Zitronen-Knusperchen

Zitronenknusperchen

Wie das duftet! Köstlich und sehr verführerisch! In meiner heimischen Weihnachtsbackstube stehen derzeit Mehl, Zucker, Kakao, Vanille, Zitronat, Orangeat, Rosinen, Zimt, Schokolade und viele andere köstliche Zutaten immer griffbereit. Sie verwandeln sich unter geübten Handgriffen in die unterschiedlichsten leckeren Plätzchen. In diesem Jahr hatte ich wieder einen fleißigen Helfer. Kekse in der Adventszeit zu backen und dabei der Weihnachtsmusik zu lauschen, gehört für mich in die schöne Vorweihnachtszeit. Dabei verzichte ich auf ganz bewusst auf Stress und Hektik.

An den Adventstagen sehe ich mir gern die klassischen, alten Märchenfilme an und genieße dabei frisch gebrühten, handgefilterten Kaffee mit selbst gebackenen Plätzchen.

Mitunter eilen meine Gedanken viele, viele Jahre zurück in die Kinderzeit. Längst vergangener weihnachtlicher Zauber ist plötzlich wieder ganz nah. So zum Beispiel sind der Zauber des Lichterglanzes, des Duftes von Pfefferkuchen und einfachem Zuckerwerk, vom Pflaumentoffel – dieser ist ein aus Trockenpflaumen gebasteltes Männlein -, von silbern geschmückten Weihnachtsbäumen, des Kerzenscheines, der knirschenden und funkelnden Schneedecke plötzlich wieder ganz nah. Auch erinnere ich die Hoffnung, dass der Weihnachtsmann eine kleine Puppe mit braunen Haaren bringen möge.

Lange ist`s her aber noch in guter Erinnerung!

Aber nun zum Rezept für meine kleinen, köstlichen Knusperchen mit einem Hauch von Zitrone.

 

Zutaten für die Plätzchen:

  • 250 g Mehl
  • 150 g Zucker
  • 1 Vanillezucker
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 150 g Butter
  • 2 Eigelb
  • 50 g Zitronat, fein gehackt

Zutaten für den Zuckerguss:

  • 1 Päckchen geriebene Zitronenschale
  • 200 g Puderzucker
  • 3 EL Zitronensaft

 

Zubereitung:

Die Zutaten für die Plätzchen gut verkneten, in Folie wickeln und mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Den Teig dünn ausrollen, mit beliebigen Formen Plätzchen ausstechen, auf die Bleche legen und etwa 10 Minuten im auf 180° C vorgeheizte Ofen backen. Die Gebäckstücke auskühlen lassen.

Puderzucker und Zitronensaft gut verrühren und auf die Plätzchen streichen. Den aufgetragenen Zuckerguss mit etwas geriebener Zitronenschale bestreuen.

Möge sich jeder einen Hauch von weihnachtlicher Romantik wie in Kindertagen auch mit einem uralten Weihnachtslied – „Fröhliche Weihnacht überall tönet durch die Lüfte froher Schall!“ – bewahren. Allen meinen Lesern wünsche ich eine schöne Weihnachtszeit und gutes Gelingen beim Nachbacken der Knusperchen!

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Großmutters Sonntagskuchen

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Gern erinnere ich mich an die leckeren und himmlisch duftenden  Streuselkuchen meiner Großmutter. Zum Wochenende wurde ein riesengroßes Blech Streuselkuchen mit Kirschen, Pflaumen oder Äpfeln gebacken. Die frischen Früchte holte sie aus dem Garten hinter der Scheune. Sie buk die Kuchen samstags im Steinbackofen, der mit Reisigfeuer geheizt wurde. Das gab ein ganz besonderes Aroma! Wenn das Knistern des verbrennenden Reisigs zu hören war, warteten wir schon ungeduldig auf die Köstlichkeit. Es war etwas  Besonderes! Wir Kinder haben uns dann nicht lange bitten lassen von diesem wohlschmeckenden Kuchen zu essen. In Windeseile war der Kuchen verzehrt und man sah auf dem Blech nur noch vereinzelte Krümel. Die knusprigen, mürben Streusel waren die Krönung der jeweiligen Kuchen. Ich habe vor vielen Jahren lange getüftelt, um sie annähernd so hinzukriegen wie sie einst meine Großmutter machte.

 

Rezept für eine Springform 25 cm Durchmesser

 

Zutaten für den Teig:

150 g Mehl

100 g Butter

80 g Zucker

1 Backpulver

2 Eier

1 Vanillezucker

 

Zutaten für die Füllung:

1 Glas Sauerkirschen

50 g Zucker

1 Puddingpulver Vanillegeschmack

 

Zutaten für die Streusel:

150 g Mehl

100 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

90 g flüssige Butter

1 Prise Salz

 

Zubereitung:

Butter, Zucker und Vanillezucker cremig rühren. Die Eier zugeben und gut unterrühren. Mehl und Backpulver in einer separaten Schüssel mischen und anschließend über die Butter-Zucker-Eier-Mischung sieben und gut verrühren.

Das Glas Sauerkirschen in einen Topf geben. Das Puddingpulver mit dem Zucker vermischen und mit etwas Kirschsaft glatt rühren. Zu den Kirschen geben, kurz aufkochen und anschließend abkühlen lassen.

Für die Streusel Mehl, Zucker, Vanillezucker, eine Prise Salz und die flüssige Butter in einer Schüssel mischen. Diese Masse mit den Händen zu Streuseln verarbeiten und etwa 30 Minuten ruhen lassen.

Backofen auf 180° C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Teig in eine gefettete Springform geben. Dabei einen Rand andrücken. Die angedickten Kirschen auf dem Teig gleichmäßig verteilen und glatt streichen. Die Streusel nochmals durchkneten und auf die Kirschen krümeln.

Kuchen etwa 45-50 Minuten in der Mitte des Ofens backen. Die Streusel sollten leicht gebräunt sein.

Tipp: Manchmal reibe ich auch etwas von der Tonkabohne an die Streuselmasse.

 

 

Buttercremetörtchen wie anno dazumal

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Früher – in den 50iger und 60iger Jahren – waren die Torten mit viel Buttercreme sehr beliebt. Sie sind zwar fast aus der Mode gekommen, aber immer noch sehr lecker. Ich wette mit euch, dass, wenn ich solch ein kleines Törtchen samstags auf meine Kaffeetafel stelle, jeder begeistert sein wird. Es ist Fest für die Sinne! Natürlich gibt es nur ein kleines Stückchen, denn sonst werden die Hüften ja gleich runder. Aber das kleine, runde Stück mit seinem wunderbaren Geschmack genügt vollkommen. Dazu serviere ich einen von Hand gefilterten Kaffee in einer angewärmten Porzellankanne. Einfach mal eine kleine Sünde genießen!

 

Rezept für 6 Personen

Zutaten für den Teig:

2 Eier

150 g Zucker

200 g Mehl

100 g Schmand

70 g flüssigen Honig

1 vorgegarte rote Bete

70 g gehackte Walnüsse

1 TL Natron

½ TL Zimt

 

Zutaten für die Creme:

200 g weiche Butter

½ Dose russische, gezuckerte Kondensmilch (z.B. Dovgan)

1 TL Kurkuma für die gelbe Farbe

Einige Tropfen Vanillearoma

 

Zubereitung:

Die Eier mit dem Zucker schaumig rühren. Anschließend Schmand, Honig und Zimt unter die Eiermasse rühren, die Rote Bete pürieren und ebenfalls unterheben. Darauf das Mehl sieben und die gehackten Mandeln zufügen und alles gut mischen.

Eine runde Backform einfetten und den Teig einfüllen.

Im vorgeheizten Backofen bei 180° C etwa 12-15 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.

Inzwischen die weiche Butter mit der gezuckerten Kondensmilch und dem Vanillearoma schaumig schlagen.

Aus dem abgekühlten Tortenboden mit Hilfe von Servierringen Böden ausstechen. Die Böden im jeweiligen Ring lassen, die Buttercreme einfüllen und glatt streichen. Übrig gebliebenen Tortenboden – nach dem Ausstechen – zerkrümeln und auf die Creme streuen. Die Törtchen mit Ring in den Kühlschrank stellen und fest werden lassen.

Danach den Kuchen mit einem in heißes Wasser getauchten Messer vom Ring lösen, auf einem Teller drapieren. Ich habe das Küchlein mit Pistazien, Minzblättchen, Himbeeren, Vanillesoße angerichtet. Es sind auch viele andere Verzierungen denkbar, z.B. Zuckerstreusel, Schokoladenstreusel oder karamellisierte Walnüsse.

Ich wünsche gutes Gelingen!

 

Kleine Pawlowa mit köstlichen Erdbeeren

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Bald  geht die verlockende Erdbeerzeit zu Ende. Die frischen, roten und unnachahmlich duftenden Beeren habe ich vor einigen Tagen für eine absolute Köstlichkeit verwendet. Wer das Rezept mal ausprobiert wird es garantiert wieder tun. Ein unwiderstehlicher Genuss für die eigene Familie, aber auch für Gäste eine willkommene Überraschung.

Ein kleines Baisertörtchen  habe ich mit weißer, selbst zubereiteter Schokoladencreme, frischen Erdbeeren und Sahnehäubchen gefüllt. Beim Anrichten habe ich eine verführerisch duftende rote Rose dazu gelegt.

Anna Matwejewna Pawlowa (Анна Матвеевна Павлова) war eine russische Meistertänzerin des klassischen Balletts. Sie wurde am 12.Februar 1881 in Sankt Petersburg geboren und starb am 23.Januar 1931 in Den Haag. Das Lieblingsgebäck der Australier und Neuseeländer ist die Pawlowa, eine Torte aus Baisermasse. Diese Süßspeise wurde ihr zu Ehren so benannt, nachdem sie 1926 und 1929 mehrfach in beiden Ländern als Tänzerin gastiert hatte.

Dieses Dessert hatte ich anläßlich des Kochwettbwerbes zum Thüringer Cookingpokal 2016 im Finale zubereitet.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

  • 3 Eiweiß, sehr gekühlt
  • 130 g Zucker
  • 2 TL Speisestärke
  • ½ heller Balsamico
  • Prise Salz
  • 200 g weiße Kuvertüre
  • 100 g Schlagsahne
  • 250 g Erdbeeren

 Zubereitung:

Das  Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen und dabei langsam den Zucker einrieseln lassen. Weiterschlagen bis eine glatte, feste, glänzende Masse entstanden ist.  Stärke auf die Eiweißmasse sieben, den Essig zufügen und alles gut unterheben.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Eischnee in einen Spritzbeutel füllen und vier Portionen auf das Backblech spritzen. Es müssen kleine Förmchen entstehen, die in der Mitte eine Vertiefung haben.  Im vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten bei 100°C trocknen lassen. Die Baiserschalen eventuell mit Folie abdecken, damit sie schön weiß  bleiben. Backofen nach der Zeit ausschalten und die Baisers über Nacht darin trocknen lassen.

Kuvertüre hacken und in der erwärmten Sahne schmelzen (nicht kochen!). Alles mit dem Schneebesen glatt rühren und über Nacht im Kühlschrank kalt stellen.

Die Schokoladensahne am nächsten Tag mit dem Schneebesen des Handrührgerätes cremig aufschlagen und  in die Baiserschalen geben. Darauf fächerartig geschnittene Erdbeeren verteilen.

Anrichten:

Pawlowas in die Mitte eines Tellers einsetzen und ringsherum etwas Erdbeerpüree verteilen. Auf eine Seite des Tellers eine rote Rose legen, die sich auf Minzblättern befindet. Auf der anderen Seite der Pawlowa eine Erdbeere, die im Kochwettbewerb einen Hauch von Blattgold erhalten hatte, dekorieren.

 

Köstliche Erdbeeren, die holden Erdentöchter verwöhnen uns wieder

„Erdbeeren, sie lachen von fern mich schon an, ich hab‘ so recht meine Freude dran.“ So befand einst der Dichter Hofmann von Fallersleben. So erging es mir in den letzten Tagen ebenfalls. Verführerischer Duft und Geschmack der roten Früchte sind ganz was Besonderes.

Johann Gottfried Herder beschrieb diese Köstlichkeiten der Natur in seinem Gedicht „Holde Erdentöchter“ vortrefflich. Die erste Strophe möchte ich hier gern kundtun, bevor wir anfangen den Kuchen zu backen. Den Boden für einen Obstkuchen backe ich seit fast dreißig Jahren nach diesem Rezept. Er ist schnell zubereitet, gelingt immer und schmeckt lecker.

Holde Erdentöchter,
Frühlings frühe Kinder,
Schon aus Sonnenvaters
Warmem Lebenshauche
Und aus Mutter-Erden
Kühlem Schooß empfangen,
Kühle, süße Beeren!

Zutaten für eine Ringform:

  • 500 g Erdbeeren
  • 2 Eigelb
  • 2 Eiweiß
  • 1 EL warmes Wasser
  • 75 g Zucker
  • 50 g Mehl
  • 50 g Stärkemehl
  • 1 TL Backpulver
  • Mandelplättchen, ohne Fett kurz in der Pfanne geröstet
  • Minzezucker, selbst gemacht
  • Erdbeerpüree
  • Vanillesoße
  • 250 ml süße Sahne
  • 1 Päckchen roten Tortenguss mit 250 ml Wasser und 2EL Zucker nach Vorschrift zubereiten.
  • ½ Päckchen Vanillepudding mit 250 ml Milch und 2 EL Zucker nach Vorschrift zubereiten.

Zubereitung:

Eier trennen. Die Eigelbe mit Wasser schaumig rühren, 2/3 des Zuckers und den Vanillezucker dazu geben und gut mischen.

Die Eiweiß mit dem restlichen Zucker steif schlagen, auf die Eigelbmasse geben und vorsichtig unterheben. Darauf  das Mehl, das Stärkemehl und das Backpulver sieben und mit der Eimasse behutsam mischen.

Die Kuchenform einbuttern, mit etwas Mehl bestäuben und den Teig einfüllen und glatt streichen.

Im vorgeheizten Backofen bei 180° Grad  Ober- und Unterhitze circa 20-30 Minuten backen. Danach abkühlen lassen, Pudding zubereiten und auf den Kuchenboden geben. Erdbeeren halbieren, auf dem Kuchen verteilen und den zubereiteten Tortenguß von der Mitte aus über die Früchte verteilen.

Mit geschlagener Sahne, einigen frischen Erdbeeren und Minze, Minzezucker, Erdbeerpüree, Vanillesoße und gerösteten Mandelplättchen auf einem Teller hübsch anrichten…und einfach genießen.

Hot Dogs – eine kleine lukullische Überraschung zum Internationalen Kindertag

Hot dogs

Am 01. Juni 2017 wird wieder der Internationale Kindertag begangen, an dem die Kinder im Mittelpunkt stehen.

In über dreißig Ländern werden die Rechte der Kinder auf das Wohlergehen der Jüngsten gefeiert. Am Internationalen Kindertag wird auf die Rechte der Kinder auf Schutz, auf Förderung der Entwicklung und das Recht auf Beteiligung aufmerksam gemacht.

An diesem Tag feiern die Kinder mit ihren Eltern, in der Schule, im Kindergarten und in Stadt und Land mit bunten Programmen, Freude, Lachen und Aktionen. Kleine Geschenke und leckeres Essen gehören ebenfalls dazu. Der Tag soll noch lange im Gedächtnis der Kinder bleiben.

Ich bin fest davon überzeugt, dass die gebackenen Hot Dogs den Kindern große Freude bereiten und schmecken werden.

Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 300 ml Wasser, lauwarm
  • 30 ml Olivenöl
  • 4 EL Milch
  • 1 Ei
  • ½ Würfel frische Hefe
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • Schwarze Oliven

Zubereitung:

In eine Schüssel das lauwarme Wasser und Zucker geben. Nun die Hefe in das Gemisch bröseln. Etwas Mehl überstäuben und alles 20 Minuten abgedeckt gehen lassen.

Danach werden die restlichen Zutaten wie Mehl, Salz, Zucker, Öl dazu gegeben und mit den Knetstäben des Handmixers zu einem geschmeidigen Teig verarbeitet. Der Teig sollte seidig glänzen und muss nun abgedeckt nochmals 30Minuten an einem warmen Ort gehen. Anschließend formt man mit bemehlten Händen gleich große Kugeln aus dem Teig.

Nun werden sie auf einem mit Backpapier belegtem Backblech zu einer flachen Scheibe gedrückt. Mit einem scharfen Messer werden die Einschnitte für die Ohren und die Schnauze gemacht. Das Ei mit der Milch verschlagen und die Brötchen damit bepinseln. Anschließend müssen die Teigstücken nochmals 10 Minuten gehen. Für Augen und Nase schwarze Oliven in den Teig drücken.

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Den Backofen auf 190 Grad Ober-und Unterhitze vorheizen und die Brötchen etwa 20 – 25 Minuten backen, so dass sie wunderbar goldgelb aussehen. Danach auskühlen lassen und die Schnauze vorsichtig quer einschneiden.

Jetzt können die einzelnen Hot Dogs – wie jeder das möchte – zum Beispiel mit einem Salatblatt, Dressing und einem heißen Würstchen komplettiert werden. Die Kinder werden – das ist sicher- die Hot Dogs herzhaft und mit großem Appetit verspeisen.

Sachertörtchen – Eine schokoladige Versuchung

Sachertörtchen

Dieser Tage habe ich mal wieder – es kommt bei mir sehr selten vor – meine Lieblingsschokolade gekauft. Ich hatte mir vorgenommen sie zunächst in den Schrank zu legen. Aber ich konnte dieser Versuchung nicht widerstehen, sondern genoss sie mit allen Sinnen und einer Tasse Kaffee. Dabei entschied ich mich das doch öfter mal zu machen, denn diese pure Sinnlichkeit setzt viele positive Emotionen frei. Einfach mal innehalten tut gut und macht glücklich!

Außerdem hatte ich mir einen kleinen Vorrat der köstlichen Schokolade mitgebracht. Zwei Tage später wollte ich mich mit meinen Schwestern treffen und sie ebenfalls am kleinen Augenblick des Glücks teilhaben lassen. Also sah ich mich nach einem schokoladigen Rezept für kleine und feine gebackene Köstlichkeiten um. Sodann machte ich mich ans Werk und habe kleine Sachertörtchen nach einem Rezept von Johann Lafer gebacken, eingepackt und zum Schwestertreffen mitgenommen. Auf der Terrasse haben wir es uns bei herrlichem Sonnenschein mit den Törtchen und Kaffee gut gehen lassen und den Moment genossen. Sie waren köstlich, die Törtchen!

Kleines Sacher-Törtchen  – Rezept von Johann Lafer

Zutaten für die Törtchen (12 Stück):

  • 100 g Zartbitter-Kuvertüre (70 %)
  • 100 g Butter, zimmerwarm
  • 40 g Puderzucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 4 Eier (Klasse M)
  • 130 g Zucker
  • 100 g Mehl
  • 2 cl Rum
  • 150 g Aprikosenkonfitüre
  • Salz
  • Butter für die Form
  • Zucker für die Form
  • Minze zum Garnieren

Für die Glasur:

  • 50 g Zucker
  • 20 g Butter
  • 150 g Zartbitter-Kuvertüre
  • 50 ml Sahne

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Für das Sacher-Törtchen 100 Gramm Kuvertüre klein hacken, in eine Schüssel geben und über einem lauwarmen Wasserbad unter gelegentlichem Rühren langsam schmelzen. Die Butter mit 30 Gramm Puderzucker, dem Vanillezucker und einer Prise Salz schaumig schlagen. Die Eier trennen, die Eigelbe nach und nach hinzufügen und unterschlagen. Nun die lauwarme Kuvertüre langsam einlaufen lassen und einrühren.

Das Mehl sieben. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Den Zucker nach und nach einrieseln lassen. Den Eischnee und das Mehl abwechselnd unter die Butter-Schokoladen-Masse heben. Ein Muffin-Blech dünn und gleichmäßig mit etwas zimmerwarmer Butter ausstreichen, mit Zucker ausstreuen und die Masse einfüllen. Die Törtchen im Backofen 15 bis 20 Minuten backen, anschließend in der Form abkühlen lassen.

Die abgekühlten Küchlein stürzen und einmal waagerecht halbieren. Den Rum mit einem Esslöffel Wasser und dem übrigen Puderzucker in einem Topf erwärmen. In einem anderen Topf die Aprikosenkonfitüre aufkochen und zwei bis drei Minuten köcheln lassen. Nun die Kuchenhälften mit dem Rum-Zucker-Gemisch tränken. Die unteren Böden mit der Aprikosenkonfitüre bestreichen. Die oberen Böden wieder draufsetzen, rundum mit der Konfitüre dünn bestreichen und kühl stellen.

Für die Glasur 50 Gramm Zucker mit 50 Milliliter Wasser aufkochen, bis sich der Zucker gelöst hat. Zwei Minuten weiter kochen, danach fünf Minuten abkühlen lassen. Die Kuvertüre klein hacken und zusammen mit der Butter und der Sahne unter den leicht abgekühlten Zuckersirup rühren. Anschließend den Schokoladenüberzug über die Törtchen gießen und mit einer Palette gleichmäßig überziehen.

Die Sachertörtchen auf Tellern anrichten. Dazu passt sehr gut eine Kugel Eis und Minzblättchen.

 

Knusprige Bratwursthäppchen im Blätterteig

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Mit diesem Rezept habe ich am 21.05.2016 im Viertelfinale zum Thüringer Cookingpokal, dem Kochwettbewerb von Hobbyköchen in Thüringen, teilgenommen. Der Wettbewerb fand in der 1. Grill-und BBQ Schule Erfurt statt. Dieses und ein zweites Grillgericht brachten mich zum Halbfinale im „Venerius“ nach Eckolstädt.

Jeden Tag hoffen wir, dass das Wetter wärmer, sonniger und überhaupt freundlicher wird. Viele Menschen sehnen sich nach Sonne und würden gern auf das kühle Aprilwetter verzichten. Andere wieder stehen bereits in den Startlöchern und möchten die neue Grillsaison einläuten. Bei diesem regnerischen, kalten Wetter macht das Grillen noch keinen Spaß. Um die Vorfreude etwas  anzustacheln, möchte ich heute meine knusprigen Bratwursthäppchen vorstellen. Wer das Rezept schon mal ausprobieren möchte, kann es auch in der Pfanne und im Backofen zubereiten.

Rezept für zwei Personen

Zutaten für die Bratwürste:

  • 2 Thüringer Bratwürste
  • 1 Blätterteig, Rolle aus dem Kühlregal
  • 1 Ei
  • 1 EL weißer Sesam

Zutaten für den Dip:

  • 50 g Born-Mayonnaise
  • 50 g Born-Senf
  • 3 EL brauner Zucker
  • 2 TL Kräuter-oder Apfelessig
  • Salz, Pfeffer

Zutaten für das Möhrengemüse :

  • 1 kleiner Kopfsalat
  • 200 g Möhren
  • 1 Bund Lauchzwiebeln
  • 1 Packung Frühstücksspeck
  • 4 Zweige Thymian
  • 3 Zweige Minze
  • 3 Zweige Oregano
  • 2 EL Raps-Öl
  • 2 EL Zucker
  • 200 ml Wasser
  • 3 EL Kräuteressig, Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die Bratwürste circa 5 Minuten von allen Seiten grillen oder in der Pfanne ringsherum anbraten, heraus nehmen und abkühlen lassen.

Inzwischen den Dip zubereiten. Dafür alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut mit dem Schneebesen verrühren.

Den Blätterteig ausrollen und  mit dem Dip bestreichen. Die Ränder des Blätterteiges frei lassen. Die Bratwürste jeweils in ein Stück Teig fest  einrollen. Dir Nähte mit Eiweiß bestreichen und mit der Gabel fest andrücken.  Die so entstandenen Rollen mit einem scharfen Messer in fünf Stücke schneiden.  Die einzelnen Bratwurststückchen nun hochkant  mit der Naht nach unten in eine Grillschale auf den Grill oder auf ein mit Backpapier belegtes Blech in den Backofen stellen,  mit Eigelb bestreichen und mit Sesamkörnern bestreuen .

Im vorgeheizten Grill indirekt grillen oder im Backofen bei 200°C etwa 20 Minuten backen.

Während die Bratwürste backen wird das marinierte Möhrengemüse zubereitet. Möhren schälen, waschen, längs vierteln und etwa in 5 Zentimeter lange Stücke schneiden. Lauchzwiebeln waschen, putzen und die weißenTeile ebenfalls in 5 Zentimeter lange Stücke schneiden. Die grünen Teile der Lauchzwiebel werden in feine Ringe geschnitten. Thymian-Blättchen von den Stielen zupfen.

Frühstücksspeck in einer beschichteten Pfanne knusprig braten und auf Küchenpapier zum Abtropfen legen. Im Speckfett werden die Möhren und die weißen Abschnitte der Lauchzwiebeln kurz gebraten, mit Zucker bestreut und kurz karamellisiert. Mit Essig ablöschen, Thymian dazugeben, 200 ml Wasser angießen und etwa 3 Minuten köcheln lassen. Danach das Ganze etwa eine halbe Stunde ziehen lassen.

Das Möhrengemüse mit Salz und Pfeffer  würzen. Die  Minze und Oregano-Blättchen hacken, die grünen Lauchringe und 2 EL ÖL dazugeben und alles gut vermischen.

Den Kopfsalat waschen, in mundgerechte Stücke zupfen, trockenen und mit den Möhren vermischen.

Beim Anrichten des Gemüses wird obenauf der knusprige Frühstücksspeck verteilt. Dem Genuss der knusprigen Bratwurst – aber mal ganz anders – steht nun nichts mehr im Wege. Guten Appetit!

 

Bratwurst im Blätterteig-004

Möhren-Ananas-Kuchen mit Topping

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Kürzlich habe ichWerbung, die am Wochenende meistens in den Briefkasten flattert und überquellen lässt, durchgeblättert. Dort fand ich beispielsweise ein Backrezept, auf das ich aufmerksam wurde.

Es war ein Möhrenkuchen mit Ananas und Frosting aus Frischkäse für das Osterfest. Schon lange wollte ich mal Möhren – weil so gesund – für einen Kuchen verwenden. Nachdem ich mir die Liste der Zutaten angesehen hatte, beschloss ich den Kuchen nachzubacken. Allerdings habe ich eine Veränderung vorgenommen und zwar habe ich vier Eier verwendet. So konnte ich die doppelte Menge Eiweiß steifschlagen, um den Kuchen „fluffiger“ zu bekommen. Für die Backzeit sind 45 Minuten angegeben. Ich habe den Kuchen 50 Minuten bei 150° Umluft im vorgeheizten Ofen gebacken.

Mit dem Frischkäse-Frosting ist es ein leckerer Kuchen geworden, den man auf der Ostertafel präsentieren kann.

Vanillekipferl – gebackene Schätze

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Kennt ihr den unnachahmlichen, verführerischen Duft von Vanillekipferl? Nein? Dann habt ihr bisher gewiss etwas verpasst! Eigentlich wollte ich dieses Jahr keinen weiteren Plätzchen mehr backen. Aber ich konnte nicht widerstehen und habe schnell noch den Teig dafür angerührt. Ein köstliches, einzigartiges Aroma zieht beim Backen der Vanillekipferl durch die Küche und schließlich durch die ganze Wohnung. Dieser Wohlgeruch vermischt sich mit dem Duft, der bereits dekorierten Tannenzweige zum verführerischen Weihnachtsduft. Ja, genau auf diesen Duft möchte ich nicht verzichten, denn er soll meiner Familie und mir in bester Erinnerung bleiben. Und mit diesem Rezept, nach welchem ich bereits seit mehr als dreißig Jahren backe, möchte ich gern andere Menschen daran teilhaben lassen. Am Nachmittag des Weihnachtsabends stehen diese Kekse mit meinen anderen gebackenen Schätzen in hübschen, metallenen Dosen auf meinem runden Tisch. Wir finden uns in erwartungsvoller Stimmung zum Kaffeetrinken bei Kerzenlicht ein. Weihnachten hat begonnen…

Zutaten:

  • 250 g Mehl
  • 70 g Puderzucker, der zuvor mit einer halben Vanilleschote aromatisiert wurde
  • 100 g gemahlenen Haselnüsse
  • 200 g Butter
  • 2 Eigelb
  • Etwas Abrieb von der Tonkabohne (es geht auch ohne Tonkabohne)
  • Etwas Abrieb von einer BIO-Zitrone
  • Eine Prise Salz
  • Gesiebter Puderzucker zum Bestäuben der Vanillekipferl

Zubereitung:

Aus allen Zutaten wird ein glatter, fester Teig geknetet. Der Teig wird zur Kugel geformt, in Klarsichtfolie gewickelt und eine Stunde im Kühlschrank kalt gestellt. Anschließend den Teig zu einer Rolle formen, die etwa einen Durchmesser von 5 Zentimetern haben sollte. Von dieser Rolle werden etwa 1 Zentimeter dicke Scheiben abgeschnitten. Die Scheiben wiederum werden zu einem Hörnchen gebogen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech gegeben.

Im vorgeheizten Backofen werden die Kipferl etwa 10-12 Minuten bei 160° Umluft gebacken.

Sobald sie fertig gebacken sind, werden sie vorsichtig vom heißen Blech herunter genommen. Nach dem sie etwas abgekühlt sind, werden sie mit Hilfe eines Siebes mit Puderzucker bestäubt.

Nun steht der Vorfreude auf die kleinen Kreationen nichts mehr im Wege. Genussmomente zu Weihnachten  müssen einfach sein und man wird sich an sie erinnern.