spritzbeutel auf einen Teller gegeben. Darauf habe ich zwei Kugeln Kirschsorbet und eine Kugel Bananeneis angerichtet. Meine Kiba-Eis-Kreation habe ich mit einigen frischen Kirschen, Bananenscheiben, gerösteten Mandelsplittern, Minze und einem Stängel Waldmeister gekrönt.

 

Maigrünes Tannenspitzensorbet mit rotem Erdbeercarpaccio

Druck-Tannenspitzeneis an Erdbeercarpaccio

Der Mai ist für mich immer wieder der schönste Monat im Jahr. Die Blätter an den Bäumen leuchten in ihrem frischen, saftigen Maigrün. Ein leichter Frühlingswind streift die Blätter und lässt sie ein wenig rascheln. Das Gras, die Blumen und die Kräuter sprießen in ihrer Vielfalt in den Gärten sowie in Wald und Flur. Die neuen Farben in der Natur sind nach dem Winter unverbraucht und scheinen wie frisch gewaschen. Es ist einfach eine Augenweide genau hinzusehen und die Farbenvielfalt auf sich wirken zu lassen.

Im Mai bekommen die Tannen und Fichten ihre neuen, noch weichen Triebe in einem ganz zarten Grün. Sie duften fantastisch gut. Bei einem kurzen Spaziergang habe ich einen kleinen Trieb gekostet. Sie schmecken leicht würzig und zitronig. Ich erinnerte mich vor längerer Zeit gelesen zu haben, dass man aus den jungen Trieben Eis oder Sorbet zaubern kann. Eine gute handvoll Triebe habe ich der Natur entlockt, um ein Eisrezept auszuprobieren.

Zu Hause habe ich ein Rezept für Tannenspitzen-Sorbet in dem Magazin „Konditorei & Cafe“ aus dem Jahre 2008 – dem führenden Fachmagazin für Konditoren und Patissiers – entdeckt. Ich war sehr gespannt, ob das Rezept gelingt und das Eis schmeckt. Das Eis wollte ich mit roten Erdbeeren, die ebenfalls ab Mai geerntet werden, ergänzen. Glücklicherweise bekam ich frisch geerntete, duftende Früchte aus dem Geiseltal – Das Geiseltal ist eine Landschaft in Sachsen-Anhalt westlich von Merseburg im Landkreis Saalekreis – auf einem Markt zu kaufen.

Wie einige von euch wissen, habe ich noch ein zweites Hobby, die Malerei. Bei diesem Hobby setze ich mich zum Beispiel mit der Wirkung der Farben auseinander. Dieses Wissen versuche ich auch bei der Wahl meiner Lebensmittel und einigen Kochkreationen anzuwenden. Das heißt ich wähle hin und wieder den Komplementärkontrast – Farben, die sich im Farbkreis nach dem Schweizer Johannes Itten gegenüber stehen – aus. Im Fall dieses Desserts sind es hauptsächlich die Farben Rot und Grün.

Und jetzt zeige ich euch wie ich das köstliche, außergewöhnliche Dessert gemacht habe!

Rezept für 4 Personen

 Zutaten für das Sorbet (Rezept aus dem Fachmagazin „Konditorei & Cafe“ 2008):

  • 200 g zarte Tannenspitzen
  • 400 ml Wasser
  • 200 g Zucker
  • 100 ml Zitronensaft

Weitere Zutaten, die ich ausgewählt habe:

  • 500 g Erdbeeren
  • 200 ml Sahne
  • Zucker
  • Puderzucker
  • Zitronenkuchen (Rührkuchen)
  • Pistazien

Zubereitung:

Die Tannenspitzen mit etwas Wasser und dem Zucker im Mixbecher sämig pürieren. Das restliche Wasser und den Zitronensaft dazu geben. Durch ein Haarsieb streichen. In der Eismaschine 15 bis 30 Minuten gefrieren.

Einen Anrichtring in eine mit Backpapier ausgekleidete Pfanne setzen. In den Ring Zucker einrieseln, goldgelb schmelzen und abkühlen lassen. Aufpassen, dass der Zucker nicht verbrennt.

Erdbeeren waschen und trocken tupfen. Einige Erdbeeren  mit Puderzucker pürieren. Die anderen Erdbeeren mit Hilfe eines Eischneiders in gleichmäßig dünne Stücke schneiden.  Sahne mit etwas Zucker steif schlagen. Kuchen in Scheiben schneiden. Mit Hilfe eines kleinen Ausstechers runde Plätzchen ausstechen, mit der geschlagenen Sahne füllen und mit Pistazien bestreuen.

Beim Anrichten zunächst etwas Erdbeerpüree auf dem Teller verteilen und darauf  geschnittene Erdbeeren anrichten. Ergänzt wird mein Dessert mit dem Tannenspitzensorbet, einem  Sahneküchlein, einigen Sahnetupfern, Tannenspitzen, Pistazien, Rosenblütenblättern und dem bernsteinfarbenen Zuckerblättchen.

Tipp: Die zarten Tannenspitzen nach Möglichkeit nur von einem Baum, der im Garten steht, pflücken. Nette Nachbarn oder Bekannte, die einen Garten haben, geben bestimmt ein paar Trieb ab.