Mit Speck fängt man Mäuse

Speckmousse, Crostini, italienischer Landschincken

Speck kannte man bereits in der Antike und diente beispielsweise auch in späteren Epochen armen Leuten als deftiges, schmackhaftes  Lebensmittel.

In der Küche kann man den leckeren, würzigen Speck für viele herzhafte, bodenständige Gerichte verwenden. Speck gibt vielfältigsten Gerichten einen unnachahmlichen Geschmack. Wir kennen Frühstücksspeck mit Rührei, Speck in Scheiben auf  knusprigen Bauernbrot, gewürfelt in herzhaften Suppen oder Eintöpfen, an knusprigen Bratkartoffeln, Kartoffelsalat oder zum Umwickeln Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse oder Speck in geräucherter Wurst.

In meiner Küche verwende ich Speck – maßvoll eingesetzt – ebenfalls sehr gern. Auf meinen Streifzügen durch das World Wide Web entdeckte ich eine Vielfalt von weiteren Rezepten mit diesem Lebensmittel. So fanden Rezepte von Speckmousse und deren Verwendung meine besondere Aufmerksamkeit. Die Zubereitung ist denkbar einfach und sollte jedem gelingen.

Heute stelle ich diese kleine, kulinarische Delikatesse vor, die auf alle Fälle die Gaumen verzaubert.

Nach diesem Rezept habe ich die Mousse zubereitet. Die Speckmousse wickelte ich in italienischen Landschinken, richtete sie auf knusprigen Crostinis an und servierte sie mit Senf-Mayonnaise, Chilisoße und Schnittlauch. Mir werden mit Sicherheit noch weitere Anwendungsgebiete einfallen.

Also ran an den Speck!

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Entenleber-Terrine auf Knoblauch-Crostini, Salatrio mit karamellisiertem Obst

Entenleberterine auf Knoblauchcrostinis an Salatrio mit karamelisiertem Obst

Heute, am letzten Tag des Jahres, möchte ich euch noch eine kleine, kalte Vorspeise zeigen. Man kann die kleinen Köstlichkeiten auch Appetithappen, Horsd‘ œ uvre, Entree, Appetizer oder Amusegueule nennen. Sie werden vielseitig als Suppe, Salat, Antipasti, Tarte, Häppchen, Fisch oder Fleisch einfach, kreativ, aber raffiniert zubereitet. Der erste Eindruck zählt, das ist mit Sicherheit kein Geheimnis und gilt auch beim Menü. Die Vorspeise soll die Neugier auf nachfolgende Gänge wecken und Lust auf den Genuss machen. Ich hoffe, dass ich bei meinem 3-Gänge-Menü  einen tollen ersten Eindruck hinterlassen kann.

Ich wünsche allen meinen Lesern einen guten Rutsch und einen tollen, kreativen Start in das neue Jahr. Möge Euch Freude und Gesundheit bei all Eurem Tun begleiten!

 

Rezept für 4 Personen

 

Zutaten für die Entenleberterrine:

300 g frische Entenleber

300 ml Milch

2 Schalotten

1 Apfel

30 g Butter

Zucker

Cognac, Madeira, Portwein

Thymian, Salz, Pfeffer

 

Zutaten für den Salat:

1 Salatrio – eine Neuzüchtung von Lollo Rosso, Lollo Bionda und Eichblattsalat in einem Kopf

4 EL Olivenöl

3 EL Apfelessig

Pikanter Senf, flüssiger Honig, Salz, Pfeffer

 

Zutaten für das karamellisierte Obst:

Birnen, Pflaumen oder anderes Obst nach Wahl, Zucker

 

Weitere Zutaten:

1 Ciabatta

1 Knoblauchzehe

Olivenöl

Grobes Meersalz

 

Entenleber von Sehnen und Fett befreien, abspülen, trocken tupfen. Milch erwärmen und etwas Salz darin auflösen. Die vorbereitete Leber in die Milch geben und über Nacht darin ziehen lassen.

Apfel schälen, entkernen und Schalotten in feine Würfel schneiden. Thymianblättchen nach dem Waschen abzupfen und klein hacken.

Die Leber trocken tupfen und in Stücke schneiden. Butter in einer Pfanne erhitzen und einen Esslöffel Zucker hineingeben. Die Leberstücke darin etwas karamellisieren und bräunen lassen. Leber herausnehmen und beiseite stellen.

Dann werden in die Pfanne noch 2 EL Butter gegeben und die Thymian-Blättchen sowie die Schalotten- und Apfelwürfel für 5 Minuten bei mittlerer Hitze gedünstet. Nun wird die Entenleber  dazu gegeben und etwa 5 Minuten weiter gedünstet. Die Mischung wird mit Salz, Pfeffer und etwas Cognac, Madeira und Portwein abgeschmeckt.

Die Lebermasse in einem Mixer sehr fein pürieren und gleichzeitig etwas geschmolzene Butter in die Mischung geben. Die Terrine in Gläser abfüllen und zugedeckt etwa 2 Stunden im Kühlschrank erkalten und fest werden lassen.

Obst waschen und in Stücke schneiden. In einer Pfanne Zucker schmelzen und unter Rühren goldgelb werden lassen. Mit wenig Weißwein ablöschen. Wenn sich der Zucker vollständig  aufgelöst hat, können die Obststücke dazu gegeben und karamellisiert werden.

Salat waschen und trocken schleudern. Aus Olivenöl, Apfelessig, pikantem Senf, flüssigem Honig, Salz und Pfeffer ein Dressing mixen. Damit der Salat knackig bleibt erst kurz vor dem Anrichten Salat und Dressing mischen.

Ciabatta in Scheiben schneiden, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, mit Olivenöl beträufeln und im Ofen etwa 5 Minuten bei 100° C knusprig rösten. Die Scheiben aus dem Backofen nehmen, kurz abkühlen lassen und mit einer Knoblauchzehe abreiben.

Crostinis mit Entenleber-Terrine, mariniertem Salat, karamellisierten und frischen Früchten dekorativ auf einem Teller anrichten und sich die kleine Köstlichkeit schmecken lassen.

Guten Appetit!

Knusprig frittierte Eier und köstlicher Kartoffel-Möhren-Salat

 

Eine runde Sache sind die knusprig frittierten Eier. Außen goldgelb und innen wachsweich werden die Eier zu einer kleinen Köstlichkeit. Dazu passt sehr gut ein bunter Kartoffelsalat aus verschiedenfarbigen Kartoffeln und Möhren. Mit einem pikanten Dressing wird der Kartoffelsalat sehr lecker und schön saftig. Angerichtet habe ich den Salat in einem Servierring. Ein knuspriges Ei habe ich in der Mitte durchgeschnitten. So bekommt man sofort die cremige Konsistenz  unter der knusprigen  Hülle zu sehen. Ringsherum habe ich ein wenig Petersilien-Öl mit dem Löffel geträufelt. Das Arrangement anschließend noch mit einigen Petersilienblättchen und Borretschblüten  krönen.

 

Rezept für vier Personen

 

 Zutaten für den Kartoffelsalat:

  • 300 g blaue Kartoffeln
  • 300 g festkochende Kartoffeln
  • 300 g Möhren
  • 100 ml Kräuteressig
  • 150 ml Olivenöl
  • 1E L Dijon-Senf
  • 1 Knoblauchzehen
  • 1 kleine Zwiebel
  • Speck, ausgelassen
  • Salz, Pfeffer
  • Petersilie, Dill, wer mag etwas Koriander

 

Zutaten für die Eier:

  • 8 Eier
  • 100 g Pankomehl
  • 100 g Semmelmehl
  • 50 g Mehl
  • 2 Eier
  • Salz, Pfeffer
  • Kurkuma
  • Öl zum Frittieren

 

Zutaten für das Petersilien-Öl:

  • 1 Bund Petersilie
  • 100 ml Olivenöl
  • Salz

 

Zubereitung des Kartoffelsalats:

Festkochende Kartoffeln in der Schale kochen, Möhren schälen und ebenfalls kochen, abgießen und auf der ausgeschalteten Herdplatte ausdämpfen lassen. Nach dem Abkühlen werden die Kartoffeln und die Möhren in kleine, feine Würfel geschnitten.

Aus Essig, Öl, Senf, Knoblauch, Zwiebeln und ausgelassenem Speck eine Marinade zubereiten und gut in einem Schraubglas schütteln und über den Salat geben. Gehackte Kräuter zufügen und gut durchziehen lassen.

Tipp: Wenn man die blauen Kartoffeln in der Schale dämpft und nicht kocht, behalten sie ihre schöne blaue Farbe.

 

Zubereitung der Eier:

Die 8 Eier werden 5 Minuten gekocht, abgeschreckt und anschließend geschält. Die restlichen 2 Eier in einer Schüssel mit Salz und Pfeffer verquirlen. Panko-und Semmelmehl, etwas Kurkuma in einer Schüssel mischen. Das Mehl ebenfalls in eine andere Schüssel geben.

Öl in einen kleinen Topf geben und erhitzen. Die gekochten, abgekühlten Eier in Mehl wenden, in die Eiermasse geben und anschließend in den Semmelbröseln wälzen. Die panierten Eier 4 Minuten im Frittieröl goldgelb ausbacken und auf Küchenpapier abtropfen lassen und warm halten.

 

Zubereitung des Petersilien-Öls:

Petersilie waschen, trocken schütteln und  kurz in kochendem Wasser blanchieren. Anschließend die Petersilie mit Öl und Salz im Mixer fein pürieren.

 

Guten Appetit!

 

 

 

 

Brisoletten auf Zwiebelkartoffeln

 

Bouletten und Zwiebelkartoffeln .JPG

Heute widme ich mich mit meinem Gericht insbesondere der Kartoffel.  Es braucht schon viel Fantasie diese kleine, runde Knolle schmackhaft und immer wieder anders auf den Tisch zu bringen.

Außer Salzkartoffeln, Bratkartoffeln, Kartoffelsalat, Klöße und Kartoffelpüree gibt es unzählige Möglichkeiten die Kartoffel auf dem Teller in Szene zu setzen. Für mich sind auch die vielen Kartoffelsorten, ob gelb, rotschalig, blau, alte, bewährte Sorten oder Neuzüchtungen mit ihren unterschiedlichen Geschmäckern äußerst interessant. Leider wird man vor Ort nicht immer fündig, wenn man auf der Suche nach einer bestimmten Kartoffelsorte in den Supermarkt geht. In Zeiten des Internets ist es aber keine Hürde auch kleine Mengen einer oder mehrerer Kartoffelsorten bei Hofbauern zu kaufen.

Bereits im Reich der Inkas fand die Kartoffel mit vielen Sorten ihre Verwendung. Vor einigen hundert Jahren fand die Kartoffel auch ihren Weg nach Europa. Hier wurde sie lange als Zierpflanze auf Schlössern und Burgen angebaut. Heute wollen wir die Kartoffel in unserem Leben nicht mehr missen. Gesund und mit vielen Nährstoffen sowie wenigen Kalorien ist sie auf unseren Tellern immer wieder willkommen!

 

Für 4 Personen

Zutaten für die Zwiebelkartoffeln:

  • 600 g Kartoffeln
  • 3 große Zwiebeln, 1 kleine Zwiebel
  • 50 g Butter
  • 20 g Mehl
  • 200 ml Brühe
  • 200 ml Milch
  • Salz, Pfeffer, Schnittlauch

Zutaten für die Bouletten:

  • 500 g Gehacktes
  • 3 EL Semmelbrösel für das Gehacktes
  • 4 EL süße Sahne
  • 1 Zwiebel
  • 1 Ei
  • Pfeffer, Salz, Hackfleischgewürz mit Piment, Koriander, Nelken, Muskat, Zimt
  • Semmelmehl für die Panade
  • Öl zum Braten
  • Butter zum Braten

 

Zubereitung der Zwiebelkartoffel:

Kartoffeln in Salzwasser etwa zwanzig Minuten garen, abschälen und die Kartoffeln in dünne Scheiben schneiden. Die Butter in einer Pfanne schmelzen, die Zwiebelwürfel anschwitzen, das Mehl überstäuben und gut verrühren. Milch und Brühe dazu geben und kurz aufkochen lassen. Die Kartoffelscheiben in der Soße durchziehen lassen und mit Salz, Pfeffer und Schnittlauch abschmecken.

Zubereitung der Brisoletten:

Eine kleine Zwiebel in Würfel schneiden, in etwas Butter goldgelb anschwitzen. Gedünstete Zwiebelwürfel zum Gehackten geben und mit Ei, Sahne, den Semmelbröseln und Gewürzen gut mischen. Daraus kleine Brisoletten formen und in Semmelbrösel wälzen. Im heißen Öl, dem ich etwas Butter zugesetzt habe, wurden sie bei mittlerer Hitze goldgelb braten. Die Brisoletten während des Bratvorgangs soufflieren, das heißt immer wieder mit dem Öl-Butter-Gemisch beträufeln. So werden die Brisoletten super köstlich!

Angerichtet habe ich die Brisoletten mit Gewürzgurkenwürfelchen und Rote-Bete-Creme auf den Zwiebelkartoffeln. Kresse, Borretschblüten und ein Mangosößchen runden mein Gericht ab. Für die Mangoße habe ich frische Mango püriert und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.  Guten Appetit!

Cremiges Kartoffelsüppchen von der blauen „Bleue de la Manche“

 

Kartoffelsuppe von der Bleue de la Manche-001

Kartoffelsorten gibt`s ja viele und zwar festkochende, mehlige, köstliche, Landsorten, Gourmetkartoffeln, Standardsorten, blaue, gelbe, rote, nussig schmeckende, alte Sorten, Neuzüchtungen, Kartoffelraritäten, seltene Sorten und viele andere mehr.

Man kann sie kochen, braten oder als Püree, Auflauf, Kloß, Salat auf die vielfältigste Art zubereiten. Reich an Nährstoffen ist sie schmackhaft, sättigend und preiswert. Kurzum die Kartoffel ist aus unserem Speiseplan nicht mehr wegzudenken.

Von einem Kartoffelhof mit über hundertjähriger Tradition habe ich mir die blaue „Bleue de la Blanche“ bestellt. Die seltene Sorte kam im 16. Jahrhundert nach Europa. Im Norden Frankreichs, der Normandie,  wurde sie seither kultiviert, geriet in Vergessenheit und wird heute wieder angebaut. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass diese Kartoffel äußerst köstlich und cremig ist.   Daraus habe ich ein leckeres Kartoffelsüppchen gezaubert.

 

Rezept für zwei Personen

Zutaten für die Suppe:

300 g blaue Kartoffeln

1 rote Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 Stück frischen Ingwer, etwa 1 Zentimeter

50 g fetten Speck

300 ml Gemüsefond

50 ml Sahne

Einige Tropfen Zitronensaft

Etwas Butter

Majoran, Muskat, Lorbeerblatt, Salz, Pfeffer, Zucker, Ducca- eine geröstete Nuss-Gewürzmischung

 

Zutaten für die Crostinis:

1 Baguette

50 g Gorgonzola

Frische Birnenscheiben

Kräuter

 

Zubereitung:

Speck klein schneiden, Zwiebel und  abziehen und würfeln, Kartoffeln schälen und ebenfalls in Würfel schneiden. Ingwer und Knoblauch schälen.

Eine Kartoffel schälen, in Scheiben schneiden, mit Olivenöl bestreichen, mit grobem Salz bestreuen und bei 180 °C etwa 10 Minuten knusprig backen.

Etwas Butter in einen Topf geben und zerlassen. Darin die Speckwürfel glasig auslassen und Zwiebel kurz dünsten. Kartoffelstücke im Zwiebel-Speckgemisch fünf Minuten braten und den Majoran kurz dünsten.  Anschließend den Fond, die Sahne, das Lorbeerblatt, geriebenen Ingwer, geriebenen Knoblauch zugeben und die Suppe etwa 20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.  Die Suppe pürieren und mit  Salz, Pfeffer, Zucker, Muskat und einigen Tropen Zitronensaft abschmecken.

Milchschaum zubereiten.

Baguette in Scheiben schneiden, mit Olivenöl beträufeln und im Ofen bei etwa 100 °C auf Backpapier in etwa 5 bis 8 Minuten rösten. Aufpassen, denn die dünnen Scheiben werden schnell zu braun. Crostinis abkühlen lassen. Mit etwas Gorgonzola, frischen Birnenstücken und Kräutern anrichten.

Die Suppe habe ich mit Ducca bestreut und etwas Milchschaum gekrönt. Dazu die Käse-Birnen-Crostinis anrichten und mit Kräutern garnieren. Köstlich!

 

Austernseitlinge im Burger mit Barbecue-Soße

Burger mit Austernseitling und Barbecue-Sauce

So, nun bin ich wieder da und werde mich wieder dem Kochen widmen. Meine zweite Leidenschaft, das Malen, hatte mich in den letzten Wochen sehr in Anspruch genommen. Neben der Malerei habe ich eine Ausstellung einschließlich Vernissage im Bestehornhaus Aschersleben vorbereitet. In Einzelausstellungen konnten wir Schwestern in den letzten Jahren die Bilder beispielsweise in Halle, Leipzig, Greiz, Naumburg, Weißenfels, Karlsruhe, Freyburg und Frankfurt/Main zeigen. Mit meinen zwei malenden, kreativen Schwestern haben wir erstmals eine gemeinsame Ausstellung gestaltet. Ein tolles Erlebnis, welches lange im Gedächtnis bleiben wird.

Herbstzeit ist Pilzsammelzeit.

Schon als Kind war ich in den Wäldern südlich von Berlin eine emsige Pilzsucherin. Jedes Jahr in den Ferien waren meine Geschwister und ich bei den Großeltern. Eine schöne Zeit, an die ich heute noch gern zurückdenke. Einige hundert Meter vom kleinen Bauerngehöft der Großeltern entfernt begann der Wald. Zur Pilzzeit bekamen wir vom Großvater morgens kleine Spankörbe in die Hand gedrückt und los ging`s. Großvater hat uns gelehrt wo man suchen muss und welche Pilzsorten essbar sind.  Die typischen trockenen Sandböden der Wälder, die einen Baumbestand aus überwiegend Kiefern hatten, ließen Unmengen von Pfifferlingen sprießen. Den holzigen, harzigen und frischen Geruch dieser Wälder kann ich noch heute aus meinem Gedächtnis abrufen. Natürlich fanden wir auch Steinpilze, Maronen, Birkenpilze und andere Sorten. Die Liebe zum Sammeln, Putzen und Zubereiten  von Pilzen wurde damals in frühen Kindertagen geweckt und hält bis heute an.

Heute stelle ich  ein Rezept vor, bei dem ich Austernseitlinge aus regionaler Zucht verwendet habe.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

  • 500 g Austernseitlinge
  • 1 Zwiebel
  • 100 g Bacon
  • 2 EL Öl
  • 200 g SalaRico-Salat – eine Kreuzung aus Eisberg- und Römersalat
  • 4 Bauernbrötchen
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Schwarzbier
  • 2 EL Balsamico-Creme
  • 2 EL Ketchup
  • 2 EL Senf
  • Pflaumenarmelade

 

Zubereitung:

Austernseitlinge putzen, in  Streifen schneiden, im heißen Öl anbraten und zehn Minuten dünsten.

Inzwischen die Barbecue-Soße zubereiten. Dafür die Zwiebel in kleine Würfel schneiden, in einen Topf mit etwas Öl geben  und goldgelb dünsten.  Anschließend die Gemüsebrühe und das Schwarzbier auffüllen und fünf Minuten köcheln lassen. Balsamico-Creme, Ketchup und Senf dazu geben. Die Soße nochmals kurz köcheln lassen, eventuell etwas reduzieren lassen und mit dem Mixstab cremig mixen. Mit Pflaumenmarmelade abschmecken.

Baconstreifen in etwas Öl knusprig braten und auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

Salat waschen, trocken schleudern und in Streifen schneiden.

Die gebratenen Austernseitlinge mit der cremigen Soße mischen.

Bauernbrötchen aufschneiden. Salatstreifen und die Pilze in BBQ-Soße auf der unteren Brötchenhälfte verteilen. Darauf gehört der knusprige Bacon und die andere Hälfte des Brötchens.

Eine leckere Variante für einen köstlichen und herzhaften Burger.

 

Rote-Bete-Risotto mit Ziegenkäse und Zimt-Ducca von der Schweizer Sterneköchin Tanja Grandits

Rote-Bete-Risotto mit Ziegenkäse und Zimt-Ducca.JPG

Die Schweizer Zwei-Sterne-Köchin Tanja Grandits erkochte sich mit ihrem Team 18 Gault-Millau-Punkte. Sie wurde vom „Guide Michelin“, dem weltweit renommierten Restaurantführer,  mit dem „2017 Michelin Switzerland Female Chef Award“ ausgezeichnet. Ihre Gerichte bestechen durch äußerst reizvolle Farbkontraste, Hauptfarben je Gericht sowie  Hauptaromen. Bei ihren Kochkünsten dreht sich alles um Farben, Gewürze und Kräuter. So werden Lebensmittel mit gleichen Farben zur raffinierten Arrangements vereint.

Zimt-Ducca ist eine köstliche, äthopische Gewürzmischung, die man sehr vielseitig verwenden kann. Zum Beispiel findet Ducca als Gewürz oder als Panade für Fleisch, Hackfleisch, Geflügel und Fisch Verwendung. Äußerst köstlich!

Tanja Grandits Rote-Bete-Risotto mit Ziegenkäse und Zimt-Ducca habe ich nachgekocht und finde, dass es ein sehr köstliches Gericht ist. Ich werde es wieder einmal zubereiten!

Ein Rezept der Sterneköchin Tanja Grandits aus dem „Restaurant Stucki“ in Basel.

Quelle: Worldsoffod

 

Zutaten für 2 Personen

 

Zutaten für das Rote-Bete-Risotto:

1 Rote Bete, vorgegart

2 Schalotten, gewürfelt

2 EL Olivenöl

250 g Risotto-Reis

1 Lorbeerblatt

100 ml Weißwein

50 ml Rote-Beete-Saft

500 ml Gemüsefond

40 g Butter

50 g Ziegenkäse, zerbröselt

Salz, schwarzer Pfeffer

Rote-Bete-Kresse

 

Zutaten für Zimt-Ducca:

8 EL Sesam

4 EL Koriander

2 EL Kreuzkümmel

1 TL schwarzer Pfeffer

6 EL Haselnüsse

½ TL Zimt

2 EL Fleur de Sel

 

Zubereitung:

Rote Bete in gleichmäßig große Würfel schneiden. Schalotten ebenfalls in feine Würfel schneiden und in Butter glasig dünsten. Risotto-Reis zugeben, umrühren und den Reis bei mittlerer Hitze glasig werden lassen. Den Reis mit Wein ablöschen und einköcheln lassen. Nach und nach den Fond aufgießen bis die Flüssigkeit fast gänzlich aufgesogen ist. Den Reis bei diesem Vorgang ständig umrühren. Das Risotto ist nach etwa 12-15 Minuten bissfest und fertig.

Sesam, Koriander, Kreuzkümmel, gemörserter schwarzer Pfeffer und Haselnüsse in einer Pfanne ohne Öl leicht rösten und mit den anderen Zutaten für das Zimt-Ducca vermischen.

Rote-Bete-Würfel, Butter, ein Drittel des Ziegenkäse unter den Reis heben und mit Salz und gemörsertem schwarzem Pfeffer abschmecken.

Risotto in tiefen Tellern anrichten mit dem restlichen Ziegenkäse und dem einzigartigen Zimt-Ducca bestreuen. Das Gericht mit der Rote-Bete-Kresse garnieren und das himmlische Gericht genießen.

Ganz besonders Spaß gemacht hat es mir Ton in Ton zu kochen, da ich ja auch in meinem anderen Hobby leidenschaftlich gern mit Farben umgehe. Von Zeit zu Zeit nehme ich Pinsel und Farbe zur Hand und kreiere Neues auf Aquarellpapier und Leinwand.

Mit Sicherheit werde ich weitere farbintensive Gerichte von Tanja Grandits ausprobieren, denn es macht Spaß so farbenfroh zu kochen.

 

 

Ana Roš – Weltbeste Köchin wurde in Melbourne mit „World’s Best Female Chef“ Award 2017 geehrt

Ravioli mit geräuchertem Aal, Gänseleber und fermentiertem Topfen.JPG

Die Spitzenköchin Ana Roš betreibt mit ihrem Ehemann das Restaurant „Hiša Franko“ aus Kobarid im Sočatal in Slowenien.

Durch den Restaurantführer „Gault&Millau 2017“ wurde das Restaurant mit zwei Hauben bewertet.

Die Spitzenköchin wurde 2017 Preisträgerin des diesjährigen „World’s Best Female Chef“ Awards. Diesen Preis konnte die Köchin im April 2017 in Melbourne im Rahmen der Zeremonie der „World’s 50 Best Restaurants“- Gala  in Empfang nehmen.

Diese außergewöhnliche und kreative Spitzenköchin hat meine uneingeschränkte Bewunderung gefunden, denn ohne kulinarische Ausbildung konnte sie mit ihren Kochkünsten internationale Aufmerksamkeit erwecken.

Das war für mich der Anlass ihr Rezept „Ravioli mit geräuchertem Aal, Gänseleber und fermentiertem Topfen“ nachzukochen. Mit großem Respekt habe ich das Rezept oft gelesen, verinnerlicht und schließlich die Zutaten besorgt. Manche Lebensmittel konnte ich frisch im Supermarkt kaufen, andere wiederum musste ich im Internet bestellen. So zum Beispiel waren die außergewöhnlichen Fenchelpollen, das  „Gewürz der Engel“, nur über das Internet zu bekommen.

Da ich Herausforderungen liebe, habe ich es gewagt mich auf diese kulinarische Aufgabe einzulassen.

Rezept für 4 Personen / nach einem Rezept von Ana Roš / Quellenangabe

Zutaten und Zubereitung:

Ravioliteig:

  • 250 g Semolina (italienisches Hartweizenmehl)
  • 90 g Vollei
  • 65 g Eigelb
  • 10 ml Olivenöl

Die Zutaten für die Ravioli werden in eine Schüssel gegeben und 10 Minuten lang gut verknetet. Anschließend den Teig zu einer Kugel formen, in Küchenfolie wickeln und 24 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Am nächsten Tag den Ravioliteig dünn ausrollen, in Quadrate teilen. Mit einem Teelöffel wird etwas von der Ravioli-Fülle auf den Teig gegeben. Die Ränder der Ravioli werden mit etwas kaltem Wasser bestrichen, zusammengefaltet und fest zusammengedrückt. Ravioli in einen Topf mit kochendem Salzwasser legen und für 10-12 Minuten köcheln lassen. Die Kochzeit richtet sich nach der Stärke des Nudelteiges. Am besten man macht eine Garprobe.

Geräucherter Aal-Fond:

  • 250 g Aal geräuchert
  • 50 g Schalotten
  • 25 g Lauch
  • 25 g Stangensellerie
  • 35 g Weißwein
  • 250 ml Wasser + Eiswürfel
  • Salz, weißer Pfeffer

Den geräucherten Aal filetieren und die Hälfte der Filets auf die Seite legen und im Kühlschrank bis zum Anrichten kühl stellen.

Die andere Hälfte des Aalfilets wird für die Ravioli-Fülle benötigt.

Zunächst werden die Aalabschnitte (Haut und Gräten) mit dem zerkleinerten Gemüse in einen Topf gegeben und leicht angeschwitzt, gesalzen und gepfeffert. Mit Weißwein ablöschen, Wasser und Eiswürfel dazugeben. Der Fond wird auf 125 ml eingeköchelt und anschließend durch ein feines Sieb passiert.

Ravioli – Fülle (flüssiger Kern):

  • 125 ml Räucheraal-Fond
  • 50 g mehlige kochende Kartoffeln in Salzwasser
  • 15 ml Kochwasser von den Kartoffeln
  • 80 g filetierter geräucherter Aal
  • 10 g Butter
  • 3 Blatt Gelatine

Zerdrückte Kartoffeln, Kartoffelkochwasser, Räucheraal, Räucheraal-Fond noch heiß in einen Mixer geben und mit der Butter fein mixen. 3 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen, gut ausdrücken, zur gemixten Masse geben, salzen, pfeffern und abgedeckt im Kühlschrank ruhen lassen.

Rote Bete Reduktion:

  • 250 ml Rote-Bete-Saft

Rote-Bete-Saft in einen Topf geben, bis auf 125 ml reduzieren und dann abkühlen lassen.

Gänseleber:

  • 80 g frische Gänseleber
  • Salz, Pfeffer

Gänseleber in dünne Scheiben aufschneiden und mit anrichten.

Quarkcreme:

  • 100 g Quark
  • 85 ml Sahne
  • 60 ml Milch
  • Salz

Alle Zutaten gut verrühren und  fein glatt mixen.

Auf jedem Teller werden je 3 gegarte Ravioli, das restliche Aalfilet, die dünn aufgeschnittene Gänseleber, hauchdünne Scheiben vom Apfel Granny Smith, Quarkcreme, einige Tropfen Rote-Bete-Reduktion, hauchdünn aufgeschnittener frischer Fenchel angerichtet.

Das Gericht wird nur mit Fenchelpollen auch „Gewürz der Engel“ genannt, Olivenöl und Salz gewürzt. Fenchelpollen sind ein sehr exklusives Gewürz, welches durch ein wundervolles Aroma besticht. Das außergewöhnliche Gewürz wird ausschließlich als Schlussgewürz verwendet. Eine köstliche Erfahrung für alle, die gerne in der Küche mal etwas Neues ausprobieren.

Dieses Rezept ist eine kulinarische Offenbarung mit feinstens abgestimmten Zutaten und Geschmacksnuancen.

 

 

Delikater Fischeintopf

Seit einiger Zeit hatte ich mir vorgenommen eine wohlschmeckende Fischsuppe zu kochen. Es sollte eine kräftige Suppe mit viel Einlage zum Sattessen werden.

Fischkarkassen hatte ich eingefroren vorrätig. Also überlegte ich mir ein Rezept und kaufte alle Zutaten frisch ein. Ich lege Wert darauf frische Produkte für meine Gerichte zu verwenden. Wieder einmal stellte ich fest, dass man doch öfter mal wohlschmeckenden, gesunden Fisch essen sollte.

Der Fisch ist reich an Proteinen, gesunden Fettsäuren, Mineralien, Vitaminen und somit ein äußerst gesundes Nahrungsmittel mit wenigen Kalorien. Ein bis zwei Fischmahlzeiten sollten pro Woche auf unserem Speiseplan stehen. Gut zubereitet wird Fisch zu einem köstlichen Gaumenschmaus.

…und los geht es!

Rezept für 4 Personen

Zutaten für den Fischfond:

  • 1 kg Fischkarkassen (kann man beim Fischhändler kaufen)
  • 1 Bund Suppengrün
  • 1 Zwiebel
  • 1,5 Liter Wasser
  • Salz, Pfefferkörner, Piment, Lorbeerblatt

Zutaten für den Fischeintopf:

  • 400 g Seelachsfilet
  • 2 große Möhren
  • 2 große Kartoffeln
  • 1 Lauchstange
  • 1 Zwiebel
  • 2 Tomaten
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 Fenchelknolle
  • Etwas Öl und Butter
  • Brötchen
  • Thymian, Estragon, Fenchelgrün, Piment, Lorbeerblatt, Salz, Pfeffer, Sternanis, Safran, Zitrone, Sherry

Zubereitung:

Die Karkassen unter fließend kaltem Wasser abspülen, trocken tupfen, grob würfeln und in einen Topf geben. Das Suppengrün und die Zwiebel putzen, zerkleinern, Gewürze, Zitronenschale zugeben  und mit dem kalten Wasser auffüllen. Nun alles zum Kochen bringen und bei kleiner Flamme etwa 30 Minuten köcheln lassen. Den sich bildenden Schaum öfter abschöpfen. Nach Ende der Garzeit den Fischfond durch ein feines Sieb gießen.

Für den Fischeintopf das Seelachsfilet kalt abspülen, trockentupfen, in grobe Würfel schneiden und beiseite stellen. Möhren, Kartoffeln putzen und in Würfel schneiden. Lauch, Zwiebel, Fenchel putzen und in Ringe schneiden. Knoblauchzehen mit dem Messer kleinhacken. Etwas Öl in einen Topf geben, das zerkleinerte Gemüse im Öl etwa 5 Minuten leicht andünsten. Anschließend mit Fischfond auffüllen, die Kräuter, Gewürze und den Safran dazugeben. Das Ganze kurz aufkochen und bei milder Hitze 30 Minuten köcheln lassen.

Für den Fischeintopf das Seelachsfilet kalt abspülen, trockentupfen und in grobe Würfel schneiden. Die Tomaten von den Kernen befreien und anschließend in feine Würfel schneiden. Den Fisch und die Tomatenwürfelchen zum Eintopf geben und etwa 10 Minuten ziehen lassen. So bleiben die Fischwürfel erhalten und zerfallen nicht.

Inzwischen Brötchen in Scheiben schneiden und in einer Pfanne mit Butter knusprig, goldbraun rösten.

Den Fischeintopf mit Salz, Pfeffer und Sherry abschmecken. Angerichtet habe ich den wohlschmeckenden Eintopf mit Thymianblüten, Estragon, Fenchelgrün, Zitrone und einer Scheibe vom knusprig gebraten Brötchen.

Wer mag kann den Eintopf mit mehreren Fischsorten zubereiten und auch Weißwein dazugeben.

Zweifarbige Erbsen-Möhren-Suppe

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Bei diesem kühlen Aprilwetter hatte ich wieder mal Appetit auf eine leichte, frische Frühlingssuppe. Ich entschied mich für zwei unkomplizierte Gemüsesuppen, für die man nicht viele Zutaten benötigt. Darüber sind sie  einfach und schnell zu kochen.

Der Clou bei diesen beiden Suppen liegt darin, dass man sie zusammen auf einem Teller – also zweifarbig – anrichtet. Fertig gekochte Suppe jeweils in einen Krug mit Henkel füllen. Eine zweifarbige Suppe erhält man, indem man in jede Hand einen Krug nimmt und die Suppen gleichzeitig in den Teller gießt. Wenn die Suppen eine gleiche Konsistenz haben, fließen sie nicht ineinander. Mit Creme fraiche, Croutons, Bacon, einigen Erbsen, Minze und Petersilie habe ich die Suppe angerichtet. So wird die zweifarbige Suppe zu einem absoluten, ungewöhnlichen Hingucker.

Zutaten für die Erbsensuppe:

  • 500 g TK-Erbsen
  • 2 große Kartoffeln
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • 1 Zwiebel
  • 50 ml Sahne
  • 50 g Butter
  • Creme fraiche
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Minze, Weißbrotwürfel, Bacon

Zutaten für die Möhrensuppe:

  • 500 g Möhren
  • 2 große Kartoffeln
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • 1 Zwiebel
  • 50 ml Sahne
  • 50 g Butter
  • Creme fraiche
  • Ingwer, Salz, Pfeffer, Petersilie, Weißbrotwürfel, Bacon

 

Zubereitung:

Kartoffeln, Zwiebel schälen, in kleine Würfel schneiden, in einen Topf geben und in Butter andünsten. Danach die Gemüsebrühe auffüllen, Erbsen dazugeben, etwa 5 Minuten köcheln lassen. Einige Erbsen vorher beiseitelegen. Sahne zufügen, nochmals kurz aufkochen und mit dem Mixstab pürieren. Die Suppe soll eine feine, cremige Konsistenz haben. Anschließend mit Salz, Pfeffer abschmecken.

Möhren, Kartoffeln, Zwiebel, Ingwer schälen in kleine Würfel schneiden. Zusammen in einem Topf geben und in der Butter andünsten. Mit Zucker bestreuen und das Gemüse leicht karamellisieren. Anschließend mit der Gemüsebrühe auffüllen und etwa 20 Minuten leise köcheln. Sahne zufügen, kurz aufkochen und mit dem Mixstab pürieren. Die Suppe soll eine feine, cremige Konsistenz haben. Anschließend mit Salz, Pfeffer abschmecken.

Weißbrot in Würfel schneiden und in Butter knusprig rösten. Ebenso Bacon knusprig braten.

Suppen in einem Teller – wie oben beschrieben – hübsch anrichten.