Königin der Blutwürste

Die Thüringer Rotwurst nennt man so wegen ihres außerordentlichen Geschmacks. Ihre  jahrhundertalte Tradition mit überlieferten Rezepturen hat sie weithin bekannt gemacht.

Die Rotwurst hat einen  herzhaften, würzigen  Geschmack und  schmeckt hervorragend auf frisch gebackenem knusprigem Brot.  Aber auch in der in der Pfanne erwärmt ist die „Königin der Blutwürste“ eine kulinarische Gaumenfreude.

Als Sachsen-Anhalterin lebe ich etwa 15 km von der Thüringer Landesgrenze entfernt.  Durch die Nähe zu Thüringen sind mir die Wurstwaren mit dem unnachahmlichen Geschmack natürlich bestens bekannt.  Sehr gern werden sie in meiner Familie verspeist.

Heute habe ich die Blutwurst in Scheiben geschnitten, in der Pfanne erwärmt und mit Kartoffelpüree, karamellisierten Apfelscheiben und knusprigen Zwiebelringen serviert. Lukullisch!

Kartoffelpüree mit gebratener Blutwurst

In der Pfanne erwärmt, ist die „Königin der Blutwürste“ eine kulinarische Gaumenfreude.

Zutaten:

  • Thüringer Rotwurst
  • Kartoffeln, mehlig kochend
  • Äpfel
  • Zwiebeln
  • Milch, Butter, Muskatnuss, Mehl, Puderzucker, Olivenöl, frischer Salat und Blüten

Zubereitung:

Kartoffeln im Salzwasser kochen, anschließend abgießen. Mit heißer Milch und Butter vermischen und zu Püree stampfen. Mit Salz und Muskat abschmecken.

Zwiebel in Ringe schneiden, mit Mehl überstäuben und in Öl knusprig braten und warm halten.

Äpfel waschen, das Kerngehäuse  ausstechen und in Scheiben schneiden. Mit Puderzucker überstäuben, in einer Pfanne mit etwas Butter karamellisieren und warm halten.

Blutwurst in nicht zu dünne Scheiben schneiden und von beiden Seiten kurz braten.

Bacon in der Pfanne kurz knusprig braten.

Vom  Kartoffelpüree habe ich mit Hilfe von zwei Esslöffeln jeweils drei Nocken geformt und auf dem Teller angerichtet. Darauf habe ich die karamellisierten Apfelscheiben, die Blutwurst und die Zwiebelringe angerichtet, so dass kleine Türmchen entstanden. Bacon, frischer Salat, einige Blüten sowie einige Pünktchen von Balsamico Creme vervollständigen mein Arrangement auf dem Teller.

Gebratene Blutwurst

Die Thüringer Rotwurst hat einen herzhaften, würzigen Geschmack.

Advertisements

Tarte flambée

Tarte flambée

Flammkuchen mit luftgetrockneter Salami, Parmigiano und Basilikumpesto.

Der Flammkuchen –„tarte flambée“ –  wird so genannt weil  er früher im Holzkohleofen gebacken wurde und die Flammen den Kuchen  – ob herzhaft oder süß –  umzüngelten. Diese Spezialität, von der es unzählige Varianten gibt, stammt aus dem Elsass, der Pfalz und Baden. Der Flammkuchen passt sehr gut zum Federweißen, der in den Weinanbaugebieten zu Beginn der Weinsaison ausgeschenkt wird.

Im Original ist der  Teig für einen Flammkuchen ein einfacher Brotteig, den man mit oder ohne Hefe zubereitet. Der Teig wird so dünn wie möglich ausgerollt. Dadurch wird er beim Backen besonders knusprig. Klassisch wird der Flammkuchen mit  Schinken, Zwiebeln und Schmand belegt.

Mein Rezept für den Belag habe ich selbst kreiert und schon mehrfach probiert und variiert. Heute stelle ich meinen Flammkuchen mit luftgetrockneter, italienischer Salami vor. Aus Gründen der Zeitersparnis habe ich backfertigen Flammkuchenteig aus dem Kühlregal verwendet.

Zutaten:

  • 260 g Flammkuchenteig, backfertig aus dem Kühlregal
  • 100 g luftgetrocknete, italienische Salami
  • 100 g Bacon
  • 100 g Parmigiano – italienischer Hartkäse
  • 1 Becher Schmand
  • Basilikum, Olivenöl, Pinienkerne, Frühlingszwiebeln, Kirschtomaten, Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Den Backofen auf 220 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Flammkuchenteig öffnen, aufrollen – aber auf dem Papier lassen – und auf ein Backblech geben, welches mit dem Backpapier belegt ist. Inzwischen Parmigiano reiben und Frühlingsziebeln – weiß und grün – in feine Würfel schneiden.  Schmand in eine Schüssel geben und mit dem Käse, den Frühlingszwiebeln, Salz und Peffer vermischen. Anschließend wird diese Masse auf dem Flammkuchen verteilt und darauf einige Streifen Bacon gelegt. Den Flammkuchen etwa 12 – 15 Minuten bei 220° C backen.

Inzwischen Basilikumpesto zubereiten. Basilikumblätter, Olivenöl, Pinienkerne und etwas Salz im Mixer zu einem feinen Pesto mixen.

Nach der Backzeit habe ich den Flammkuchen dekorativ mit der luftgetrockneten Salami, dem Pesto, gehobelten Parmigiano-Stückchen, Basilikum-Blättchen und rotem Pfeffer belegt.

Dazu passt sehr gut ein Glas Federweißer oder auch ein Glas gekühlter Weißwein.

Flammkuchen mit Basilikumpesto

Zum herzhaften Flammkuchen passt sehr gut ein Gals Weißwein.

Wilde Kräuter im Frühling

Wildkräuter-Süppchen

Der Frühling lässt grüßen zum Beispiel mit Scharfgarbe, Brennessel, Taubnessel, Giersch und Löwenzahn.

 

Wildkräutersuppe – eine Suppe für die Seele

Welch ein Duft liegt in der Frühlingsluft und es fängt wieder an zu grünen und zu blühen. Auf den Wiesen, an Wegesrändern und in Wäldern zeigen sich Wildkräuter in Hülle und Fülle. Die Wiesen sind sozusagen von den Aromen der Kräuter umhaucht. Diesen Wohlgeruch im Frühling mag ich sehr.

Vor etwa zweihundert Jahren begrüßte die Lyrikerin Sophie Mereau den Frühling mit nach folgenden Worten. Auch heutzutage empfinden wir den Beginn des Frühlings wohl ähnlich.

Ein Segensstrom wallt durch die blauen Lüfte,
dem Hain entrauscht die frohste Symphonie.
Vom Liebeshauch des Frühlings sanft bezwungen
zu neuer Wirksamkeit emporgedrungen,
eint alles sich zu süßer Harmonie.

Also haben wir uns – meine Mann und ich – vorgestern mit einem Weidenkörbchen aufgemacht um Wildkräuter zu sammeln. Es war ein wunderschöner Spaziergang durch die Frühlingssonne. Wir gingen frohen Mutes mit offenen  Augen durch die grünen Wiesen  und fanden Scharfgarbe, Brennnessel, Taubnessel, Giersch, Löwenzahn und Sauerampfer. Daraus habe ich eine leckere und leichte grüne Frühlingssuppe zubereitet. Zu Hause angekommen haben wir die Schätze der Natur vorsichtig ausgebreitet.

Aus diesen frischen und gesunden Wildkräutern habe ich eine Suppe für die Seele zubereitet. Dazu braucht man außer Kräutern nicht viele Zutaten und man hat sie eigentlich immer zu Hause.

Zutaten:

  • 300 g Wildkräuter
  • Zwiebel
  • Knoblauchzehe
  • 2-3 EL Butter
  • 2-3 EL Mehl
  • 750 ml Brühe
  • 250 ml Sahne
  • Pfeffer, Salz, Muskatnuss, frische Blüten von den Gänseblümchen, Weißbrot für Croutons

Zubereitung:

Die Kräuter habe ich kurz gewaschen, trocken geschüttelt und grob gehackt. Die Butter habe ich in einem Topf zerlassen und die kleingeschnittenen Zwiebeln,  den gehackten Knoblauch angeschwitzt. Anschließend habe ich das Mehl übergestäubt und ebenfalls unter Rühren angeschwitzt. Nun habe ich die Hälfte der Brühe und die Sahne dazu gegossen, habe alles unter Rühren aufkochen lassen und dann weitere fünf Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Die Kräuter habe ich mit der restlichen Brühe in einen Mixer gegeben und fein püriert. Die pürierten Kräuter habe ich anschließend in den Topf gegeben, habe alles kurz aufwallen lassen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abgeschmeckt.

Weißbrot habe ich entrindet, in Würfel geschnitten und in einer Pfanne mit etwas Butter  zu Croutons geröstet.

Die erste Frühlings-Wildkräuter-Suppe dieses Jahres in hübsche Suppentassen füllen und mit den Blüten der Gänseblümchen und den Croutons anrichten. Ein wahrer Genuss, garantiert!

Wilde Kräuter in der Suppe

Diese Frühlingssuppe ist etwas für die Seele.

Erst mal kleine Brötchen backen

Frühstücksbrötchen

Sie sind schnell zubereitet, gebacken, verspeist und so köstlich, die kleinen Sonntagsbrötchen.

 

Richtig! Jeder fängt mal klein an. Das Rezept habe ich von meiner Tochter mitgebracht, die mir diese leckeren Brötchen zum Frühstück gebacken hatte. Und ich habe sie auch gebacken, die kleinen, frischen und knusprigen Sonntagsbrötchen. Es gelang mir sehr vortrefflich. Auf unserem Sonntagsfrühstückstisch verströmten sie ihren köstlichen, unnachahmlichen Duft und warteten darauf verspeist zu werden. Ich kann versichern, dass alle Brötchen restlos verspeist wurden und kein Krümelchen übrig geblieben ist.

Zutaten:

  • 400 g Weizenmehl
  • 100 g Roggenmehl
  • ½ Würfel Hefe
  • 2 TL Salz
  • 340 ml  Wasser, lauwarm

Zubereitung:

Alle Zutaten in eine  Schüssel geben und mit den Knetstäben des Handmixers drei Minuten kräftig verrühren. Die Schüssel mit einer Klarsichtfolie abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen und gehen lassen. Den Teig etwa 30 Minuten vor dem Frühstück aus dem Kühlschrank holen. Folie abnehmen und den wunderbar gegangenen Teig mit etwas Mehl bestreuen. Ein Ofenblech mit Backpapier auslegen. Mit zwei Esslöffeln werden nun etwa 9-12 Teighäufchen auf dem Blech verteilt. Der Teig muss nicht akkurat geformt sein. Die Brötchen werden nun etwa 20 Minuten bei 250° Celsius knusprig gebacken.

Köstlich duftende Brötchen

Diese Brötchen mit etwas Butter und Imkerhonig bestrichen…köstlich.