Omelett mit frischen Hopfenblüten

Bei Spaziergängen in der Natur kann man viele interessante Pflanzen entdecken. So beispielsweise wilden Hopfen, der an Waldesrändern und in Gebüschen wächst und rankt. Von August bis in den September hinein kann man die Hopfendolden ernten. Die kleinen Hopfenblüten enthalten Harz und ätherische Öle und geben dem Bier sein Aroma und ist sozusagen die Seele des Hopfengetränks.

Der Hopfen wurde 2007 sogar zur Arzneipflanze des Jahres gewählt. Für die gesunde Wirkung von Bitterstoffen gibt es gesicherte Erkenntnisse.

Was viele nicht wissen ist, dass man Hopfen roh oder gekocht essen kann. Die jungen Hopfentriebe – man kann sie von April bis Juli ernten – sind eine Delikatesse und schmecken wie Spinat.

Deshalb heute mal etwas ganz anderes aus meiner Küche. Das bodenständige Gericht ist schnell zubereitet und schmeckt sehr köstlich. Außer den frischen Hopfenblüten hat man die einfachen Zutaten meistens sowieso zu Hause. Ein zweites Gericht mit Hopfenblüten zeige ich hier in den nächsten Tagen.

Rezept für 2 Personen

Zutaten:

• 4 Eier
• 4 Scheiben Toastbrot
• 50 g Emmentaler Käse
• 100 ml helles Bier
• Eine Handvoll frische Hopfenblüten
• Butter
• Salz

Zubereitung:

Das Toastbrot entrinden, in Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Das Bier zum Brot geben und 10 Minuten weichen lassen. Eier mit dem Schneebesen cremig schlagen, salzen und zu den Brotwürfeln geben.

Käse in Würfel schneiden und die Hopfenblüten waschen, trocken schütteln und kleinhacken. Butter in der Pfanne zerlassen, die Eiermasse einfüllen und mit den Käsewürfeln und den gehackten bestreuen Hopfenblüten bestreuen.

Das Omelett bei milder Hitze goldgelb braten und mit einigen Hopfenblüten anrichten. Dazu passt natürlich ein Glas kühles Bier.

Guten Appetit!

 

 

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Dem Sieg folgt Freude

Heute früh – und zwar um 8.16 Uhr – erreichte mich heute aus Österreich eine E-Mail, die mich zum Strahlen brachte.

Kürzlich hatte ich mich mit einem Beitrag und mehreren Rezepten am diesjährigen Austria Food Blog Award 2019 beteiligt. Die Nachricht enthielt die Mitteilung, dass die Shortlist per 06.09.2019 nun feststeht! Aufmerksam habe ich mir die Shortlist angesehen. Ja, genau…ich stand drauf. Mir vom AFBA-Team sehr herzlich gratuliert! Welch eine Freude!

Der Austria Food Blog Award 2019 war in diesem Jahr in Kategorien Blog-Awards und in neun Kategorien Rezept-Awards unterteilt. Die Jury wählte aus 937 Einreichungen ihre Favoriten aus. Auf die begehrte Shortlist haben es sechs meiner Beiträge geschafft! Unfassbar! Freude!

Die Expertenjury wählt derzeit aus der Shortlist die jeweiligen Sieger für die einzelnen Kategorien aus. Am 20.09.2019 findet die große Preisverleihung in 11 Kategorien anlässlich des 1. AUSTRIA FOOD PRESS DAYS im Reaktor Wien statt. Anschließend geht’s zur After-Show-Party. Das ist Spannung pur!

Mein Glückwunsch gilt ebenfalls allen anderen Mistreitern, die es auf die Shortlist geschafft haben. Nun steigt die Spannung nochmals… bevor verkündet wird wer die Siegertreppchen besteigt!

 

Himbeertörtchen

Himbeer-Törtchen

Diese kleine Leckerei habe ich ruckzuck aus Resten gezaubert. Für mich gilt besonders beim Kochen und Backen, keine Lebensmittel wegzuwerfen. Es bleibt auch bei mir Essbares übrig. Mit kreativen Ideen versuche ich jedoch mit meinen Resten neue Rezepte zu interpretieren. Dabei setze ich mir keine Grenzen. Ich versuche dabei Lebensmittel neu, ungewöhnlich, appetitlich zu arrangieren und optisch ansprechend in Szene zu setzen.

So habe ich immer wieder Freude daran auch aus Resten was Neues zu kreieren.

Vom Wochenende hatte ich noch einen halben Rührkuchen mit Marzipan, Mascarpone, frische Himbeeren und selbst gemachten, rosa Himbeerzucker zu Hause übrig. Das alles konnte und wollte ich so nicht stehen lassen. Also überlegte ich kurz…und die Idee war geboren.

Die frischen Minzeblättchen, die ich für das Dessert benötigte, wachsen bei mir auf dem Balkon. Dort lasse ich auch andere Kräuter gedeihen, die ich für meine Gerichte benötige. Frische Kräuter sind auf jedem Gericht das i-Tüpfelchen ob Kuchen, Dessert, Eis oder herzhafte Gerichte.

Den Kuchen habe ich in Scheiben geschnitten und mit Hilfe eines runden Anrichtringes in Form gebracht. Die Himbeeren habe ich püriert, durch ein Sieb gestrichen und mit Mascarpone cremig verrührt. Sodann stapelte ich die Kuchenteilchen jeweils mit einer Schicht Mascarpone. Obenauf auch noch etwas von der leckeren Creme, ein paar frische Himbeeren und Minzeblättchen und fertig war das unkomplizierte Dessert. Etwas vom selbst gemachten Himbeerzucker verstreute ich zur Dekoration auf dem Teller.

Die kleine, feine Köstlichkeit war ziemlich lecker.

Guten Appetit!

Entencurry mit Aprikosen, Kokos und Reis

Ein köstliches Entencurry mit Aprikosen, Kokos und fruchtigem Reis, wenn es einmal schnell gehen muss. Gesehen habe ich das Rezept und seine Zubereitung von und mit Christian Henze, Kochbuchautor, deutscher TV- und Sternekoch im MDR-Fernsehen.

Aus knuspriger Entenbrust und einem exotischen Curry mit Aprikosen, Chili, Ingwer, Morcheln, Mango, Kokosmilch, Currypulver, Salz und süßer Chilisoße zauberte ich nach diesem Rezept ein köstliches Gericht, welches eine leicht indische Note hat. Raffinierte Gewürze und Zutaten lassen indische, würzig scharfe Gerichte zu einem Feuerwerk der Aromen werden. Beispielsweise werden in der indischen Küche Kurkuma, Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel, Senfkörner, Mangopulver, Zimt, Chili, Ingwer, Bockshornklee, Tamarinde, Garam Masala, Fenchel und Curry verwendet, um nur einige zu nennen.

Aufgrund der Religion des Hinduismus in Indien sind die meisten Gerichte vegetarisch. Eine große Vielfalt an verschiedenen Gemüse- und Obstsorten wie beispielsweise Yam, Papayas, Mangos, Auberginen, Kürbisse, Kohl, Tomaten, Möhren und Bohnen wird zu lukullischem Essen verarbeitet. Es gibt allerdings auch Rezepte, in denen Fleisch wie beispielsweise Hähnchen und Lamm zubereitet wird.

Das Herzstück der indischen Küche allerdings sind ihre vielfältigen Gewürzmischungen. Ein Tipp: Gewürze wie beispielsweise Kreuzkümmel, Koriander und Kurkuma in einer Pfanne ohne Öl rösten. Anschließend im Mörser zerstoßen. So entfalten die Gewürze ihr köstliches und duftendes Aroma.

Viel Freude beim Nachkochen und guten Appetit!

Thüringer Blutwurst-Praline mit Kartoffel-Mousseline auf Sauerkrautpuffer

Blutwurstpraline, Sauerkrautpuffer, Kartoffelmousseline-001

Ich liebe sie, die bodenständige Hausmannskost. Man kann die alten Klassiker auf die vielfältigste Art und Weise zubereiten und präsentieren. Als Sachsen-Anhalterin lebe ich etwa 15 km von der Thüringer Landesgrenze entfernt. Durch die Nähe zu Thüringen sind mir die Wurstwaren mit dem unnachahmlichen, herzhaften Geschmack und der jahrhundertalten Tradition natürlich bestens bekannt. Die Thüringer Blutwurst, die „Königin der Blutwürste“ ist immer wieder eine kulinarische Gaumenfreude.

Heute habe ich Blutwurst, Sauerkraut, Kartoffelpüree mit Apfelmus und Zwiebeln zubereitet und für das Auge auf einem schwarzen Teller angerichtet.

Rezept für zwei Personen

Zutaten Blutwurstpralinen:

• 200 g Thüringer Blutwurst
• 1 Zwiebel
• 1 Ei
• Etwas Sahne
• Etwas Senf
• Majoran, Muskatnuss, Salz, Pfeffer
• Panko-Mehl
• Öl zum Frittieren

Zubereitung Blutwurstpraline:

Die Schale der Blutwurst entfernen und die Wurst in feine Würfelchen schneiden und in eine Schüssel geben. Zwiebel schälen, in feine Würfelchen schneiden, glasig dünsten und ebenfalls zur Wurst geben. Die Wurstmasse mit Ei, Senf, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Majoran, Sahne und etwas Panko-Mehl mischen, kräftig abschmecken und kurz kaltstellen. Anschließend aus der Wurstmasse Kugeln formen, in Panko-Mehl wälzen, im heißen Öl goldbraun ausbacken und warm stellen.

Zutaten Sauerkrautpuffer:

• 200 g festkochenden Kartoffeln
• 200 g Sauerkraut
• 1 Zwiebel
• 2 Eier
• Salz, Pfeffer, Muskat
• 2 EL Mehl
• Frische Petersilie
• Öl

Zubereitung Sauerkrautpuffer:

Sauerkraut gut ausdrücken und klein schneiden. Kartoffeln schälen und auf der Kartoffelreibe grob raspeln. Zwiebel schälen, in kleine Würfel schneiden, im Öl glasig dünsten und das Sauerkraut zugeben, einige Minuten mitdünsten und zu den geraspelten Kartoffeln geben. Zur Masse die Eier, das Mehl und die Petersilie geben und mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss abschmecken. Die Puffer auf beiden Seiten im Öl goldgelb backen.

Zutaten Kartoffel-Mousseline:

• 400 g mehlig kochende Kartoffeln
• 100 g Butter
• 200 ml Sahne
• Salz, Muskat

Zubereitung Kartoffel-Mousseline:

Die Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden, im gesalzenen Wasser garen, abgießen und auf der ausgeschalteten Herdplatte ausdampfen lassen. Anschließend die Kartoffeln stampfen und kalte Butter und Sahne zugeben und durch ein feines Sieb streichen. Mit Salz und Muskat würzen. Eventuell noch Sahne zugeben. Es soll eine feine cremige Konsistenz entstehen.

Das Gericht mit Apfelmus oder karamellisierten Apfelscheibem und geschmorten Zwiebeln anrichten.

Guten Appetit!

Blutwurstpraline, Sauerkrautpuffer, Kartoffelmousseline-004

Fruchtige Ananas im Blätterteig mit Erdbeeren

Ananas im Blätterteig

Jeder kennt sie die Königin der tropischen Früchte mit ihrem süß-säuerlichen Aroma. In meinem kleinen und köstlichen Dessert habe ich die Exotin mit heimischen roten Erdbeeren kombiniert. Die Aromen und Farben beider Früchte ergänzen sich hervorragend und schmecken zusammen äußerst vortrefflich. Stück für Stück ein besonderes Geschmackserlebnis.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

• 1 Rolle Butter-Blätterteig
• 1 reife Ananas oder 4 Scheiben Ananas aus der Konserve
• Brauner Zucker
• Etwas Butter
• Etwas Zimt
• 1 Eigelb
• Frische Minze

Zubereitung:

Den Blätterteig in 1 cm breite Streifen schneiden. Für eine Ananasscheibe werden 5 Streifen benötigt. Eine frische Ananas schälen, in Scheiben schneiden und den Strunk entfernen. Alternativ können auch Ananasscheiben aus der Konserve verwendet werden. Die Scheiben gut abtropfen lassen.

Butter in einer Pfanne heiß werden lassen. Darin die Ananasscheiben mit dem braunen Zucker und einer Messerspitze Zimt karamellisieren und abkühlen lassen. Die Scheiben mit den Blätterteigstreifen umwickeln und auf ein Backblech setzen und mit dem verquirlten Eigelb bestreichen. Die Ananasringe im vorgeheizten Ofen bei 180° C etwa 20 Minuten backen.

Das Dessert auf hübschen Tellern anrichten, mit Erdbeerpüree, frischen Erdbeeren und eventuell geschlagener Sahne anrichten. Einige Minzeblättchen passen gut dazu.

Guten Appetit!

Köstliches Dessert mit geröstetem Roggenbrot

Auf der Suche nach einem bodenständigen, einfachen aber kulinarischen Dessert wurde ich fündig. In Lettland ist die herzhafte, vielfältige und naturverbundene Küche heimisch. Schmackhaftes, dunkles Roggenbrot, das nur aus Roggen, Wasser, Salz, Zucker und Kümmel besteht,  mögen die Bewohner Lettlands sehr. Es ist ein Kulturgut und wird nach bestimmten Ritualen zubereitet und gebacken. Man isst das Brot in der Lettischen Küche in verschiedenen Gerichten und zu unterschiedlichsten Speisen.

Für das Dessert wird Roggenbrot geraspelt und in der Pfanne ohne Fett geröstet. Ein verführerischer Duft steigt über der Pfanne auf. Danach wird das Brot mit Zucker und wenig Zimt vermischt. Nun kann das Schichten mit Brot, Preiselbeer-Kompott oder Kirschen und Mascarponecreme beginnen. Das Ergebnis wird jeden begeistern!

Rezept für 2 Personen

Zutaten:

  •  100 g dunkles Roggenbrot
  •  200 g Mascarpone
  •  50 ml Sahne
  •  200 g Preiselbeerkompott
  •  50 g brauner Zucker
  •  1/2 Tl Zimt
  •  1 Vanillezucker

Zubereitung:

Schwarzbrot mit einem scharfen Messer klein hacken und in einer Pfanne ohne Öl knusprig rösten. Zucker, Zimt mischen, mit dem geröstetem Brot vermischen und abkühlen lassen.

Mascarpone mit Vanillezucker cremig rühren und die geschlagene Sahne unterheben.

Jetzt kann das Schichten beginnen. Mit einer Schicht Roggenbrotkrümel beginnen. Dann folgen Schichten vom Preiselbeer-Kompott und Mascarponecreme. Vorgang wiederholen bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Als letzte Schicht habe ich eine Cremeschicht drauf gegeben. Einige Schokoraspel vervollständigen das leckere Dessert.

Guten Appetit!

 

 

 

 

 

 

 

Gerollte Hähnchenfilets gefüllt mit Paprika und Spitzwegerich an Selleriepüree und gebratenen Mairübchen

Hähnchenroulade mit Paprika, Spitzwegerich, Selleriepüree, gebratene Mairübchen

Nach meiner kürzlichen Kräuterwanderung fand eine köstliche, leichte sommerliche Schlemmerei mit Wildkräutern ihren Weg auf meinen Teller. Wildkräuter bereichern im Sommer unsere Küche ganz besonders. Der Duft und das intensive Aroma der Kräuter machen ein schlichtes Gericht zu etwas Besonderem.

In meiner Küche stehen viele kleine Dosen mit selbst gesammelten und getrockneten Kräutern und selbst arrangierten Gewürzmischungen, die das i-Tüpfelchen auf meinen Speisen sind. Es ist sehr interessant etwas über die verschiedensten Kräuter zu lesen, diese zu sammeln und sie zu verwenden.  Und gesund sind Kräuter obendrein.

Rezept für 4 Personen

Zutaten für die Hähnchenfilets:
• 4 Hähnchenfilets
• 2 rote Paprika
• 4 EL Rapsöl
• 1 Knoblauchzehe
• Spitzwegerichblätter
• Salz, Pfeffer

Zubereitung der Hähnchenfilets:
Paprika ringsherum einölen und auf einem Blech im Backofen bei 200°C 10 Minuten braten. Danach von der Paprika die Haut ablösen, die Paprika halbieren, die Kerne entfernen und in Stücke schneiden.
Hähnchenschnitzel zwischen Haushaltsfolie plattieren, salzen und fein geriebenen Knoblauch darauf verteilen. Das Fleisch mit der Paprika und den Spitzwegerichblättern belegen und zur Roulade rollen. Vier zugeschnittene Stücke Haushaltsfolie einölen und die Rouladen einwickeln. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C etwa 7- 9 Minuten garen.

Zutaten für das Selleriepüree:
• 1 Sellerieknolle
• 1 – 2 EL kalte Butter
• 4 EL geschlagene Sahne
• 1 TL Zitronensaft
• Salz, Muskatnuss

Zubereitung des Selleriepürees:
Den Sellerie schälen, in Stücke schneiden und in Salzwasser mit dem Zitronensaft weichkochen. Danach abgießen und mit dem Mixstab pürieren und durch ein Sieb streichen. Anschließend die kalte Butter zugeben und die geschlagene Sahne unterheben. Das Püree mit Salz und Muskat abschmecken.

Zutaten für die Mairübchen:
• 4 Mairübchen
• 50 g frischer Ingwer
• 30 g Butter
• 50 ml Weißwein
• ½ Vanilleschote
• 1 EL Rohrzucker
• 1 Prise Salz

Zubereitung der Mairübchen:
Die Rübchen schälen und in Viertel schneiden. Ingwer schälen und in feine Würfel schneiden. Die Rübchen und den Ingwer in der Butter ringsherum kurz bei starker Hitze anbraten. Den Weißwein und das Mark der Vanilleschote zugeben. Alles mit dem Zucker und einer Prise Salz bestreuen und karamellisieren lassen.

Die Hähnchenfilet-Rouladen in Scheiben schneiden. Mit dem Selleriepüree sowie den Mairübchen und frischen Spitzwegerich-Blättern hübsch anrichten und genießen.

Guten Appetit!

Hähnchenroulade mit Paprika, Salbei,Püree, gebratene Mairübchen-002.JPG

 

Köstliche Tamales mit Zimt und Frischkäse

In der Presse las ich vor einigen Tagen, dass die 28jährige Mexikanerin Daniela Soto-Innes kürzlich von „THE WORLD’S 50 BEST RESTAURANTS“ als weltbeste Köchin ausgezeichnet wurde. Das machte mich neugierig mehr über den Werdegang der jungen Frau zu lesen. Die Spitzenköchin, die Küchenchefin in einem Restaurant in Manhattan ist, trägt von nun an den Titel „WORLD`S BEST FEMALE CHEF 2019“. Von dort aus wurde sie durch ihre kreative mexikanische Küche in New York bekannt.

So kam es, dass ich mich mit einigen ihrer faszinierenden Gerichte befasste, mich in ausgewählte Rezepte und deren Zutaten einlas. Ich entschied mich für das Rezept Tamales mit Zimt und Frischkäse. Alle Zutaten dafür hatte ich zuhause und ich konnte an die Zubereitung gehen. Ich war sehr gespannt.

Tamales, ein traditionelles, uraltes amerikanisches Gericht bereitet man aus einem Maismehlteig zu und füllt sie mit einer herzhaften oder süßen Füllung. Anschließend wird alles in Bananenblätter eingewickelt und gedämpft.

Das Gericht, welches ich mir ausgesucht hatte, wird allerdings nicht in Bananenblätter gehüllt. Es wird in einer Auflaufform, die im Backofen in ein Wasserbad gestellt wird, gebacken.

Zutaten:

• 150 g Maismehl
• 450 g Maiskörner (Konserve)
• 1 TL Backpulver
• ½ TL Salz
• 1 TL Zimt
• 100 g weiche Butter
• 60 g Rohrzucker
• 1 TL Vanilleextrakt
• 200 g Crème fraîche
• 150 g zerbröckelten Frischkäse

Zubereitung:

Backofen auf 160°C vorheizen und eine Backform 20×20 cm einfetten.

Maismehl, Backpulver, Salz und Zimt in einer Schüssel mischen. Die Maiskörner im Mixer grob pürieren und beiseitestellen.

Butter und Zucker in einer zweiten Schüssel cremig mixen und anschließend das Maispüree sowie die Vanille dazugeben und alles gut verrühren. Nun werden in diese Masse die zuvor verrührten trockenen Zutaten gegeben. Alles zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Den Teig in die gefettete Form einfüllen und glattstreichen. Die Form mit Haushaltsfolie abdecken. Jetzt wird die Backform in eine Auflaufform gestellt. Heißes Wasser in die Auflaufform gießen bis die halbe Höhe der Backform erreicht ist.

Tamales etwa 80 Minuten backen. Nach dem Garprozess bitte die Stäbchenprobe machen.

Frischkäse und Crème fraîche in einer Schüssel gut mischen und wer mag etwas Puderzucker zugeben.

Das Gebäck auskühlen lassen, in Stücke schneiden, auf einem Teller geben und mit einer Nocke der Crème fraîche-Mischung anrichten. Frischkäse krümelig darüber streuen und mit gemahlenem Zimt krönen.

Ein außergewöhnliches, kreatives und köstliches Dessert, welches ich unbedingt mal wieder machen werde.

Guten Appetit!

Anmerkung: Am Original-Rezept habe ich geringfügige Änderungen vorgenommen.

 

Nudeln auf`s Brot – ein schnelles Essen aus der Resteküche

In jedem Haushalt sammeln sich übriggebliebene Reste von frischen Lebensmitteln oder von am Vortag zubereiteten Speisen an. So ist das auch bei mir. Ich bewahre sie im Kühlschrank oder im Tiefkühlfach auf. Über all diese Lebensmittel führe ich Buch, so dass ich mir regelmäßig die Notizen zur Hand nehmen kann, den Überblick behalte und Neues kreieren kann.

Beispielsweise prüfe ich auch meine Lebensmittel, bei denen das Haltbarkeitsdatum bereits abgelaufen ist, indem ich sie mir genau ansehe und auch mal schnuppere. Wenn ich mit dem Ergebnis zufrieden bin, verarbeite ich auch diese in meiner Küche. Leider werden in den Haushalten viel zu viele Lebensmittel weggeworfen. Ich versuche es auf ein Mindestmaß zu reduzieren. In meiner Resteküche klappt das schon seit langer Zeit sehr gut.

Beim Verarbeiten der übrig gebliebenen Reste kann man so wunderbar kreativ sein und seinen Ideen freien Lauf lassen. Es entstehen völlig neue, köstliche Gerichte durch das abwechslungsreiche Kombinieren der vorhandenen Reste. Es spart Zeit, Geld und natürlich die Umwelt.

Also öfter mal in den Kühlschrank und die Vorratskammer sehen, denn zum Wegwerfen sind die Reste viel zu schade!

Für mein Gericht hatte ich folgende Reste übrig: gekochte Spaghetti, Ciabattabrot, einige frische Champignons, Schmelzkäse, Parmesankäse, Sahne, Knoblauchbutter, einige Scheiben Serrano-Schinken, italienische Tomatensoße, kleine gelbe Mini-Tomaten, Knoblauch, Pinienkerne, Basilikum.

Für eine Portion habe ich jeweils zwei Scheiben Ciabatta geröstet und auf einer Seite mit Knoblauchbutter bestrichen.

Die Champignons habe ich in Scheiben geschnitten und bei hoher Temperatur in der Pfanne mit etwas Öl angebraten. Auf Küchentuch abtropfen lassen. Einige Champignons in kleine Würfelchen schneiden. Die anderen Scheibchen zurückbehalten.

Den Parmesankäse und den Schmelzkäse in der Sahne vorsichtig unter Rühren schmelzen lassen und die Champignonwürfelchen unterheben. Die Soße abschmecken und würzen.

Serrano-Schinken kurz in Öl knusprig braten und beiseitestellen. In der gleichen Pfanne die kleinen Tomaten in Zucker und Knoblauch kurz karamellisieren.

Pinienkerne in einer fettfreien Pfanne kurz rösten.

Angerichtet habe ich mein Resteessen folgendermaßen: Die Tomatensoße habe ich als Strich mit einem Pinsel auf den Teller gegeben. Darauf habe ich eine Scheibe Ciabatta gelegt. Die Nudeln habe ich in der Käsesoße erwärmt und auf der Brotscheibe platziert. Nun folgte die zweite Scheibe Brot. Auf der zweiten Scheibe habe ich Parmesankäse verteilt und alles im Ofen kurz unter den Grill überbacken.

Gekrönt wurde mein Schnittchen mit einer Scheibe Serrano-Schinken, Pinienkernen und Basilikum. Einige Scheiben Champignons, gelbe Minitomaten, Pinienkerne und Basilikum umranden mein kleines, kreatives Gericht aus der Reste-Küche.

Guten Appetit!