Petit Fours – lilafarbene Fliedertörtchen aus dem Backofen


Purpurn blüht der Flieder und beginnt uns im Mai mit seinem betörenden Duft zu verzaubern. Mein Favorit ist Flieder, der in einem kräftigen lila Farbton blüht. Der duftenden Flieder erblüht natürlich auch in anderen Farben, so beispielsweise in zartem Rosa, Weiß und auch Gelb.

In diesem Jahr hatte ich mir vorgenommen Fliederblüten einmal kulinarisch zu verarbeiten. Fliederblüten habe ich zu duftendem Gelee verarbeitet. Das ist etwas ganz besonderes.
Heute will ich hier aber meine kleinen Fliedertörtchen vorstellen, die ihren Ursprung in Frankreich haben.

Diese kleinen Köstlichkeiten eignen sich sehr gut zum verwöhnen der Familie, Freunden und Gästen. Sie werden sich diesem lukullischen Frühlingszauber nicht entziehen können!

Das Rezept ergibt etwa 16 Petit Fours.

Zutaten:

• 100 g Mehl
• 100 g Stärkemehl
• 150 g Zucker
• 1 Päckchen Vanillezucker
• 2 TL Backpulver
• 4 Eigelb
• 4 Eiweiß
• 2 EL warmes Wasser
• Puderzucker
• etwas Milch
• Marmelade

Zubereitung:

Für meine Petit Fours habe ich zum Füllen selbst gemachtes Gelee aus Fliederblüten verwendet. Es eignet sich aber auch jede andere Marmelade. Marmelade erwärmen auf die untere Teigplatte streichen. Nun die zweite Teigplatte auf die erste legen und deren Oberfläche ebenfalls mit Marm

Backofen auf 170 Grad vorheizen und eine rechteckige Kuchenform ausbuttern.

Die Eigelbe mit Wasser schaumig rühren, mit 2/3 des Zuckers und dem Vanillezucker schaumig rühren. Eiweiß mit dem restlichen Zucker steif schlagen und auf die erste Masse geben und unterheben. Mehl, Stärkemehl und Backpulver vermischen, auf die Eimasse geben und vorsichtig unterheben.

Den Kuchen bei 170 Grad etwa 20-30 Minuten backen und abkühlen lassen. Danach wird der Kuchen begradigt, so dass er etwa 2-3 Zentimeter hoch ist. Nun wird der Kuchen waagerecht geteilt.

Für meine Petit Fours habe ich selbst gemachtes Gelee aus Fliederblüten zum Füllen verwendet. Es eignet sich aber auch jede andere Marmelade. Marmelade erwärmen auf die untere Teigplatte streichen. Nun die zweite Teigplatte auf die erste legen und deren Oberfläche ebenfalls mit Marmelade bestreichen. Den Kuchen eine Stunde stehen lassen, damit die Marmelade wieder fest wird. Im Kühlschrank gelingt es am besten.

Puderzucker mit etwas Milch und Lebensmittelfarbstoff verrühren. Die Glasur sollte ziemlich zähflüssig sein. Die Glasur auf die Petit Fours ringsherum aufstreichen, abtropfen und trocknen lassen. Glasiert habe ich die Küchlein zweimal, denn umso schöner sieht das Ergebnis aus.

Verzieren kann man die kleinen Fliedertörtchen auf die vielfältigste Weise. Schokoladenglasur, Zuckerperlen, Blüten usw. eignen sich hierfür. Ich habe mich für eine schlichte Variante entschieden und habe sie mit Fliederblüten dekoriert.

Die Petit Fours sind 3-4 Tage haltbar. Ich denke aber, dass sie ziemlich schnell verputzt sind. Diese Erfahrung habe ich jedenfalls gemacht. 🙂

Guten Appetit!

Petite Four

 

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Knusprige Holunderblütendolden mit roten Erdbeeren


„Frühling lässt sein blaues Band, wieder flattern durch die Lüfte…“

Pfingstmontag… Ein Spaziergang bei herrlichstem Sonnenschein durch blühende Wiesen und Wälder hat etwas Beruhigendes, Erhabenes und Meditatives. Ohne groß nachzudenken kann man sich auf die warmen Sonnenstrahlen, dem leisen Rascheln der Blätter im Wind, den blühenden Blumen und Kräutern und der Schönheit der vielen Farben der Natur einlassen. Für mich ist der Mai einer der schönsten Monate im Jahr, wenn die Natur wieder zum Leben erwacht ist. Heute habe ich gestaunt wie viele Blüten, Kräuter und andere Pflanzen doch schon wieder in voller Schönheit gewachsen und aufgeblüht sind.
Es gibt nichts Schöneres als mit allen Sinnen die Düfte und Farben der Natur zu genießen. Beim Spazierengehen sehe ich natürlich viele Kräuter und nehme ihren Duft wahr, mit denen man ein leckeres Gericht zaubern kann. Gerne nehme ich einige mit und überlege welches Gericht sie vervollkommnen können.
Zum anderen sehe ich die Natur in ihrer wunderschönen Farbigkeit und stelle mir einzelne Motive auf der Leinwand oder Aquarellpapier vor. In den nächsten Tagen greife ich wieder zu Pinsel und Farbe, um die Eindrücke festzuhalten.
Kulinarisch haben mich heute die Holunderblüten angeregt. Der Duft und die Cremefarbe der Blütendolden ließen den Entschluss reifen einige mit nach Hause zu nehmen. Vor meinem geistigen Auge sah ich sie – im Ausbackteig gebacken – mit einer roten Erdbeersoße auf dem Teller angerichtet.
Gedacht und getan! Zum Nachmittagskaffee eine wunderschöne Köstlichkeit! Bis zum Juli wachsen die Holunderblüten noch, so dass jeder diese lukullische Speise ausprobieren kann.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

8 Dolden von Holunderblüten
100 ml Milch
100 ml Weißwein
50 ml Holunderblütensirup
2 EL Chantré (Kann auch weggelassen werden, wenn Kinder mitessen.)
100 g Mehl
1 EI
1 Prise Salz
1 EL Zucker
1 EL Vanillezucker
Abrieb der Tonkabohne
Rapsöl zu Frittieren
Puderzucker

Zubereitung:

Die Blütendolden vorsichtig ausschütteln und beiseitelegen.
Alle Zutaten (außer Öl und Puderzucker) mischen und mit dem Schneebesen zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig etwa 30 Minuten stehen lassen, damit sich alle Zutaten gut verbinden.
In der Fritteuse oder einem Topf mit Öl knusprig ausbacken. Das Öl im Topf erhitzen und mit einem Holzstäbchen die Temperatur prüfen. Wenn sich Bläschen am Holz bilden, ist die Temperatur perfekt.
Jetzt können die Blütendolden nacheinander in den Teig getaucht werden. Kurz abtropfen lassen und im Öl nacheinander knusprig goldbraun ausbacken. Dolden auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

 

Flammkuchen Salame Milano

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Heute habe ich einen leckeren Flammkuchen auf den Tisch gebracht. Flammkuchen oder auch Tarte flambée genannt, ist im Elsass eine beliebte, herzhafte Speise. Früher wurde er in Holzbacköfen zubereitet. An manchen Tagen muss es beim Essen zubereiten ziemlich schnell gehen, so dass man teilweise auf Fertigprodukte zurückgreifen muss. Mit einigen frischen Zutaten kombiniert, zaubert man in der Küche damit auch ein leckeres Mahl. Die knusprigen, hauchdünnen Fladen kann man äußerst vielseitig mit verschieden Zutaten belegen. Dazu passt sehr gut ein grüner Salat und ein Glas Weisswein.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

  • 260 g Flammkuchenteig, 1 Packung aus dem Kühlregal
  • 100 g hauchdünne, italienische Salami
  • 200 g Crème fraîche mit Kräutern
  • 100 g Bacon
  • 1 rote Zwiebel
  • Tomatenwürfel
  • 50 g Parmigiano Reggiano
  • Schnittlauch, Lauch von der Frühlingszwiebel

Zubereitung:

Den Backofen auf 220 ° C  Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Flammkuchenteig aufrollen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Die Crème fraîche auf den Teig streichen und dabei ringsherum einen Rand frei lassen. Die Zwiebel in Ringe, den Bacon in kleine Würfel schneiden und gleichmäßig auf der Crème fraîche verteilen. Nun kann der Flammkuchen etwa 15 Minuten knusprig backen. Nach der Backzeit habe ich den Flammkuchen mit hauchdünner, italienischer Salami, Tomatenwürfel und Parmigiano Reggiano belegt. Vom Hartkäse habe ich mit einem Kartoffelschäler kleine Späne abgeschnitten. Zum Schluss habe ich noch einige Röllchen Lauch von der Frühlingszwiebel über meinen Flammkuchen gestreut.

 

Köstliche Pfannküchlein mit Kissel

Pfannküchlein mit Kissel

Einfache, leckere und bodenständige Gerichte mag ich sehr. Dieses Rezept für ein Dessert aus der russischen Küche ist schnell zubereitet. Dazu habe ich Kissel, eine russische Beerensoße, gekocht. Den Kissel, ähnlich wie unsere Rote Grütze, habe ich aus tiefgefrorenen Heidelbeeren, Himbeeren, Erdbeeren und roten Johannisbeeren zubereitet. Im Sommer nehme ich natürlich frische Früchte aus dem Garten.

 

Rezept für 4 Personen

Zutaten für die Pfannküchlein:

  • 30 g Butter
  • 2 Eier
  • 30 g Mehl
  • 30 g Kartoffelmehl
  • 120 ml kochendes Wasser
  • 1 EL Zucker
  • Butter zum Braten

Zutaten für Kissel:

  • 350 ml Wasser
  • 200 g Beeren nach Wahl
  • 100 g Zucker
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 EL Kartoffelstärke

 

Die Früchte waschen. Wasser in einem Topf aufkochen. Die Beeren, Zucker und Zitronensaft dazugeben und etwa 10 Minuten köcheln lassen. Anschließend wird die Beerenmischung mit einem Pürierstab fein püriert. Speisestärke in kaltem Wasser anrühren, in das kochende Obst geben und 5 Minuten erhitzen, aber nicht mehr kochen lassen. Anschließend vom Herd nehmen, in Förmchen füllen, abkühlen lassen und einige Stunden kalt stellen.

Butter in einem Topf schmelzen. Mehl und Stärkemehl mischen und in der zerlassenen Butter unter Rühren hellgelb werden lassen. Kochendes Wasser dazu geben und alle Zutaten schnell vermischen. Topf vom Herd nehmen, die geschlagenen Eier zugeben und wieder alles verrühren. Mit einem Esslöffel kleine Portionen abstechen und in der Butter braten bis sie hellgelb sind. Küchlein auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

Die Küchlein können mit Puderzucker bestreut werden und mit Kissel, Schlagsahne oder Vanilleeis serviert werden.

 

Herzhafte Empanadas

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Empanadas werden als Street Food in Mittel- und Südamerika – Argentinien, Chile, Peru, Kolumbien, Bolivien und Mexico –  an kleinen Straßenständen verkauft. Ursprünglich kommen die Empanadas aus Galicien. Die herzhaft gefüllten, delikaten Teigtaschen werden je nach Region unterschiedlich gefüllt. Man kann sie beispielsweise mit Hackfleisch, Fleisch, Fisch, Hühnchen, Käse, gekochten Eiern, Paprika, Tomaten, Zwiebeln, Spinat und Mais füllen. Es lohnt sich auf alle Fälle diese kleinen Köstlichkeiten einmal zuzubereiten. Dieses Rezept ergibt etwa fünfzehn Teigtaschen.

Rezept für etwa 15 Empanadas mit einem Durchmesser von 10 Zentimetern.

Für den Teig:

  • 300 g gesiebtes Mehl
  • 30 g kalte Butter in Würfel geschnitten
  • 30 g Schmalz
  • 120 ml warmes Wasser
  • 1 Ei
  • Salz

Zubereitung:

Das Mehl, die kalte Butter und das Schmalz mischen und kneten. Anschließend das Ei dazugeben und erneut kneten. Es soll ein weicher Teig entstehen.  Wasser erwärmen und etwa ½ Teelöffel Salz darin auflösen, zum Teig geben und weiter kneten bis eine homogene Masse entsteht. Anschließend den Teig in eine Schüssel geben, mit Klarsichtfolie abdecken und 60 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Inzwischen eine Füllung zubereiten. Ich habe in diesem Fall Gehacktes mit Zwiebelwürfeln, Knoblauch, gelben und roten Paprikawürfeln krümelig gebraten und mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel gewürzt. Die Mischung habe ich mit Creme fraiche, etwas Tomatenmark verrührt und gehackte Petersilie darunter gehoben.

Die Arbeitsfläche bemehlen. Den Teig erneut gut durchkneten und dünn ausrollen. Kreise mit einem Durchmesser von etwa 10 Zentimeter Durchmesser ausstechen. Teigreste wieder kneten und ausrollen. Die Hälfte des Kreises mit Füllung belegen, die Ränder mit Wasser bestreichen, zusammenklappen, gut festdrücken und mit der Gabel zusammendrücken. Ich habe die Empanadas von Hand sozusagen gebördelt wie auf dem Foto zu sehen. Es sieht hübsch aus und hält perfekt zusammen. Vor dem Backen mit Eigelb bestreichen damit sie Empanadas einen schönen Glanz bekommen.

Backofen vorheizen und die Empanadas bei 180 °C Ober-und Unterhitze etwa 30 Minuten backen. Sie sollen goldgelb aussehen.

Noch warm, mit einer selbst gemachten Tomatensoße serviert, schmecken die Empanadas auch sehr köstlich. Man kann sie natürlich ebenso kalt essen.

Chilischarfe Windbeutel

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Heute stürmt es bei uns seit vielen Stunden außergewöhnlich heftig. Die dunklen Wolken ziehen im Schnelldurchlauf am grauen Horizont vorüber. Die Bäume biegen sich fast bis zu den Wurzeln. Sturm, Wind, Rauschen… Aha, dachte ich – die Idee war geboren – vielleicht sollte ich mal wieder Windbeutel zubereiten. Zutaten  für die Windbeutel hatte ich im Haus. Also begab ich mich in die Küche und ging ans Werk.

Zunächst habe ich die Windbeutel zubereitet. Inzwischen überlegte ich mir eine Füllung, die  kreativ und herzhaft sein sollte.

Rezept für 2 Personen

Zutaten für Windbeutel:

  • 125 ml Wasser
  • 100 g Mehl
  • 30 g Butter
  • 2 Eier
  • Eine Prise Salz
  • Chiliflocken

Zubereitung der Windbeutel:

Wasser, Butter, Salz in einen Topf geben und aufkochen lassen. Das gesiebte Mehl mit den Chiliflocken auf einmal in die Flüssigkeit geben und mit einem Holzlöffel sofort rühren. So lange rühren (abbrennen) bis sich der Kloß löst und sich am Topfboden eine weiße Haut gebildet hat.

Den Teig in eine Schüssel geben und etwas abkühlen lassen. Mit dem Holzlöffel werden nun die Eier einzeln vollständig in die Brandmasse eingearbeitet. Der Teig muss seidig glänzen. Die Masse in einen Spritzbeutel füllen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech spritzen.

Die Windbeutel werden 25 Minuten bei 230° C im vorgeheizten Ofen gebacken. Wenn man ein mit Wasser gefülltes Gefäß  in den Ofen stellt, geht das Gebäck besser auf. Nach der Backzeit die Windbeutel etwas abkühlen lassen und mit einem Brotmesser einen Deckel abschneiden.

Für die Füllung habe ich Frischkäse mit Rote-Bete-Saft in einer Schüssel verrührt. Das Ganze mit Chili abgeschmeckt und die Creme auf das untere sowie obere Teil des Windbeutels gegeben.

Desweiteren habe ich Matjes, Gewürzgurken, Zwiebeln, gekochte Eier in Würfel geschnitten, in eine Schüssel gegeben und mit Creme fraiche, einigen Spritzern Olivenöl und Dill verrührt sowie mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Das Heringshäckerle habe ich auf die Frischkäsemasse gegeben, den Deckel aufgesetzt und ebenfalls mit Frischkäse bestrichen. Als Häubchen kam obenauf etwas Kaviar. Ausgarniert habe ich das Ganze mit Zwiebelringen, Eischeiben, Dill und Chilisoße.

 

 

 

 

 

 

Zitronen-Knusperchen

Zitronenknusperchen

Wie das duftet! Köstlich und sehr verführerisch! In meiner heimischen Weihnachtsbackstube stehen derzeit Mehl, Zucker, Kakao, Vanille, Zitronat, Orangeat, Rosinen, Zimt, Schokolade und viele andere köstliche Zutaten immer griffbereit. Sie verwandeln sich unter geübten Handgriffen in die unterschiedlichsten leckeren Plätzchen. In diesem Jahr hatte ich wieder einen fleißigen Helfer. Kekse in der Adventszeit zu backen und dabei der Weihnachtsmusik zu lauschen, gehört für mich in die schöne Vorweihnachtszeit. Dabei verzichte ich auf ganz bewusst auf Stress und Hektik.

An den Adventstagen sehe ich mir gern die klassischen, alten Märchenfilme an und genieße dabei frisch gebrühten, handgefilterten Kaffee mit selbst gebackenen Plätzchen.

Mitunter eilen meine Gedanken viele, viele Jahre zurück in die Kinderzeit. Längst vergangener weihnachtlicher Zauber ist plötzlich wieder ganz nah. So zum Beispiel sind der Zauber des Lichterglanzes, des Duftes von Pfefferkuchen und einfachem Zuckerwerk, vom Pflaumentoffel – dieser ist ein aus Trockenpflaumen gebasteltes Männlein -, von silbern geschmückten Weihnachtsbäumen, des Kerzenscheines, der knirschenden und funkelnden Schneedecke plötzlich wieder ganz nah. Auch erinnere ich die Hoffnung, dass der Weihnachtsmann eine kleine Puppe mit braunen Haaren bringen möge.

Lange ist`s her aber noch in guter Erinnerung!

Aber nun zum Rezept für meine kleinen, köstlichen Knusperchen mit einem Hauch von Zitrone.

 

Zutaten für die Plätzchen:

  • 250 g Mehl
  • 150 g Zucker
  • 1 Vanillezucker
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 150 g Butter
  • 2 Eigelb
  • 50 g Zitronat, fein gehackt

Zutaten für den Zuckerguss:

  • 1 Päckchen geriebene Zitronenschale
  • 200 g Puderzucker
  • 3 EL Zitronensaft

 

Zubereitung:

Die Zutaten für die Plätzchen gut verkneten, in Folie wickeln und mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Den Teig dünn ausrollen, mit beliebigen Formen Plätzchen ausstechen, auf die Bleche legen und etwa 10 Minuten im auf 180° C vorgeheizte Ofen backen. Die Gebäckstücke auskühlen lassen.

Puderzucker und Zitronensaft gut verrühren und auf die Plätzchen streichen. Den aufgetragenen Zuckerguss mit etwas geriebener Zitronenschale bestreuen.

Möge sich jeder einen Hauch von weihnachtlicher Romantik wie in Kindertagen auch mit einem uralten Weihnachtslied – „Fröhliche Weihnacht überall tönet durch die Lüfte froher Schall!“ – bewahren. Allen meinen Lesern wünsche ich eine schöne Weihnachtszeit und gutes Gelingen beim Nachbacken der Knusperchen!

Großmutters Sonntagskuchen

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Gern erinnere ich mich an die leckeren und himmlisch duftenden  Streuselkuchen meiner Großmutter. Zum Wochenende wurde ein riesengroßes Blech Streuselkuchen mit Kirschen, Pflaumen oder Äpfeln gebacken. Die frischen Früchte holte sie aus dem Garten hinter der Scheune. Sie buk die Kuchen samstags im Steinbackofen, der mit Reisigfeuer geheizt wurde. Das gab ein ganz besonderes Aroma! Wenn das Knistern des verbrennenden Reisigs zu hören war, warteten wir schon ungeduldig auf die Köstlichkeit. Es war etwas  Besonderes! Wir Kinder haben uns dann nicht lange bitten lassen von diesem wohlschmeckenden Kuchen zu essen. In Windeseile war der Kuchen verzehrt und man sah auf dem Blech nur noch vereinzelte Krümel. Die knusprigen, mürben Streusel waren die Krönung der jeweiligen Kuchen. Ich habe vor vielen Jahren lange getüftelt, um sie annähernd so hinzukriegen wie sie einst meine Großmutter machte.

 

Rezept für eine Springform 25 cm Durchmesser

 

Zutaten für den Teig:

150 g Mehl

100 g Butter

80 g Zucker

1 Backpulver

2 Eier

1 Vanillezucker

 

Zutaten für die Füllung:

1 Glas Sauerkirschen

50 g Zucker

1 Puddingpulver Vanillegeschmack

 

Zutaten für die Streusel:

150 g Mehl

100 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

90 g flüssige Butter

1 Prise Salz

 

Zubereitung:

Butter, Zucker und Vanillezucker cremig rühren. Die Eier zugeben und gut unterrühren. Mehl und Backpulver in einer separaten Schüssel mischen und anschließend über die Butter-Zucker-Eier-Mischung sieben und gut verrühren.

Das Glas Sauerkirschen in einen Topf geben. Das Puddingpulver mit dem Zucker vermischen und mit etwas Kirschsaft glatt rühren. Zu den Kirschen geben, kurz aufkochen und anschließend abkühlen lassen.

Für die Streusel Mehl, Zucker, Vanillezucker, eine Prise Salz und die flüssige Butter in einer Schüssel mischen. Diese Masse mit den Händen zu Streuseln verarbeiten und etwa 30 Minuten ruhen lassen.

Backofen auf 180° C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Teig in eine gefettete Springform geben. Dabei einen Rand andrücken. Die angedickten Kirschen auf dem Teig gleichmäßig verteilen und glatt streichen. Die Streusel nochmals durchkneten und auf die Kirschen krümeln.

Kuchen etwa 45-50 Minuten in der Mitte des Ofens backen. Die Streusel sollten leicht gebräunt sein.

Tipp: Manchmal reibe ich auch etwas von der Tonkabohne an die Streuselmasse.

 

 

Buttercremetörtchen wie anno dazumal

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Früher – in den 50iger und 60iger Jahren – waren die Torten mit viel Buttercreme sehr beliebt. Sie sind zwar fast aus der Mode gekommen, aber immer noch sehr lecker. Ich wette mit euch, dass, wenn ich solch ein kleines Törtchen samstags auf meine Kaffeetafel stelle, jeder begeistert sein wird. Es ist Fest für die Sinne! Natürlich gibt es nur ein kleines Stückchen, denn sonst werden die Hüften ja gleich runder. Aber das kleine, runde Stück mit seinem wunderbaren Geschmack genügt vollkommen. Dazu serviere ich einen von Hand gefilterten Kaffee in einer angewärmten Porzellankanne. Einfach mal eine kleine Sünde genießen!

 

Rezept für 6 Personen

Zutaten für den Teig:

2 Eier

150 g Zucker

200 g Mehl

100 g Schmand

70 g flüssigen Honig

1 vorgegarte rote Bete

70 g gehackte Walnüsse

1 TL Natron

½ TL Zimt

 

Zutaten für die Creme:

200 g weiche Butter

½ Dose russische, gezuckerte Kondensmilch (z.B. Dovgan)

1 TL Kurkuma für die gelbe Farbe

Einige Tropfen Vanillearoma

 

Zubereitung:

Die Eier mit dem Zucker schaumig rühren. Anschließend Schmand, Honig und Zimt unter die Eiermasse rühren, die Rote Bete pürieren und ebenfalls unterheben. Darauf das Mehl sieben und die gehackten Mandeln zufügen und alles gut mischen.

Eine runde Backform einfetten und den Teig einfüllen.

Im vorgeheizten Backofen bei 180° C etwa 12-15 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.

Inzwischen die weiche Butter mit der gezuckerten Kondensmilch und dem Vanillearoma schaumig schlagen.

Aus dem abgekühlten Tortenboden mit Hilfe von Servierringen Böden ausstechen. Die Böden im jeweiligen Ring lassen, die Buttercreme einfüllen und glatt streichen. Übrig gebliebenen Tortenboden – nach dem Ausstechen – zerkrümeln und auf die Creme streuen. Die Törtchen mit Ring in den Kühlschrank stellen und fest werden lassen.

Danach den Kuchen mit einem in heißes Wasser getauchten Messer vom Ring lösen, auf einem Teller drapieren. Ich habe das Küchlein mit Pistazien, Minzblättchen, Himbeeren, Vanillesoße angerichtet. Es sind auch viele andere Verzierungen denkbar, z.B. Zuckerstreusel, Schokoladenstreusel oder karamellisierte Walnüsse.

Ich wünsche gutes Gelingen!

 

Kleine Pawlowa mit köstlichen Erdbeeren

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Bald  geht die verlockende Erdbeerzeit zu Ende. Die frischen, roten und unnachahmlich duftenden Beeren habe ich vor einigen Tagen für eine absolute Köstlichkeit verwendet. Wer das Rezept mal ausprobiert wird es garantiert wieder tun. Ein unwiderstehlicher Genuss für die eigene Familie, aber auch für Gäste eine willkommene Überraschung.

Ein kleines Baisertörtchen  habe ich mit weißer, selbst zubereiteter Schokoladencreme, frischen Erdbeeren und Sahnehäubchen gefüllt. Beim Anrichten habe ich eine verführerisch duftende rote Rose dazu gelegt.

Anna Matwejewna Pawlowa (Анна Матвеевна Павлова) war eine russische Meistertänzerin des klassischen Balletts. Sie wurde am 12.Februar 1881 in Sankt Petersburg geboren und starb am 23.Januar 1931 in Den Haag. Das Lieblingsgebäck der Australier und Neuseeländer ist die Pawlowa, eine Torte aus Baisermasse. Diese Süßspeise wurde ihr zu Ehren so benannt, nachdem sie 1926 und 1929 mehrfach in beiden Ländern als Tänzerin gastiert hatte.

Dieses Dessert hatte ich anläßlich des Kochwettbwerbes zum Thüringer Cookingpokal 2016 im Finale zubereitet.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

  • 3 Eiweiß, sehr gekühlt
  • 130 g Zucker
  • 2 TL Speisestärke
  • ½ heller Balsamico
  • Prise Salz
  • 200 g weiße Kuvertüre
  • 100 g Schlagsahne
  • 250 g Erdbeeren

 Zubereitung:

Das  Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen und dabei langsam den Zucker einrieseln lassen. Weiterschlagen bis eine glatte, feste, glänzende Masse entstanden ist.  Stärke auf die Eiweißmasse sieben, den Essig zufügen und alles gut unterheben.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Eischnee in einen Spritzbeutel füllen und vier Portionen auf das Backblech spritzen. Es müssen kleine Förmchen entstehen, die in der Mitte eine Vertiefung haben.  Im vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten bei 100°C trocknen lassen. Die Baiserschalen eventuell mit Folie abdecken, damit sie schön weiß  bleiben. Backofen nach der Zeit ausschalten und die Baisers über Nacht darin trocknen lassen.

Kuvertüre hacken und in der erwärmten Sahne schmelzen (nicht kochen!). Alles mit dem Schneebesen glatt rühren und über Nacht im Kühlschrank kalt stellen.

Die Schokoladensahne am nächsten Tag mit dem Schneebesen des Handrührgerätes cremig aufschlagen und  in die Baiserschalen geben. Darauf fächerartig geschnittene Erdbeeren verteilen.

Anrichten:

Pawlowas in die Mitte eines Tellers einsetzen und ringsherum etwas Erdbeerpüree verteilen. Auf eine Seite des Tellers eine rote Rose legen, die sich auf Minzblättern befindet. Auf der anderen Seite der Pawlowa eine Erdbeere, die im Kochwettbewerb einen Hauch von Blattgold erhalten hatte, dekorieren.