Thüringer Rotwurst, Kürbispüree und Apfel im Glas

Kürbispüree, Thüringer Blutwurst, Apfelscheibe, geslazene Sahne, Majoran, Kürbiskerne.JPG

Die Thüringer Rotwurst nennt man so wegen ihres außerordentlichen Geschmacks. Ihre jahrhundertealte Tradition mit überlieferten Rezepturen hat sie weithin bekannt gemacht.

Die Rotwurst hat einen herzhaften, würzigen Geschmack und schmeckt hervorragend auf frisch gebackenem knusprigen Brot. Aber auch in der Pfanne erwärmt ist die „Königin der Blutwürste“ eine kulinarische Gaumenfreude. Durch die geografische Nähe meines Zuhauses zu Thüringen sind mir die Wurstwaren mit dem unnachahmlichen Geschmack natürlich bestens bekannt. Sehr gern werden sie in meiner Familie verspeist.

Die Blutwurst habe ich in der Pfanne gebraten und mit Kürbispüree, in Butter gebratener Apfelscheibe, frischem Majoran, gerösteten Kürbiskernen im Glas angerichtet. Ein Klecks frische Sahne krönt meine kleine Vorspeise.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

• 1 kleiner Hokkaido-Kürbis
• 150 g Thüringer Rotwurst
• 1 Apfel
• 2 cm frischer Ingwer
• 70 g Butter
• 200 ml Milch
• 200 ml Sahne
• Frischer Majoran
• Kürbiskerne, Pfeffer, Salz, Muskat

Zubereitung:

Kürbis waschen und das Innere auslösen. Den Kürbis und den geschälten Ingwer in Würfel schneiden und 20 Minuten in Salzwasser weichkochen. Danach die Kürbiswürfel abgießen, heiße Milch und Butter zufügen und ein cremiges Püree zubereiten. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Thüringer Rotwurst von der Schale befreien, in Scheiben schneiden, in etwas Butter von beiden Seiten braten. Apfel waschen, Kerngehäuse entfernen, in Scheiben schneiden und von beiden Seiten in etwas Butter dünsten. Sahne mit einer Prise Salz steif schlagen. Kürbiskerne ohne Fett kurz in einer Pfanne rösten.

Beim Anrichten zunächst die gebratene Blutwurst in das Glas füllen. Darauf das Kürbispüree und die Apfelscheibe verteilen. Zwischen den einzelnen Schichten beim Anrichten einige Blättchen frischen Majoran verteilen. Den Abschluss bildet die mit einer Prise Salz steif geschlagene Sahne. Obenauf einige geröstete Kürbiskerne verteilen.

Guten Appetit!

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Das Beste vom Huhn gefüllt mit Schwarzen Nüssen auf Fenchelpüree

Das Beste vom Huhn gefuellt mit Schwarzen Nuessen auf Fenchelpueree

Huhn oder Ei – Was war wohl zuerst da? Bereits in der Antike wurde diese philosophische Frage besprochen. Evolutionsforscher sind sich jedoch heute einig, dass zuerst das Ei da war!

Hühner und deren Legeprodukte sind mir seit meiner Kindheit vertraut. Meine Großeltern hatten einen kleinen Bauernhof mit vielen verschiedenen Tieren. Dazu gehörten natürlich auch Hühner. Es war als Kind sehr spannend mit der Oma in den Hühnerstall zu gehen, um die eben gelegten Eier in einem Korb einzusammeln. Aufgeregt unter lautem Gegacker stoben die Hühner auseinander. Nun fiel das Einsammeln der Eier ziemlich leicht. Am nächsten Tag wurde daraus appetitliches Rührei mit Speck und Zwiebeln gezaubert. Dazu gab es Kartoffeln und Gurkensalat.

Sonntags – ich erinnere mich gut – gab es hin und wieder etwas Leckeres aus einem Federvieh. Ein Huhn wurde geschlachtet und Oma bereitete daraus eine aromatische Suppe mit selbst gemachten Nudeln zu. Den köstlichen Duft der dampfenden Nudelsuppe habe ich heute noch in meinem Gedächtnis und koche gern ab und zu diese überlieferte Hühnersuppe.

Für mein heutiges Rezept habe ich Hühnerfleisch, Eier, Fenchel, Champignons und Schwarze Nüsse verwendet.

Rezept für 10 Personen

Zutaten:

• 5 frische französische Maishähnchen
• 5 Knollen Fenchel
• 1 kg Champignons
• 30 Stück Schwarze Nüsse
• 10 Stück gekochte Eier
• 100 ml Rapsöl
• 30 ml Fenchelöl
• 150 ml Madeira
• 300 ml Pilzfond
• 10 ml Apfelessig
• 30 ml Tannenhonig
• 2 Lorbeerblätter
• 1 Zwiebel
• Salz, schwarzer Pfeffer, Fenchelsamen, Fenchelgrün, Szechuanpfeffer
• 30 g Ducca (Selbst geröstet und gemörsert in einer fettfreien Pfanne aus Walnusskernen, Kürbiskernen, Pinienkernen, Sonnenblumenkernen, Schwarzem Sesam, Kreuzkümmel, Koriander, Schwarzem Pfeffer, Zimt, Salz.)

Zubereitung:

Zunächst 10 Hühnereier in 10 Minuten fest kochen, abkühlen lassen und schälen.

Fenchel schälen in Würfel schneiden und in Salzwasser mit den Lorbeerblättern etwa 10 Minuten garen. Den Fenchel abgießen, ausdampfen lassen und die Masse in einen Mixbecher füllen. Mit dem Mixstab alles zu einem feinen Püree mixen und mit Apfelessig, Tannenhonig, Salz und Szechuanpfeffer abschmecken. Püree durch ein feines Sieb streichen. Fenchelsamen in einer Pfanne ohne Fett kurz rösten und ganz fein mörsern und das Püree damit abschmecken und warmhalten.
Etwas Fenchel in Scheiben hobeln, salzen und in etwas Öl von beiden Seiten goldbraun anbraten und warmhalten.

Champignons putzen und in feine Scheiben schneiden. Zwiebel in feine Würfel schneiden und in Butter glasig braten. Pilze dazu geben und mitbraten. Einige Scheiben von den Pilzen beiseitelegen und warmhalten. Die werden beim Anrichten benötigt. Die Champignons mit Madeira ablöschen, den Pilzfond aufgießen, mit Ducca würzen, die Soße einkochen lassen und durch ein feines Sieb geben. Soße mit kalter Butter montieren und nochmals mit Salz und Szechuan-Pfeffer abschmecken und warmhalten.

Das Supreme vom Maishähnchen ist ein typisch französischer Zuschnitt aus dem Brustfleisch des Hähnchens mit dem oberen Flügelknochen. Ich habe das Hühnchenbrustfilet allerdings ohne Knochen zugeschnitten. Das saftig köstliche Fleisch eignet sich sehr gut zum Zubereiten in kurzer Zeit, besonders auch für mehrere Personen. Aus den übrigen Teilen der Hähnchen lässt sich später ein wunderbares Ragout zubereiten.

Die Hähnchenbrustfilets an der langen Seite horizontal einschneiden, aufklappen, in einen Gefrierbeutel geben, plattieren, salzen und pfeffern. Schwarze Nüsse in feine Würfel schneiden und auf das Filet geben. Darauf wird das gekochte Ei platziert. Filets vorsichtig von der Längsseite her aufrollen und mit einer Rouladennadel befestigen und außen ebenfalls pfeffern und salzen. Die Rouladen von allen Seiten knusprig im Öl anbraten. Anschließend kommen die Rouladen auf ein Backblech und werden im vorgeizten Ofen bei 150° C etwa 15 Minuten fertig gegart. Vor dem Servieren und Anschneiden einige Minuten ruhen lassen.

Die fertigen Hähnchenbrustfilets – für eine Person habe ich ½ Brustfilet gerechnet – mit einem scharfen Messer in gleichmäßige Scheiben schneiden und auf dem Fenchelpüree anrichten. Gebratene Fenchelscheiben neben dem Püree verteilen. Die Pilzsoße auf dem Teller verteilen und mit gebratenen Pilzscheiben dekorieren.

Frisches Fenchelgrün, einige Tropen selbst gemachtes Fenchelöl und einige Blüten vervollkommnen das Gericht.

Saint Agur Award 2018 des „BEEF-Kochmagazin – Männer kochen anders“ in Hamburg


„Wollten Sie Ihr Rezept schon immer mal in der BEEF! sehen?“ titelte vor einigen Wochen die BEEF-Redaktion von Gruner+Jahr GmbH, einem der größten Verlagshäuser Europas in Hamburg.

Diese Herausforderung wollte ich gerne annehmen! Vorgegeben war nur eine Zutat, nämlich Saint Agur ein cremiger, feinwürziger Blauschimmel-Käse aus Frankreich. Anschließend begann die Kopfarbeit und ich tüftelte, probierte, verwarf, dachte erneut tagelang nach.

Letztendlich war meine Kreation „Steak mit cremigen Saint Agur/Möhren-Speck-Kartoffel-Salat/ Petersilien-Pesto/Pflaumen-Chutney mit Kaffee/Rauchnote“ fertig und es ging an den Kochtopf! Nachdem ich gebrutzelt und gesotten hatte, setzte ich mein Gericht fototechnisch in Szene und reichte Rezept und Foto beim Verlag ein.

Als Einsendeschluss war der 31. Mai 2018 vorgegeben. Täglich sah ich mir die eingereichten Fotos der Teilnehmer an. Schlussendlich hatten sich bundesweit 65 kreative Hobbyköche beteiligt. Der Einsendeschluss war vorbei und die Spannung stieg! Die Redaktion teilte mir eines Tages mit, dass ich mit anderen zwei Gewinnern nach Hamburg in die Versuchsküche eingeladen bin, um mein Gericht im Life-Cooking vor Ort zu kochen.

Meine Aufregung  und Begeisterung über diese Einladung war riesig!

Am 23.06.2018 setzte wir  uns – meine Tochter Dörthe und ich – in den Zug und los ging die Reise nach Hamburg. Anreise und Übernachtung in St. Paulis Lifestyle-Hotel „Empire Riverside Hotel“ in der Nähe der Hamburger Landungsbrücken einschließlich Frühstück gehörten ebenfalls zum Preis. Nach einer problemlosen, vierstündigen Zugfahrt checkte ich mit meiner Tochter im 4-Sterne-Hotel ein. Nach einer kurzen Ruhephase visualisierte ich das Kommende.

Gegen 17 Uhr wurden wir drei Gewinner von Taxis abgeholt und fuhren in das Verlagshaus. Freundlich wurden wir vom Team begrüßt und in die Küche geleitet. Nach einer kurzen Einweisung, jeder hatte seinen eigenen Herd, bereiteten wir unsere Gerichte in 90 Minuten zu. Der Adrenalinspiegel stieg an und wir hatten sozusagen alle Hände voll zu tun!

Die Jury bewerte jedes der drei Gerichte und vergab die Plätze 1 bis 3 im Wettbewerb. Beim anschließenden Food-Fotoshooting wurden die Ergebnisse in Szene gesetzt. In diesem großartigen Finale konnte ich den 2. Platz erringen und war überglücklich!
Es war ein so toller Abend mit netten, freundlichen und kreativen Menschen, der mir lange in Erinnerung bleiben wird!

Im August werden unsere Rezepte mit Fotos im Magazin „BEEF – Männer kochen anders“ veröffentlicht!

Ein riesiges Dankeschön an die BEEF-Redaktion von Gruner und Jahr für dieses Event!

In der Tageszeitung wurde am 04. Juli 2018 über meine Teilnahme am Kochwettbewerb in Hamburg ein Bericht veröffentlicht.  Mitteldeutsche Zeitung/Naumburger Tageblatt 


 

Senfeier mit Kartoffel-Rosenkohl-Püree

Köstliche Senfeier mit Kartoffel-Rosenkohl-Püree

 

Gekochte Eier mit Senfsoße sind eine klassische Eierspeise der deutschen Küche, die vermutlich ursprünglich aus dem Norden Deutschlands stammt. Früher waren die Senfeier ein Arme-Leute-Essen. Seit dem 19. Jahrhundert ist dieses Rezept überliefert. Heute ist der Klassiker aber auch allemal ein köstliches Essen. Eine klare Empfehlung gibt es von mir für das bodenständige Gericht.

Zutaten für 4 Personen:

  • 8 Eier
  • 50 g Mehl
  • 50 g Butter
  • 1 Zwiebel
  • 250 ml Brühe
  • 50 ml Sahne
  • 100 ml Senf – ich nehme gerne den Born-Senf aus Erfurt
  • Zucker, Salz, Pfeffer, Zitronensaft
  • 1 kg mehlig kochende Kartoffeln
  • 100-200 g Butter
  • heiße Milch, Salz, Muskat, Rosenkohlblättchen
  • Kräuter, Cocktailtomaten, Kapernäpfel

Zubereitung:

Kartoffeln schälen, waschen in Stücke schneiden und etwa 20 Minuten kochen. Danach das Kochwasser abgießen und die Kartoffeln noch kurz ausdämpfen lassen. Kartoffeln stampfen, heiße Milch, Butter, Salz, frisch geriebenen Muskat dazugeben, alles gut verrühren und warm stellen. Kurz vor dem Servieren einige kurz in Salzwasser blanchierte Rosenkohlblättchen vorsichtig unter das Püree heben.

Die Eier zehn Minuten hart kochen. Man kann sie aber auch wachsweich zubereiten.

Für die Senfsoße eine Zwiebel schälen, in Würfel schneiden und in der Butter „blond“ anschwitzen. Die Zwiebelwürfel dürfen nicht braun werden. Dann das Mehl überstäuben und alles gut verrühren. Anschließend wird ¼ Liter Brühe aufgegossen, die Sahne dazugegeben und alles auf kleiner Flamme etwa fünf Minuten köcheln lassen. Die köchelnde Soße öfter umrühren. Mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Senf pikant abschmecken. Abschließend die Soße mit dem Mixstab pürieren und kurz vor dem Anrichten aufschäumen.

Die Cocktailtomaten in der Pfanne kurz in etwas Butter angehen lassen.

Das Kartoffel-Rosenkohl-Püree in einen Servierring geben, Soße und die halbierten Eier auf dem Teller verteilen. Mit Cocktailtomaten, Kapernäpfeln, Kräutern das einstige Arme-Leute-Essen hübsch anrichten und genießen.

Grünes Bärlauch-Cremesüppchen mit gelben Rapsblüten

Bärlauchsuppe

„Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte; süße wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land.“ So befand einst Eduard Mörike, deutscher Lyriker des 19. Jahrhundert.

Es ist wieder Frühling und die Natur explodiert förmlich mit ihren wunderschönen Farben, Formen und Düften. Ich habe mir ganz bewusst Zeit genommen, um die Eindrücke dieses Wunders zu verfolgen und zu genießen.

In diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, einige meiner frühlingshaften Eindrücke auf Teller und Leinwand zu bringen. Diese Fülle von frischen Blüten und Kräutern regen meine Fantasie an, um verschiedene kleine Köstlichkeiten zu kreieren. Andererseits stelle ich mir die Farbenvielfalt der Blüten als gemaltes Aquarell wunderschön vor.
Auf diese Weise kann ich den Frühling ein wenig „konservieren“ und mich in der kalten Jahreszeit an die wunderschöne Jahreszeit erinnern.

Also habe ich gestern ein leckeres und cremiges Bärlauchsüppchen gekocht. Das Aquarell mit den leuchtend gelben Rapsblüten entsteht in den nächsten Tagen.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

200 g Bärlauch
1 handvoll Rapsblüten
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
4 Kartoffeln, mittelgroß, mehlig kochend
½ l Gemüsebrühe
200 ml Sahne
50 g Butter
Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung:

Zwiebel und Kartoffeln schälen, waschen und in Würfel schneiden. Die Knoblauchzehe ebenfalls in Würfel und den Bärlauch in Streifen schneiden.

Butter in einem Topf zerlassen und Zwiebelwürfel glasig dünsten. Knoblauch und Kartoffelwürfel zugeben und ebenfalls kurz andünsten. Brühe, Sahne auffüllen und alle Zutaten etwa 20 Minuten leise köcheln lassen bis sie gar sind.

Anschließend den Bärlauch zugeben. Nicht mehr kochen lassen, denn sonst behält der Bärlauch nicht seine schöne, grüne Farbe. Die Suppe mit dem Mixer cremig pürieren, eventuell noch etwas Brühe zugeben. Die Suppe mit etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Die Suppe in hübsche Suppentassen füllen. Mit einigen Bärlauchstreifen und Rapsblüten hübsch dekorieren. So kann man den Frühling kulinarisch und optisch wunderbar genießen!

 

 

 

Schwarze Nüsse & Kartoffeln aufs Brot

Schwarze Nüsse & Kartoffeln aufs Brot

Mein Kartoffel-Brotaufstrich ist äußerst schmackhaft, sättigend, gesund und durch seine Farbe hübsch anzusehen.

Aus violetten Kartoffeln, Schwarzen Nüssen und einigen anderen guten Zutaten habe ich einen pikanten Brotaufstrich gezaubert. Mein Kartoffel-Brotaufstrich ist äußerst schmackhaft, sättigend, gesund und durch seine Farbe hübsch anzusehen.

Der Brotaufstrich ist schnell zubereitet und auf geröstetem Ciabatta angerichtet, ist er eine kleine Köstlichkeit. Selbst gemacht schmeckt diese gesunde Alternative einfach besser!

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

  • 200 g violette Kartoffeln, z.B. Vitelotte
  • Ciabatta
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 1 kleiner Apfel
  • 1 gekochtes Ei
  • 2 EL Mayonnaise
  • 2 EL Frischkäse
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 EL Ducca, selbst gemacht – Zutaten: Walnusskerne, Kürbiskerne, Pinienkerne, Koriander, Sonnenblumenkerne, Schwarzer Sesam, Kreuzkümmel, Schwarzer Pfeffer, Zimt, Salz
  • 3 Schwarze Nüsse, selbst fermentiert
  • Geriebener, frischer Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe
  • Pfeffer, Salz

Zubereitung:

Kartoffeln waschen und mit der Schale 20 Minuten dämpfen, abkühlen lassen, schälen und durch die Kartoffelpresse drücken.

Zwiebel, Apfel und Schwarze Nüsse in sehr kleine Würfel schneiden und zu den Kartoffeln in eine Schüssel geben. Mayonnaise, Frischkäse, Zitronensaft, Olivenöl, Ingwer, gehackte Knoblauchzehe, Schwarze Nüsse und Ducca ebenfalls unter die Kartoffelmasse mischen. Mit einem Stabmixer alles gut pürieren.

Den Brotaufstrich mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Scheiben von Ciabatta abschneiden und in Olivenöl in einer Pfanne auf beiden Seiten anbraten. Brotaufstrich auf den knusprigen Brotscheiben verteilen und mit gekochtem Ei, einer Scheibe von der Schwarzen Nuss und Petersilie anrichten.

Nun steht dem Genuss eines pikanten, kreativen Brotaufstrichs nichts mehr im Wege.

Guten Appetit!

 

 

Mit Speck fängt man Mäuse

Speckmousse, Crostini, italienischer Landschincken

Speck kannte man bereits in der Antike und diente beispielsweise auch in späteren Epochen armen Leuten als deftiges, schmackhaftes  Lebensmittel.

In der Küche kann man den leckeren, würzigen Speck für viele herzhafte, bodenständige Gerichte verwenden. Speck gibt vielfältigsten Gerichten einen unnachahmlichen Geschmack. Wir kennen Frühstücksspeck mit Rührei, Speck in Scheiben auf  knusprigen Bauernbrot, gewürfelt in herzhaften Suppen oder Eintöpfen, an knusprigen Bratkartoffeln, Kartoffelsalat oder zum Umwickeln Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse oder Speck in geräucherter Wurst.

In meiner Küche verwende ich Speck – maßvoll eingesetzt – ebenfalls sehr gern. Auf meinen Streifzügen durch das World Wide Web entdeckte ich eine Vielfalt von weiteren Rezepten mit diesem Lebensmittel. So fanden Rezepte von Speckmousse und deren Verwendung meine besondere Aufmerksamkeit. Die Zubereitung ist denkbar einfach und sollte jedem gelingen.

Heute stelle ich diese kleine, kulinarische Delikatesse vor, die auf alle Fälle die Gaumen verzaubert.

Nach diesem Rezept habe ich die Mousse zubereitet. Die Speckmousse wickelte ich in italienischen Landschinken, richtete sie auf knusprigen Crostinis an und servierte sie mit Senf-Mayonnaise, Chilisoße und Schnittlauch. Mir werden mit Sicherheit noch weitere Anwendungsgebiete einfallen.

Also ran an den Speck!

Entenleber-Terrine auf Knoblauch-Crostini, Salatrio mit karamellisiertem Obst

Entenleberterine auf Knoblauchcrostinis an Salatrio mit karamelisiertem Obst

Heute, am letzten Tag des Jahres, möchte ich euch noch eine kleine, kalte Vorspeise zeigen. Man kann die kleinen Köstlichkeiten auch Appetithappen, Horsd‘ œ uvre, Entree, Appetizer oder Amusegueule nennen. Sie werden vielseitig als Suppe, Salat, Antipasti, Tarte, Häppchen, Fisch oder Fleisch einfach, kreativ, aber raffiniert zubereitet. Der erste Eindruck zählt, das ist mit Sicherheit kein Geheimnis und gilt auch beim Menü. Die Vorspeise soll die Neugier auf nachfolgende Gänge wecken und Lust auf den Genuss machen. Ich hoffe, dass ich bei meinem 3-Gänge-Menü  einen tollen ersten Eindruck hinterlassen kann.

Ich wünsche allen meinen Lesern einen guten Rutsch und einen tollen, kreativen Start in das neue Jahr. Möge Euch Freude und Gesundheit bei all Eurem Tun begleiten!

 

Rezept für 4 Personen

 

Zutaten für die Entenleberterrine:

300 g frische Entenleber

300 ml Milch

2 Schalotten

1 Apfel

30 g Butter

Zucker

Cognac, Madeira, Portwein

Thymian, Salz, Pfeffer

 

Zutaten für den Salat:

1 Salatrio – eine Neuzüchtung von Lollo Rosso, Lollo Bionda und Eichblattsalat in einem Kopf

4 EL Olivenöl

3 EL Apfelessig

Pikanter Senf, flüssiger Honig, Salz, Pfeffer

 

Zutaten für das karamellisierte Obst:

Birnen, Pflaumen oder anderes Obst nach Wahl, Zucker

 

Weitere Zutaten:

1 Ciabatta

1 Knoblauchzehe

Olivenöl

Grobes Meersalz

 

Entenleber von Sehnen und Fett befreien, abspülen, trocken tupfen. Milch erwärmen und etwas Salz darin auflösen. Die vorbereitete Leber in die Milch geben und über Nacht darin ziehen lassen.

Apfel schälen, entkernen und Schalotten in feine Würfel schneiden. Thymianblättchen nach dem Waschen abzupfen und klein hacken.

Die Leber trocken tupfen und in Stücke schneiden. Butter in einer Pfanne erhitzen und einen Esslöffel Zucker hineingeben. Die Leberstücke darin etwas karamellisieren und bräunen lassen. Leber herausnehmen und beiseite stellen.

Dann werden in die Pfanne noch 2 EL Butter gegeben und die Thymian-Blättchen sowie die Schalotten- und Apfelwürfel für 5 Minuten bei mittlerer Hitze gedünstet. Nun wird die Entenleber  dazu gegeben und etwa 5 Minuten weiter gedünstet. Die Mischung wird mit Salz, Pfeffer und etwas Cognac, Madeira und Portwein abgeschmeckt.

Die Lebermasse in einem Mixer sehr fein pürieren und gleichzeitig etwas geschmolzene Butter in die Mischung geben. Die Terrine in Gläser abfüllen und zugedeckt etwa 2 Stunden im Kühlschrank erkalten und fest werden lassen.

Obst waschen und in Stücke schneiden. In einer Pfanne Zucker schmelzen und unter Rühren goldgelb werden lassen. Mit wenig Weißwein ablöschen. Wenn sich der Zucker vollständig  aufgelöst hat, können die Obststücke dazu gegeben und karamellisiert werden.

Salat waschen und trocken schleudern. Aus Olivenöl, Apfelessig, pikantem Senf, flüssigem Honig, Salz und Pfeffer ein Dressing mixen. Damit der Salat knackig bleibt erst kurz vor dem Anrichten Salat und Dressing mischen.

Ciabatta in Scheiben schneiden, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, mit Olivenöl beträufeln und im Ofen etwa 5 Minuten bei 100° C knusprig rösten. Die Scheiben aus dem Backofen nehmen, kurz abkühlen lassen und mit einer Knoblauchzehe abreiben.

Crostinis mit Entenleber-Terrine, mariniertem Salat, karamellisierten und frischen Früchten dekorativ auf einem Teller anrichten und sich die kleine Köstlichkeit schmecken lassen.

Guten Appetit!

Knusprig frittierte Eier und köstlicher Kartoffel-Möhren-Salat

Frittierte Eier und Möhren-Kartoffel-Salat

Eine runde Sache sind die knusprig frittierten Eier. Außen goldgelb und innen wachsweich werden die Eier zu einer kleinen Köstlichkeit. Dazu passt sehr gut ein bunter Kartoffelsalat aus verschiedenfarbigen Kartoffeln und Möhren. Mit einem pikanten Dressing wird der Kartoffelsalat sehr lecker und schön saftig. Angerichtet habe ich den Salat in einem Servierring. Ein knuspriges Ei habe ich in der Mitte durchgeschnitten. So bekommt man sofort die cremige Konsistenz  unter der knusprigen  Hülle zu sehen. Ringsherum habe ich ein wenig Petersilien-Öl mit dem Löffel geträufelt. Das Arrangement anschließend noch mit einigen Petersilienblättchen und Borretschblüten  krönen.

 

Rezept für vier Personen

 

 Zutaten für den Kartoffelsalat:

  • 300 g blaue Kartoffeln
  • 300 g festkochende Kartoffeln
  • 300 g Möhren
  • 100 ml Kräuteressig
  • 150 ml Olivenöl
  • 1E L Dijon-Senf
  • 1 Knoblauchzehen
  • 1 kleine Zwiebel
  • Speck, ausgelassen
  • Salz, Pfeffer
  • Petersilie, Dill, wer mag etwas Koriander

 

Zutaten für die Eier:

  • 8 Eier
  • 100 g Pankomehl
  • 100 g Semmelmehl
  • 50 g Mehl
  • 2 Eier
  • Salz, Pfeffer
  • Kurkuma
  • Öl zum Frittieren

 

Zutaten für das Petersilien-Öl:

  • 1 Bund Petersilie
  • 100 ml Olivenöl
  • Salz

 

Zubereitung des Kartoffelsalats:

Festkochende Kartoffeln in der Schale kochen, Möhren schälen und ebenfalls kochen, abgießen und auf der ausgeschalteten Herdplatte ausdämpfen lassen. Nach dem Abkühlen werden die Kartoffeln und die Möhren in kleine, feine Würfel geschnitten.

Aus Essig, Öl, Senf, Knoblauch, Zwiebeln und ausgelassenem Speck eine Marinade zubereiten und gut in einem Schraubglas schütteln und über den Salat geben. Gehackte Kräuter zufügen und gut durchziehen lassen.

Tipp: Wenn man die blauen Kartoffeln in der Schale dämpft und nicht kocht, behalten sie ihre schöne blaue Farbe.

 

Zubereitung der Eier:

Die 8 Eier werden 5 Minuten gekocht, abgeschreckt und anschließend geschält. Die restlichen 2 Eier in einer Schüssel mit Salz und Pfeffer verquirlen. Panko-und Semmelmehl, etwas Kurkuma in einer Schüssel mischen. Das Mehl ebenfalls in eine andere Schüssel geben.

Öl in einen kleinen Topf geben und erhitzen. Die gekochten, abgekühlten Eier in Mehl wenden, in die Eiermasse geben und anschließend in den Semmelbröseln wälzen. Die panierten Eier 4 Minuten im Frittieröl goldgelb ausbacken und auf Küchenpapier abtropfen lassen und warm halten.

 

Zubereitung des Petersilien-Öls:

Petersilie waschen, trocken schütteln und  kurz in kochendem Wasser blanchieren. Anschließend die Petersilie mit Öl und Salz im Mixer fein pürieren.

 

Guten Appetit!

 

 

 

 

Brisoletten auf Zwiebelkartoffeln

 

Bouletten und Zwiebelkartoffeln .JPG

Heute widme ich mich mit meinem Gericht insbesondere der Kartoffel.  Es braucht schon viel Fantasie diese kleine, runde Knolle schmackhaft und immer wieder anders auf den Tisch zu bringen.

Außer Salzkartoffeln, Bratkartoffeln, Kartoffelsalat, Klöße und Kartoffelpüree gibt es unzählige Möglichkeiten die Kartoffel auf dem Teller in Szene zu setzen. Für mich sind auch die vielen Kartoffelsorten, ob gelb, rotschalig, blau, alte, bewährte Sorten oder Neuzüchtungen mit ihren unterschiedlichen Geschmäckern äußerst interessant. Leider wird man vor Ort nicht immer fündig, wenn man auf der Suche nach einer bestimmten Kartoffelsorte in den Supermarkt geht. In Zeiten des Internets ist es aber keine Hürde auch kleine Mengen einer oder mehrerer Kartoffelsorten bei Hofbauern zu kaufen.

Bereits im Reich der Inkas fand die Kartoffel mit vielen Sorten ihre Verwendung. Vor einigen hundert Jahren fand die Kartoffel auch ihren Weg nach Europa. Hier wurde sie lange als Zierpflanze auf Schlössern und Burgen angebaut. Heute wollen wir die Kartoffel in unserem Leben nicht mehr missen. Gesund und mit vielen Nährstoffen sowie wenigen Kalorien ist sie auf unseren Tellern immer wieder willkommen!

 

Für 4 Personen

Zutaten für die Zwiebelkartoffeln:

  • 600 g Kartoffeln
  • 3 große Zwiebeln, 1 kleine Zwiebel
  • 50 g Butter
  • 20 g Mehl
  • 200 ml Brühe
  • 200 ml Milch
  • Salz, Pfeffer, Schnittlauch

Zutaten für die Bouletten:

  • 500 g Gehacktes
  • 3 EL Semmelbrösel für das Gehacktes
  • 4 EL süße Sahne
  • 1 Zwiebel
  • 1 Ei
  • Pfeffer, Salz, Hackfleischgewürz mit Piment, Koriander, Nelken, Muskat, Zimt
  • Semmelmehl für die Panade
  • Öl zum Braten
  • Butter zum Braten

 

Zubereitung der Zwiebelkartoffel:

Kartoffeln in Salzwasser etwa zwanzig Minuten garen, abschälen und die Kartoffeln in dünne Scheiben schneiden. Die Butter in einer Pfanne schmelzen, die Zwiebelwürfel anschwitzen, das Mehl überstäuben und gut verrühren. Milch und Brühe dazu geben und kurz aufkochen lassen. Die Kartoffelscheiben in der Soße durchziehen lassen und mit Salz, Pfeffer und Schnittlauch abschmecken.

Zubereitung der Brisoletten:

Eine kleine Zwiebel in Würfel schneiden, in etwas Butter goldgelb anschwitzen. Gedünstete Zwiebelwürfel zum Gehackten geben und mit Ei, Sahne, den Semmelbröseln und Gewürzen gut mischen. Daraus kleine Brisoletten formen und in Semmelbrösel wälzen. Im heißen Öl, dem ich etwas Butter zugesetzt habe, wurden sie bei mittlerer Hitze goldgelb braten. Die Brisoletten während des Bratvorgangs soufflieren, das heißt immer wieder mit dem Öl-Butter-Gemisch beträufeln. So werden die Brisoletten super köstlich!

Angerichtet habe ich die Brisoletten mit Gewürzgurkenwürfelchen und Rote-Bete-Creme auf den Zwiebelkartoffeln. Kresse, Borretschblüten und ein Mangosößchen runden mein Gericht ab. Für die Mangoße habe ich frische Mango püriert und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.  Guten Appetit!