Zartes Carpaccio vom Rind mit einer Senf-Balsamico-Honig-Vinaigrette

Rindercarpaccio, Bärlauchpesto, Currymayonnaise, Dressing, geröstet Brötchenscheiben, Salat.JPG

Die Sonne steigt langsam höher und die Tage werden wärmer. In den Bäumen mit ihrem frischen Maigrün trällern die Vögel ihre Frühlingslieder. Eine leichte Brise lässt die Blätter leise rascheln. Wenn ich von meinem Balkon aus in die gegenüberliegenden Schrebergärten sehe, höre ich es Summen, Zwitschern, Gurren, Bellen, Lachen von Kindern und Erwachsenen. Kurzum es ist Frühling!

Nun ja, bei diesem herrlichen Sonnenschein stellt sich Urlaubsfeeling ein. Den wunderschönen Tag sollte man auch mit einer kleinen, kulinarischen Köstlichkeit genießen. Also habe ich mir überlegt, ein zartes Rindercarpaccio auf die Teller zu drapieren.

Vittore Carpaccio war ein berühmter venezianischer Maler. Ihm zu Ehren wurde die Vorspeise aus rohem Rindfleisch „Carpaccio“ genannt. In Venedig wurde die Speise entwickelt. Gut gekühltes Rinderfilet wird mit einem sehr scharfen Messer in hauchdünne Scheiben geschnitten, gesalzen und gepfeffert.

Mit Bärlauchpesto, Currymayonnaise, Salat und selbst gemachten Brotchips habe ich das Carpaccio angerichtet. Man kann es als Vorspeise genießen. Wenn man mehr Salat auf den Teller gibt, hat man auch einen kleinen Hauptgang. Zu dieser kleinen Köstlichkeit passt sehr gut ein Glas gut gekühlter, prickelnder Sekt!

Nachdem wir es uns schmecken gelassen hatten, werde ich mich nun meinem zweiten kreativen Hobby widmen. Die Staffelei ist bereits auf dem Balkon aufgestellt. Es soll ein Aquarell entstehen.

Rezept für zwei Personen

Zutaten:

  • 200 g Rinderfilet, gut gekühlt
  • Brötchen

Salat:

  • Rucola, grüner Spargel, Radieschen, Gurke, Schnittlauch, Dill

Curry-Mayonnaise:

  • 2 EL Mayonnaise
  • 2 EL Creme fraiche
  • 1 TL Curry-Paste
  • Limettensaft
  • Zucker, Salz

Bärlauchpesto:

  • 200 g Bärlauch
  • 150 ml Olivenöl
  • 50 g Pinienkerne
  • 100 g frisch geriebener Parmesan
  • Salz, Pfeffer

Vinaigrette:

  • 3 EL Olivenöl
  • 3 EL Balsamico
  • 1 TL Senf
  • Honig
  • Salz, Pfeffer, roter Chili

 

Zubereitung:

Für die Chips habe ich Brötchen quer in dünne Scheiben geschnitten, mit Olivenöl beträufelt und etwa 10 Minuten bei 180°C auf Backpapier im Backofen geröstet.

Für die Currymayonnaise Curry-Paste, Mayonnaise, Crème fraiche und etwas Limettensaft mit dem Schneebesen kräftig verrühren. Mit Zucker und Salz pikant abschmecken. Sollte etwas übrig bleiben, kann man die Currymayonnaise etwa 2 Wochen im Kühlschrank aufbewahren.

Bärlauch waschen und trocken schütteln. Pinienkerne ohne Öl kurz in einer beschichteten Pfanne anrösten. Bärlauch, Olivenöl, Pinienkerne, Parmesan, Pfeffer und Salz in ein hohes Gefäß geben und mit dem Mixstab pürieren.

Alle Zutaten für die Vinaigrette in ein Gefäß geben und mit dem Schneebesen kräftig aufschlagen, so dass eine cremige Konsistenz entsteht.

Die Zutaten für den Salat waschen, trocknen und mit etwas Vinaigrette beträufeln.

Das Carpaccio auf einem Teller verteilen und mit der Vinaigrette, Pesto, Currymayonnaise, Salat und den Chips hübsch anrichten.

 

Knusprige Bratwursthäppchen im Blätterteig

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Mit diesem Rezept habe ich am 21.05.2016 im Viertelfinale zum Thüringer Cookingpokal, dem Kochwettbewerb von Hobbyköchen in Thüringen, teilgenommen. Der Wettbewerb fand in der 1. Grill-und BBQ Schule Erfurt statt. Dieses und ein zweites Grillgericht brachten mich zum Halbfinale im „Venerius“ nach Eckolstädt.

Jeden Tag hoffen wir, dass das Wetter wärmer, sonniger und überhaupt freundlicher wird. Viele Menschen sehnen sich nach Sonne und würden gern auf das kühle Aprilwetter verzichten. Andere wieder stehen bereits in den Startlöchern und möchten die neue Grillsaison einläuten. Bei diesem regnerischen, kalten Wetter macht das Grillen noch keinen Spaß. Um die Vorfreude etwas  anzustacheln, möchte ich heute meine knusprigen Bratwursthäppchen vorstellen. Wer das Rezept schon mal ausprobieren möchte, kann es auch in der Pfanne und im Backofen zubereiten.

Rezept für zwei Personen

Zutaten für die Bratwürste:

  • 2 Thüringer Bratwürste
  • 1 Blätterteig, Rolle aus dem Kühlregal
  • 1 Ei
  • 1 EL weißer Sesam

Zutaten für den Dip:

  • 50 g Born-Mayonnaise
  • 50 g Born-Senf
  • 3 EL brauner Zucker
  • 2 TL Kräuter-oder Apfelessig
  • Salz, Pfeffer

Zutaten für das Möhrengemüse :

  • 1 kleiner Kopfsalat
  • 200 g Möhren
  • 1 Bund Lauchzwiebeln
  • 1 Packung Frühstücksspeck
  • 4 Zweige Thymian
  • 3 Zweige Minze
  • 3 Zweige Oregano
  • 2 EL Raps-Öl
  • 2 EL Zucker
  • 200 ml Wasser
  • 3 EL Kräuteressig, Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die Bratwürste circa 5 Minuten von allen Seiten grillen oder in der Pfanne ringsherum anbraten, heraus nehmen und abkühlen lassen.

Inzwischen den Dip zubereiten. Dafür alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut mit dem Schneebesen verrühren.

Den Blätterteig ausrollen und  mit dem Dip bestreichen. Die Ränder des Blätterteiges frei lassen. Die Bratwürste jeweils in ein Stück Teig fest  einrollen. Dir Nähte mit Eiweiß bestreichen und mit der Gabel fest andrücken.  Die so entstandenen Rollen mit einem scharfen Messer in fünf Stücke schneiden.  Die einzelnen Bratwurststückchen nun hochkant  mit der Naht nach unten in eine Grillschale auf den Grill oder auf ein mit Backpapier belegtes Blech in den Backofen stellen,  mit Eigelb bestreichen und mit Sesamkörnern bestreuen .

Im vorgeheizten Grill indirekt grillen oder im Backofen bei 200°C etwa 20 Minuten backen.

Während die Bratwürste backen wird das marinierte Möhrengemüse zubereitet. Möhren schälen, waschen, längs vierteln und etwa in 5 Zentimeter lange Stücke schneiden. Lauchzwiebeln waschen, putzen und die weißenTeile ebenfalls in 5 Zentimeter lange Stücke schneiden. Die grünen Teile der Lauchzwiebel werden in feine Ringe geschnitten. Thymian-Blättchen von den Stielen zupfen.

Frühstücksspeck in einer beschichteten Pfanne knusprig braten und auf Küchenpapier zum Abtropfen legen. Im Speckfett werden die Möhren und die weißen Abschnitte der Lauchzwiebeln kurz gebraten, mit Zucker bestreut und kurz karamellisiert. Mit Essig ablöschen, Thymian dazugeben, 200 ml Wasser angießen und etwa 3 Minuten köcheln lassen. Danach das Ganze etwa eine halbe Stunde ziehen lassen.

Das Möhrengemüse mit Salz und Pfeffer  würzen. Die  Minze und Oregano-Blättchen hacken, die grünen Lauchringe und 2 EL ÖL dazugeben und alles gut vermischen.

Den Kopfsalat waschen, in mundgerechte Stücke zupfen, trockenen und mit den Möhren vermischen.

Beim Anrichten des Gemüses wird obenauf der knusprige Frühstücksspeck verteilt. Dem Genuss der knusprigen Bratwurst – aber mal ganz anders – steht nun nichts mehr im Wege. Guten Appetit!

 

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Zweifarbige Erbsen-Möhren-Suppe

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Bei diesem kühlen Aprilwetter hatte ich wieder mal Appetit auf eine leichte, frische Frühlingssuppe. Ich entschied mich für zwei unkomplizierte Gemüsesuppen, für die man nicht viele Zutaten benötigt. Darüber sind sie  einfach und schnell zu kochen.

Der Clou bei diesen beiden Suppen liegt darin, dass man sie zusammen auf einem Teller – also zweifarbig – anrichtet. Fertig gekochte Suppe jeweils in einen Krug mit Henkel füllen. Eine zweifarbige Suppe erhält man, indem man in jede Hand einen Krug nimmt und die Suppen gleichzeitig in den Teller gießt. Wenn die Suppen eine gleiche Konsistenz haben, fließen sie nicht ineinander. Mit Creme fraiche, Croutons, Bacon, einigen Erbsen, Minze und Petersilie habe ich die Suppe angerichtet. So wird die zweifarbige Suppe zu einem absoluten, ungewöhnlichen Hingucker.

Zutaten für die Erbsensuppe:

  • 500 g TK-Erbsen
  • 2 große Kartoffeln
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • 1 Zwiebel
  • 50 ml Sahne
  • 50 g Butter
  • Creme fraiche
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Minze, Weißbrotwürfel, Bacon

Zutaten für die Möhrensuppe:

  • 500 g Möhren
  • 2 große Kartoffeln
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • 1 Zwiebel
  • 50 ml Sahne
  • 50 g Butter
  • Creme fraiche
  • Ingwer, Salz, Pfeffer, Petersilie, Weißbrotwürfel, Bacon

 

Zubereitung:

Kartoffeln, Zwiebel schälen, in kleine Würfel schneiden, in einen Topf geben und in Butter andünsten. Danach die Gemüsebrühe auffüllen, Erbsen dazugeben, etwa 5 Minuten köcheln lassen. Einige Erbsen vorher beiseitelegen. Sahne zufügen, nochmals kurz aufkochen und mit dem Mixstab pürieren. Die Suppe soll eine feine, cremige Konsistenz haben. Anschließend mit Salz, Pfeffer abschmecken.

Möhren, Kartoffeln, Zwiebel, Ingwer schälen in kleine Würfel schneiden. Zusammen in einem Topf geben und in der Butter andünsten. Mit Zucker bestreuen und das Gemüse leicht karamellisieren. Anschließend mit der Gemüsebrühe auffüllen und etwa 20 Minuten leise köcheln. Sahne zufügen, kurz aufkochen und mit dem Mixstab pürieren. Die Suppe soll eine feine, cremige Konsistenz haben. Anschließend mit Salz, Pfeffer abschmecken.

Weißbrot in Würfel schneiden und in Butter knusprig rösten. Ebenso Bacon knusprig braten.

Suppen in einem Teller – wie oben beschrieben – hübsch anrichten.

Möhren-Ananas-Kuchen mit Topping

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Kürzlich habe ichWerbung, die am Wochenende meistens in den Briefkasten flattert und überquellen lässt, durchgeblättert. Dort fand ich beispielsweise ein Backrezept, auf das ich aufmerksam wurde.

Es war ein Möhrenkuchen mit Ananas und Frosting aus Frischkäse für das Osterfest. Schon lange wollte ich mal Möhren – weil so gesund – für einen Kuchen verwenden. Nachdem ich mir die Liste der Zutaten angesehen hatte, beschloss ich den Kuchen nachzubacken. Allerdings habe ich eine Veränderung vorgenommen und zwar habe ich vier Eier verwendet. So konnte ich die doppelte Menge Eiweiß steifschlagen, um den Kuchen „fluffiger“ zu bekommen. Für die Backzeit sind 45 Minuten angegeben. Ich habe den Kuchen 50 Minuten bei 150° Umluft im vorgeheizten Ofen gebacken.

Mit dem Frischkäse-Frosting ist es ein leckerer Kuchen geworden, den man auf der Ostertafel präsentieren kann.

Jakobsmuscheln mit Schwarzen Nüssen und Bärlauchrisotto

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Heute hatte ich mir vorgenommen mich mal wieder an meine „Kochmaschine“ zu stellen. Nach längerer Kochpause wollte ich etwas Besonderes auf den Tisch bringen. Da das Stehen manchmal noch schwer fällt, wollte ich ein Gericht zubereiten, welches nicht zu viel Zeit in Anspruch nimmt. So entschied ich mich für die Jakobsmuscheln gefüllt mit meinen selbst zubereiteten Schwarzen Nüssen. Frischen Bärlauch kann man zurzeit auch überall kaufen und ich fand, dass dieser im Risotto doch lecker schmecken müsste. Die feinen Jakobsmuscheln gingen eine köstliche Symbiose mit den Nüssen und dem Bärlauchrisotto ein. Ich kann nur sagen: lecker, lecker lecker!

Zutaten für das Bärlauchrisotto:

  • Schalotten
  • Butter
  • Risottoreis
  • Trockener Weißwein
  • Gemüsebrühe
  • Bärlauch
  • Parmigiano
  • Salz
  • Pfeffer

Zutaten für die Jakobsmuscheln:

  • Jakobsmuscheln
  • Schwarze Nüsse
  • Schweinenetz, gewässert
  • Sojaöl
  • Butter
  • Knoblauch
  • Thymian
  • Panko
  • Salz

Zubereitung:

Schalotten schälen und in feine Würfel schneiden.

Butter in einem Topf erhitzen und die Schalotten glasig dünsten. Reis zugeben und ebenfalls glasig dünsten. Wein angießen und fast vollständig einkochen lassen. Dabei gut umrühren. Anschließend heiße Brühe unter Rühren zugießen und weiter köcheln bis sie nahezu eingekocht ist.  Diesen Vorgang – etwa 30 Minuten – fortsetzen bis der Reis gar ist.

Bärlauch waschen, trocknen und fein hacken.

Butter, Bärlauch, geriebenen Parmigiano unter das Risotto heben und mit Salz abschmecken.

Jacobsmuscheln unter kaltem Wasser abspülen und mit Küchentuch trocken tupfen. Einige Schwarze Nüsse in Scheiben schneiden. Muscheln halbieren und mit einigen Scheiben der eingelegten Nüsse belegen. Die gefüllte Jakobsmuschel vorsichtig auf ein Stück Schweinenetz legen und umwickeln.

In einer Pfanne das Öl mit etwas Butter heiß werden lassen. Knoblauch und Thymian zufügen. Die Jakobsmuscheln 5 Minuten bei starker Hitze braten und dabei wenden. Panko in gleicher Pfanne mit braten und salzen.

Risotto auf einem Teller anrichten und darauf jeweils eine Jakobsmuschel setzen. Knusprigen Panko, Kräuter, Schwarze Nüsse, Gurkenscheibchen, Radieschen, Blüten und Bärlauchblätter ebenfalls auf dem Teller anrichten.

Ein leckeres und besonderes Gericht wird die Feinschmecker verwöhnen.