Hähnchenwürfel süßsauer mit Basmatireis

Die Küche Chinas ist abwechslungsreich und sehr vielseitig. Vielfältigste und neue Geschmackserlebnisse kann man bei den köstlichen Speisen des großen Landes genießen. Knusprig gebratenes Fleisch, frisches Gemüse, aromatische Soßen, Reis und Nudeln gehören unbedingt zu den asiatischen Speisen. Ich stelle in meinem Beitrag wohlschmeckendes Hähnchen süß-sauer mit Basmatireis vor.

Nach dem Essen trinkt man in China hauptsächlich gern Grüntee oder Jasmintee.

In der chinesischen Esskultur ist Harmonie sehr wichtig. Das kommt durch das Speisen an runden Tischen zum Ausdruck. So können sich alle Gäste gleichermaßen von allen lukullischen Speisen bedienen und dem Genuss steht nichts mehr im Wege.

Rezept für zwei Personen

Zutaten Hähnchen:

  • 400 g Hähnchenbrust
  • 50 g Mehl
  • 2 EL Maisstärke
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 Ei
  • 50-70 ml Wasser
  • Weißer Pfeffer, Salz
  • Öl zu Braten

Zutaten Soße:

  • 70 ml Wasser
  • 50 g Zucker
  • 2 El Essig
  • Einige Tropfen Lebensmittelfarbe, orange
  • Ananassaft

Zutaten Basmatireis:

  • 130 g Basmatireis
  • Salz

Weitere Zutaten:

  • 1 grüne Paprika in Würfel schneiden
  • 200 g Ananaswürfel

Zubereitung:

Hähnchenbrust in 2 Zentimeter große Würfel schneiden und beiseite stellen. Aus Mehl, Maisstärke, Pflanzenöl, Ei, Wasser Salz und Pfeffer einen Teig rühren. Er sollte sämig und frei von Klümpchen sein. Jetzt können die Hähnchenwürfel zugefügt und gut mit dem Teig überzogen werden. In einer Pfanne oder in einem Wok Öl erhitzen. Die Hähnchenwürfel etwa 10 Minuten von allen Seiten goldbraun braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und warm stellen.

Für die Soße Wasser, Zucker, Essig und etwas Ananassaft zum kochen bringen. Die Maisstärke in etwas Wasser anrühren. Den Topf vom Herd nehmen und und die Stärke einrühren. Die Lebensmittelfarbe dazu geben und verrühren.

Den Basmatireis in 10-12 Minuten in sanft im Salzwasser garen. Danach abgießen und den Reis in den Topf zurückgeben. Den Reis bei geschlossenem Deckel 5 Minuten ausdampfen lassen.

Die warmen Hähnchenwürfel auf eine Platte oder Teller legen. Paprika- und Ananaswürfel darüber streuen und mit der süß-sauren Soße übergießen. Dazu etwas Basmatireis servieren und das Gericht genießen.

Guten Appetit!

Persischer Juwelenreis und Joghurt-Hähnchen

 

Zur Gastfreundschaft der Persischen Küche gehört stets, dass schmackhafte Gerichte mit exotischen Gewürzen auf den Tisch kommen. Gesunde Speisen, die kunstvoll angerichtet werden, zieren jede Tafel. Für typisch persische Gerichte werden Reis, Fleisch, Gemüse, Früchte und Kräuter verwendet. Eins der beliebtesten Gerichte ist Hähnchen mit Reis.

Als typische persische Aromen werden beispielsweise Safran, Zimt Kreuzkümmel, Kurkuma, Fenchel, Limette, Pistazien, Mandeln, Rosinen, Berberitzen und Granatapfelkerne für die Köstlichkeiten verwendet.

Heute stelle ich Joghurt-Hähnchen mit Juwelenreis vor. Ein einfaches aber so köstliches Gericht, dass durch die typischen Gewürze eine wunderbar orientalische Ambiancé bekommt. Der Juwelenreis, der seinen Namen durch die wie Edelsteine schimmernden Granatapfelkerne bekommt, fehlt in Persien auf keine Festtafel.

Wer dieses köstliche Gericht ausprobiert, wird es sicherlich nicht nur einmal zubereiten.

Rezept für zwei Personen

Zutaten Reis:

  • 120 g Basmatireis
  • 50 g Butter
  • 2 TL Fenchelsamen
  • 2 TL Kreuzkümmel, ganz
  • ½ TL Safran
  • ½ TL Pimentpulver
  • ½ TL Kardamompulver
  • 1 Zwiebel
  • ½ TL Zimt
  • 50 g getrocknete Aprikosen
  • 50 g getrocknete Sauerkirschen
  • 50 g getrocknete Cran-Berries
  • 30 g Mandelplättchen, geröstet
  • 30 g Pistazien, geröstet
  • schwarzer Pfeffer, Salz
  • 1 Lorbeerblatt
  • ½ Zitronen, davon Schale in Julienne geschnitten
  • 3 Tropfen Rosenwasser
  • 1 Granatapfel

Zutaten Hähnchen:

  • 400 g Hähnchenbrust
  • 200 ml Joghurt
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen, in Scheiben geschnitten
  • 1 TL Kreuzkümmelpulver
  • 1 TL Kurkumapulver
  • 1 TL Korianderpulver
  • Salz, schwarzer Pfeffer, Zimt

Zubereitung:

Basmatireis 10-12 Minuten in gesalzenem Wasser köcheln lassen. Reis danach durch ein Sieb abgießen, zurück in den Topf geben und bei geschlossenem Topf 5 Minuten auf der warmen Herdplatte ausdampfen lassen und beiseite stellen.

Safranfäden in eine mit etwas heißem Wasser gefüllten Tasse geben und auflösen.

Butter in einer Pfanne schmelzen, den Kreuzkümmel und Fenchel dazugeben und 2 Minuten rösten.

Anschließend kommen die Zwiebelwürfel und die anderen Gewürze dazu und dünsten 10 Minuten.

Danach wird der Reis zugefügt und kurz durchgebraten. Jetzt den Safran und das Safranwasser, das Lorbeerblatt, die Zitronenschale zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Früchte und Nüsse zugeben und gut untermischen. Eventuell etwas Wasser zugeben.Pfanne mit einem Deckel verschließen und bei kleiner Hitze 10 Minuten köcheln. Nun die Hitze ausschalten und den Reis bei geschlossenem Deckel nochmals 10 Minuten ruhen lassen.

Jetzt ist der Juwelenreis fertig. Lorbeerblatt entfernen und den Reis auf einer Platte anrichten und mit Granatapfelkernen dekorieren.

Hähnchenbrust waschen, von den Sehnen befreien und trocken tupfen. Aus dem Joghurt, Öl und den Gewürzen eine Marinade zubereiten und die Hähnchenbrust zum Marinieren einlegen. Dabei wenden, so dass die Marinade auf allen Seiten haftet. Mindestens 1 Stunde ziehen lassen. Ich habe das Hähnchen sogar über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

Zum Braten die Hähnchenbrust aus der Marinade nehmen und in einer Pfanne mit Öl von beiden Seiten etwa 7 Minuten goldgelb braten. Die Hähnchenbrust vor dem Servieren in Scheiben schneiden

Ich wünsche einen guten Appetit!

 

Schweinebauchwürfel auf einem mit Sellerie-Mousseline gefüllten Tartelett, dazu Apfelchutney und Salat

Die Stars meines kleinen Arrangements sind der knusprige, mit Thymian und Rosmarin gefüllte Schweinebauch sowie das Apfelchutney. Angerichtet habe ich die Fleischwürfel auf einem mit Sellerie-Mousseline gefüllten, gebackenen Tartelett. Frischer Salat rundet meine kleine und aromatische Gaumenfreude ab.

Rezept für 4 Personen

Zutaten Schweinebauch:

  • 500 g Schweinebauch
  • 1 EL Thymian, gehackt
  • 1 EL Rosmarin, gehackt
  • 3 EL Ahornsirup
  • 50 g Butter
  • Salz, Pfeffer
  • Öl

Zutaten Tartelettes:

  • 150 g Mehl
  • 70 g Butter, kalt
  • 1 Ei
  • 1 TL Essig
  • ½ TL Salz

Zutaten Sellerie-Mousseline:

  • 400 g Sellerie
  • 200 ml Milch
  • 100 ml Sahne
  • 50 g Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Zutaten Apfelchutney:

  • 2 Äpfel
  • 200 g Zucker
  • 100 ml Apfelsaft
  • 50 ml Apfelessig
  • 1 EL Ingwer, gerieben
  • 1 Zwiebelsegmente
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Curry
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1 TL Koriander
  • 1 EL Senfkörner
  • 1 Chilischote
  • 2 EL Öl

Weitere Zutaten:

  • 1 Apfel
  • Frischer Salat
  • Radieschen
  • Kresse

Zubereitung:

Schweinebauch in Würfel schneiden, die Fettschicht einschneiden. Thymian und Rosmarin klein hacken, in die Einschnitte geben, salzen und pfeffern. Die Würfel in der Pfanne auf der eingeschnittenen Seite in etwas Öl anbraten und dann ringsherum knusprig braten.  Fleisch warmhalten. Vor dem Anrichten den Ahornsirup mit flüssiger Butter mischen und über das Fleisch träufeln.

Die Zutaten für die Tartelettes gut miteinander verkneten, in Haushaltsfolie wickeln und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Förmchen – 12 Zentimeter Durchmesser – mit Butter ausstreichen und mit Mehl bestäuben. Danach den Teig ausrollen und die Förmchen damit auslegen. Den überstehenden Rand des Teiges mit einem scharfen Messer abschneiden. Teigboden mehrfach mit einer Gabel einstechen. Die Tartelettes im vorgeheizten Ofen bei 180 ° etwa 10 – 15 Minuten backen. Das Gebäck anschließend aus den Förmchen nehmen und abkühlen lassen.

Für die Sellerie-Mousseline die Sellerieknolle schälen, waschen, in Würfel schneiden und in einen Topf geben. Milch und Sahne dazugeben und 20 Minuten köcheln lassen. Anschließend Butter zugeben, pürieren und durch ein Sieb geben. Mit Salz, weißem Pfeffer, Muskat abschmecken in einen Dressierbeutel füllen und warmhalten.

Für das Chutney die Äpfel waschen und in Würfel schneiden. Ingwer schälen und reiben. Zwiebel schälen und in Segmente teilen. Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Die Chilischote halbieren, Kerne entfernen, kurz abspülen und ebenfalls in feine Würfel schneiden. Gewürze im Mörser zerkleinern. Die zerkleinerten Gewürze, Ingwer, Zwiebel und Knoblauch im Öl anrösten. Danach die Apfelwürfel, Zucker, Essig, Chili und Apfelsaft zugeben und 30 Minuten köcheln lassen. Das Chutney abkühlen lassen.

Auf jeden Teller habe ich ein gebackenes Tartelett gesetzt. Die Sellerie-Mousseline habe ich mit Hilfe des Dressierbeutels und einer Spritztülle in das Tartelett gefüllt. Darauf kamen jeweils zwei Schweinebauchwürfel, gedünstete Zwiebelsegmente, Thymian, Kresse, Radieschen und einige Blättchen vom Blattsalat. Das Chutney habe ich um das Tartelett herum angerichtet. Einen gewaschenen Apfel habe ich in vier Segmente geteilt, fächerförmig geschnitten und auf dem Apfelchutney angerichtet.

Guten Appetit!

Gebackener Camembert mit Kürbis-Reis-Arancini, violettem Püree und Pflaumensoße

Gebackener Camembert, der warm aus dem Ofen kommt und köstlich duftet, ist eine delikate Speise. Besonders gut passt zum cremig-würzigen Käse eine fruchtige, dezent süße Pflaumensoße. Die Pflaumen habe ich mit selbst gemachten Kiefern-Zapfen-Honig karamellisiert, welcher den Früchten einen besonders aromatischen Geschmack verleiht. Dafür habe ich im Frühjahr junge grüne Kiefern-Knospen gesammelt und mit Zucker zu Honig eingekocht.

Zum gebackenen Käse habe ich Kürbis-Reis-Bällchen mit fein, geriebenen Parmesan gemacht. Für einige weitere Farbtupfer auf dem Teller, kochte ich aus der violetten Kartoffel Blaue St. Galler ein seidiges Kartoffelpüree. 

Alles zusammen habe ich auf dem Teller mit einigen Scheiben von Schwarzen Nüssen und einigen Blättern Zitronenmelisse arrangiert.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

  • 4 Back-Camembert
  • 400 g Hokaido-Kürbis
  • 100 g Basmatireis
  • 200 g Blaue St.Galler
  • 500 g Pflaumen
  • 2 Knoblauchzehen
  • 50 g Parmesan
  • 1 Zwiebel
  • 2 Eier
  • Salz
  • Mehl, Semmelbrösel, Frittieröl, Milch, Butter, Honig oder brauner Zucker, Rotwein, Orangensaft

Zubereitung:

Kartoffeln waschen, schälen und in Stücke schneiden. In einem Dämpfeinsatz mit Salzwasser etwa 20 Minuten garen. Durch das Dämpfen bleibt die schöne violette Farbe erhalten. Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse geben. Mit Butter, heißer Milch cremig rühren und mit Salz würzen. Abschließend das Püree durch ein Sieb geben und warmhalten. So erhält man eine feine, seidige Konsistenz.

Kürbis waschen, halbieren, das Innere entfernen und in Stücke schneiden. Kürbis in Salzwasser etwa 20 Minuten weichkochen, abgießen, pürieren und beiseitestellen. Reis in kochendem Salzwasser ungefähr 10-12 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln lassen, abgießen und ausdämpfen.

Zwiebel und Knoblauch schälen, fein hacken und in etwas Öl kurz dünsten. Kürbispüree und Reis dazugeben, nochmals ganz kurz dünsten, den Parmesan unterrühren, abschmecken und die Masse abkühlen lassen. Nach dem Abkühlen mit einem Eisportionierer Masse entnehmen und Kugeln formen. Dadurch erhält man Arancinis von nahezu gleicher Größe. Die Bällchen in Mehl, geschlagenem Ei und Semmelbrösel wenden und in einem Topf mit heißem Öl oder in einer Fritteuse goldgelb ausbacken und warmhalten.

Pflaumen waschen, entkernen, vierteln und in etwas Honig und Butter karamellisieren. Mit etwas Rotwein und Orangensaft ablöschen und die Pflaumen kurz dünsten. Pflaumen herausnehmen. Die Soße mit etwas Stärkemehl binden, nochmals abschmecken und die Pflaumen wieder zur Soße geben.

Auf jedem Teller einen gebackenen Camembert, zwei Arancinis, einige Tupfer vom violetten Püree und Pflaumensoße anrichten. Mit Zitronenmelisse und einigen Scheiben von den Schwarzen Nüssen garnieren.

Guten Appetit!

Kaiserfleisch mit Kiefernzapfenhonig karamellisiert, Weintrauben, Vitelotte-Noire-Püree und Tannenspitzen-Mixed Pickles

In unseren Wäldern kann man vieles entdecken was gut schmeckt. Bei meinem farbenfrohen Herbstgericht kamen heute, die im Frühling und Frühsommer gesammelten Früchte des Waldes auf den Teller. Einige händevoll maigrüne, zarte Tannenwipfel und frische, kleine Kiefernzapfen sammelte ich in diesem Jahr bei meinen Streifzügen durch Wald und Flur.

Die zarten Tannenwipfel hatte ich als saure, herbe Mixed Pickles mit Balsamico-Essig, Nelken, Wacholder, Piment und schwarzen Pfeffer eingelegt. Die gewaschenen, kleinen Kiefernzapfen kochte ich mit Zucker sirupartig zu einem Honig bis er eine purpurne Farbe angenommen hatte. Mit diesem Kiefernzapfenhonig habe ich das in Würfel geschnittene Fleisch karamellisiert.

Mein kleines Herbstgericht hat köstlich geschmeckt mit seinen unnachahmlichen Nuancen nach Wald und Tanne.

Rezept für vier Personen

Zutaten:

  • 600 g Kassler
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 50 g frischer Ingwer
  • 2 EL Kiefernzapfenhonig oder 100 g Zucker
  • 1 Sternanis
  • Sojasoße
  • Pfeffer
  • Salz
  • 200 g grüne Weintrauben
  • 2 Karotten
  • 500 g violette Kartoffeln
  • Butter
  • Milch
  • Öl
  • Tannenspitzen Mixed Pickles

Zubereitung:

Kassler in Würfel schneiden und in der Pfanne von allen Seiten anbraten. Kiefernzapfenhonig oder Zucker zugeben und das Fleisch damit unter Rühren karamellisieren. Die in Würfel geschnittenen Zwiebeln, Ingwer, kleingehackten Knoblauch und den Sternanis dazugeben und kurz mit dem Fleisch braten. Etwa 200 ml Brühe dazugeben und das Fleisch etwa 30 Minuten langsam schmoren. Mit Sojasoße, Salz und Pfeffer abschmecken.

Möhren waschen, schälen und mit dem Sparschäler längs Scheiben abschneiden. In kochendem Salzwasser kurz blanchieren, in kaltem Wasser abschrecken und in flüssiger Butter schwenken.

Weintrauben waschen, in kochendem Wasser kurz blanchieren, in kaltem Wasser abschrecken. So lässt sich die Schale der Weintrauben ganz leicht abziehen.

Die Kartoffeln waschen und mit Schale 20 Minuten in einem Topf dämpfen. So bleibt die schöne violette Farbe erhalten. Kartoffeln schälen, durch die Kartoffelpresse drücken. Mit heißer Milch, Butter und Salz vermischen und würzen. Wenn man das Püree anschließend durch ein Sieb gibt, erhält man ein wunderbares zartes, cremiges Kartoffelpüree.

So, nun sind alle Zutaten gekocht und man kann das leckere Gericht hübsch anrichten und mit Bedacht genießen.

Guten Appetit!

Schweinefilet mit Rotwein-Trauben-Sauce und Austernpilzen

Stürme, Wind und Regen überziehen zurzeit unser Land. Die Tage werden kürzer, das Laub färbt sich goldgelb, tiefrot und fällt zu Boden. Der Herbst ist da! Wenn im Herbst die Tage kürzer, kühl und grau werden, brauchen wir hin und wieder Seelenwärmer. Wir machen es uns zu Hause in der warmen Stube wieder gemütlich! Zur Gemütlichkeit gehört es auch in der kalten Jahreszeit ein deftiges Essen und ein Glas besten Weines von Saale und Unstrut zu genießen.

Das rosa gebratenes Schweinefilet habe ich mit einer leckeren Traubensauce kredenzt. Verfeinert wurde die Sauce mit einigen Früchten des Herbstes. Rosafarbene Weintrauben, Nüsse, Feigen, Austernpilze und Gewürze wie Vanille, Sternanis, Piment, Chilipulver und Salbei rundeten den Geschmack des Filets ab.

Rezept für zwei Personen

Zutaten Schweinefilet:

  • 400 g Schweinefilet
  • Butterschmalz
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprika, edelsüß

Zubereitung Schweinefilet:

Das Filet mit kaltem Wasser abbrausen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Anschließend salzen, pfeffern und mit Paprikapulver würzen.

Butterschmalz in der Pfanne erhitzen. Darin das Filet von allen Seiten scharf anbraten. Danach im vorgeheizten Ofen bei 170-180°C bei Ober- und Unterhitze 12 Minuten fertig garen. Im Anschluss das Fleisch noch etwas ruhen lassen bevor es angeschnitten wird.

Zutaten Rotwein-Trauben-Sauce:

  • 400 g rosafarbene Weintrauben
  • 200 g Austernpilze
  • 1 große violette Zwiebel
  • 2 Feigen
  • 200 ml Rotwein
  • 300 ml Fleischbrühe
  • ½ Vanilleschote
  • 1 Sternanis
  • 3 Pimentkörner, grob zerstoßen
  • 1 Messerspitze Chilipulver
  • 3 Salbeiblätter
  • Minze
  • 50 g Nüsse
  • 1 EL brauner Zucker
  • 1 EL Honig
  • 1 EL
  • Pfeffer
  • Salz
  • Olivenöl

Zubereitung Rotwein-Trauben-Soße:

Zwiebel schälen und fein hacken. Pilze putzen und eventuell kleinschneiden, Weintrauben waschen und halbieren. In einer Pfanne das Öl erhitzen und kurz die Zwiebeln anschwitzen. Danach Pilze und Weintrauben dazugeben und unter Rühren kurz dünsten. Wein angießen, kurz köcheln lassen und dann die Brühe hinzufügen. Vanilleschote, Sternanis, Piment, Chilipulver, fein gehackte Salbeiblätter beimischen und alles bei mittlerer Hitze etwa 8 Minuten köcheln lassen. Nun die Nüsse, den braunen Zucker, Honig zugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und alles einige Minuten dickflüssig einköcheln lassen. Die Soße mit etwas in kaltem Wasser eingerührtem Stärkemehl oder mit eiskalter Butter binden. Nochmals eventuell mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Traubensoße auf den Teller geben, in Scheiben geschnittenes Filet darauf anrichten. Einige frische Weintrauben, Feigen, gebratene Austernpilze, Nüsse und Minze als Topping darüber geben. Sehr gut passt dazu Kartoffelpüree, Reis, Nudeln oder einfach ein paar Scheiben Ciabatta oder Toast.

Guten Appetit!  

Zweifarbige Blumenkohl-Cremesuppe gekrönt mit knusprigem Bacon und Croutons

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Die Suche nach buntem Blumenkohl – gelb, grün und violett – gestaltete sich sehr schwierig. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt Gerichte mit buntem Blumenkohl zu zaubern. Im Internet war ich in verschiedenen Ländern unterwegs. Aber den bunten Blumenkohl fand ich letztendlich nach längerer Suche sogar regional in meiner Wohnortnähe. In der Gärtnerei Fischer in Erfurt-Dittelstedt bekam ich besagten Blumenkohl frisch geerntet und absolut knackig. Der Chef eines kleinen EDEKA-Marktes in Naumburg brachte mir freundlicherweise den bunten Blumenkohl mit in meinen Wohnort. Das klappte wie am Schnürchen! Es war eine Freude den frischen Blumenkohl zu verarbeiten. Die bunten Sorten haben einen köstlichen und kräftigen Geschmack. Für dieses Gericht habe ich eine violette und eine gelbe Blumenkohl-Cremesuppe gekocht. Gekrönt habe ich die zweifarbige Suppe mit knusprig gebratenen Bacon und selbstgemachten Croûtons. Es war köstlich und ein herbstliches Fest für die Augen!

Rezept für 4 Personen

Zutaten für 2 Suppen:

• 2 Blumenkohl, violett, gelb
• 2 Zwiebeln
• 2 El Butter
• 1 l Gemüsefond
• 1 Zitrone
• 200 ml Weißwein
• 200 g Schlagsahne
• 200 g Schmelzkäse
• Salz, Pfeffer, Muskat
• Weißbrot
• Bacon

Zubereitung:

Beide Suppen getrennt zubereiten.

Blumenkohl waschen und in Röschen teilen, Zwiebel schälen, fein würfeln. Zwiebel in einem Topf in der Butter glasig andünsten. 500 ml Fond dazugeben und die Blumenkohlröschen ebenfalls in den Topf legen und alles etwa 20 Minuten köcheln lassen.

Danach den Weißwein angießen, aufkochen lassen und den Blumenkohl fein pürieren. Schmelzkäse, Sahne, Zitronensaft dazugeben. Die Suppen mit Salz, Pfeffer, Muskat und etwas Zucker abschmecken.

Weißbrot in Würfel schneiden und in der Pfanne in Butter knusprig rösten. Den Bacon in mundgerechte Stücke schneiden und kross anbraten.

Zum Anrichten werden die fertigen Suppen in zwei Krüge gefüllt. Die Suppen gleichzeitig in den Teller gießen. Einige Croûtons und Bacon auf die Suppe geben und frischen gelben, grünen und violetten Blumenkohl mit einer Reibe auf die Suppe raspeln.

Guten Appetit!

Lachsfilet auf Ciabatta, Paprikacreme mit Pimentón de la Vera und frischem Hopfenblüten-Gemüse

Heute stelle ich euch mein zweites Gericht mit frischen Hopfenblüten vor. Wie ihr schon wisst, bringe ich von meinen Spaziergängen in der Natur oft interessante Pflanzen mit. So beispielsweise wilden Hopfen, der an Waldesrändern und in Gebüschen wächst und rankt. Von August bis in den September hinein kann man die Hopfendolden ernten. Die kleinen Hopfenblüten enthalten Harz und ätherische Öle und geben dem Bier sein Aroma und ist sozusagen die Seele des Hopfengetränks.

Was viele nicht wissen ist, dass man Hopfen roh oder gekocht essen kann. Die jungen Hopfentriebe – man kann sie von April bis Juli ernten – sind eine Delikatesse und schmecken köstlich.

Für dieses Gericht habe ich Lachsfilet mit Haut, in Olivenöl geröstete Ciabatta-Scheiben, frische Hopfenblüten und selbst zubereitete Paprikacreme mit Pimentón de la Vera verwendet. Für Pimentón de la Vera werden Paprikaschoten aus der Region La Vera in Spanien seit Jahrhunderten über Eichenholzrauch geräuchert, getrocknet, später in Blechdosen verpackt und in alle Welt versandt. Der rauchige, scharfe und auch süßliche Geschmack rundet viele Speisen wie Fisch, Fleisch und Gemüse ab.

Rezept für 2 Personen

Zutaten:

• 250 g Lachsfilet mit Haut
• Zwei Hände voll frische Hopfenblüten
• 1 rote Paprikaschote
• 1 Zwiebel
• 100 ml Brühe
• 100 ml Crème fraîche
• Paprikapulver – Pimentón de la Vera
• Salz, Pfeffer
• ½ Zitrone
• Etwas Speisestärke
• Ciabatta
• Etwas Butter
• Olivenöl

Zubereitung:

Ciabatta halbieren, längs in dünne Scheiben schneiden, mit Olivenöl beträufeln und in der Pfanne knusprig rösten. Auf ein Küchentuch legen und das überschüssige Öl abtropfen lassen.

Für die Paprikacreme die Zwiebel in Würfel schneiden und in einem Topf in der Butter glasig dünsten. Anschließend die Paprika in Würfel schneiden und zu den Zwiebeln geben. Alles mit Brühe auffüllen, köcheln lassen bis die Paprikawürfel weich sind. Danach pürieren, durch ein feines Sieb und zurück in den Topf geben. Crème fraîche einrühren und mit etwas Speisestärke, die in kaltem Wasser angerührt wird, leicht binden. Die Creme mit Pfeffer, Salz und Pimentón de la Vera abschmecken.

Die frischen Hopfenblüten waschen, trocken schütteln, in Salzwasser blanchieren und in Eiswasser abschrecken damit die grüne Farbe erhalten bleibt. Butter in einer Pfanne zergehen lassen, mit Salz würzen und die Hopfenblüten dazugeben und 1-2 Minuten braten. Beim Anrichten zerlassene Butter darüber tröpfeln.

Das Lachsfilet unter kaltem Wasser abspülen und trocken tupfen. Die Haut vom Filet lösen und salzen. Die Haut in einer Pfanne mit Öl knusprig braten. Damit sich die Haut nicht wellt mit einem Topf während des Bratens beschweren. Die Filets salzen, pfeffern, mit etwas Zitronensaft beträufeln und in einer zweiten Pfanne auf jeder Seite etwa 3-4 Minuten bei mittlerer Hitze in Olivenöl braten.

Den Lachs auf der knusprigen Ciabatta-Scheibe und die Paprikacreme ringsherum anrichten und die knusprige Lachshaut sowie einige Hopfenblüten auf dem Teller verteilen.
Und nun einfach die Aromen-Vielfalt wie rauchig, säuerlich, salzig, süßlich, bitter und harzig mit den verschiedenen Texturen genießen.

Guten Appetit!

Omelett mit frischen Hopfenblüten

Bei Spaziergängen in der Natur kann man viele interessante Pflanzen entdecken. So beispielsweise wilden Hopfen, der an Waldesrändern und in Gebüschen wächst und rankt. Von August bis in den September hinein kann man die Hopfendolden ernten. Die kleinen Hopfenblüten enthalten Harz und ätherische Öle und geben dem Bier sein Aroma und ist sozusagen die Seele des Hopfengetränks.

Der Hopfen wurde 2007 sogar zur Arzneipflanze des Jahres gewählt. Für die gesunde Wirkung von Bitterstoffen gibt es gesicherte Erkenntnisse.

Was viele nicht wissen ist, dass man Hopfen roh oder gekocht essen kann. Die jungen Hopfentriebe – man kann sie von April bis Juli ernten – sind eine Delikatesse und schmecken wie Spinat.

Deshalb heute mal etwas ganz anderes aus meiner Küche. Das bodenständige Gericht ist schnell zubereitet und schmeckt sehr köstlich. Außer den frischen Hopfenblüten hat man die einfachen Zutaten meistens sowieso zu Hause. Ein zweites Gericht mit Hopfenblüten zeige ich hier in den nächsten Tagen.

Rezept für 2 Personen

Zutaten:

• 4 Eier
• 4 Scheiben Toastbrot
• 50 g Emmentaler Käse
• 100 ml helles Bier
• Eine Handvoll frische Hopfenblüten
• Butter
• Salz

Zubereitung:

Das Toastbrot entrinden, in Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Das Bier zum Brot geben und 10 Minuten weichen lassen. Eier mit dem Schneebesen cremig schlagen, salzen und zu den Brotwürfeln geben.

Käse in Würfel schneiden und die Hopfenblüten waschen, trocken schütteln und kleinhacken. Butter in der Pfanne zerlassen, die Eiermasse einfüllen und mit den Käsewürfeln und den gehackten bestreuen Hopfenblüten bestreuen.

Das Omelett bei milder Hitze goldgelb braten und mit einigen Hopfenblüten anrichten. Dazu passt natürlich ein Glas kühles Bier.

Guten Appetit!

 

 

Entencurry mit Aprikosen, Kokos und Reis

Ein köstliches Entencurry mit Aprikosen, Kokos und fruchtigem Reis, wenn es einmal schnell gehen muss. Gesehen habe ich das Rezept und seine Zubereitung von und mit Christian Henze, Kochbuchautor, deutscher TV- und Sternekoch im MDR-Fernsehen.

Aus knuspriger Entenbrust und einem exotischen Curry mit Aprikosen, Chili, Ingwer, Morcheln, Mango, Kokosmilch, Currypulver, Salz und süßer Chilisoße zauberte ich nach diesem Rezept ein köstliches Gericht, welches eine leicht indische Note hat. Raffinierte Gewürze und Zutaten lassen indische, würzig scharfe Gerichte zu einem Feuerwerk der Aromen werden. Beispielsweise werden in der indischen Küche Kurkuma, Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel, Senfkörner, Mangopulver, Zimt, Chili, Ingwer, Bockshornklee, Tamarinde, Garam Masala, Fenchel und Curry verwendet, um nur einige zu nennen.

Aufgrund der Religion des Hinduismus in Indien sind die meisten Gerichte vegetarisch. Eine große Vielfalt an verschiedenen Gemüse- und Obstsorten wie beispielsweise Yam, Papayas, Mangos, Auberginen, Kürbisse, Kohl, Tomaten, Möhren und Bohnen wird zu lukullischem Essen verarbeitet. Es gibt allerdings auch Rezepte, in denen Fleisch wie beispielsweise Hähnchen und Lamm zubereitet wird.

Das Herzstück der indischen Küche allerdings sind ihre vielfältigen Gewürzmischungen. Ein Tipp: Gewürze wie beispielsweise Kreuzkümmel, Koriander und Kurkuma in einer Pfanne ohne Öl rösten. Anschließend im Mörser zerstoßen. So entfalten die Gewürze ihr köstliches und duftendes Aroma.

Viel Freude beim Nachkochen und guten Appetit!