Gekröntes Kartoffelpüree

Rote Bete auf Kartoffelpüree, gebratenen Champignons und gekochtes Ei mit Guacamole

Rote Bete auf Kartoffelpüree, gebratenen Champignons und gekochtes Ei mit Guacamole

Zugegeben es ist eine etwas eigenwillige Kombination. Aber gern versuche ich Lebensmittel in einer ungewöhnlichen Komposition auf den Teller zu bringen. Der Reiz liegt für mich darin, dass aus den Zutaten ein harmonisches Ganzes entsteht. Ich muss mir, bevor ich anfange zu kochen, gedanklich die verschiedenen Geschmäcker vorstellen können. Das gelingt meistens und nur selten geht etwas schief. Wenn Letzteres passiert, dann wird so lange daran gefeilt bis es stimmig ist. Da ist dann viel Geduld erforderlich.

Zutaten:

  • Kartoffeln
  • Rote Bete, vorgegart
  • Avocado
  • Champignons, braun
  • Eier
  • Chili
  • Limetten
  • Zwiebel
  • Petersilie
  • Koriander
  • Milch, Butter, Muskatnus, Salz

Zubereitung:

Kartoffeln schälen, waschen und kochen. Daraus mit Butter, Milch, Salz und Muskatnus ein Püree zubereiten und warm stellen.

Die Avocado schälen, in kleine Würfel schneiden und mit der Gabel fein zerdrücken.. Die Chilischote halbieren, die Kerne entfernen, abspülen und würfeln. Korianderblättchen und Petersilie fein schneiden. Alle Zutaten gut vermischen  und mit Limettensaft, Limettenabrieb und Salz abschmecken.

Rote Bete auf der groben Reibe raspeln und mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Limettensaft abschmecken.

Die braunen Champignons mit einem Küchentuch abreiben und das Stilende etwas abschneiden. Champignons in feine Scheiben schneiden. Einige Pilzscheiben beiseite stellen, die dann in einer separaten Pfanne in etwas Öl und Butter gebraten werden. Salzen nicht vergessen. Zwiebel schälen,  fein würfeln und in einer Pfanne mit etwas Öl und Butter glasig anschwitzen. Die restlich Pilzscheiben zugeben und ringsherum anbraten. Etwas Mehl überstäuben und unter Rühren kurz braten, so dass sich das Mehl mit den anderen Zutaten verbunden hat. Brühe zugeben und die Pilze auf kleiner Flamme etwa 10 Minuten köcheln lassen. Pilze mit Salz und Pfeffer abschmecken und warm halten. So habe ich eine schmackhafte, cremige Pilzsoße erhalten.

Die Eier 10 Minuten kochen, abpellen und halbieren.

Beim Anrichten habe ich für das Kartoffelpüree einen Ring benutzt. Auf das Püree habe ich die Roten Bete geschichtet und mit den extra gebratenen Pilzscheiben vervollkommnet. Beim Anrichten für das Foto habe ich auf dem Teller nur die Pilzsoße benutzt. Man kann natürlich Pilze und Soße gern verwenden. Sodann habe ich die halbierten, hartgekochten Eier auf den Soßenspiegel gesetzt und mit einem Löffel Guacamole versehen. Kresse, Rock Chives und einige eingelegte Vogelbeeren runden das Bild ab.

Blauer Schwede

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Seit einiger Zeit hatte ich mir vorgenommen aus der Kartoffel „Blauer Schwede“ eine kleine Köstlichkeit – das „Amuse gueule“ – zu zaubern. Die Idee war geboren und vor meinem geistigen Auge sah ich,  wie ich es wohl anrichten würde. So weit so gut!

Also begab ich mich auf den Weg, um in angesagten Supermärkten die blauen Kartoffeln zu kaufen. Der „Blaue Schwede“ wird Ende August/ Anfang September geerntet. Ich sah sie leider nicht in den Regalen der Gemüseabteilung liegen. Also wandte ich mich an eine verantwortliche Kollegin  der Abteilung. Sie sah mich verwundert an! Blaue Kartoffeln…ja wieso will die denn blaue Kartoffeln! Auf meine Frage wann ich denn das Produkt kaufen könne, bekam ich nur ein Schulterzucken. So erging es mir auch in anderen Märkten.

Alsdann habe ich mich in den Weiten des Internets kundig gemacht, denn meine Idee wollte ich unbedingt umsetzen. Ein paar Klicks und ich fand die Kartoffel  „Blauer Schwede“ in einem Spreewälder Hofladen. Bestellt! Und heute trafen die blauen Kartoffeln bei mir ein und ich konnte meine Idee verwirklichen. Was für ein Glück!

Zutaten:

  • Blaue Kartoffeln „Alter Schwede“
  • Sauerrahm
  • Milchschaum
  • Deutscher Caviar aus Seehasenrogen
  • Tonkin-Jasmin
  • Kresse, Rock Chives
  • Blüten vom Knobi-Gras

Zubereitung:

Die Kartoffeln in der Schale kochen, abgießen, pellen und in dicke Scheiben schneiden und auf einem Teller anrichten. Den Sauerrahm mit dem Milchschaum leicht vermischen und auf die blaue Kartoffelscheibe geben. Darauf habe ich den Sauerrahm gegeben und diesen mit einem Klecks Kaviar gekrönt. Das Arrangement habe ich anschließend mit den chinesischen Veilchen, den Rock Chives und den Blüten des Knobi-Grases dekoriert.

Das feine, kleine „Amuse gueule“ ist eine Augenweide, schnell zubereitet und lecker!

 

 

Lieblingsrezepte von 100 Foodbloggern

Lieblingsrezepte von 100 Foodbloggern und eins ist von mir dabei.

Lieblingsrezepte von 100 Foodbloggern und ich bin dabei.

Bald ist es soweit und ich werde das Buch „100 Foodblogger haben wir gefragt“ vom ars vivendi Verlag in meinen Händen halten. Am 15.Oktober erscheint es im Buchhandel. Im Buch ist mein Rezept  “ Entenbrust an Hokkaido-Kürbis-Püree mit Cumberlandsauce und Schwarzen Nüssen“, Rubrik Winter in Wort und Bild enthalten.

Ich freue mich riesig, dass mein Rezept in diesem Buch einen Platz gefunden hat! Wunderbar wäre es, wenn einige Leser, die das Gericht nachgekocht haben, mir ein Feedback geben könnten. Das wäre toll!

 

 

Kabeljaufilet mit Erdbeersalsa und Avocado

Kabeljaufilet mit Erdbeersalsa und Acocado

Rezept für zwei Personen

Zutaten:

  • 500 g Kabeljaufilet
  • Etwas Mehl
  • Salz
  • Butterschmalz
  • Salbeiblätter
  • Milchschaum

Zutaten für die Erdbeer-Salsa:

  • 250 g Erdbeeren
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 rote Chilischote
  • 1 EL Öl
  • 1 EL Brauner Rohrzucker
  • 2 EL weißen Balsamico

Zutaten für den Avocado-Salat:

  • 1 essreife Avocado
  • Frischer Koriander
  • 1 Rote Chili
  • Salz
  • Limettensaft und Abrieb von der Limette

Erdbeeren waschen, trocken tupfen und würfeln. Zwiebelschalen entfernen und die Zwiebel  fein hacken. Die Chilischote halbieren, die Kerne entfernen, abspülen und würfeln. Das Öl im Topf erhitzen und die Zwiebel-, Chiliwürfel und den Zucker darin andünsten. Essig zugeben und etwa fünf Minuten leise köcheln lassen. Das Ganze abkühlen lassen,  die Erdbeeren vorsichtig unterheben und die Salsa mit Salz abschmecken.

Die Avocado schälen, in kleine Würfel schneiden. Die Chilischote halbieren, die Kerne entfernen, abspülen und würfeln. Korianderblättchen fein schneiden. Alle Zutaten gut vermischen  und mit Limettensaft, Limettenabrieb und Salz abschmecken.

Kabeljau abspülen, trocken tupfen und salzen. Anschließend mit Mehl bestäuben. Butterschmalz in der Pfanne erhitzen und den Kabeljau drei Minuten von jeder Seite braten. Einige Salbeiblätter in der gleichen Pfanne vorsichtig braten und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Beim Anrichten für den Avocadosalat einen Anrichtering benutzen. Fisch und Erdbeersalsa daneben anrichten und mit einigen Blättern Pilzkraut, Salbeiblättern, einer Limettenscheibe und Milchschaum dekorieren.

 

Erdbeerrot

Die letzten leuchtend roten Früchte auf dem Dessertteller sind meine Hommage an den diesjährigen Sommer.

Die letzten leuchtend roten Früchte auf dem Dessertteller sind meine Hommage an den diesjährigen Sommer.

Der Sommer geht. Letzte Sommerwärme und gleißendes Sonnenlicht huscht über das Land. In das Grün der Blätter mischt sich langsam feuriges Herbstrot. In den Gärten wird es wieder leiser. Die Sommergäste in Wald und Flur wie Singdrossel, Schwalbe und Lerche machen sich langsam auf den Weg in den Süden. Bald kann man wieder kleine und große Vogelschwärme am Himmel beobachten.

Ein untrügliches Zeichen, das vom Ende des Sommers kündet. Voller Wehmut habe ich heute noch einmal die erdbeerrote, sommerliche  Köstlichkeit angerichtet. Die letzten leuchtend roten Früchte auf dem Dessertteller sind meine Hommage an den diesjährigen Sommer.

 

Zutaten:

  • Frische Erdbeeren
  • Frische Himbeeren
  • Himbeeren, gefriergetrocknet
  • Mascarpone
  • Erdbeersirup
  • Granatapfelkerne
  • Kekse, Cookies mit Schokolade
  • Gelatine
  • Milch
  • Wasser
  • Frische Minzeblätter

 

Zubereitung:

Erdbeeren und Himbeeren kurz abwaschen und trocken tupfen. Die gefriergetrockneten Himbeeren und  Kekse zerkleinern.

Die Mascarpone mit etwas Milch und Erdbeersirup cremig verrühren, in einen Spritzbeutel füllen und wieder in den Kühlschrank stellen.

Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Erdbeersirup mit Wasser aufkochen, die ausgedrückte Gelatine zugeben, mit dem Schneebesen gut verrühren und eine Minute aufkochen lassen. Das Ganze etwas abkühlen lassen. Danach in kleine Förmchen füllen und in den Kühlschrank stellen.

Angerichtet habe ich das Ganze auf einem Teller, indem ich einen Spiegel aus den gefriergetrockneten, zerkleinerten Himbeeren aufgestreut habe. Neben den Himbeeren ordnete ich die zerkleinerten Cookies an. Vervollkommnet wurde das Arrangement mit frischen Erdbeeren, frischen Himbeeren, den selbst gemachten Gelatine-Erdbeer-Früchtchen und einigen rosa Tupfern der Mascarpone-Creme. Einige Minzblättchen und Granatapfelkerne rundeten mein Bild vom diesjährigen „Erdbeersommer“ ab.