Rote-Bete-Risotto mit Ziegenkäse, Himbeeren und Schwarzen Nüssen

Ein spannender und interessanter Event „Koch mein Rezept – der große Rezepttausch“  für Foodblogger wurde kürzlich von Volkermampft ins Leben gerufen. Das Los entscheidet aus welchem Blog man sich ein Rezept aussuchen und nachkochen darf. Auf diese Weise kann man interessante Foodblogs und die Menschen dahinter mit ihren Leidenschaften fürs Kochen entdecken.

Das Los führte mich zu Diana aus Österreich von Kochen mit Diana. Sie präsentiert auf ihrem Foodblog  die vielfältigsten und schmackhaftesten Gerichte. Die Palette der Rezepte  ist breit gefächert und reicht  von interessanten Frühstücksideen bis hin zu Cocktails. Man sieht an der Auswahl und Darstellung der Gerichte in Wort und Bild Ihre Leidenschaft für das Kochen und Fotografieren.

Eine besondere Fügung war es, dass der Zufall mich zu ihrem Blog geführt hat und ich mir ein Gericht zum Nachkochen aus suchen durfte. Ich liebe Risotto in allen Varianten, Rote Bete und  fand bei ihren  Hauptgerichten eine leckere Zubereitung und zwar Rote Rübe Risotto. Das Original-Rezept  von Diana  habe ich leicht verändert. Vor einigen Jahren kochte ich solch ein Risotto schon einmal. Damals orientierte ich mich mit meinem Gericht an einem Rezept von Sterneköchin Tanja Grandits. Bestimmte Zutaten lasse ich ebenfalls in das Rezept von Diana einfließen.

Farblich Ton in Ton zu kochen, macht mir besonders viel Spaß. Meine zweite Leidenschaft gehört der Malerei. Deshalb macht es mir sehr viel Freude die Gerichte sozusagen malerisch anzurichten und zu präsentieren.

Rezept  für 2 Personen

Zutaten für das Rote-Bete-Risotto:

  • 150 g Rote-Bete, vorgegart
  • 2 rote Zwiebeln, davon 1 klein gewürfelt
  • 2 EL Olivenöl
  • 150 g Risottoreis
  • 1 Lorbeerblatt
  • 100 ml Weißwein
  • 50 ml Rote-Bete-Saft
  • 500 ml Gemüsefond
  • 40 g Butter
  • 100 g Ziegenkäse
  • 2 Schwarze Nüsse (selbst eingelegt)
  • Himbeeren
  • Fleur de Sel

Zubereitung:

Rote Bete in gleichmäßig große Würfel schneiden und mit den feinen Zwiebelwürfelchen in Olivenöl  glasig dünsten. Risotto-Reis zugeben, umrühren und den Reis bei mittlerer Hitze glasig werden lassen. Den Reis mit Wein und Rote-Bete-Saft  ablöschen und einköcheln lassen. Nach und nach den Gemüsefond aufgießen und köcheln bis die Flüssigkeit fast gänzlich aufgesogen wurde.

Den Reis bei diesem Vorgang ständig umrühren. Das Risotto ist nach etwa 12-15 Minuten cremig,  bissfest und fertig. Rote-Bete-Würfel, Butter und etwa ein Drittel des Ziegenkäses vorsichtig unter den Reis heben. Mit Fleur des Sel und schwarzem Pfeffer abschmecken.

Risotto in tiefen Tellern mit dem restlichen Ziegenkäse, einigen Scheiben der Schwarzen Nüsse, karamellisierten, roten Zwiebelhälften und einigen frischen Himbeeren  anrichten.

 

Tipp:

Wer das himmlische Gericht noch toppen möchte, der bereitet sich außerdem noch ein Zimt-Ducca zu und streut es zum Schluss über das Gericht.

Dafür werden in einer Pfanne ohne Fett  8 EL Sesam, 4 EL Koriander, 2 EL Kreuzkümmel, 1 TL schwarzer Pfeffer, 6 EL Haselnüsse kurz geröstet und im Mörser zerstoßen. Die duftenden Gewürze werden mit ½ TL Zimt und 2 EL Fleur de Sel vermischt und vervollkommnen das Gericht.

Guten Appetit!

 

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

 

 

Hähnchenwürfel süßsauer mit Basmatireis

Die Küche Chinas ist abwechslungsreich und sehr vielseitig. Vielfältigste und neue Geschmackserlebnisse kann man bei den köstlichen Speisen des großen Landes genießen. Knusprig gebratenes Fleisch, frisches Gemüse, aromatische Soßen, Reis und Nudeln gehören unbedingt zu den asiatischen Speisen. Ich stelle in meinem Beitrag wohlschmeckendes Hähnchen süß-sauer mit Basmatireis vor.

Nach dem Essen trinkt man in China hauptsächlich gern Grüntee oder Jasmintee.

In der chinesischen Esskultur ist Harmonie sehr wichtig. Das kommt durch das Speisen an runden Tischen zum Ausdruck. So können sich alle Gäste gleichermaßen von allen lukullischen Speisen bedienen und dem Genuss steht nichts mehr im Wege.

Rezept für zwei Personen

Zutaten Hähnchen:

  • 400 g Hähnchenbrust
  • 50 g Mehl
  • 2 EL Maisstärke
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 Ei
  • 50-70 ml Wasser
  • Weißer Pfeffer, Salz
  • Öl zu Braten

Zutaten Soße:

  • 70 ml Wasser
  • 50 g Zucker
  • 2 El Essig
  • Einige Tropfen Lebensmittelfarbe, orange
  • Ananassaft

Zutaten Basmatireis:

  • 130 g Basmatireis
  • Salz

Weitere Zutaten:

  • 1 grüne Paprika in Würfel schneiden
  • 200 g Ananaswürfel

Zubereitung:

Hähnchenbrust in 2 Zentimeter große Würfel schneiden und beiseite stellen. Aus Mehl, Maisstärke, Pflanzenöl, Ei, Wasser Salz und Pfeffer einen Teig rühren. Er sollte sämig und frei von Klümpchen sein. Jetzt können die Hähnchenwürfel zugefügt und gut mit dem Teig überzogen werden. In einer Pfanne oder in einem Wok Öl erhitzen. Die Hähnchenwürfel etwa 10 Minuten von allen Seiten goldbraun braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und warm stellen.

Für die Soße Wasser, Zucker, Essig und etwas Ananassaft zum kochen bringen. Die Maisstärke in etwas Wasser anrühren. Den Topf vom Herd nehmen und und die Stärke einrühren. Die Lebensmittelfarbe dazu geben und verrühren.

Den Basmatireis in 10-12 Minuten in sanft im Salzwasser garen. Danach abgießen und den Reis in den Topf zurückgeben. Den Reis bei geschlossenem Deckel 5 Minuten ausdampfen lassen.

Die warmen Hähnchenwürfel auf eine Platte oder Teller legen. Paprika- und Ananaswürfel darüber streuen und mit der süß-sauren Soße übergießen. Dazu etwas Basmatireis servieren und das Gericht genießen.

Guten Appetit!

5. Blog-Geburtstag im Juni 2020

Die Gläser stehen bereit, lasst uns anstoßen! Zum Wohl und auf die nächsten gemeinsamen fünf Jahre. Einen Geburtstagskuchen für die kleine Feierlichkeit habe ich für euch gebacken. Lasst ihn euch schmecken und vom Rosenduft betören!

Im Juni vor 5 Jahren habe ich meinen ersten Beitrag gepostet. In der Zwischenzeit ist viel passiert. Ich habe gekocht, gebacken, an Koch-und Back-Wettbewerben in verschiedenen Städten und online teilgenommen. Es war immer wieder spannend und aufregend. Viele nette Gleichgesinnte durfte ich dabei kennen lernen! Ja, und den einen oder anderen Gewinn durfte ich nach Hause tragen.

Ich freue mich besonders, dass viele Leser in den zurückliegenden Jahren in meinem Esszimmer Platz genommen haben. Über diese zahlreiche Leser habe ich mich riesig gefreut und hoffe, dass sie mir in den nächsten fünf Jahren treu bleiben.

Rezept für eine Kirschtorte

für eine Springform 26 cm Durchmesser

Zutaten Tortenboden:

  • 4 Eier
  • 50 g geschmolzene Butter
  • 120 g Zucker
  • 100 g Mehl
  • 50 g Speisestärke
  • 30 g Kakao
  • 1 Vanillezucker
  • ½ Backpulver
  • 30 ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • Tonkabohnenabrieb

Zubereitung Tortenboden:

Backofen auf 180° C vorheizen.

Eier trennen, Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. In eine Schüssel Eigelb mit dem Zucker und Vanillezucker schaumig rühren, weiche Butter zufügen und cremig rühren. Das steifgeschlagene Eiweiß vorsichtig unter die Buttermischung heben.

In einer weiteren Schüssel Mehl, Speisestärke, Kakao, Tonkabohnenabrieb und Backpulver mischen. Die Mischung durch ein Sieb auf die Buttermischung sieben und mit dem Rührbeesen vorischting unter die Buttermischung heben.

Die Springform am Boden mit Backpapier auslegen und nur den Boden einfetten. Teig einfüllen und etwa 35-40 Minuten backen. Stäbchenprobe machen. Kuchen auskühlen lassen und einmal halbieren.

Zutaten Swiss Meringue Buttercreme:

  • 3 Eiweiß
  • 150 g Zucker
  • 250 g weiche Butter
  • 60 g Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • Vanillearoma

Zubereitung Swiss Meringue Buttercreme:

Eiweiß, Zucker und Salz steif schlagen und in einer Schüssel auf einem Wasserbad etwa 5 Minuten weiter schlagen. Zuckerkristalle sollen sich aufgelöst haben. Masse kalt rühren. Weiche Butter mit dem Puderzucker weißcremig rühren. Nun den Eischnee zur Butter geben und die Creme gut miteinander verrühren.

Zutaten Knusperfüllung:

  • 20 g Puffreis
  • 20 g Waffelröllchen
  • 70 g geschmolzene Kuvertüre

Zubereitung Knusperfüllung:

Kuvertüre schmelzen. Puffreis und Waffelröllchen etwas andrücken und mit der Kuvertüre mischen. Auf dem Tortenboden verteilen nochmals 3 Minuten nochmals backen, abkühlen lassen und 1 Stunde einfrieren.

Zutaten Kirschfüllung:

  • 1 Glas Schattenmorellen
  • 15 g Agar Agar
  • 2-3 Tropfen Bittermandelaroma

Zubereitung Kirschfüllung:

Agar Agar in 50 ml Kirschsaft 2 Minuten kochen. Die Kirschen mit dem Saft fein pürieren, zum Agar Agar geben, gut unterrühren und abkühlen lassen. Mit Bittermandelaroma aromatisieren.

Zutaten Mirror Glaze:

  • 4 Blatt Gelatine
  • 60 g gezuckerte Kondensmilch
  • 100 g Glukose
  • 80 g Zucker
  • 100 g weiße Kuvertüre
  • 50 ml Wasser
  • rote Lebensmittelfarbe

Zubereitung Mirror Glaze:

Glukose, Kondensmilch, Zucker und Wasser aufkochen und kurz köcheln lassen. Die zerkleinerte Kuvertüre in die kochende Masse einrühren und Topf vom Herd nehmen. Die in etwas Wasser eingeweichte Gelatine gut ausdrücken und in den Topf geben. Masse durch ein Sieb geben, mit der roten Farbe einfärben und auf 30°C abkühlen lassen und über die gefrorene Torte gießen.

Aufbau der Torte:

Ausgekühlten Tortenboden einmal durchschneiden und das untere Teil in einen Tortenring setzen. Darauf wird die fertige Knusperfüllung eingefüllt nochmals 3 Minuten gebacken, abgekühlt und 1 Stunde eingefroren.

Danach wird gleichmäßig eine Schicht Buttercreme aufgestrichen. Kuchen 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Anschließend folgt die Kirschfüllung, die gleichmäßig verstrichen wird und der Kuchen kommt abermals für 30 Minuten in die Kühlung.

Abschließend wird wiederum Buttercreme aufgestrichen und die zweite Hälfte des Tortenbodens aufgesetzt. Nunmehr kommt die ganze Torte für 12 Stunden in das Gefrierfach um gut durchzufrieren.

Am Tag der Fertigstellung wird die Torte aus dem Gefrierfach geholt, auf ein Gitter gestellt. Das Gitter auf eine kleine umgestülpten Schüssel gesetzt. Die Schüssel wird mit dem Kuchen auf ein Backblech gestellt. Jetzt – im gefrorenen Zustand des Kuchens – kann die zuvor angefertigte und auf 30 Grad abgekühlte Mirror Glaze langsam und vorsichtig über den Kuchen gegossen werden. Nach kurzer Wartezeit kann der Kuchen mit Obst und frischen Blumen dekoriert werden.

Für die Dekoration:

  • Kirschen mit Stil, Brombeeren, Heidelbeeren und frische Rosen

Guten Appetit!

Persischer Juwelenreis und Joghurt-Hähnchen

 

Zur Gastfreundschaft der Persischen Küche gehört stets, dass schmackhafte Gerichte mit exotischen Gewürzen auf den Tisch kommen. Gesunde Speisen, die kunstvoll angerichtet werden, zieren jede Tafel. Für typisch persische Gerichte werden Reis, Fleisch, Gemüse, Früchte und Kräuter verwendet. Eins der beliebtesten Gerichte ist Hähnchen mit Reis.

Als typische persische Aromen werden beispielsweise Safran, Zimt Kreuzkümmel, Kurkuma, Fenchel, Limette, Pistazien, Mandeln, Rosinen, Berberitzen und Granatapfelkerne für die Köstlichkeiten verwendet.

Heute stelle ich Joghurt-Hähnchen mit Juwelenreis vor. Ein einfaches aber so köstliches Gericht, dass durch die typischen Gewürze eine wunderbar orientalische Ambiancé bekommt. Der Juwelenreis, der seinen Namen durch die wie Edelsteine schimmernden Granatapfelkerne bekommt, fehlt in Persien auf keine Festtafel.

Wer dieses köstliche Gericht ausprobiert, wird es sicherlich nicht nur einmal zubereiten.

Rezept für zwei Personen

Zutaten Reis:

  • 120 g Basmatireis
  • 50 g Butter
  • 2 TL Fenchelsamen
  • 2 TL Kreuzkümmel, ganz
  • ½ TL Safran
  • ½ TL Pimentpulver
  • ½ TL Kardamompulver
  • 1 Zwiebel
  • ½ TL Zimt
  • 50 g getrocknete Aprikosen
  • 50 g getrocknete Sauerkirschen
  • 50 g getrocknete Cran-Berries
  • 30 g Mandelplättchen, geröstet
  • 30 g Pistazien, geröstet
  • schwarzer Pfeffer, Salz
  • 1 Lorbeerblatt
  • ½ Zitronen, davon Schale in Julienne geschnitten
  • 3 Tropfen Rosenwasser
  • 1 Granatapfel

Zutaten Hähnchen:

  • 400 g Hähnchenbrust
  • 200 ml Joghurt
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen, in Scheiben geschnitten
  • 1 TL Kreuzkümmelpulver
  • 1 TL Kurkumapulver
  • 1 TL Korianderpulver
  • Salz, schwarzer Pfeffer, Zimt

Zubereitung:

Basmatireis 10-12 Minuten in gesalzenem Wasser köcheln lassen. Reis danach durch ein Sieb abgießen, zurück in den Topf geben und bei geschlossenem Topf 5 Minuten auf der warmen Herdplatte ausdampfen lassen und beiseite stellen.

Safranfäden in eine mit etwas heißem Wasser gefüllten Tasse geben und auflösen.

Butter in einer Pfanne schmelzen, den Kreuzkümmel und Fenchel dazugeben und 2 Minuten rösten.

Anschließend kommen die Zwiebelwürfel und die anderen Gewürze dazu und dünsten 10 Minuten.

Danach wird der Reis zugefügt und kurz durchgebraten. Jetzt den Safran und das Safranwasser, das Lorbeerblatt, die Zitronenschale zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Früchte und Nüsse zugeben und gut untermischen. Eventuell etwas Wasser zugeben.Pfanne mit einem Deckel verschließen und bei kleiner Hitze 10 Minuten köcheln. Nun die Hitze ausschalten und den Reis bei geschlossenem Deckel nochmals 10 Minuten ruhen lassen.

Jetzt ist der Juwelenreis fertig. Lorbeerblatt entfernen und den Reis auf einer Platte anrichten und mit Granatapfelkernen dekorieren.

Hähnchenbrust waschen, von den Sehnen befreien und trocken tupfen. Aus dem Joghurt, Öl und den Gewürzen eine Marinade zubereiten und die Hähnchenbrust zum Marinieren einlegen. Dabei wenden, so dass die Marinade auf allen Seiten haftet. Mindestens 1 Stunde ziehen lassen. Ich habe das Hähnchen sogar über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

Zum Braten die Hähnchenbrust aus der Marinade nehmen und in einer Pfanne mit Öl von beiden Seiten etwa 7 Minuten goldgelb braten. Die Hähnchenbrust vor dem Servieren in Scheiben schneiden

Ich wünsche einen guten Appetit!

 

Genuss-Contest 2019 von ChefsCulinar – Nachtrag zum Wettbewerbsbeitrag „Thüringer Blutwurst mit Kartoffel-Mousseline auf deftigen Sauerkrautpuffern“

 

Mit meinem Rezept „Thüringer Blutwurst mit Kartoffel-Mousseline auf deftigen Sauerkrautpuffern“ hatte ich mich am bundesweiten Rezept-Wettbewerb im Genuss-Contest „Ein Häppchen Heimat“ beteiligt. Es wurde aufgerufen die deutsche Küche neu zu interpretieren. Mein Gericht war dabei! Was für eine Riesenfreude!

Die Jury – Spitzenkoch Heiko Antoniewicz, Matthaes-Buchverlagsleitung Bruni Thiemeier, Influencerin Julia Bonk, die CHEFS CULINAR Profiköche René Ludwig und Christoph Koscielniak, Online-Redakteurin Andrea Kemper, Sternekoch Rolf Straubinger und Daniel Kämmer, Teamleiter Profiköche – kürten am 31.10.2019 in Düsseldorf die 10 Sieger-Rezepte.

In der Folgezeit kochten die Profiköche von Chefs-Culinar alle Siegergerichte nach. Die Speisen wurden fototechnisch in Szene gesetzt und heute zur Online-Abstimmung präsentiert. Bis zum 14.01.2020 konnte online unter den 10 Gerichten abgestimmt werden.

Unter den 10 Top-Ten-Rezepten des großen Rezeptwettbewerbs als einzige Hobbyköchin ausgewählt worden zu sein, war für mich bereits eine ganz besondere Auszeichnung.

Mitte Januar 2020 erhielt ich die Nachricht, dass ich als einzige Hobbyköchin unter 9 Profiköchen den 8. Platz errungen hatte. Riesenfreude! Und riesig freue ich mich über meinen Gewinn, ein Profimesser-Set von GLOBAL in einer Rolltasche.

Ende Januar 2020 kamen meine tollen Profimesser, der Wetzstahl in einer Rolltasche und die Teilnahmeurkunde vom Wettbewerb. Mein Gewinn aus dem Rezeptwettbewerb bei Chefsculinar läßt mein Herz höher schlagen. Die scharfen Schätzchen musste ich natürlich gleich ausprobieren. Hoffentlich – so dachte ich – hinterlassen die keine Spuren, denn eigentlich schneide ich mich erst mal mit jedem neuen Messer. 

Ich kann versichern, dass mir die Messer – ohne dass ich mich geschnitten habe – sehr gute Dienste geleistet haben und weiter leisten werden.

Rote-Bete-Keks gefüllt mit Maracuja-Gelee auf Himbeercoulis

Als Dessert habe ich mir raffinierte, knusprige Kekse mit einer fruchtigen Füllung ausgedacht. Damit habe ich meine Familie kürzlich überrascht. Und glaubt mir, Kekse backen ist gar nicht so schwer. Für diese knusprigen Teilchen mit der köstlichen Füllung, habe ich einen Mürbeteig mit Rote-Bete-Saft gefärbt, gut durchgeknetet und im Kühlschrank rasten lassen. Danach habe ich den Teig ausgerollt und mit einem Pizzaschneider Rechtecke von 4×12 cm ausgeschnitten und anschließend gebacken. Anschließend habe ich die Maracuja-Füllung hergestellt. Die Füllung habe ich wie unten beschrieben im Kühlschrank fest werden lassen und anschließend ebenfalls in entsprechende Rechtecke geschnitten. Die Kekse zusammensetzen und auf einem Himbeerspiegel – wie auf dem Foto zu sehen – servieren und mit einer Tasse Kaffee genießen.

Das Dessert hat vorzüglich gemundet.

Rezept für 4 Personen

Zutaten für Kekse:

  • 90 g Butter
  • 1 Ei
  • 125 g Mehl
  • 30 g Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 EL Rote-Bete-Saft

Zutaten für Maracuja-Gelee:

  • 3 frische Maracuja-Früchte
  • 500 ml Marajucasaft
  • 6 Blätter Gelatine oder entsprechende Menge Agar Agar

Zutaten für Himbeercoulis:

  • 200 g frische Himbeeren
  • 50 g Puderzucker
  • 1 EL Zitronensaft
  • 20 cl Himbeergeist

Zubereitung Kekse:

Alle Zutaten werden mit der kalten Butter rasch und gut verknetet. Im Kühlschrank muss der Teig 30 Minuten kaltgestellt werden. Anschließend aus dem teig die entsprechende Form ausstechen oder ausschneiden, bei 180°C 10 Minuten backen und auskühlen lassen.

Zubereitung Maracuja-Gelee:

Gelatine in etwas kaltem Wasser fünf Minuten einweichen. Die Früchte aufschneiden, den Inhalt in einen Topf füllen, den Saft dazugeben und leicht erwärmen. Darin die gut ausgedrückten Gelatineblätter auflösen. Das Gelee in eine rechteckige Form füllen, so dass die Flüssigkeit eine Höhe von circa drei Zentimetern hat. Im Kühlschrank gut durchkühlen lassen und dann entsprechend der Keksform zuschneiden.

Zubereitung Himbeercoulis:

Die Himbeeren pürieren und durch ein Sieb streichen. Mit Puderzucker, Zitronensaft und eventuell Himbeergeist abschmecken.

Tipp für das Zusammensetzen der Kekse:

Um ein Rutschen der Fruchtfüllung auf dem Keks zu verhindern, wird das untere Keks mit etwas Sahnesteif-Pulver, gemahlenen Nüssen oder Mandeln bestreut. Man kann die Geleefüllung auch oben damit betreuen und den zweiten Keks darauf setzen.

Guten Appetit!

Schweinebauchwürfel auf einem mit Sellerie-Mousseline gefüllten Tartelett, dazu Apfelchutney und Salat

Die Stars meines kleinen Arrangements sind der knusprige, mit Thymian und Rosmarin gefüllte Schweinebauch sowie das Apfelchutney. Angerichtet habe ich die Fleischwürfel auf einem mit Sellerie-Mousseline gefüllten, gebackenen Tartelett. Frischer Salat rundet meine kleine und aromatische Gaumenfreude ab.

Rezept für 4 Personen

Zutaten Schweinebauch:

  • 500 g Schweinebauch
  • 1 EL Thymian, gehackt
  • 1 EL Rosmarin, gehackt
  • 3 EL Ahornsirup
  • 50 g Butter
  • Salz, Pfeffer
  • Öl

Zutaten Tartelettes:

  • 150 g Mehl
  • 70 g Butter, kalt
  • 1 Ei
  • 1 TL Essig
  • ½ TL Salz

Zutaten Sellerie-Mousseline:

  • 400 g Sellerie
  • 200 ml Milch
  • 100 ml Sahne
  • 50 g Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Zutaten Apfelchutney:

  • 2 Äpfel
  • 200 g Zucker
  • 100 ml Apfelsaft
  • 50 ml Apfelessig
  • 1 EL Ingwer, gerieben
  • 1 Zwiebelsegmente
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Curry
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1 TL Koriander
  • 1 EL Senfkörner
  • 1 Chilischote
  • 2 EL Öl

Weitere Zutaten:

  • 1 Apfel
  • Frischer Salat
  • Radieschen
  • Kresse

Zubereitung:

Schweinebauch in Würfel schneiden, die Fettschicht einschneiden. Thymian und Rosmarin klein hacken, in die Einschnitte geben, salzen und pfeffern. Die Würfel in der Pfanne auf der eingeschnittenen Seite in etwas Öl anbraten und dann ringsherum knusprig braten.  Fleisch warmhalten. Vor dem Anrichten den Ahornsirup mit flüssiger Butter mischen und über das Fleisch träufeln.

Die Zutaten für die Tartelettes gut miteinander verkneten, in Haushaltsfolie wickeln und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Förmchen – 12 Zentimeter Durchmesser – mit Butter ausstreichen und mit Mehl bestäuben. Danach den Teig ausrollen und die Förmchen damit auslegen. Den überstehenden Rand des Teiges mit einem scharfen Messer abschneiden. Teigboden mehrfach mit einer Gabel einstechen. Die Tartelettes im vorgeheizten Ofen bei 180 ° etwa 10 – 15 Minuten backen. Das Gebäck anschließend aus den Förmchen nehmen und abkühlen lassen.

Für die Sellerie-Mousseline die Sellerieknolle schälen, waschen, in Würfel schneiden und in einen Topf geben. Milch und Sahne dazugeben und 20 Minuten köcheln lassen. Anschließend Butter zugeben, pürieren und durch ein Sieb geben. Mit Salz, weißem Pfeffer, Muskat abschmecken in einen Dressierbeutel füllen und warmhalten.

Für das Chutney die Äpfel waschen und in Würfel schneiden. Ingwer schälen und reiben. Zwiebel schälen und in Segmente teilen. Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Die Chilischote halbieren, Kerne entfernen, kurz abspülen und ebenfalls in feine Würfel schneiden. Gewürze im Mörser zerkleinern. Die zerkleinerten Gewürze, Ingwer, Zwiebel und Knoblauch im Öl anrösten. Danach die Apfelwürfel, Zucker, Essig, Chili und Apfelsaft zugeben und 30 Minuten köcheln lassen. Das Chutney abkühlen lassen.

Auf jeden Teller habe ich ein gebackenes Tartelett gesetzt. Die Sellerie-Mousseline habe ich mit Hilfe des Dressierbeutels und einer Spritztülle in das Tartelett gefüllt. Darauf kamen jeweils zwei Schweinebauchwürfel, gedünstete Zwiebelsegmente, Thymian, Kresse, Radieschen und einige Blättchen vom Blattsalat. Das Chutney habe ich um das Tartelett herum angerichtet. Einen gewaschenen Apfel habe ich in vier Segmente geteilt, fächerförmig geschnitten und auf dem Apfelchutney angerichtet.

Guten Appetit!

Banitza – köstlich und knusprig

Die bulgarische Banitza hat mich am letzten Sonntag inspiriert, eine eigene Variation zu kreieren. Dieses Gebäck, für das man Blätterteig benutzt, kann man mit den verschiedensten Dingen füllen ob süß oder herzhaft. Sie gehört in Bulgarien zum Weihnachts- und Neujahrsessen. In Kürze werde ich eine herzhafte Banitza ausprobieren, die ich mit Gehacktem oder Feta und Spinat fülle. Dazu passt sehr gut Joghurt mit frischen Kräutern und Tomatensalat. 

Ich hatte mich für eine süße Kuchenversion entschieden, da Süßigkeiten wie beispielsweise Gebäckkugeln mit der Milch-Haselnuss-Creme-Füllung, Konfekt und Schokolade vom Weihnachtsfest übrig waren.

Zutaten:

  • 1 Rolle Butter-Blätterteig
  • 200 g Gebäckkugeln
  • Butter
  • Schokolade
  • Konfekt
  • Himbeeren
  • Puderzucker
  • Haselnusskrokant
  • Zitronenmelisse

Zubereitung:

Zunächst habe ich Schokolade im Wasserbad geschmolzen und in einen Spritzbeutel gefüllt und eine ganz feine Öffnung am unteren Ende geschnitten. Dir flüssige Schokolade spritze ich auf einen Bogen Backpapier und ließ die Schokolade 10 Minuten trocknen. Danach stach ich mit einem Ausstechring Kreise aus und ließ diese im Kühlschrank fest werden.

Frische Himbeeren spülte ich kurz ab, vermischte sie mit Puderzucker und pürierte sie cremig. Anschließend gab ich das Püree durch ein feines Sieb, um die Kerne zu entfernen.

Eine Rolle frischen Butterblätterteig hatte ich im Kühlschrank. Den Blätterteig habe ich längs in drei große Streifen geschnitten, mit flüssiger Butter bestrichen und mit Krokant bestreut. In die Mitte eines jeden Streifens legte ich die kleinen Gebäckkugeln und bestrich die Ränder mit verquirltem Eigelb. Anschließend formte ich jeden Blätterteigstreifen zu einer Rolle, die dann zu einer verbunden wurden.

Eine Springform habe ich leicht mit flüssiger Butter ausgestrichen. Die Rolle kam nun spiralförmig in die Backform, wurde mit verschlagenem Eigelb bestrichen, mit Krokant bestreut und 20 Minuten bei 220 °C gebacken.

Nach dem Abkühlen schnitt ich die Banitza in Stücke und dekorierte diese einzeln mit dem Konfekt, den Schokoladen-Dekorationen und Haselnusskrokant. Einige Tupfer Erdbeerpüree und Blättchen der Zitronenmelisse rundeten zum Schluss das Bild ab.

Guten Appetit!

Gebackener Camembert mit Kürbis-Reis-Arancini, violettem Püree und Pflaumensoße

Gebackener Camembert, der warm aus dem Ofen kommt und köstlich duftet, ist eine delikate Speise. Besonders gut passt zum cremig-würzigen Käse eine fruchtige, dezent süße Pflaumensoße. Die Pflaumen habe ich mit selbst gemachten Kiefern-Zapfen-Honig karamellisiert, welcher den Früchten einen besonders aromatischen Geschmack verleiht. Dafür habe ich im Frühjahr junge grüne Kiefern-Knospen gesammelt und mit Zucker zu Honig eingekocht.

Zum gebackenen Käse habe ich Kürbis-Reis-Bällchen mit fein, geriebenen Parmesan gemacht. Für einige weitere Farbtupfer auf dem Teller, kochte ich aus der violetten Kartoffel Blaue St. Galler ein seidiges Kartoffelpüree. 

Alles zusammen habe ich auf dem Teller mit einigen Scheiben von Schwarzen Nüssen und einigen Blättern Zitronenmelisse arrangiert.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

  • 4 Back-Camembert
  • 400 g Hokaido-Kürbis
  • 100 g Basmatireis
  • 200 g Blaue St.Galler
  • 500 g Pflaumen
  • 2 Knoblauchzehen
  • 50 g Parmesan
  • 1 Zwiebel
  • 2 Eier
  • Salz
  • Mehl, Semmelbrösel, Frittieröl, Milch, Butter, Honig oder brauner Zucker, Rotwein, Orangensaft

Zubereitung:

Kartoffeln waschen, schälen und in Stücke schneiden. In einem Dämpfeinsatz mit Salzwasser etwa 20 Minuten garen. Durch das Dämpfen bleibt die schöne violette Farbe erhalten. Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse geben. Mit Butter, heißer Milch cremig rühren und mit Salz würzen. Abschließend das Püree durch ein Sieb geben und warmhalten. So erhält man eine feine, seidige Konsistenz.

Kürbis waschen, halbieren, das Innere entfernen und in Stücke schneiden. Kürbis in Salzwasser etwa 20 Minuten weichkochen, abgießen, pürieren und beiseitestellen. Reis in kochendem Salzwasser ungefähr 10-12 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln lassen, abgießen und ausdämpfen.

Zwiebel und Knoblauch schälen, fein hacken und in etwas Öl kurz dünsten. Kürbispüree und Reis dazugeben, nochmals ganz kurz dünsten, den Parmesan unterrühren, abschmecken und die Masse abkühlen lassen. Nach dem Abkühlen mit einem Eisportionierer Masse entnehmen und Kugeln formen. Dadurch erhält man Arancinis von nahezu gleicher Größe. Die Bällchen in Mehl, geschlagenem Ei und Semmelbrösel wenden und in einem Topf mit heißem Öl oder in einer Fritteuse goldgelb ausbacken und warmhalten.

Pflaumen waschen, entkernen, vierteln und in etwas Honig und Butter karamellisieren. Mit etwas Rotwein und Orangensaft ablöschen und die Pflaumen kurz dünsten. Pflaumen herausnehmen. Die Soße mit etwas Stärkemehl binden, nochmals abschmecken und die Pflaumen wieder zur Soße geben.

Auf jedem Teller einen gebackenen Camembert, zwei Arancinis, einige Tupfer vom violetten Püree und Pflaumensoße anrichten. Mit Zitronenmelisse und einigen Scheiben von den Schwarzen Nüssen garnieren.

Guten Appetit!

Schätzchen mit Mandelkern

Nun leuchten wieder die Kerzen, Tannengrün verbreitet einen wunderbaren holzigen Wohlgeruch und ein leckerer Duft nach frisch gebackenen Plätzchen zieht durch die Räume.

In diesem Jahr habe ich meinen Backstube relativ spät geöffnet. Es ist wieder die schöne, arbeitsaufwändige  Zeit der Weihnachtsbäckerei. Dazu gehören köstliche Plätzchen in verschiedenen Varianten. Bevor es so richtig gemütlich werden kann, mache ich mich dann mal an das Backen der Plätzchen. Alle Zutaten stehen in der Küche bereit und es riecht lecker nach Zimt, Kardamom, Vanille, Zitrone und anderen Backzutaten.

Heute stelle ich leckere Plätzchen mit Schokolade und Mandelkernen vor. Sie sind einfach herzustellen. Man braucht nur etwas Fingerspitzengefühl beim Formen des Backwerks.

 Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 250 g Butter
  • 180 g Zucker
  • 2 Eier, Eigelb, etwas Milch
  • 1 Vanillestange oder Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • Süße Mandeln
  • 200g Schokolade

Zubereitung:

Butter,  Zucker, Ei schaumig rühren. Eine Prise Salz und eine ausgekratzte Vanilleschote dazu geben. Dann das gesiebte Mehl langsam  unterrühren und einen geschmeidigen Teig kneten. Den Teig in eine Folie wickeln und 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Backofen auf 180° C vorheizen. Das Backblech mit Backpapier auslegen. Arbeitsfläche emehlen  und den Teig dünn ausrollen. Plätzchen rund ausstechen. Ich habe einen Ausstecher mit gewelltem Rand verwendet. Ein Eigelb mit etwas Milch verquirlen. Etwas Eigelb in die Mitte eines jeden Plätzchens geben und eine geschälte Mandel drauf drücken. Das untere Teil des Plätzchens wird vorsichtig nach oben geschlagen und etwas fest gedrückt. Die obere Hälfte der Mandel muss zu sehen sein. Die Plätzchen mit etwas Abstand auf dem Blech verteilen und etwa 10 Minuten backen und abkühlen lassen.

Inzwischen die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Jedes Plätzchen wird mit dem unteren Teil in die Schokolade getaucht und zum Trocknen auf ein Gitter  gelegt. Wenn die Plätzchen fertig sind zum Aufbewahren in eine Blechdose geben und weit weg stellen, denn sonst sind sie bald verspeist.

Guten Appetit!