Petit Fours – lilafarbene Fliedertörtchen aus dem Backofen


Purpurn blüht der Flieder und beginnt uns im Mai mit seinem betörenden Duft zu verzaubern. Mein Favorit ist Flieder, der in einem kräftigen lila Farbton blüht. Der duftenden Flieder erblüht natürlich auch in anderen Farben, so beispielsweise in zartem Rosa, Weiß und auch Gelb.

In diesem Jahr hatte ich mir vorgenommen Fliederblüten einmal kulinarisch zu verarbeiten. Fliederblüten habe ich zu duftendem Gelee verarbeitet. Das ist etwas ganz besonderes.
Heute will ich hier aber meine kleinen Fliedertörtchen vorstellen, die ihren Ursprung in Frankreich haben.

Diese kleinen Köstlichkeiten eignen sich sehr gut zum verwöhnen der Familie, Freunden und Gästen. Sie werden sich diesem lukullischen Frühlingszauber nicht entziehen können!

Das Rezept ergibt etwa 16 Petit Fours.

Zutaten:

• 100 g Mehl
• 100 g Stärkemehl
• 150 g Zucker
• 1 Päckchen Vanillezucker
• 2 TL Backpulver
• 4 Eigelb
• 4 Eiweiß
• 2 EL warmes Wasser
• Puderzucker
• etwas Milch
• Marmelade

Zubereitung:

Backofen auf 170 Grad vorheizen und eine rechteckige Kuchenform ausbuttern.

Die Eigelbe mit Wasser schaumig rühren, mit 2/3 des Zuckers und dem Vanillezucker schaumig rühren. Eiweiß mit dem restlichen Zucker steif schlagen und auf die erste Masse geben und unterheben. Mehl, Stärkemehl und Backpulver vermischen, auf die Eimasse geben und vorsichtig unterheben.

Den Kuchen bei 170 Grad etwa 20-30 Minuten backen und abkühlen lassen. Danach wird der Kuchen begradigt, so dass er etwa 2-3 Zentimeter hoch ist. Nun wird der Kuchen waagerecht geteilt.

Für meine Petit Fours habe ich selbst gemachtes Gelee aus Fliederblüten zum Füllen verwendet. Es eignet sich aber auch jede andere Marmelade. Marmelade erwärmen auf die untere Teigplatte streichen. Nun die zweite Teigplatte auf die erste legen und deren Oberfläche ebenfalls mit Marmelade bestreichen. Den Kuchen eine Stunde stehen lassen, damit die Marmelade wieder fest wird. Im Kühlschrank gelingt es am besten.

Puderzucker mit etwas Milch und Lebensmittelfarbstoff verrühren. Die Glasur sollte ziemlich zähflüssig sein. Die Glasur auf die Petit Fours ringsherum aufstreichen, abtropfen und trocknen lassen. Glasiert habe ich die Küchlein zweimal, denn umso schöner sieht das Ergebnis aus.

Verzieren kann man die kleinen Fliedertörtchen auf die vielfältigste Weise. Schokoladenglasur, Zuckerperlen, Blüten usw. eignen sich hierfür. Ich habe mich für eine schlichte Variante entschieden und habe sie mit Fliederblüten dekoriert.

Die Petit Fours sind 3-4 Tage haltbar. Ich denke aber, dass sie ziemlich schnell verputzt sind. Diese Erfahrung habe ich jedenfalls gemacht. 🙂

Guten Appetit!

Petite Four

 

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Knusprige Holunderblütendolden mit roten Erdbeeren


„Frühling lässt sein blaues Band, wieder flattern durch die Lüfte…“

Pfingstmontag… Ein Spaziergang bei herrlichstem Sonnenschein durch blühende Wiesen und Wälder hat etwas Beruhigendes, Erhabenes und Meditatives. Ohne groß nachzudenken kann man sich auf die warmen Sonnenstrahlen, dem leisen Rascheln der Blätter im Wind, den blühenden Blumen und Kräutern und der Schönheit der vielen Farben der Natur einlassen. Für mich ist der Mai einer der schönsten Monate im Jahr, wenn die Natur wieder zum Leben erwacht ist. Heute habe ich gestaunt wie viele Blüten, Kräuter und andere Pflanzen doch schon wieder in voller Schönheit gewachsen und aufgeblüht sind.
Es gibt nichts Schöneres als mit allen Sinnen die Düfte und Farben der Natur zu genießen. Beim Spazierengehen sehe ich natürlich viele Kräuter und nehme ihren Duft wahr, mit denen man ein leckeres Gericht zaubern kann. Gerne nehme ich einige mit und überlege welches Gericht sie vervollkommnen können.
Zum anderen sehe ich die Natur in ihrer wunderschönen Farbigkeit und stelle mir einzelne Motive auf der Leinwand oder Aquarellpapier vor. In den nächsten Tagen greife ich wieder zu Pinsel und Farbe, um die Eindrücke festzuhalten.
Kulinarisch haben mich heute die Holunderblüten angeregt. Der Duft und die Cremefarbe der Blütendolden ließen den Entschluss reifen einige mit nach Hause zu nehmen. Vor meinem geistigen Auge sah ich sie – im Ausbackteig gebacken – mit einer roten Erdbeersoße auf dem Teller angerichtet.
Gedacht und getan! Zum Nachmittagskaffee eine wunderschöne Köstlichkeit! Bis zum Juli wachsen die Holunderblüten noch, so dass jeder diese lukullische Speise ausprobieren kann.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

8 Dolden von Holunderblüten
100 ml Milch
100 ml Weißwein
50 ml Holunderblütensirup
2 EL Chantré (Kann auch weggelassen werden, wenn Kinder mitessen.)
100 g Mehl
1 EI
1 Prise Salz
1 EL Zucker
1 EL Vanillezucker
Abrieb der Tonkabohne
Rapsöl zu Frittieren
Puderzucker

Zubereitung:

Die Blütendolden vorsichtig ausschütteln und beiseitelegen.
Alle Zutaten (außer Öl und Puderzucker) mischen und mit dem Schneebesen zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig etwa 30 Minuten stehen lassen, damit sich alle Zutaten gut verbinden.
In der Fritteuse oder einem Topf mit Öl knusprig ausbacken. Das Öl im Topf erhitzen und mit einem Holzstäbchen die Temperatur prüfen. Wenn sich Bläschen am Holz bilden, ist die Temperatur perfekt.
Jetzt können die Blütendolden nacheinander in den Teig getaucht werden. Kurz abtropfen lassen und im Öl nacheinander knusprig goldbraun ausbacken. Dolden auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

 

Himmlisches Waldmeisterparfait mit köstlichen Beeren

Der Waldmeister, eine Würz-und Heilpflanze, ist mit seinen weißen Blüten eine typische Pflanze in unseren heimischen Laub-und Mischwäldern. In unseren Gärten ist die zarte Pflanze ebenfalls als bodenbedeckende Schönheit zu finden. Der Waldmeister blüht von Mitte April bis Anfang Mai und wird in dieser Zeit geerntet.

Man kennt den Waldmeister mit seinem lieblichen Geschmack aus Gerichten und Getränken wie beispielsweise der Maibowle, Eis, Brause, Götterspeise.

Um den Waldmeister genießen zu können, habe ich mir ein Rezept von Meinrad Neunkirchner- einem der großartigsten Köche, die es in Österreich je gegeben hat- ausgesucht. Mit seiner Kräuterküche und dem kreativen Umgang mit Aromen hatte er sich, der bei Eckhart Witzigmann einst sein Handwerk gelernt hat, einen Namen gemacht.

Das nachfolgende Rezept habe ich seinem Buch „So schmecken Wildpflanzen“, Verlag Löwenzahn Innsbruck, Seite 110 entnommen.

Rezept für 4 Personen

Zutaten für das Parfait:

• 4 Eigelb
• 100 g Puderzucker
• 3 EL klein geschnittenen Waldmeister, vor der Verwendung gefroren
• 2 cl weißer Rum
• 500 ml Sahne
• Butter für die Förmchen

Zutaten für die Sauerrahmsoße:

• 200 g Creme fraiche
• Saft von ½ Limette
• Puderzucker

Frische Beeren und Waldmeister zum Garnieren.

Zubereitung:

Für das Parfait Eigelb mit Staubzucker in einer Schüssel über Wasserdampf mit dem Schneebesen cremig aufschlagen. Abkühlen lassen und mit dem Mixer aufschlagen, weißen Rum und den Waldmeister zufügen. Anschließend die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben. Die Masse in vier gebutterte Förmchen füllen und mindestens 4 Stunden – besser über Nacht – im Gefrierfach gefrieren lassen.
Für die Sauerrahmsoße werden alle Zutaten miteinander verrührt.
Vor dem Anrichten die Förmchen kurz in heißes Wasser tauchen, eventuell das Eis vorsichtig mit dem Messer vom Rand lösen und auf Teller stürzen. Das Ganze mit Beeren, Sauerrahm und Waldmeister anrichten.

Guten Appetit!

Grünes Bärlauch-Cremesüppchen mit gelben Rapsblüten

Bärlauchsuppe

„Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte; süße wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land.“ So befand einst Eduard Mörike, deutscher Lyriker des 19. Jahrhundert.

Es ist wieder Frühling und die Natur explodiert förmlich mit ihren wunderschönen Farben, Formen und Düften. Ich habe mir ganz bewusst Zeit genommen, um die Eindrücke dieses Wunders zu verfolgen und zu genießen.

In diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, einige meiner frühlingshaften Eindrücke auf Teller und Leinwand zu bringen. Diese Fülle von frischen Blüten und Kräutern regen meine Fantasie an, um verschiedene kleine Köstlichkeiten zu kreieren. Andererseits stelle ich mir die Farbenvielfalt der Blüten als gemaltes Aquarell wunderschön vor.
Auf diese Weise kann ich den Frühling ein wenig „konservieren“ und mich in der kalten Jahreszeit an die wunderschöne Jahreszeit erinnern.

Also habe ich gestern ein leckeres und cremiges Bärlauchsüppchen gekocht. Das Aquarell mit den leuchtend gelben Rapsblüten entsteht in den nächsten Tagen.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

200 g Bärlauch
1 handvoll Rapsblüten
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
4 Kartoffeln, mittelgroß, mehlig kochend
½ l Gemüsebrühe
200 ml Sahne
50 g Butter
Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung:

Zwiebel und Kartoffeln schälen, waschen und in Würfel schneiden. Die Knoblauchzehe ebenfalls in Würfel und den Bärlauch in Streifen schneiden.

Butter in einem Topf zerlassen und Zwiebelwürfel glasig dünsten. Knoblauch und Kartoffelwürfel zugeben und ebenfalls kurz andünsten. Brühe, Sahne auffüllen und alle Zutaten etwa 20 Minuten leise köcheln lassen bis sie gar sind.

Anschließend den Bärlauch zugeben. Nicht mehr kochen lassen, denn sonst behält der Bärlauch nicht seine schöne, grüne Farbe. Die Suppe mit dem Mixer cremig pürieren, eventuell noch etwas Brühe zugeben. Die Suppe mit etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Die Suppe in hübsche Suppentassen füllen. Mit einigen Bärlauchstreifen und Rapsblüten hübsch dekorieren. So kann man den Frühling kulinarisch und optisch wunderbar genießen!