Japanischer Wasserkuchen

Der japanische Wasserkuchen zergeht förmlich auf der Zunge.

Der japanische Wasserkuchen zergeht förmlich auf der Zunge. Wer das Außergwöhnliche mag, sollte den Raindrop Cake mal ausprobieren.

Vor einiger Zeit entdeckte ich im Internet einen sogenannten „Wasserkuchen“. Dieses Tropfengebilde sieht ziemlich skurril aus und hat meine Aufmerksamkeit erregt.  Neugierig habe ich über den Ursprung, Zubereitung und Anrichteweise des „Raindrop Cake“ nachgelesen. In diesem Jahr war der Raindrop Cake ein Foodtrend in den USA. Ursprünglich kommt der Wasserkuchen aus Japan. Dort wird er seit Jahrhunderten als Nachtisch und mit geröstetem Sojamehl und etwas Kokossirup aus Bambusschalen gegessen. So zubereitet kann man den Wasserkuchen ohne Reue genießen, da er praktisch keinerlei Kalorien hat.

Dieses ungewöhnliche Dessert musste ich unbedingt ausprobieren. Ich habe es allerdings etwas verändert, das heißt ich habe doch einige Kalorien „eingearbeitet“. Zunächst habe ich 250 ml Wasser zum Kochen gebracht und 1 Teelöffel Agar Agar eingerührt und kurz kochen lassen. Agar Agar ist ein Gelier-und Verdickungsmittel, das aus der Rotalge gewonnen wird und in Japan seit dem 17. Jahrhundert bekannt ist. In Naturkostläden ist Agar Agar erhältlich.

In das kurz gekochte Gemisch habe ich, nachdem ich es vom Herd gezogen habe, einige Tropfen Rosenwasser dazu gegeben. Eingefüllt habe ich die Flüssigkeit in Cappuccino-Tassen und  noch einige Blütenblätter dazu gegeben. Anschließend wurde der Wasserkuchen mehr als zwei Stunden im Kühlschrank gekühlt.

Zum Anrichten habe ich auf einen Teller einen Streifen Matcha-Tee-Pulver gesiebt. Darauf habe ich den Wasserkuchen mit der Rundung nach oben gelegt. Einige Amaretti-Kekse habe ich krümelig zerkleinert  und neben dem Raindrop Cake angeordnet. Einige Tropfen Erdbeersirup  haben mein Arrangement vervollkommnet.

Der neutrale Wasserkuchen zergeht förmlich auf der Zunge und erhält durch die Kekse und den Sirup seinen Geschmack. Wer mutig ist, sollte den Wasserkuchen ruhig mal ausprobieren!

Aufgetürmt

Frischkäse-Türmchen

Das lukullische Türmchen eignet sich hervorragend als kleine Vorspeise, die man sehr gut vorbereiten kann.

Unkompliziert, schnell arrangiert sollte es sein und für das Auge etwas her machen. Deshalb habe ich aus verschiedenen, frischen Zutaten ein Türmchen geschichtet. Dafür brauchte ich nicht so viele Zutaten und preiswert war es allemal. Das lukullische Türmchen eignet sich als kleine Vorspeise, die man sehr gut vorbereiten kann und im Kühlschrank bis zum Servieren kühl und frisch aufbewahren kann.

Zutaten:

  • Weizen-Vollkorn-Toast
  • Frischkäse
  • Melone
  • Frische Kräuter – Ich habe Petersilie, Basilikum und Koriander verwendet.
  • Milch
  • Salz
  • Pfeffer
  • Chili
  • Kiwi
  • Granatapfelkerne, gehackte Pistazien, Minze

Zubereitung:

Für ein Türmchen braucht man zwei Toastscheiben, die zuvor getoastet werden. Die beiden Scheiben anschließend eckig oder rund ausstechen.

Eine Melonenscheibe eckig oder rund ausstechen.

Frischkäse mit den gehackten Kräutern, Chili, Salz, Pfeffer und Milch verrühren. Die Masse muss allerdings ziemlich fest sein, so dass man sie gut anrichten kann.

Die Türmchen habe ich in einem eckigen „Anricht-Ring“ aufgebaut. Zuerst habe ich das Toastbrot in den Anrichtring gegeben. Darauf habe ich den Frischkäse, die Melonenscheibe, den Frischkäse, das Toastbrot und den Frischkäse aufgebracht. Das Türmchen habe ich zuoberst mit Kiwistückchen, Granatapfelkernen, gehackten Pistazien und Minzblättchen dekoriert. Rings um das Türmchen habe ich noch einige Pistazien, Granatapfelkerne und Minzblättchen verteilt.

Dem Genuss mit frischen Zutaten steht nun nichts mehr im Wege.

Vogelbeeren an geschmorten Nierchen und blauen Kartoffeln

Vogelbeeren an Nierchen mit blauen Kartoffeln und Navette

Zum Nierchengericht passt sehr gut ein Glas kühler Gerstensaft.

Heute stelle ich mein herbstliches Farbenspiel auf dem Essteller vor. Ich habe  Vogelbeeren an geschmorten Nierchen, Navette und blauen Kartoffeln gekocht.

Der Herbst hat sich mit zügigen Schritten angekündigt. In der Natur findet man in dieser Jahreszeit noch viele schmackhafte Wildpflanzen, Beeren und Pilze. Für den Herbst hatte ich mir vorgenommen ein Gericht mit den orangefarbenen Vogelbeeren zu kombinieren. Mein Mann machte sich kürzlich mit einem Körbchen auf den Weg, um mir einige dieser leuchtend orangefarbenen Beeren zu pflücken. Er kennt sich gut in der Natur aus und es war für ihn einfach die Beeren im Wald zu finden. Bald stand das prall gefüllte Körbchen auf meinem Tisch und ich konnte an die Verarbeitung der Beeren gehen. Ein herzliches Dankeschön an meinen Mann! Viele Menschen kennen die Beeren wissen aber heute nicht mehr, dass man sie in der Küche im gegarten Zustand verwenden kann. Die Vogelbeeren auch Eberesche genannt haben einen, säuerlichen, kräftigen und leicht bitteren Geschmack.

Aus den Vogelbeeren habe ich Vogelbeerkompott und Vogelbeerpaste gemacht und in Gläsern konserviert.

Heute aber stelle ich geschmorte Nierchen mit Vogelbeeren, Navette und blauen Kartoffeln vor. Die Navette sind sehr zart, schmackhaft und sind mit dem Teltower Rübchen verwandt. Los geht`s!

Rezept für 2 Personen

Zutaten:

  • 500 g Schweinenieren
  • 2 Navette oder andere Rübchen
  • 6 blaue Kartoffeln, geschält und gekocht
  • 2 Schalotten, geschält und in Würfel geschnitten
  • 2 EL eingelegte Vogelbeeren
  • Brühe
  • Madeira
  • Etwas Portwein
  • Olivenöl, Butterschmalz, Butter, Milch, Salz, Pfeffer
  • Khumeli (Gewürzmischung vom Kräuterpark Altenau – Koriander, Bockshornkleesamen, Paprika, Pfefferminz, Kurkuma, Bohnenkraut, Basilikum, Zimt, Nelken, Salz, Ringelblume, Pfeffer)

Zubereitung:

Die Nieren eine halbe Stunde wässern, abgießen und anschließend eine Stunde in Milch einlegen. Anschließend die Nieren, abtupfen, aufschneiden und akkurat vom Fett befreien. Danach werden die so vorbereiteten Nieren in Stücke geschnitten.

Die Nieren werden nun gesalzen, gepfeffert und im Olivenöl scharf angebraten. Schalotten dazugeben und kurz dünsten. Nieren herausnehmen. Den Bratrückstand mit Madeira und Portwein ablöschen, mit der Brühe auffüllen, gut umrühren und reduzieren lassen. Mit Khumeli würzen und etwas mit kalter Butter binden. Die Fleischstücke wieder zur Soße geben und warm halten.

Die weißen Navette schälen, in Scheiben schneiden und in gesalzener Milch etwa fünf Minuten dünsten.

Die blauen, vorgegarten Kartoffeln halbieren oder vierteln und in einer Pfanne in Butterschmalz von allen Seiten kurz braten, salzen und pfeffern.

Das Herbstgericht hübsch auf dem Teller anrichten und die eingelegten Vogelbeeren auf den Nierchen verteilen. Dazu passt sehr gut ein Glas Gerstensaft.

French Toast

French Toast

Mit Erdbeeren und Haselnuss-Nougat-Crème ist der Toast einfach unwiderstehlich.

 

Arme Ritter kennt in unserem Land – so glaube ich – fast jeder. In meiner Kindheit waren die Armen Ritter eine preiswerte Süßspeise. Vor meinem geistigen Auge sehe ich noch heute wie sie von unserer Mutter für alle Geschwister in der Pfanne gebrutzelt wurden. Es war stets etwas Besonderes!

Bereits im Römischen Reich wurden die Armen Ritter zubereitet. Laut Wikipedia steht „das älteste deutschsprachige Rezept bereits in dem „buoch von guoter spîse“ aus dem 14. Jahrhundert, das im Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm zitiert wird: „snit denne aht snitten arme ritter und backe die in smalze niht zu trüge.“

Man kennt sie auch in vielen anderen Ländern allerdings unter einer anderen Bezeichnung. In Kanada und den USA nennt man die zubereiteten Toastscheiben „French Toast“. In diesem Jahr waren diese einfachen Köstlichkeiten dort der Renner und man isst sie als süße Variante bereits zum Frühstück.

So, aber jetzt zunächst ein Rezept für den köstlichen „French Toast“. Üppig belegt mit Käse, frischen Erdbeeren, Haselnuss-Nougat-Creme und Vanille-Joghurt ist der Toast ein leckerer Genuss.

 Rezept für zwei Personen:

Zutaten:

  • 4 Toastscheiben
  • 2 Eier
  • 4 EL Vanille-Joghurt
  • 2 EL Butter
  • 200 g Brie-Käse
  • ½ Vanilleschote
  • Frische Erdbeeren
  • Nudossi (Haselnuss-Nougat-Crème)
  • Frische Erdbeeren
  • Milch
  • Frische Minze

 

Zubereitung:

Eier, Milch, Vanille-Joghurt und ausgekratzte Vanilleschoten in eine flache Schüssel geben und alle Zutaten mit der Gabel verschlagen. 4 Scheiben Toastbrot in der Mischung auf beiden Seiten wälzen.

Butter in der Pfanne schmelzen lassen und die Toastscheiben kurz von beiden Seiten goldgelb braten. Danach werden zwei Scheiben Toast mit in Scheiben geschnittenen Briekäse belegt. Auf den Käse kommt eine Schicht von in Scheiben geschnittenen Erdbeeren. Das Ganze wird mit der zweiten,  gebratenen Toastscheibe bedeckt. Nun wird das Türmchen unter vorsichtigem Wenden auf beiden Seiten bei kleiner Flamme gebraten bis der Käse geschmolzen ist.

Haselnuss-Nougat-Crème in eine kleine Schüssel geben und im Wasserbad schmelzen.

Das fertige French-Toast-Türmchen auf einem Teller anrichten. Mit frischen Erdbeeren, Haselnuss-Nougat- Crème, Vanille-Joghurt und Minzblättchen wird das Türmchen vervollkommnet und kann zum Dessert genüsslich verspeist werden.

Als nächste Variante werde ich in Kürze die französische Variation „Pain perdu“ vorstellen.