Matjesfilet mit milder Rauchnote, Rote Bete, Apfel und Weintrauben

Heute habe ich einen einfachen Salat zubereitet. Salate schmecken immer ob als Beilage, Vorspeise oder Hauptgericht. Und gesund sind sie allemal. Er sollte schnell auf dem Tisch stehen, bunt und frisch sein. Ich habe in meinen Kühlschrank reingeschaut, um zu sehen aus welchen Zutaten ich ihn wohl zaubern könnte. Aha… gestern hatte ich 2 Knollen Rote Bete gekocht und Matjesfilets mit Raucharoma, rote Weintrauben, ein roter Apfel, saure Sahne, Mayonnaise, frischer Dill lagen im Kühlschrank. Rote Zwiebeln befanden sich im Henkelkörbchen, Panko hatte ich auch vorrätig und Gewürze sowieso.

Aus diesen Zutaten zauberte ich eine von tausenderlei Salatvariationen. …und der Salat schmeckte köstlich.

Rezept für 2 Personen

Zutaten:

  • 300g – 400 g Matjesfilet mit Rauchnote
  • 200 g rote Weintrauben
  • 2 große Rote Bete
  • 1 Apfel
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 EL Mayonnaise
  • 2 EL saure Sahne
  • Dill
  • Panko
  • 1 EL Butter
  • Salz, Pfeffer
  • Essig, Öl
  • Etwas Zucker

Zubereitung:

Rote Bete mit Schale in kaltem Wasser waschen, in einen Topf mit Wasser geben und etwa 40 Minuten kochen. Kurz bevor die Kochzeit zu Ende ist wird Salz zugegeben. So bleibt die rote Farbe erhalten. Nach Ende der Kochzeit abkühlen lassen und schälen.

Beim Verarbeiten der Rote Bete Einmalhandschuhe tragen, denn sie färben sehr stark. Mit dem Hobel 12 hauchdünne Scheiben schneiden und die restlichen Rote Bete in Würfel schneiden. Aus Essig, Öl, Salz, Pfeffer und etwas Zucker eine Marinade zubereiten und die Rote Bete damit marinieren.

Den Apfel schälen und ebenfalls in Würfel schneiden. Die rote Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Weintrauben waschen.

Mayonnaise und saure Sahne mischen und in zwei Schüsselchen füllen. Eine Mayonnaise-Mischung mit etwas Rote-Bete-Saft färben. Jede Mischung in einen Spritzbeutel mit Tülle füllen und bis zum Verbrauch in den Kühlschrank legen.

Die Matjesfilets in mundgerechte Stücke schneiden.

Butter in einer Pfanne zerlassen und Panko darin knusprig rösten.

Beim Anrichten 6 hauchdünne Scheiben in einer Reihe überlappend auf den Teller legen. Darauf werden die Fischstücke, Rote-Bete-Würfel, Weintrauben, Apfelwürfel, Zwiebelringe angerichtet. Das rote und weiße Mayonnaise-Gemisch als Tupfen aufspritzen. Knuspriger Panko und frischer Dill  runden meine kleine Komposition ab. Wer mag kann dazu noch ein Stück knuspriges, frisches Brot essen.

Guten Appetit!



Kaiserfleisch mit Kiefernzapfenhonig karamellisiert, Weintrauben, Vitelotte-Noire-Püree und Tannenspitzen-Mixed Pickles

In unseren Wäldern kann man vieles entdecken was gut schmeckt. Bei meinem farbenfrohen Herbstgericht kamen heute, die im Frühling und Frühsommer gesammelten Früchte des Waldes auf den Teller. Einige händevoll maigrüne, zarte Tannenwipfel und frische, kleine Kiefernzapfen sammelte ich in diesem Jahr bei meinen Streifzügen durch Wald und Flur.

Die zarten Tannenwipfel hatte ich als saure, herbe Mixed Pickles mit Balsamico-Essig, Nelken, Wacholder, Piment und schwarzen Pfeffer eingelegt. Die gewaschenen, kleinen Kiefernzapfen kochte ich mit Zucker sirupartig zu einem Honig bis er eine purpurne Farbe angenommen hatte. Mit diesem Kiefernzapfenhonig habe ich das in Würfel geschnittene Fleisch karamellisiert.

Mein kleines Herbstgericht hat köstlich geschmeckt mit seinen unnachahmlichen Nuancen nach Wald und Tanne.

Rezept für vier Personen

Zutaten:

  • 600 g Kassler
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 50 g frischer Ingwer
  • 2 EL Kiefernzapfenhonig oder 100 g Zucker
  • 1 Sternanis
  • Sojasoße
  • Pfeffer
  • Salz
  • 200 g grüne Weintrauben
  • 2 Karotten
  • 500 g violette Kartoffeln
  • Butter
  • Milch
  • Öl
  • Tannenspitzen Mixed Pickles

Zubereitung:

Kassler in Würfel schneiden und in der Pfanne von allen Seiten anbraten. Kiefernzapfenhonig oder Zucker zugeben und das Fleisch damit unter Rühren karamellisieren. Die in Würfel geschnittenen Zwiebeln, Ingwer, kleingehackten Knoblauch und den Sternanis dazugeben und kurz mit dem Fleisch braten. Etwa 200 ml Brühe dazugeben und das Fleisch etwa 30 Minuten langsam schmoren. Mit Sojasoße, Salz und Pfeffer abschmecken.

Möhren waschen, schälen und mit dem Sparschäler längs Scheiben abschneiden. In kochendem Salzwasser kurz blanchieren, in kaltem Wasser abschrecken und in flüssiger Butter schwenken.

Weintrauben waschen, in kochendem Wasser kurz blanchieren, in kaltem Wasser abschrecken. So lässt sich die Schale der Weintrauben ganz leicht abziehen.

Die Kartoffeln waschen und mit Schale 20 Minuten in einem Topf dämpfen. So bleibt die schöne violette Farbe erhalten. Kartoffeln schälen, durch die Kartoffelpresse drücken. Mit heißer Milch, Butter und Salz vermischen und würzen. Wenn man das Püree anschließend durch ein Sieb gibt, erhält man ein wunderbares zartes, cremiges Kartoffelpüree.

So, nun sind alle Zutaten gekocht und man kann das leckere Gericht hübsch anrichten und mit Bedacht genießen.

Guten Appetit!

Leipziger Räbchen

Schon Goethe kannte sie. Leipziger Räbchen sind eine leckere Spezialität der Sächsischen Küche. Für die Leipziger Räbchen Dörrpflaumen ohne Kern verwendet, die mit einem Stückchen Marzipan gefüllt werden. Anschließend werden sie in einem Eierkuchen- oder Bierteig gewendet und im heißen Öl ausgebacken. Diese Leckereien – die man ohne großen Aufwand auf den Tisch zaubern kann – sollte man sich einfach nicht entgehen lassen!

Rezept für vier Personen

Zutaten für die Räbchen:

Zubereitung:

  • Dörrpflaumen
  • Marzipan
  • Butterschmalz
  • Süße Sahne
  • Frisches Obst

Zutaten für Bierteig:

  • 120 g Mehl
  • 1 Eigelb
  • 120 ml Bier
  • 20 g flüssige Butter
  • 1 geschlagene Eiweiß
  • 30 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • etwas abgeriebene Zitronenschale
  • Zimt
  • Butterschmalz

Mehl, flüssige Butter, Bier, Eigelb, Zucker, Salz zu einem glatten Teig errühren. Anschließend das geschlagene Eiweiß, Zimt und Zitronenschale unterheben. Den Teig ca. 30 Minuten quellen lassen. In die Mitte der Trockenpflaumen etwas Marzipan geben, die Pflaumen gut verschließen und zusammendrücken. Anschließend im vorbereiteten Bierteig wenden und im heißen Butterschmalz ringsherum goldgelb ausbacken.

Nach dem Backen in Zimtzucker wälzen oder mit Puderzucker bestäuben. Mit einem Klecks Sahne, Heidelbeerspiegel und frischen Früchten angerichtet, sind die Leipziger Räbchen noch warm genossen kleine Köstlichkeiten.

Guten Appetit!

Schweinefilet mit Rotwein-Trauben-Sauce und Austernpilzen

Stürme, Wind und Regen überziehen zurzeit unser Land. Die Tage werden kürzer, das Laub färbt sich goldgelb, tiefrot und fällt zu Boden. Der Herbst ist da! Wenn im Herbst die Tage kürzer, kühl und grau werden, brauchen wir hin und wieder Seelenwärmer. Wir machen es uns zu Hause in der warmen Stube wieder gemütlich! Zur Gemütlichkeit gehört es auch in der kalten Jahreszeit ein deftiges Essen und ein Glas besten Weines von Saale und Unstrut zu genießen.

Das rosa gebratenes Schweinefilet habe ich mit einer leckeren Traubensauce kredenzt. Verfeinert wurde die Sauce mit einigen Früchten des Herbstes. Rosafarbene Weintrauben, Nüsse, Feigen, Austernpilze und Gewürze wie Vanille, Sternanis, Piment, Chilipulver und Salbei rundeten den Geschmack des Filets ab.

Rezept für zwei Personen

Zutaten Schweinefilet:

  • 400 g Schweinefilet
  • Butterschmalz
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprika, edelsüß

Zubereitung Schweinefilet:

Das Filet mit kaltem Wasser abbrausen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Anschließend salzen, pfeffern und mit Paprikapulver würzen.

Butterschmalz in der Pfanne erhitzen. Darin das Filet von allen Seiten scharf anbraten. Danach im vorgeheizten Ofen bei 170-180°C bei Ober- und Unterhitze 12 Minuten fertig garen. Im Anschluss das Fleisch noch etwas ruhen lassen bevor es angeschnitten wird.

Zutaten Rotwein-Trauben-Sauce:

  • 400 g rosafarbene Weintrauben
  • 200 g Austernpilze
  • 1 große violette Zwiebel
  • 2 Feigen
  • 200 ml Rotwein
  • 300 ml Fleischbrühe
  • ½ Vanilleschote
  • 1 Sternanis
  • 3 Pimentkörner, grob zerstoßen
  • 1 Messerspitze Chilipulver
  • 3 Salbeiblätter
  • Minze
  • 50 g Nüsse
  • 1 EL brauner Zucker
  • 1 EL Honig
  • 1 EL
  • Pfeffer
  • Salz
  • Olivenöl

Zubereitung Rotwein-Trauben-Soße:

Zwiebel schälen und fein hacken. Pilze putzen und eventuell kleinschneiden, Weintrauben waschen und halbieren. In einer Pfanne das Öl erhitzen und kurz die Zwiebeln anschwitzen. Danach Pilze und Weintrauben dazugeben und unter Rühren kurz dünsten. Wein angießen, kurz köcheln lassen und dann die Brühe hinzufügen. Vanilleschote, Sternanis, Piment, Chilipulver, fein gehackte Salbeiblätter beimischen und alles bei mittlerer Hitze etwa 8 Minuten köcheln lassen. Nun die Nüsse, den braunen Zucker, Honig zugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und alles einige Minuten dickflüssig einköcheln lassen. Die Soße mit etwas in kaltem Wasser eingerührtem Stärkemehl oder mit eiskalter Butter binden. Nochmals eventuell mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Traubensoße auf den Teller geben, in Scheiben geschnittenes Filet darauf anrichten. Einige frische Weintrauben, Feigen, gebratene Austernpilze, Nüsse und Minze als Topping darüber geben. Sehr gut passt dazu Kartoffelpüree, Reis, Nudeln oder einfach ein paar Scheiben Ciabatta oder Toast.

Guten Appetit!  

Zweifarbige Blumenkohl-Cremesuppe gekrönt mit knusprigem Bacon und Croutons

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Die Suche nach buntem Blumenkohl – gelb, grün und violett – gestaltete sich sehr schwierig. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt Gerichte mit buntem Blumenkohl zu zaubern. Im Internet war ich in verschiedenen Ländern unterwegs. Aber den bunten Blumenkohl fand ich letztendlich nach längerer Suche sogar regional in meiner Wohnortnähe. In der Gärtnerei Fischer in Erfurt-Dittelstedt bekam ich besagten Blumenkohl frisch geerntet und absolut knackig. Der Chef eines kleinen EDEKA-Marktes in Naumburg brachte mir freundlicherweise den bunten Blumenkohl mit in meinen Wohnort. Das klappte wie am Schnürchen! Es war eine Freude den frischen Blumenkohl zu verarbeiten. Die bunten Sorten haben einen köstlichen und kräftigen Geschmack. Für dieses Gericht habe ich eine violette und eine gelbe Blumenkohl-Cremesuppe gekocht. Gekrönt habe ich die zweifarbige Suppe mit knusprig gebratenen Bacon und selbstgemachten Croûtons. Es war köstlich und ein herbstliches Fest für die Augen!

Rezept für 4 Personen

Zutaten für 2 Suppen:

• 2 Blumenkohl, violett, gelb
• 2 Zwiebeln
• 2 El Butter
• 1 l Gemüsefond
• 1 Zitrone
• 200 ml Weißwein
• 200 g Schlagsahne
• 200 g Schmelzkäse
• Salz, Pfeffer, Muskat
• Weißbrot
• Bacon

Zubereitung:

Beide Suppen getrennt zubereiten.

Blumenkohl waschen und in Röschen teilen, Zwiebel schälen, fein würfeln. Zwiebel in einem Topf in der Butter glasig andünsten. 500 ml Fond dazugeben und die Blumenkohlröschen ebenfalls in den Topf legen und alles etwa 20 Minuten köcheln lassen.

Danach den Weißwein angießen, aufkochen lassen und den Blumenkohl fein pürieren. Schmelzkäse, Sahne, Zitronensaft dazugeben. Die Suppen mit Salz, Pfeffer, Muskat und etwas Zucker abschmecken.

Weißbrot in Würfel schneiden und in der Pfanne in Butter knusprig rösten. Den Bacon in mundgerechte Stücke schneiden und kross anbraten.

Zum Anrichten werden die fertigen Suppen in zwei Krüge gefüllt. Die Suppen gleichzeitig in den Teller gießen. Einige Croûtons und Bacon auf die Suppe geben und frischen gelben, grünen und violetten Blumenkohl mit einer Reibe auf die Suppe raspeln.

Guten Appetit!

Lachsfilet auf Ciabatta, Paprikacreme mit Pimentón de la Vera und frischem Hopfenblüten-Gemüse

Heute stelle ich euch mein zweites Gericht mit frischen Hopfenblüten vor. Wie ihr schon wisst, bringe ich von meinen Spaziergängen in der Natur oft interessante Pflanzen mit. So beispielsweise wilden Hopfen, der an Waldesrändern und in Gebüschen wächst und rankt. Von August bis in den September hinein kann man die Hopfendolden ernten. Die kleinen Hopfenblüten enthalten Harz und ätherische Öle und geben dem Bier sein Aroma und ist sozusagen die Seele des Hopfengetränks.

Was viele nicht wissen ist, dass man Hopfen roh oder gekocht essen kann. Die jungen Hopfentriebe – man kann sie von April bis Juli ernten – sind eine Delikatesse und schmecken köstlich.

Für dieses Gericht habe ich Lachsfilet mit Haut, in Olivenöl geröstete Ciabatta-Scheiben, frische Hopfenblüten und selbst zubereitete Paprikacreme mit Pimentón de la Vera verwendet. Für Pimentón de la Vera werden Paprikaschoten aus der Region La Vera in Spanien seit Jahrhunderten über Eichenholzrauch geräuchert, getrocknet, später in Blechdosen verpackt und in alle Welt versandt. Der rauchige, scharfe und auch süßliche Geschmack rundet viele Speisen wie Fisch, Fleisch und Gemüse ab.

Rezept für 2 Personen

Zutaten:

• 250 g Lachsfilet mit Haut
• Zwei Hände voll frische Hopfenblüten
• 1 rote Paprikaschote
• 1 Zwiebel
• 100 ml Brühe
• 100 ml Crème fraîche
• Paprikapulver – Pimentón de la Vera
• Salz, Pfeffer
• ½ Zitrone
• Etwas Speisestärke
• Ciabatta
• Etwas Butter
• Olivenöl

Zubereitung:

Ciabatta halbieren, längs in dünne Scheiben schneiden, mit Olivenöl beträufeln und in der Pfanne knusprig rösten. Auf ein Küchentuch legen und das überschüssige Öl abtropfen lassen.

Für die Paprikacreme die Zwiebel in Würfel schneiden und in einem Topf in der Butter glasig dünsten. Anschließend die Paprika in Würfel schneiden und zu den Zwiebeln geben. Alles mit Brühe auffüllen, köcheln lassen bis die Paprikawürfel weich sind. Danach pürieren, durch ein feines Sieb und zurück in den Topf geben. Crème fraîche einrühren und mit etwas Speisestärke, die in kaltem Wasser angerührt wird, leicht binden. Die Creme mit Pfeffer, Salz und Pimentón de la Vera abschmecken.

Die frischen Hopfenblüten waschen, trocken schütteln, in Salzwasser blanchieren und in Eiswasser abschrecken damit die grüne Farbe erhalten bleibt. Butter in einer Pfanne zergehen lassen, mit Salz würzen und die Hopfenblüten dazugeben und 1-2 Minuten braten. Beim Anrichten zerlassene Butter darüber tröpfeln.

Das Lachsfilet unter kaltem Wasser abspülen und trocken tupfen. Die Haut vom Filet lösen und salzen. Die Haut in einer Pfanne mit Öl knusprig braten. Damit sich die Haut nicht wellt mit einem Topf während des Bratens beschweren. Die Filets salzen, pfeffern, mit etwas Zitronensaft beträufeln und in einer zweiten Pfanne auf jeder Seite etwa 3-4 Minuten bei mittlerer Hitze in Olivenöl braten.

Den Lachs auf der knusprigen Ciabatta-Scheibe und die Paprikacreme ringsherum anrichten und die knusprige Lachshaut sowie einige Hopfenblüten auf dem Teller verteilen.
Und nun einfach die Aromen-Vielfalt wie rauchig, säuerlich, salzig, süßlich, bitter und harzig mit den verschiedenen Texturen genießen.

Guten Appetit!

Omelett mit frischen Hopfenblüten

Bei Spaziergängen in der Natur kann man viele interessante Pflanzen entdecken. So beispielsweise wilden Hopfen, der an Waldesrändern und in Gebüschen wächst und rankt. Von August bis in den September hinein kann man die Hopfendolden ernten. Die kleinen Hopfenblüten enthalten Harz und ätherische Öle und geben dem Bier sein Aroma und ist sozusagen die Seele des Hopfengetränks.

Der Hopfen wurde 2007 sogar zur Arzneipflanze des Jahres gewählt. Für die gesunde Wirkung von Bitterstoffen gibt es gesicherte Erkenntnisse.

Was viele nicht wissen ist, dass man Hopfen roh oder gekocht essen kann. Die jungen Hopfentriebe – man kann sie von April bis Juli ernten – sind eine Delikatesse und schmecken wie Spinat.

Deshalb heute mal etwas ganz anderes aus meiner Küche. Das bodenständige Gericht ist schnell zubereitet und schmeckt sehr köstlich. Außer den frischen Hopfenblüten hat man die einfachen Zutaten meistens sowieso zu Hause. Ein zweites Gericht mit Hopfenblüten zeige ich hier in den nächsten Tagen.

Rezept für 2 Personen

Zutaten:

• 4 Eier
• 4 Scheiben Toastbrot
• 50 g Emmentaler Käse
• 100 ml helles Bier
• Eine Handvoll frische Hopfenblüten
• Butter
• Salz

Zubereitung:

Das Toastbrot entrinden, in Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Das Bier zum Brot geben und 10 Minuten weichen lassen. Eier mit dem Schneebesen cremig schlagen, salzen und zu den Brotwürfeln geben.

Käse in Würfel schneiden und die Hopfenblüten waschen, trocken schütteln und kleinhacken. Butter in der Pfanne zerlassen, die Eiermasse einfüllen und mit den Käsewürfeln und den gehackten bestreuen Hopfenblüten bestreuen.

Das Omelett bei milder Hitze goldgelb braten und mit einigen Hopfenblüten anrichten. Dazu passt natürlich ein Glas kühles Bier.

Guten Appetit!

 

 

Dem Sieg folgt Freude

Heute früh – und zwar um 8.16 Uhr – erreichte mich heute aus Österreich eine E-Mail, die mich zum Strahlen brachte.

Kürzlich hatte ich mich mit einem Beitrag und mehreren Rezepten am diesjährigen Austria Food Blog Award 2019 beteiligt. Die Nachricht enthielt die Mitteilung, dass die Shortlist per 06.09.2019 nun feststeht! Aufmerksam habe ich mir die Shortlist angesehen. Ja, genau…ich stand drauf. Mir vom AFBA-Team sehr herzlich gratuliert! Welch eine Freude!

Der Austria Food Blog Award 2019 war in diesem Jahr in Kategorien Blog-Awards und in neun Kategorien Rezept-Awards unterteilt. Die Jury wählte aus 937 Einreichungen ihre Favoriten aus. Auf die begehrte Shortlist haben es sechs meiner Beiträge geschafft! Unfassbar! Freude!

Die Expertenjury wählt derzeit aus der Shortlist die jeweiligen Sieger für die einzelnen Kategorien aus. Am 20.09.2019 findet die große Preisverleihung in 11 Kategorien anlässlich des 1. AUSTRIA FOOD PRESS DAYS im Reaktor Wien statt. Anschließend geht’s zur After-Show-Party. Das ist Spannung pur!

Mein Glückwunsch gilt ebenfalls allen anderen Mistreitern, die es auf die Shortlist geschafft haben. Nun steigt die Spannung nochmals… bevor verkündet wird wer die Siegertreppchen besteigt!

 

Himbeertörtchen

Himbeer-Törtchen

Diese kleine Leckerei habe ich ruckzuck aus Resten gezaubert. Für mich gilt besonders beim Kochen und Backen, keine Lebensmittel wegzuwerfen. Es bleibt auch bei mir Essbares übrig. Mit kreativen Ideen versuche ich jedoch mit meinen Resten neue Rezepte zu interpretieren. Dabei setze ich mir keine Grenzen. Ich versuche dabei Lebensmittel neu, ungewöhnlich, appetitlich zu arrangieren und optisch ansprechend in Szene zu setzen.

So habe ich immer wieder Freude daran auch aus Resten was Neues zu kreieren.

Vom Wochenende hatte ich noch einen halben Rührkuchen mit Marzipan, Mascarpone, frische Himbeeren und selbst gemachten, rosa Himbeerzucker zu Hause übrig. Das alles konnte und wollte ich so nicht stehen lassen. Also überlegte ich kurz…und die Idee war geboren.

Die frischen Minzeblättchen, die ich für das Dessert benötigte, wachsen bei mir auf dem Balkon. Dort lasse ich auch andere Kräuter gedeihen, die ich für meine Gerichte benötige. Frische Kräuter sind auf jedem Gericht das i-Tüpfelchen ob Kuchen, Dessert, Eis oder herzhafte Gerichte.

Den Kuchen habe ich in Scheiben geschnitten und mit Hilfe eines runden Anrichtringes in Form gebracht. Die Himbeeren habe ich püriert, durch ein Sieb gestrichen und mit Mascarpone cremig verrührt. Sodann stapelte ich die Kuchenteilchen jeweils mit einer Schicht Mascarpone. Obenauf auch noch etwas von der leckeren Creme, ein paar frische Himbeeren und Minzeblättchen und fertig war das unkomplizierte Dessert. Etwas vom selbst gemachten Himbeerzucker verstreute ich zur Dekoration auf dem Teller.

Die kleine, feine Köstlichkeit war ziemlich lecker.

Guten Appetit!

Entencurry mit Aprikosen, Kokos und Reis

Ein köstliches Entencurry mit Aprikosen, Kokos und fruchtigem Reis, wenn es einmal schnell gehen muss. Gesehen habe ich das Rezept und seine Zubereitung von und mit Christian Henze, Kochbuchautor, deutscher TV- und Sternekoch im MDR-Fernsehen.

Aus knuspriger Entenbrust und einem exotischen Curry mit Aprikosen, Chili, Ingwer, Morcheln, Mango, Kokosmilch, Currypulver, Salz und süßer Chilisoße zauberte ich nach diesem Rezept ein köstliches Gericht, welches eine leicht indische Note hat. Raffinierte Gewürze und Zutaten lassen indische, würzig scharfe Gerichte zu einem Feuerwerk der Aromen werden. Beispielsweise werden in der indischen Küche Kurkuma, Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel, Senfkörner, Mangopulver, Zimt, Chili, Ingwer, Bockshornklee, Tamarinde, Garam Masala, Fenchel und Curry verwendet, um nur einige zu nennen.

Aufgrund der Religion des Hinduismus in Indien sind die meisten Gerichte vegetarisch. Eine große Vielfalt an verschiedenen Gemüse- und Obstsorten wie beispielsweise Yam, Papayas, Mangos, Auberginen, Kürbisse, Kohl, Tomaten, Möhren und Bohnen wird zu lukullischem Essen verarbeitet. Es gibt allerdings auch Rezepte, in denen Fleisch wie beispielsweise Hähnchen und Lamm zubereitet wird.

Das Herzstück der indischen Küche allerdings sind ihre vielfältigen Gewürzmischungen. Ein Tipp: Gewürze wie beispielsweise Kreuzkümmel, Koriander und Kurkuma in einer Pfanne ohne Öl rösten. Anschließend im Mörser zerstoßen. So entfalten die Gewürze ihr köstliches und duftendes Aroma.

Viel Freude beim Nachkochen und guten Appetit!