Zweifarbige Blumenkohl-Cremesuppe gekrönt mit knusprigem Bacon und Croutons

Blumenkohlsuppe, zweifarbig - Kopie (3)

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Die Suche nach buntem Blumenkohl – gelb, grün und violett – gestaltete sich sehr schwierig. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt Gerichte mit buntem Blumenkohl zu zaubern. Im Internet war ich in verschiedenen Ländern unterwegs. Aber den bunten Blumenkohl fand ich letztendlich nach längerer Suche sogar regional in meiner Wohnortnähe. In der Gärtnerei Fischer in Erfurt-Dittelstedt bekam ich besagten Blumenkohl frisch geerntet und absolut knackig. Der Chef eines kleinen EDEKA-Marktes in Naumburg brachte mir freundlicherweise den bunten Blumenkohl mit in meinen Wohnort. Das klappte wie am Schnürchen! Es war eine Freude den frischen Blumenkohl zu verarbeiten. Die bunten Sorten haben einen köstlichen und kräftigen Geschmack. Für dieses Gericht habe ich eine violette und eine gelbe Blumenkohl-Cremesuppe gekocht. Gekrönt habe ich die zweifarbige Suppe mit knusprig gebratenen Bacon und selbstgemachten Croûtons. Es war köstlich und ein herbstliches Fest für die Augen!

Rezept für 4 Personen

Zutaten für 2 Suppen:

• 2 Blumenkohl, violett, gelb
• 2 Zwiebeln
• 2 El Butter
• 1 l Gemüsefond
• 1 Zitrone
• 200 ml Weißwein
• 200 g Schlagsahne
• 200 g Schmelzkäse
• Salz, Pfeffer, Muskat
• Weißbrot
• Bacon

Zubereitung:

Beide Suppen getrennt zubereiten.

Blumenkohl waschen und in Röschen teilen, Zwiebel schälen, fein würfeln. Zwiebel in einem Topf in der Butter glasig andünsten. 500 ml Fond dazugeben und die Blumenkohlröschen ebenfalls in den Topf legen und alles etwa 20 Minuten köcheln lassen.

Danach den Weißwein angießen, aufkochen lassen und den Blumenkohl fein pürieren. Schmelzkäse, Sahne, Zitronensaft dazugeben. Die Suppen mit Salz, Pfeffer, Muskat und etwas Zucker abschmecken.

Weißbrot in Würfel schneiden und in der Pfanne in Butter knusprig rösten. Den Bacon in mundgerechte Stücke schneiden und kross anbraten.

Zum Anrichten werden die fertigen Suppen in zwei Krüge gefüllt. Die Suppen gleichzeitig in den Teller gießen. Einige Croûtons und Bacon auf die Suppe geben und frischen gelben, grünen und violetten Blumenkohl mit einer Reibe auf die Suppe raspeln.

Guten Appetit!

 

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Lachsfilet auf Ciabatta, Paprikacreme mit Pimentón de la Vera und frischem Hopfenblüten-Gemüse

Heute stelle ich euch mein zweites Gericht mit frischen Hopfenblüten vor. Wie ihr schon wisst, bringe ich von meinen Spaziergängen in der Natur oft interessante Pflanzen mit. So beispielsweise wilden Hopfen, der an Waldesrändern und in Gebüschen wächst und rankt. Von August bis in den September hinein kann man die Hopfendolden ernten. Die kleinen Hopfenblüten enthalten Harz und ätherische Öle und geben dem Bier sein Aroma und ist sozusagen die Seele des Hopfengetränks.

Was viele nicht wissen ist, dass man Hopfen roh oder gekocht essen kann. Die jungen Hopfentriebe – man kann sie von April bis Juli ernten – sind eine Delikatesse und schmecken köstlich.

Für dieses Gericht habe ich Lachsfilet mit Haut, in Olivenöl geröstete Ciabatta-Scheiben, frische Hopfenblüten und selbst zubereitete Paprikacreme mit Pimentón de la Vera verwendet. Für Pimentón de la Vera werden Paprikaschoten aus der Region La Vera in Spanien seit Jahrhunderten über Eichenholzrauch geräuchert, getrocknet, später in Blechdosen verpackt und in alle Welt versandt. Der rauchige, scharfe und auch süßliche Geschmack rundet viele Speisen wie Fisch, Fleisch und Gemüse ab.

Rezept für 2 Personen

Zutaten:

• 250 g Lachsfilet mit Haut
• Zwei Hände voll frische Hopfenblüten
• 1 rote Paprikaschote
• 1 Zwiebel
• 100 ml Brühe
• 100 ml Crème fraîche
• Paprikapulver – Pimentón de la Vera
• Salz, Pfeffer
• ½ Zitrone
• Etwas Speisestärke
• Ciabatta
• Etwas Butter
• Olivenöl

Zubereitung:

Ciabatta halbieren, längs in dünne Scheiben schneiden, mit Olivenöl beträufeln und in der Pfanne knusprig rösten. Auf ein Küchentuch legen und das überschüssige Öl abtropfen lassen.

Für die Paprikacreme die Zwiebel in Würfel schneiden und in einem Topf in der Butter glasig dünsten. Anschließend die Paprika in Würfel schneiden und zu den Zwiebeln geben. Alles mit Brühe auffüllen, köcheln lassen bis die Paprikawürfel weich sind. Danach pürieren, durch ein feines Sieb und zurück in den Topf geben. Crème fraîche einrühren und mit etwas Speisestärke, die in kaltem Wasser angerührt wird, leicht binden. Die Creme mit Pfeffer, Salz und Pimentón de la Vera abschmecken.

Die frischen Hopfenblüten waschen, trocken schütteln, in Salzwasser blanchieren und in Eiswasser abschrecken damit die grüne Farbe erhalten bleibt. Butter in einer Pfanne zergehen lassen, mit Salz würzen und die Hopfenblüten dazugeben und 1-2 Minuten braten. Beim Anrichten zerlassene Butter darüber tröpfeln.

Das Lachsfilet unter kaltem Wasser abspülen und trocken tupfen. Die Haut vom Filet lösen und salzen. Die Haut in einer Pfanne mit Öl knusprig braten. Damit sich die Haut nicht wellt mit einem Topf während des Bratens beschweren. Die Filets salzen, pfeffern, mit etwas Zitronensaft beträufeln und in einer zweiten Pfanne auf jeder Seite etwa 3-4 Minuten bei mittlerer Hitze in Olivenöl braten.

Den Lachs auf der knusprigen Ciabatta-Scheibe und die Paprikacreme ringsherum anrichten und die knusprige Lachshaut sowie einige Hopfenblüten auf dem Teller verteilen.
Und nun einfach die Aromen-Vielfalt wie rauchig, säuerlich, salzig, süßlich, bitter und harzig mit den verschiedenen Texturen genießen.

Guten Appetit!

Omelett mit frischen Hopfenblüten

Bei Spaziergängen in der Natur kann man viele interessante Pflanzen entdecken. So beispielsweise wilden Hopfen, der an Waldesrändern und in Gebüschen wächst und rankt. Von August bis in den September hinein kann man die Hopfendolden ernten. Die kleinen Hopfenblüten enthalten Harz und ätherische Öle und geben dem Bier sein Aroma und ist sozusagen die Seele des Hopfengetränks.

Der Hopfen wurde 2007 sogar zur Arzneipflanze des Jahres gewählt. Für die gesunde Wirkung von Bitterstoffen gibt es gesicherte Erkenntnisse.

Was viele nicht wissen ist, dass man Hopfen roh oder gekocht essen kann. Die jungen Hopfentriebe – man kann sie von April bis Juli ernten – sind eine Delikatesse und schmecken wie Spinat.

Deshalb heute mal etwas ganz anderes aus meiner Küche. Das bodenständige Gericht ist schnell zubereitet und schmeckt sehr köstlich. Außer den frischen Hopfenblüten hat man die einfachen Zutaten meistens sowieso zu Hause. Ein zweites Gericht mit Hopfenblüten zeige ich hier in den nächsten Tagen.

Rezept für 2 Personen

Zutaten:

• 4 Eier
• 4 Scheiben Toastbrot
• 50 g Emmentaler Käse
• 100 ml helles Bier
• Eine Handvoll frische Hopfenblüten
• Butter
• Salz

Zubereitung:

Das Toastbrot entrinden, in Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Das Bier zum Brot geben und 10 Minuten weichen lassen. Eier mit dem Schneebesen cremig schlagen, salzen und zu den Brotwürfeln geben.

Käse in Würfel schneiden und die Hopfenblüten waschen, trocken schütteln und kleinhacken. Butter in der Pfanne zerlassen, die Eiermasse einfüllen und mit den Käsewürfeln und den gehackten bestreuen Hopfenblüten bestreuen.

Das Omelett bei milder Hitze goldgelb braten und mit einigen Hopfenblüten anrichten. Dazu passt natürlich ein Glas kühles Bier.

Guten Appetit!

 

 

Entencurry mit Aprikosen, Kokos und Reis

Ein köstliches Entencurry mit Aprikosen, Kokos und fruchtigem Reis, wenn es einmal schnell gehen muss. Gesehen habe ich das Rezept und seine Zubereitung von und mit Christian Henze, Kochbuchautor, deutscher TV- und Sternekoch im MDR-Fernsehen.

Aus knuspriger Entenbrust und einem exotischen Curry mit Aprikosen, Chili, Ingwer, Morcheln, Mango, Kokosmilch, Currypulver, Salz und süßer Chilisoße zauberte ich nach diesem Rezept ein köstliches Gericht, welches eine leicht indische Note hat. Raffinierte Gewürze und Zutaten lassen indische, würzig scharfe Gerichte zu einem Feuerwerk der Aromen werden. Beispielsweise werden in der indischen Küche Kurkuma, Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel, Senfkörner, Mangopulver, Zimt, Chili, Ingwer, Bockshornklee, Tamarinde, Garam Masala, Fenchel und Curry verwendet, um nur einige zu nennen.

Aufgrund der Religion des Hinduismus in Indien sind die meisten Gerichte vegetarisch. Eine große Vielfalt an verschiedenen Gemüse- und Obstsorten wie beispielsweise Yam, Papayas, Mangos, Auberginen, Kürbisse, Kohl, Tomaten, Möhren und Bohnen wird zu lukullischem Essen verarbeitet. Es gibt allerdings auch Rezepte, in denen Fleisch wie beispielsweise Hähnchen und Lamm zubereitet wird.

Das Herzstück der indischen Küche allerdings sind ihre vielfältigen Gewürzmischungen. Ein Tipp: Gewürze wie beispielsweise Kreuzkümmel, Koriander und Kurkuma in einer Pfanne ohne Öl rösten. Anschließend im Mörser zerstoßen. So entfalten die Gewürze ihr köstliches und duftendes Aroma.

Viel Freude beim Nachkochen und guten Appetit!

Thüringer Blutwurst-Praline mit Kartoffel-Mousseline auf Sauerkrautpuffer

Blutwurstpraline, Sauerkrautpuffer, Kartoffelmousseline-001

Ich liebe sie, die bodenständige Hausmannskost. Man kann die alten Klassiker auf die vielfältigste Art und Weise zubereiten und präsentieren. Als Sachsen-Anhalterin lebe ich etwa 15 km von der Thüringer Landesgrenze entfernt. Durch die Nähe zu Thüringen sind mir die Wurstwaren mit dem unnachahmlichen, herzhaften Geschmack und der jahrhundertalten Tradition natürlich bestens bekannt. Die Thüringer Blutwurst, die „Königin der Blutwürste“ ist immer wieder eine kulinarische Gaumenfreude.

Heute habe ich Blutwurst, Sauerkraut, Kartoffelpüree mit Apfelmus und Zwiebeln zubereitet und für das Auge auf einem schwarzen Teller angerichtet.

Rezept für zwei Personen

Zutaten Blutwurstpralinen:

• 200 g Thüringer Blutwurst
• 1 Zwiebel
• 1 Ei
• Etwas Sahne
• Etwas Senf
• Majoran, Muskatnuss, Salz, Pfeffer
• Panko-Mehl
• Öl zum Frittieren

Zubereitung Blutwurstpraline:

Die Schale der Blutwurst entfernen und die Wurst in feine Würfelchen schneiden und in eine Schüssel geben. Zwiebel schälen, in feine Würfelchen schneiden, glasig dünsten und ebenfalls zur Wurst geben. Die Wurstmasse mit Ei, Senf, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Majoran, Sahne und etwas Panko-Mehl mischen, kräftig abschmecken und kurz kaltstellen. Anschließend aus der Wurstmasse Kugeln formen, in Panko-Mehl wälzen, im heißen Öl goldbraun ausbacken und warm stellen.

Zutaten Sauerkrautpuffer:

• 200 g festkochenden Kartoffeln
• 200 g Sauerkraut
• 1 Zwiebel
• 2 Eier
• Salz, Pfeffer, Muskat
• 2 EL Mehl
• Frische Petersilie
• Öl

Zubereitung Sauerkrautpuffer:

Sauerkraut gut ausdrücken und klein schneiden. Kartoffeln schälen und auf der Kartoffelreibe grob raspeln. Zwiebel schälen, in kleine Würfel schneiden, im Öl glasig dünsten und das Sauerkraut zugeben, einige Minuten mitdünsten und zu den geraspelten Kartoffeln geben. Zur Masse die Eier, das Mehl und die Petersilie geben und mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss abschmecken. Die Puffer auf beiden Seiten im Öl goldgelb backen.

Zutaten Kartoffel-Mousseline:

• 400 g mehlig kochende Kartoffeln
• 100 g Butter
• 200 ml Sahne
• Salz, Muskat

Zubereitung Kartoffel-Mousseline:

Die Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden, im gesalzenen Wasser garen, abgießen und auf der ausgeschalteten Herdplatte ausdampfen lassen. Anschließend die Kartoffeln stampfen und kalte Butter und Sahne zugeben und durch ein feines Sieb streichen. Mit Salz und Muskat würzen. Eventuell noch Sahne zugeben. Es soll eine feine cremige Konsistenz entstehen.

Das Gericht mit Apfelmus oder karamellisierten Apfelscheibem und geschmorten Zwiebeln anrichten.

Guten Appetit!

Blutwurstpraline, Sauerkrautpuffer, Kartoffelmousseline-004

Gerollte Hähnchenfilets gefüllt mit Paprika und Spitzwegerich an Selleriepüree und gebratenen Mairübchen

Hähnchenroulade mit Paprika, Spitzwegerich, Selleriepüree, gebratene Mairübchen

Nach meiner kürzlichen Kräuterwanderung fand eine köstliche, leichte sommerliche Schlemmerei mit Wildkräutern ihren Weg auf meinen Teller. Wildkräuter bereichern im Sommer unsere Küche ganz besonders. Der Duft und das intensive Aroma der Kräuter machen ein schlichtes Gericht zu etwas Besonderem.

In meiner Küche stehen viele kleine Dosen mit selbst gesammelten und getrockneten Kräutern und selbst arrangierten Gewürzmischungen, die das i-Tüpfelchen auf meinen Speisen sind. Es ist sehr interessant etwas über die verschiedensten Kräuter zu lesen, diese zu sammeln und sie zu verwenden.  Und gesund sind Kräuter obendrein.

Rezept für 4 Personen

Zutaten für die Hähnchenfilets:
• 4 Hähnchenfilets
• 2 rote Paprika
• 4 EL Rapsöl
• 1 Knoblauchzehe
• Spitzwegerichblätter
• Salz, Pfeffer

Zubereitung der Hähnchenfilets:
Paprika ringsherum einölen und auf einem Blech im Backofen bei 200°C 10 Minuten braten. Danach von der Paprika die Haut ablösen, die Paprika halbieren, die Kerne entfernen und in Stücke schneiden.
Hähnchenschnitzel zwischen Haushaltsfolie plattieren, salzen und fein geriebenen Knoblauch darauf verteilen. Das Fleisch mit der Paprika und den Spitzwegerichblättern belegen und zur Roulade rollen. Vier zugeschnittene Stücke Haushaltsfolie einölen und die Rouladen einwickeln. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C etwa 7- 9 Minuten garen.

Zutaten für das Selleriepüree:
• 1 Sellerieknolle
• 1 – 2 EL kalte Butter
• 4 EL geschlagene Sahne
• 1 TL Zitronensaft
• Salz, Muskatnuss

Zubereitung des Selleriepürees:
Den Sellerie schälen, in Stücke schneiden und in Salzwasser mit dem Zitronensaft weichkochen. Danach abgießen und mit dem Mixstab pürieren und durch ein Sieb streichen. Anschließend die kalte Butter zugeben und die geschlagene Sahne unterheben. Das Püree mit Salz und Muskat abschmecken.

Zutaten für die Mairübchen:
• 4 Mairübchen
• 50 g frischer Ingwer
• 30 g Butter
• 50 ml Weißwein
• ½ Vanilleschote
• 1 EL Rohrzucker
• 1 Prise Salz

Zubereitung der Mairübchen:
Die Rübchen schälen und in Viertel schneiden. Ingwer schälen und in feine Würfel schneiden. Die Rübchen und den Ingwer in der Butter ringsherum kurz bei starker Hitze anbraten. Den Weißwein und das Mark der Vanilleschote zugeben. Alles mit dem Zucker und einer Prise Salz bestreuen und karamellisieren lassen.

Die Hähnchenfilet-Rouladen in Scheiben schneiden. Mit dem Selleriepüree sowie den Mairübchen und frischen Spitzwegerich-Blättern hübsch anrichten und genießen.

Guten Appetit!

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Aromatisches Holunderblüten-Gelee

 

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Holundersträuche sind sehr alte Sträuche, deren schneeweiße Blüten und schmackhafte Beeren schon seit langer Zeit von den Menschen in der Küche genutzt werden. Es lohnt sich von Mai bis Juni die Blütenstände des Schwarzen Holunder zu sammeln und einige Gläser aromatisches Holundergelee zu kochen. Absolut köstlich schmeckt das Gelee auf einem knusprigen Butterbrötchen. Darüber hinaus findet das Holunderblütengelee beispielsweise Verwendung auf einer Käseplatte, zum Verfeinern von Soßen, bei Desserts, beim Backen und in Getränken.

Zutaten:

• 20 große Holunderblütendolden
• 800 ml Wasser
• 1 Zitrone
• 1 kg Gelierzucker für Gelee

Zubereitung:

Blütendolden ausschütteln, so dass sie frei sind von eventuell kleinen Insekten. Bitte die Blüten nicht waschen, da sonst das Aroma teilweise verloren geht. Dolden in einen Topf geben, mit Wasser übergießen und 24 Stunden abgedeckt stehen lassen.

Danach den Saft durch ein feines Sieb gießen. Die Zitrone auspressen, mit dem Gelierzucker zum Holundersaft geben 2 Stunden abgedeckt stehen lassen. Anschließend 4 Minuten sprudelnd kochen. Gelierprobe nach der Kochzeit machen.

Das Holunderblütengelee in die vorbereiteten Gläser füllen und verschließen. Gläser für 5 Minuten umgedreht auf den Deckel stellen. Danach wieder die Gläser wieder drehen und abkühlen lassen.

Guten Appetit!

 

Pavlova mit Holunderblüten-Creme und Kirschkompott

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Die kleinen Pavlovas sind ein unwiderstehlicher Genuss für die ganze Familie. Aber auch für Gäste sind sie eine willkommene Überraschung. Sie machen nicht viel Arbeit und machen auf dem Dessertteller kulinarisch und optisch was her.

Die Baisertörtchen habe ich mit selbst zubereiteter Holunderblüten-Creme, Kirschkompott und frischen Kirschen gefüllt. Gekrönt habe ich das Dessert mit Blättchen von der Minze und einigen Holunderblüten.

Das Lieblingsgebäck der Australier und Neuseeländer ist die Pavlova, eine Torte aus Baisermasse. Diese Süßspeise wurde zu Ehren der Tänzerin Anna Matwejewna Pavlova benannt. Sie war eine russische Meistertänzerin des klassischen Balletts und gastierte 1926 und 1929 in beiden Ländern.

Die Baiser-Desserts kann man als Torten oder als kleine Törtchen kreieren. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Zutaten Baisers:

  • 3 Eiweiß, sehr gekühlt
  • 130 g Zucker
  • 2 TL Speisestärke
  • ½ TL heller Balsamico
  • Prise Salz
  • 200 g weiße Kuvertüre
  • 100 g Schlagsahne
  • 250 g Erdbeeren

Zubereitung:

Die Zutaten ergeben 4 Baisers mit einem Durchmesser von 10 Zentimetern.

Das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen und dabei langsam den Zucker einrieseln lassen. Weiterschlagen bis eine glatte, feste, glänzende Masse entstanden ist.  Stärke auf die Eiweißmasse sieben, den Essig zufügen und alles gut unterheben.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Eischnee in einen Spritzbeutel füllen und vier Portionen auf das Backblech spritzen. Es müssen kleine Förmchen entstehen, die in der Mitte eine Vertiefung haben.  Im vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten bei 100°C trocknen lassen. Die Baiser-Schalen eventuell mit Folie abdecken, damit sie schön weiß bleiben. Backofen nach der Zeit ausschalten und die Baisers über Nacht darin trocknen lassen.

Zutaten Kirschkompott:

  • 500 g Kirschen
  • 120 ml Wasser oder roter Traubensaft
  • 70 g Zucker
  • 10 g Speisestärke
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Messerspitze Zimt

Zubereitung Kirschkompott:

Kirschen waschen, halbieren und entsteinen. Anschließend Zucker und Vanillezucker dazugeben und 10 Minuten in die Kirschen einziehen lassen. Wasser zugeben und 10 Minuten köcheln lassen. Speisestärke in kaltem Wasser anrühren und das Kirschkompott damit binden. Eventuell mit Zimt abschmecken.

Zutaten Holunderblüten-Creme:

  • 125 g Mascarpone
  • 200 g Sahne
  • 100 ml Holundersirup
  • 1 Päckchen Sahnefest

Zubereitung Holunderblüten-Creme:

Mascarpone mit dem Holunderblüten-Sirup cremig rühren. Eiskalte Sahne mit dem Päckchen Sahnefest steif schlagen und unter die erste Masse unterheben.

Anrichten:

Baiserschalen mit der Holunderblüten-Creme füllen. Darauf wird etwas Kirschkompott verteilt und einige frische Kirschen obenauf gegeben. Blättchen von der Minze runden das Dessert ab.

Drei Köstlichkeiten mit Fourme d`Ambert – lukullische Beilagen zum sommerlichen Grillfest

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Grillfeste sind die schönsten Freizeitvergnügen vieler Menschen in den Sommermonaten. Man trifft sich mit der Familie, Freunden und Nachbarn in den Gärten, auf Wiesen oder auf dem heimischen Balkon, um duftende Köstlichkeiten vom Grill zu genießen. Unter freiem Himmel an idyllischen Sommerabenden schmeckt es nochmal so gut. Ob Fleisch, Fisch oder Gemüse: Jeder Leckerbissen vom Grill wird zum Gaumenschmaus mit der passenden Beilage.
Dafür habe ich mir drei Rezepte mit Fourme d`Ambert – einer alten französischen Edelschimmelkäsesorte aus der Auvergne – überlegt, die sehr gut als Beilagen passen: Götterfrucht im Pizzateig mit Blauschimmelkäse gefüllt, Spinat-Blauschimmelkäse-Torte und herzhafte Champignons mit Käse und Schinken gefüllt. Man kann alle drei Beilagen mit Dipp und gegrillter Melone auf einem Teller oder jede Beilage extra anrichten. Das entscheidet die Vorliebe und der Geschmack der einzelnen Personen.

Götterfrucht im Pizzateig mit Blauschimmelkäse gefüllt

Rezept für 4 Personen

Zutaten für Pizzateig:
• 130 g Mehl
• ½ TL Salz
• 1 EL Olivenöl
• ¼ Hefe Würfel
• ½ TL Zucker
• 75 ml lauwarmes Wasser

Zutaten für die gefüllten Tomaten:
• 4 große Tomaten
• Pizzateig
• 100 g Blauschimmelkäse Fourme d´Ambert
• Oregano, Basilikum

Zutaten für die Tomatensoße:
• 1 kg Tomaten
• 3 Knoblauchzehen
• 200 ml Olivenöl
• Salz
• Thymian, Oregano

Zubereitung des Pizzateiges:
Backofen auf 180°C vorheizen.
Zucker, Hefe mit lauwarmem Wasser glattrühren und mit Mehl, Salz und Olivenöl zu einem geschmeidigen Hefeteig verarbeiten. Abgedeckt bei Zimmertemperatur 60 Minuten gehen lassen. Das Volumen sollte sich verdoppelt haben.
Alternativ kann man auch fertigen Pizzateig verwenden.

Zubereitung der gefüllten Tomaten:
Tomaten waschen und trocken tupfen. Von den Tomaten den Deckel abschneiden und das Innere herausnehmen. Käse in Würfel schneiden. Pizzateig ausrollen und mit Hilfe einer Tasse oder kleinen Schüssel Kreise ausstechen. Mit den ausgestochenen Kreisen vorsichtig die Tomaten umhüllen. Der Teig muss bis zum oberen Rand der Tomate reichen. Dann die Käsewürfel mit den Kräutern vermischt in die Tomaten einfüllen. Im Ofen bei 180° C 20 Minuten backen.

Zubereitung der Tomatensoße:
Tomaten waschen, vierteln und mit 100 ml Olivenöl vermischen. Alles zusammen auf ein Backblech geben und 2-3 Stunden bei 50 °C im Backofen karamellisieren lassen. Anschließend die Tomaten in einen Topf geben, zerdrücken, gehackten Knoblauch und das restliche Olivenöl dazugeben und bei geringer Hitze 1 Stunde köcheln lassen. Soße durch ein Sieb geben. Mit Salz abschmecken. Wer möchte kann noch Oregano und Thymian hinzufügen.

Spinat – Blauschimmelkäse -Torte

Rezept für 4 Personen

Zutaten für die Torte:
• 200 g Mehl
• ½ EL Backpulver
• 2 Eier
• 100 ml Milch
• 120 g Butter
• 100 g Spinat
• 200 g Blauschimmelkäse Fourme d`Ambert
• 200 g Prager Schinken oder Jagdwurst

Zubereitung der Torte:
Backofen auf 180° C vorheizen und eine mittlere Springform einfetten.
Den Käse und den Schinken in Würfel schneiden.
Spinat putzen, waschen und gut ausdrücken. Die Eier, Milch, weiche Butter, den Spinat und Salz mit dem Zauberstab cremig mixen. In einer Schüssel werden das gesiebte Mehl und das Backpulver verrührt. Die zuvor geschlagene Spinat-Mischung wird nun unter das Mehl gehoben und gut miteinander verrührt.
Die Hälfte des Teiges auf den gefetteten Boden der Backform geben und glattstreichen. Darauf werden die Schinkenwürfel verteilt und es folgen anschließend die Käsewürfel. Mit der anderen Hälfte des Teiges werden die Schinken- und Käsewürfel bedeckt. Die oberste Schicht glattstreichen.
Bei 180° C wird die Torte 30 Minuten gebacken.

Herzhafte Champignons mit Käse und Schinken gefüllt

Rezept für 4 Personen

Zutaten für die gefüllten Champignons:
• 8 große Champignons
• 100 g Blauschimmelkäse Fourme d’Ambert
• 100 g Prager Schinken oder Jagdwurst
• 1 Ei
• 50 g Mehl
• Panko-Brösel
• Oregano, Basilikum
• Olivenöl
• Zitronensaft

Zubereitung:
Die Champignons mit einem Bürstchen putzen und die Stiele entfernen. Käse und Prager Schinken würfeln und mit den gehackten Kräutern mischen. Pilze salzen und mit Zitronensaft beträufeln. In einen Pilz je eine Schicht Schinken, Käse, Schinken einfüllen und mit der zweite Pilzkappe verschließen und gut andrücken.
Die Pilzköpfe in Mehl wenden, durch verschlagenes Ei ziehen und in den Panko-Bröseln walzen. In einer Pfanne Öl heiß werden lassen und die Pilze goldgelb in der Pfanne backen. Anschließend auf Küchenpapier geben und abtropfen lassen.

Weitere Zutaten und deren Zubereitung:
Für den Dipp werden 200 g Crème fraîche, etwas Zitronensaft und Salz gut miteinander verrührt und kaltgestellt. Melone in Scheiben schneiden und grillen. Anschließend werden sie gesalzen, mit Olivenöl beträufelt und mit Currypulver bestreut.

Anmerkung:  Auf dem letzten Foto dieses Beitrages habe ich die Spinat-Blauschimmelkäse-Torte mit gebratenem Radiccio, Knoblauch, Zwiebeln und gerösteten Pinienkernen angerichtet.

Ich wünsche einen guten Appetit!

Frühlingssüppchen mit Brennnesseln

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Der Frühling bietet in Wald und Flur zurzeit wieder eine Fülle von frischen Kräutern. Jung, knackig und frisch recken sie ihre zarten Blättchen der Sonne entgegen. Wer hat sich schon mal solch ein köstliches Süppchen gekocht? Die Aromen der frischen Kräuter sind fantastisch. Im Supermarkt kann man diese Köstlichkeiten nicht kaufen. Da heißt es entsprechende Literatur lesen, um Standorte und Jahreszeiten, in denen die Kräuter wachsen zu kennen. Es wachsen in der Natur viele essbare Pflanzen, die ein kulinarisches Mahl ergeben. Seit vielen Jahren befassen wir uns – mein Mann und ich – mit den Geschenken der Natur und besitzen zahlreiche Kräuterbücher, die wir regelmäßig studieren.

Was gibt es Schöneres als von einem Spaziergang in der Natur schmackhafte Kräuter mitzubringen. Und wer jemals diesen Geschmack der Frische und die Vielfalt der Aromen auf der Zunge hatte, wird öfter mal beispielsweise ein Brennnessel-Süppchen kochen. Garantiert! Und keine Angst die Brennnesseln brennen nicht auf der Zunge!

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

• 2 Handvoll Brennnesseln
• 1 Handvoll Spinat
• 1 Handvoll Koriander
• ½ Liter Gemüsebrühe
• 2 EL Olivenöl
• 1 EL Butter
• Frühlingszwiebeln
• 200 g Crème fraîche
• Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Brennnesseln, Spinat, Koriander putzen, waschen und trocken schütteln. Zwiebeln in Würfelchen schneiden. In einem Topf Butter und Öl zerlassen, die Zwiebelwürfel, die Brennnesseln, den Spinat und die Korianderblätter kurz anschwitzen. Die Gemüsebrühe einfüllen, aufkochen lassen und kurz bei milder Hitze köcheln lassen. Crème fraîche dazu geben, mit Salz, Pfeffer würzen und das Süppchen abschmecken.

Das Süppchen habe ich mit einem Brennnesselblatt, Hornveilchen, Gänseblümchen und im Mörser zerstoßenem Pfeffer angerichtet.

Guten Appetit!