Senfeier mit Kartoffel-Rosenkohl-Püree

Köstliche Senfeier mit Kartoffel-Rosenkohl-Püree

 

Gekochte Eier mit Senfsoße sind eine klassische Eierspeise der deutschen Küche, die vermutlich ursprünglich aus dem Norden Deutschlands stammt. Früher waren die Senfeier ein Arme-Leute-Essen. Seit dem 19. Jahrhundert ist dieses Rezept überliefert. Heute ist der Klassiker aber auch allemal ein köstliches Essen. Eine klare Empfehlung gibt es von mir für das bodenständige Gericht.

Zutaten für 4 Personen:

  • 8 Eier
  • 50 g Mehl
  • 50 g Butter
  • 1 Zwiebel
  • 250 ml Brühe
  • 50 ml Sahne
  • 100 ml Senf – ich nehme gerne den Born-Senf aus Erfurt
  • Zucker, Salz, Pfeffer, Zitronensaft
  • 1 kg mehlig kochende Kartoffeln
  • 100-200 g Butter
  • heiße Milch, Salz, Muskat, Rosenkohlblättchen
  • Kräuter, Cocktailtomaten, Kapernäpfel

Zubereitung:

Kartoffeln schälen, waschen in Stücke schneiden und etwa 20 Minuten kochen. Danach das Kochwasser abgießen und die Kartoffeln noch kurz ausdämpfen lassen. Kartoffeln stampfen, heiße Milch, Butter, Salz, frisch geriebenen Muskat dazugeben, alles gut verrühren und warm stellen. Kurz vor dem Servieren einige kurz in Salzwasser blanchierte Rosenkohlblättchen vorsichtig unter das Püree heben.

Die Eier zehn Minuten hart kochen. Man kann sie aber auch wachsweich zubereiten.

Für die Senfsoße eine Zwiebel schälen, in Würfel schneiden und in der Butter „blond“ anschwitzen. Die Zwiebelwürfel dürfen nicht braun werden. Dann das Mehl überstäuben und alles gut verrühren. Anschließend wird ¼ Liter Brühe aufgegossen, die Sahne dazugegeben und alles auf kleiner Flamme etwa fünf Minuten köcheln lassen. Die köchelnde Soße öfter umrühren. Mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Senf pikant abschmecken. Abschließend die Soße mit dem Mixstab pürieren und kurz vor dem Anrichten aufschäumen.

Die Cocktailtomaten in der Pfanne kurz in etwas Butter angehen lassen.

Das Kartoffel-Rosenkohl-Püree in einen Servierring geben, Soße und die halbierten Eier auf dem Teller verteilen. Mit Cocktailtomaten, Kapernäpfeln, Kräutern das einstige Arme-Leute-Essen hübsch anrichten und genießen.

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Grünes Bärlauch-Cremesüppchen mit gelben Rapsblüten

Bärlauchsuppe

„Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte; süße wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land.“ So befand einst Eduard Mörike, deutscher Lyriker des 19. Jahrhundert.

Es ist wieder Frühling und die Natur explodiert förmlich mit ihren wunderschönen Farben, Formen und Düften. Ich habe mir ganz bewusst Zeit genommen, um die Eindrücke dieses Wunders zu verfolgen und zu genießen.

In diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, einige meiner frühlingshaften Eindrücke auf Teller und Leinwand zu bringen. Diese Fülle von frischen Blüten und Kräutern regen meine Fantasie an, um verschiedene kleine Köstlichkeiten zu kreieren. Andererseits stelle ich mir die Farbenvielfalt der Blüten als gemaltes Aquarell wunderschön vor.
Auf diese Weise kann ich den Frühling ein wenig „konservieren“ und mich in der kalten Jahreszeit an die wunderschöne Jahreszeit erinnern.

Also habe ich gestern ein leckeres und cremiges Bärlauchsüppchen gekocht. Das Aquarell mit den leuchtend gelben Rapsblüten entsteht in den nächsten Tagen.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

200 g Bärlauch
1 handvoll Rapsblüten
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
4 Kartoffeln, mittelgroß, mehlig kochend
½ l Gemüsebrühe
200 ml Sahne
50 g Butter
Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung:

Zwiebel und Kartoffeln schälen, waschen und in Würfel schneiden. Die Knoblauchzehe ebenfalls in Würfel und den Bärlauch in Streifen schneiden.

Butter in einem Topf zerlassen und Zwiebelwürfel glasig dünsten. Knoblauch und Kartoffelwürfel zugeben und ebenfalls kurz andünsten. Brühe, Sahne auffüllen und alle Zutaten etwa 20 Minuten leise köcheln lassen bis sie gar sind.

Anschließend den Bärlauch zugeben. Nicht mehr kochen lassen, denn sonst behält der Bärlauch nicht seine schöne, grüne Farbe. Die Suppe mit dem Mixer cremig pürieren, eventuell noch etwas Brühe zugeben. Die Suppe mit etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Die Suppe in hübsche Suppentassen füllen. Mit einigen Bärlauchstreifen und Rapsblüten hübsch dekorieren. So kann man den Frühling kulinarisch und optisch wunderbar genießen!

 

 

 

Schwarze Nüsse & Kartoffeln aufs Brot

Schwarze Nüsse & Kartoffeln aufs Brot

Mein Kartoffel-Brotaufstrich ist äußerst schmackhaft, sättigend, gesund und durch seine Farbe hübsch anzusehen.

Aus violetten Kartoffeln, Schwarzen Nüssen und einigen anderen guten Zutaten habe ich einen pikanten Brotaufstrich gezaubert. Mein Kartoffel-Brotaufstrich ist äußerst schmackhaft, sättigend, gesund und durch seine Farbe hübsch anzusehen.

Der Brotaufstrich ist schnell zubereitet und auf geröstetem Ciabatta angerichtet, ist er eine kleine Köstlichkeit. Selbst gemacht schmeckt diese gesunde Alternative einfach besser!

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

  • 200 g violette Kartoffeln, z.B. Vitelotte
  • Ciabatta
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 1 kleiner Apfel
  • 1 gekochtes Ei
  • 2 EL Mayonnaise
  • 2 EL Frischkäse
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 EL Ducca, selbst gemacht – Zutaten: Walnusskerne, Kürbiskerne, Pinienkerne, Koriander, Sonnenblumenkerne, Schwarzer Sesam, Kreuzkümmel, Schwarzer Pfeffer, Zimt, Salz
  • 3 Schwarze Nüsse, selbst fermentiert
  • Geriebener, frischer Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe
  • Pfeffer, Salz

Zubereitung:

Kartoffeln waschen und mit der Schale 20 Minuten dämpfen, abkühlen lassen, schälen und durch die Kartoffelpresse drücken.

Zwiebel, Apfel und Schwarze Nüsse in sehr kleine Würfel schneiden und zu den Kartoffeln in eine Schüssel geben. Mayonnaise, Frischkäse, Zitronensaft, Olivenöl, Ingwer, gehackte Knoblauchzehe, Schwarze Nüsse und Ducca ebenfalls unter die Kartoffelmasse mischen. Mit einem Stabmixer alles gut pürieren.

Den Brotaufstrich mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Scheiben von Ciabatta abschneiden und in Olivenöl in einer Pfanne auf beiden Seiten anbraten. Brotaufstrich auf den knusprigen Brotscheiben verteilen und mit gekochtem Ei, einer Scheibe von der Schwarzen Nuss und Petersilie anrichten.

Nun steht dem Genuss eines pikanten, kreativen Brotaufstrichs nichts mehr im Wege.

Guten Appetit!

 

 

Mit Speck fängt man Mäuse

Speckmousse, Crostini, italienischer Landschincken

Speck kannte man bereits in der Antike und diente beispielsweise auch in späteren Epochen armen Leuten als deftiges, schmackhaftes  Lebensmittel.

In der Küche kann man den leckeren, würzigen Speck für viele herzhafte, bodenständige Gerichte verwenden. Speck gibt vielfältigsten Gerichten einen unnachahmlichen Geschmack. Wir kennen Frühstücksspeck mit Rührei, Speck in Scheiben auf  knusprigen Bauernbrot, gewürfelt in herzhaften Suppen oder Eintöpfen, an knusprigen Bratkartoffeln, Kartoffelsalat oder zum Umwickeln Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse oder Speck in geräucherter Wurst.

In meiner Küche verwende ich Speck – maßvoll eingesetzt – ebenfalls sehr gern. Auf meinen Streifzügen durch das World Wide Web entdeckte ich eine Vielfalt von weiteren Rezepten mit diesem Lebensmittel. So fanden Rezepte von Speckmousse und deren Verwendung meine besondere Aufmerksamkeit. Die Zubereitung ist denkbar einfach und sollte jedem gelingen.

Heute stelle ich diese kleine, kulinarische Delikatesse vor, die auf alle Fälle die Gaumen verzaubert.

Nach diesem Rezept habe ich die Mousse zubereitet. Die Speckmousse wickelte ich in italienischen Landschinken, richtete sie auf knusprigen Crostinis an und servierte sie mit Senf-Mayonnaise, Chilisoße und Schnittlauch. Mir werden mit Sicherheit noch weitere Anwendungsgebiete einfallen.

Also ran an den Speck!

Entenleber-Terrine auf Knoblauch-Crostini, Salatrio mit karamellisiertem Obst

Entenleberterine auf Knoblauchcrostinis an Salatrio mit karamelisiertem Obst

Heute, am letzten Tag des Jahres, möchte ich euch noch eine kleine, kalte Vorspeise zeigen. Man kann die kleinen Köstlichkeiten auch Appetithappen, Horsd‘ œ uvre, Entree, Appetizer oder Amusegueule nennen. Sie werden vielseitig als Suppe, Salat, Antipasti, Tarte, Häppchen, Fisch oder Fleisch einfach, kreativ, aber raffiniert zubereitet. Der erste Eindruck zählt, das ist mit Sicherheit kein Geheimnis und gilt auch beim Menü. Die Vorspeise soll die Neugier auf nachfolgende Gänge wecken und Lust auf den Genuss machen. Ich hoffe, dass ich bei meinem 3-Gänge-Menü  einen tollen ersten Eindruck hinterlassen kann.

Ich wünsche allen meinen Lesern einen guten Rutsch und einen tollen, kreativen Start in das neue Jahr. Möge Euch Freude und Gesundheit bei all Eurem Tun begleiten!

 

Rezept für 4 Personen

 

Zutaten für die Entenleberterrine:

300 g frische Entenleber

300 ml Milch

2 Schalotten

1 Apfel

30 g Butter

Zucker

Cognac, Madeira, Portwein

Thymian, Salz, Pfeffer

 

Zutaten für den Salat:

1 Salatrio – eine Neuzüchtung von Lollo Rosso, Lollo Bionda und Eichblattsalat in einem Kopf

4 EL Olivenöl

3 EL Apfelessig

Pikanter Senf, flüssiger Honig, Salz, Pfeffer

 

Zutaten für das karamellisierte Obst:

Birnen, Pflaumen oder anderes Obst nach Wahl, Zucker

 

Weitere Zutaten:

1 Ciabatta

1 Knoblauchzehe

Olivenöl

Grobes Meersalz

 

Entenleber von Sehnen und Fett befreien, abspülen, trocken tupfen. Milch erwärmen und etwas Salz darin auflösen. Die vorbereitete Leber in die Milch geben und über Nacht darin ziehen lassen.

Apfel schälen, entkernen und Schalotten in feine Würfel schneiden. Thymianblättchen nach dem Waschen abzupfen und klein hacken.

Die Leber trocken tupfen und in Stücke schneiden. Butter in einer Pfanne erhitzen und einen Esslöffel Zucker hineingeben. Die Leberstücke darin etwas karamellisieren und bräunen lassen. Leber herausnehmen und beiseite stellen.

Dann werden in die Pfanne noch 2 EL Butter gegeben und die Thymian-Blättchen sowie die Schalotten- und Apfelwürfel für 5 Minuten bei mittlerer Hitze gedünstet. Nun wird die Entenleber  dazu gegeben und etwa 5 Minuten weiter gedünstet. Die Mischung wird mit Salz, Pfeffer und etwas Cognac, Madeira und Portwein abgeschmeckt.

Die Lebermasse in einem Mixer sehr fein pürieren und gleichzeitig etwas geschmolzene Butter in die Mischung geben. Die Terrine in Gläser abfüllen und zugedeckt etwa 2 Stunden im Kühlschrank erkalten und fest werden lassen.

Obst waschen und in Stücke schneiden. In einer Pfanne Zucker schmelzen und unter Rühren goldgelb werden lassen. Mit wenig Weißwein ablöschen. Wenn sich der Zucker vollständig  aufgelöst hat, können die Obststücke dazu gegeben und karamellisiert werden.

Salat waschen und trocken schleudern. Aus Olivenöl, Apfelessig, pikantem Senf, flüssigem Honig, Salz und Pfeffer ein Dressing mixen. Damit der Salat knackig bleibt erst kurz vor dem Anrichten Salat und Dressing mischen.

Ciabatta in Scheiben schneiden, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, mit Olivenöl beträufeln und im Ofen etwa 5 Minuten bei 100° C knusprig rösten. Die Scheiben aus dem Backofen nehmen, kurz abkühlen lassen und mit einer Knoblauchzehe abreiben.

Crostinis mit Entenleber-Terrine, mariniertem Salat, karamellisierten und frischen Früchten dekorativ auf einem Teller anrichten und sich die kleine Köstlichkeit schmecken lassen.

Guten Appetit!

Knusprig frittierte Eier und köstlicher Kartoffel-Möhren-Salat

Frittierte Eier und Möhren-Kartoffel-Salat

Eine runde Sache sind die knusprig frittierten Eier. Außen goldgelb und innen wachsweich werden die Eier zu einer kleinen Köstlichkeit. Dazu passt sehr gut ein bunter Kartoffelsalat aus verschiedenfarbigen Kartoffeln und Möhren. Mit einem pikanten Dressing wird der Kartoffelsalat sehr lecker und schön saftig. Angerichtet habe ich den Salat in einem Servierring. Ein knuspriges Ei habe ich in der Mitte durchgeschnitten. So bekommt man sofort die cremige Konsistenz  unter der knusprigen  Hülle zu sehen. Ringsherum habe ich ein wenig Petersilien-Öl mit dem Löffel geträufelt. Das Arrangement anschließend noch mit einigen Petersilienblättchen und Borretschblüten  krönen.

 

Rezept für vier Personen

 

 Zutaten für den Kartoffelsalat:

  • 300 g blaue Kartoffeln
  • 300 g festkochende Kartoffeln
  • 300 g Möhren
  • 100 ml Kräuteressig
  • 150 ml Olivenöl
  • 1E L Dijon-Senf
  • 1 Knoblauchzehen
  • 1 kleine Zwiebel
  • Speck, ausgelassen
  • Salz, Pfeffer
  • Petersilie, Dill, wer mag etwas Koriander

 

Zutaten für die Eier:

  • 8 Eier
  • 100 g Pankomehl
  • 100 g Semmelmehl
  • 50 g Mehl
  • 2 Eier
  • Salz, Pfeffer
  • Kurkuma
  • Öl zum Frittieren

 

Zutaten für das Petersilien-Öl:

  • 1 Bund Petersilie
  • 100 ml Olivenöl
  • Salz

 

Zubereitung des Kartoffelsalats:

Festkochende Kartoffeln in der Schale kochen, Möhren schälen und ebenfalls kochen, abgießen und auf der ausgeschalteten Herdplatte ausdämpfen lassen. Nach dem Abkühlen werden die Kartoffeln und die Möhren in kleine, feine Würfel geschnitten.

Aus Essig, Öl, Senf, Knoblauch, Zwiebeln und ausgelassenem Speck eine Marinade zubereiten und gut in einem Schraubglas schütteln und über den Salat geben. Gehackte Kräuter zufügen und gut durchziehen lassen.

Tipp: Wenn man die blauen Kartoffeln in der Schale dämpft und nicht kocht, behalten sie ihre schöne blaue Farbe.

 

Zubereitung der Eier:

Die 8 Eier werden 5 Minuten gekocht, abgeschreckt und anschließend geschält. Die restlichen 2 Eier in einer Schüssel mit Salz und Pfeffer verquirlen. Panko-und Semmelmehl, etwas Kurkuma in einer Schüssel mischen. Das Mehl ebenfalls in eine andere Schüssel geben.

Öl in einen kleinen Topf geben und erhitzen. Die gekochten, abgekühlten Eier in Mehl wenden, in die Eiermasse geben und anschließend in den Semmelbröseln wälzen. Die panierten Eier 4 Minuten im Frittieröl goldgelb ausbacken und auf Küchenpapier abtropfen lassen und warm halten.

 

Zubereitung des Petersilien-Öls:

Petersilie waschen, trocken schütteln und  kurz in kochendem Wasser blanchieren. Anschließend die Petersilie mit Öl und Salz im Mixer fein pürieren.

 

Guten Appetit!

 

 

 

 

Brisoletten auf Zwiebelkartoffeln

 

Bouletten und Zwiebelkartoffeln .JPG

Heute widme ich mich mit meinem Gericht insbesondere der Kartoffel.  Es braucht schon viel Fantasie diese kleine, runde Knolle schmackhaft und immer wieder anders auf den Tisch zu bringen.

Außer Salzkartoffeln, Bratkartoffeln, Kartoffelsalat, Klöße und Kartoffelpüree gibt es unzählige Möglichkeiten die Kartoffel auf dem Teller in Szene zu setzen. Für mich sind auch die vielen Kartoffelsorten, ob gelb, rotschalig, blau, alte, bewährte Sorten oder Neuzüchtungen mit ihren unterschiedlichen Geschmäckern äußerst interessant. Leider wird man vor Ort nicht immer fündig, wenn man auf der Suche nach einer bestimmten Kartoffelsorte in den Supermarkt geht. In Zeiten des Internets ist es aber keine Hürde auch kleine Mengen einer oder mehrerer Kartoffelsorten bei Hofbauern zu kaufen.

Bereits im Reich der Inkas fand die Kartoffel mit vielen Sorten ihre Verwendung. Vor einigen hundert Jahren fand die Kartoffel auch ihren Weg nach Europa. Hier wurde sie lange als Zierpflanze auf Schlössern und Burgen angebaut. Heute wollen wir die Kartoffel in unserem Leben nicht mehr missen. Gesund und mit vielen Nährstoffen sowie wenigen Kalorien ist sie auf unseren Tellern immer wieder willkommen!

 

Für 4 Personen

Zutaten für die Zwiebelkartoffeln:

  • 600 g Kartoffeln
  • 3 große Zwiebeln, 1 kleine Zwiebel
  • 50 g Butter
  • 20 g Mehl
  • 200 ml Brühe
  • 200 ml Milch
  • Salz, Pfeffer, Schnittlauch

Zutaten für die Bouletten:

  • 500 g Gehacktes
  • 3 EL Semmelbrösel für das Gehacktes
  • 4 EL süße Sahne
  • 1 Zwiebel
  • 1 Ei
  • Pfeffer, Salz, Hackfleischgewürz mit Piment, Koriander, Nelken, Muskat, Zimt
  • Semmelmehl für die Panade
  • Öl zum Braten
  • Butter zum Braten

 

Zubereitung der Zwiebelkartoffel:

Kartoffeln in Salzwasser etwa zwanzig Minuten garen, abschälen und die Kartoffeln in dünne Scheiben schneiden. Die Butter in einer Pfanne schmelzen, die Zwiebelwürfel anschwitzen, das Mehl überstäuben und gut verrühren. Milch und Brühe dazu geben und kurz aufkochen lassen. Die Kartoffelscheiben in der Soße durchziehen lassen und mit Salz, Pfeffer und Schnittlauch abschmecken.

Zubereitung der Brisoletten:

Eine kleine Zwiebel in Würfel schneiden, in etwas Butter goldgelb anschwitzen. Gedünstete Zwiebelwürfel zum Gehackten geben und mit Ei, Sahne, den Semmelbröseln und Gewürzen gut mischen. Daraus kleine Brisoletten formen und in Semmelbrösel wälzen. Im heißen Öl, dem ich etwas Butter zugesetzt habe, wurden sie bei mittlerer Hitze goldgelb braten. Die Brisoletten während des Bratvorgangs soufflieren, das heißt immer wieder mit dem Öl-Butter-Gemisch beträufeln. So werden die Brisoletten super köstlich!

Angerichtet habe ich die Brisoletten mit Gewürzgurkenwürfelchen und Rote-Bete-Creme auf den Zwiebelkartoffeln. Kresse, Borretschblüten und ein Mangosößchen runden mein Gericht ab. Für die Mangoße habe ich frische Mango püriert und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.  Guten Appetit!

Cremiges Kartoffelsüppchen von der blauen „Bleue de la Manche“

 

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Kartoffelsorten gibt`s ja viele und zwar festkochende, mehlige, köstliche, Landsorten, Gourmetkartoffeln, Standardsorten, blaue, gelbe, rote, nussig schmeckende, alte Sorten, Neuzüchtungen, Kartoffelraritäten, seltene Sorten und viele andere mehr.

Man kann sie kochen, braten oder als Püree, Auflauf, Kloß, Salat auf die vielfältigste Art zubereiten. Reich an Nährstoffen ist sie schmackhaft, sättigend und preiswert. Kurzum die Kartoffel ist aus unserem Speiseplan nicht mehr wegzudenken.

Von einem Kartoffelhof mit über hundertjähriger Tradition habe ich mir die blaue „Bleue de la Blanche“ bestellt. Die seltene Sorte kam im 16. Jahrhundert nach Europa. Im Norden Frankreichs, der Normandie,  wurde sie seither kultiviert, geriet in Vergessenheit und wird heute wieder angebaut. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass diese Kartoffel äußerst köstlich und cremig ist.   Daraus habe ich ein leckeres Kartoffelsüppchen gezaubert.

 

Rezept für zwei Personen

Zutaten für die Suppe:

300 g blaue Kartoffeln

1 rote Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 Stück frischen Ingwer, etwa 1 Zentimeter

50 g fetten Speck

300 ml Gemüsefond

50 ml Sahne

Einige Tropfen Zitronensaft

Etwas Butter

Majoran, Muskat, Lorbeerblatt, Salz, Pfeffer, Zucker, Ducca- eine geröstete Nuss-Gewürzmischung

 

Zutaten für die Crostinis:

1 Baguette

50 g Gorgonzola

Frische Birnenscheiben

Kräuter

 

Zubereitung:

Speck klein schneiden, Zwiebel und  abziehen und würfeln, Kartoffeln schälen und ebenfalls in Würfel schneiden. Ingwer und Knoblauch schälen.

Eine Kartoffel schälen, in Scheiben schneiden, mit Olivenöl bestreichen, mit grobem Salz bestreuen und bei 180 °C etwa 10 Minuten knusprig backen.

Etwas Butter in einen Topf geben und zerlassen. Darin die Speckwürfel glasig auslassen und Zwiebel kurz dünsten. Kartoffelstücke im Zwiebel-Speckgemisch fünf Minuten braten und den Majoran kurz dünsten.  Anschließend den Fond, die Sahne, das Lorbeerblatt, geriebenen Ingwer, geriebenen Knoblauch zugeben und die Suppe etwa 20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.  Die Suppe pürieren und mit  Salz, Pfeffer, Zucker, Muskat und einigen Tropen Zitronensaft abschmecken.

Milchschaum zubereiten.

Baguette in Scheiben schneiden, mit Olivenöl beträufeln und im Ofen bei etwa 100 °C auf Backpapier in etwa 5 bis 8 Minuten rösten. Aufpassen, denn die dünnen Scheiben werden schnell zu braun. Crostinis abkühlen lassen. Mit etwas Gorgonzola, frischen Birnenstücken und Kräutern anrichten.

Die Suppe habe ich mit Ducca bestreut und etwas Milchschaum gekrönt. Dazu die Käse-Birnen-Crostinis anrichten und mit Kräutern garnieren. Köstlich!

 

Austernseitlinge im Burger mit Barbecue-Soße

Burger mit Austernseitling und Barbecue-Sauce

So, nun bin ich wieder da und werde mich wieder dem Kochen widmen. Meine zweite Leidenschaft, das Malen, hatte mich in den letzten Wochen sehr in Anspruch genommen. Neben der Malerei habe ich eine Ausstellung einschließlich Vernissage im Bestehornhaus Aschersleben vorbereitet. In Einzelausstellungen konnten wir Schwestern in den letzten Jahren die Bilder beispielsweise in Halle, Leipzig, Greiz, Naumburg, Weißenfels, Karlsruhe, Freyburg und Frankfurt/Main zeigen. Mit meinen zwei malenden, kreativen Schwestern haben wir erstmals eine gemeinsame Ausstellung gestaltet. Ein tolles Erlebnis, welches lange im Gedächtnis bleiben wird.

Herbstzeit ist Pilzsammelzeit.

Schon als Kind war ich in den Wäldern südlich von Berlin eine emsige Pilzsucherin. Jedes Jahr in den Ferien waren meine Geschwister und ich bei den Großeltern. Eine schöne Zeit, an die ich heute noch gern zurückdenke. Einige hundert Meter vom kleinen Bauerngehöft der Großeltern entfernt begann der Wald. Zur Pilzzeit bekamen wir vom Großvater morgens kleine Spankörbe in die Hand gedrückt und los ging`s. Großvater hat uns gelehrt wo man suchen muss und welche Pilzsorten essbar sind.  Die typischen trockenen Sandböden der Wälder, die einen Baumbestand aus überwiegend Kiefern hatten, ließen Unmengen von Pfifferlingen sprießen. Den holzigen, harzigen und frischen Geruch dieser Wälder kann ich noch heute aus meinem Gedächtnis abrufen. Natürlich fanden wir auch Steinpilze, Maronen, Birkenpilze und andere Sorten. Die Liebe zum Sammeln, Putzen und Zubereiten  von Pilzen wurde damals in frühen Kindertagen geweckt und hält bis heute an.

Heute stelle ich  ein Rezept vor, bei dem ich Austernseitlinge aus regionaler Zucht verwendet habe.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

  • 500 g Austernseitlinge
  • 1 Zwiebel
  • 100 g Bacon
  • 2 EL Öl
  • 200 g SalaRico-Salat – eine Kreuzung aus Eisberg- und Römersalat
  • 4 Bauernbrötchen
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Schwarzbier
  • 2 EL Balsamico-Creme
  • 2 EL Ketchup
  • 2 EL Senf
  • Pflaumenarmelade

 

Zubereitung:

Austernseitlinge putzen, in  Streifen schneiden, im heißen Öl anbraten und zehn Minuten dünsten.

Inzwischen die Barbecue-Soße zubereiten. Dafür die Zwiebel in kleine Würfel schneiden, in einen Topf mit etwas Öl geben  und goldgelb dünsten.  Anschließend die Gemüsebrühe und das Schwarzbier auffüllen und fünf Minuten köcheln lassen. Balsamico-Creme, Ketchup und Senf dazu geben. Die Soße nochmals kurz köcheln lassen, eventuell etwas reduzieren lassen und mit dem Mixstab cremig mixen. Mit Pflaumenmarmelade abschmecken.

Baconstreifen in etwas Öl knusprig braten und auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

Salat waschen, trocken schleudern und in Streifen schneiden.

Die gebratenen Austernseitlinge mit der cremigen Soße mischen.

Bauernbrötchen aufschneiden. Salatstreifen und die Pilze in BBQ-Soße auf der unteren Brötchenhälfte verteilen. Darauf gehört der knusprige Bacon und die andere Hälfte des Brötchens.

Eine leckere Variante für einen köstlichen und herzhaften Burger.

 

Rote-Bete-Risotto mit Ziegenkäse und Zimt-Ducca von der Schweizer Sterneköchin Tanja Grandits

Rote-Bete-Risotto mit Ziegenkäse und Zimt-Ducca.JPG

Die Schweizer Zwei-Sterne-Köchin Tanja Grandits erkochte sich mit ihrem Team 18 Gault-Millau-Punkte. Sie wurde vom „Guide Michelin“, dem weltweit renommierten Restaurantführer,  mit dem „2017 Michelin Switzerland Female Chef Award“ ausgezeichnet. Ihre Gerichte bestechen durch äußerst reizvolle Farbkontraste, Hauptfarben je Gericht sowie  Hauptaromen. Bei ihren Kochkünsten dreht sich alles um Farben, Gewürze und Kräuter. So werden Lebensmittel mit gleichen Farben zur raffinierten Arrangements vereint.

Zimt-Ducca ist eine köstliche, äthopische Gewürzmischung, die man sehr vielseitig verwenden kann. Zum Beispiel findet Ducca als Gewürz oder als Panade für Fleisch, Hackfleisch, Geflügel und Fisch Verwendung. Äußerst köstlich!

Tanja Grandits Rote-Bete-Risotto mit Ziegenkäse und Zimt-Ducca habe ich nachgekocht und finde, dass es ein sehr köstliches Gericht ist. Ich werde es wieder einmal zubereiten!

Ein Rezept der Sterneköchin Tanja Grandits aus dem „Restaurant Stucki“ in Basel.

Quelle: Worldsoffod

 

Zutaten für 2 Personen

 

Zutaten für das Rote-Bete-Risotto:

1 Rote Bete, vorgegart

2 Schalotten, gewürfelt

2 EL Olivenöl

250 g Risotto-Reis

1 Lorbeerblatt

100 ml Weißwein

50 ml Rote-Beete-Saft

500 ml Gemüsefond

40 g Butter

50 g Ziegenkäse, zerbröselt

Salz, schwarzer Pfeffer

Rote-Bete-Kresse

 

Zutaten für Zimt-Ducca:

8 EL Sesam

4 EL Koriander

2 EL Kreuzkümmel

1 TL schwarzer Pfeffer

6 EL Haselnüsse

½ TL Zimt

2 EL Fleur de Sel

 

Zubereitung:

Rote Bete in gleichmäßig große Würfel schneiden. Schalotten ebenfalls in feine Würfel schneiden und in Butter glasig dünsten. Risotto-Reis zugeben, umrühren und den Reis bei mittlerer Hitze glasig werden lassen. Den Reis mit Wein ablöschen und einköcheln lassen. Nach und nach den Fond aufgießen bis die Flüssigkeit fast gänzlich aufgesogen ist. Den Reis bei diesem Vorgang ständig umrühren. Das Risotto ist nach etwa 12-15 Minuten bissfest und fertig.

Sesam, Koriander, Kreuzkümmel, gemörserter schwarzer Pfeffer und Haselnüsse in einer Pfanne ohne Öl leicht rösten und mit den anderen Zutaten für das Zimt-Ducca vermischen.

Rote-Bete-Würfel, Butter, ein Drittel des Ziegenkäse unter den Reis heben und mit Salz und gemörsertem schwarzem Pfeffer abschmecken.

Risotto in tiefen Tellern anrichten mit dem restlichen Ziegenkäse und dem einzigartigen Zimt-Ducca bestreuen. Das Gericht mit der Rote-Bete-Kresse garnieren und das himmlische Gericht genießen.

Ganz besonders Spaß gemacht hat es mir Ton in Ton zu kochen, da ich ja auch in meinem anderen Hobby leidenschaftlich gern mit Farben umgehe. Von Zeit zu Zeit nehme ich Pinsel und Farbe zur Hand und kreiere Neues auf Aquarellpapier und Leinwand.

Mit Sicherheit werde ich weitere farbintensive Gerichte von Tanja Grandits ausprobieren, denn es macht Spaß so farbenfroh zu kochen.