Buttercremetörtchen wie anno dazumal

015.JPG

Früher – in den 50iger und 60iger Jahren – waren die Torten mit viel Buttercreme sehr beliebt. Sie sind zwar fast aus der Mode gekommen, aber immer noch sehr lecker. Ich wette mit euch, dass, wenn ich solch ein kleines Törtchen samstags auf meine Kaffeetafel stelle, jeder begeistert sein wird. Es ist Fest für die Sinne! Natürlich gibt es nur ein kleines Stückchen, denn sonst werden die Hüften ja gleich runder. Aber das kleine, runde Stück mit seinem wunderbaren Geschmack genügt vollkommen. Dazu serviere ich einen von Hand gefilterten Kaffee in einer angewärmten Porzellankanne. Einfach mal eine kleine Sünde genießen!

 

Rezept für 6 Personen

Zutaten für den Teig:

2 Eier

150 g Zucker

200 g Mehl

100 g Schmand

70 g flüssigen Honig

1 vorgegarte rote Bete

70 g gehackte Walnüsse

1 TL Natron

½ TL Zimt

 

Zutaten für die Creme:

200 g weiche Butter

½ Dose russische, gezuckerte Kondensmilch (z.B. Dovgan)

1 TL Kurkuma für die gelbe Farbe

Einige Tropfen Vanillearoma

 

Zubereitung:

Die Eier mit dem Zucker schaumig rühren. Anschließend Schmand, Honig und Zimt unter die Eiermasse rühren, die Rote Bete pürieren und ebenfalls unterheben. Darauf das Mehl sieben und die gehackten Mandeln zufügen und alles gut mischen.

Eine runde Backform einfetten und den Teig einfüllen.

Im vorgeheizten Backofen bei 180° C etwa 12-15 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.

Inzwischen die weiche Butter mit der gezuckerten Kondensmilch und dem Vanillearoma schaumig schlagen.

Aus dem abgekühlten Tortenboden mit Hilfe von Servierringen Böden ausstechen. Die Böden im jeweiligen Ring lassen, die Buttercreme einfüllen und glatt streichen. Übrig gebliebenen Tortenboden – nach dem Ausstechen – zerkrümeln und auf die Creme streuen. Die Törtchen mit Ring in den Kühlschrank stellen und fest werden lassen.

Danach den Kuchen mit einem in heißes Wasser getauchten Messer vom Ring lösen, auf einem Teller drapieren. Ich habe das Küchlein mit Pistazien, Minzblättchen, Himbeeren, Vanillesoße angerichtet. Es sind auch viele andere Verzierungen denkbar, z.B. Zuckerstreusel, Schokoladenstreusel oder karamellisierte Walnüsse.

Ich wünsche gutes Gelingen!

 

Advertisements

Brisoletten auf Zwiebelkartoffeln

 

Bouletten und Zwiebelkartoffeln .JPG

Heute widme ich mich mit meinem Gericht insbesondere der Kartoffel.  Es braucht schon viel Fantasie diese kleine, runde Knolle schmackhaft und immer wieder anders auf den Tisch zu bringen.

Außer Salzkartoffeln, Bratkartoffeln, Kartoffelsalat, Klöße und Kartoffelpüree gibt es unzählige Möglichkeiten die Kartoffel auf dem Teller in Szene zu setzen. Für mich sind auch die vielen Kartoffelsorten, ob gelb, rotschalig, blau, alte, bewährte Sorten oder Neuzüchtungen mit ihren unterschiedlichen Geschmäckern äußerst interessant. Leider wird man vor Ort nicht immer fündig, wenn man auf der Suche nach einer bestimmten Kartoffelsorte in den Supermarkt geht. In Zeiten des Internets ist es aber keine Hürde auch kleine Mengen einer oder mehrerer Kartoffelsorten bei Hofbauern zu kaufen.

Bereits im Reich der Inkas fand die Kartoffel mit vielen Sorten ihre Verwendung. Vor einigen hundert Jahren fand die Kartoffel auch ihren Weg nach Europa. Hier wurde sie lange als Zierpflanze auf Schlössern und Burgen angebaut. Heute wollen wir die Kartoffel in unserem Leben nicht mehr missen. Gesund und mit vielen Nährstoffen sowie wenigen Kalorien ist sie auf unseren Tellern immer wieder willkommen!

 

Für 4 Personen

Zutaten für die Zwiebelkartoffeln:

  • 600 g Kartoffeln
  • 3 große Zwiebeln, 1 kleine Zwiebel
  • 50 g Butter
  • 20 g Mehl
  • 200 ml Brühe
  • 200 ml Milch
  • Salz, Pfeffer, Schnittlauch

Zutaten für die Bouletten:

  • 500 g Gehacktes
  • 3 EL Semmelbrösel für das Gehacktes
  • 4 EL süße Sahne
  • 1 Zwiebel
  • 1 Ei
  • Pfeffer, Salz, Hackfleischgewürz mit Piment, Koriander, Nelken, Muskat, Zimt
  • Semmelmehl für die Panade
  • Öl zum Braten
  • Butter zum Braten

 

Zubereitung der Zwiebelkartoffel:

Kartoffeln in Salzwasser etwa zwanzig Minuten garen, abschälen und die Kartoffeln in dünne Scheiben schneiden. Die Butter in einer Pfanne schmelzen, die Zwiebelwürfel anschwitzen, das Mehl überstäuben und gut verrühren. Milch und Brühe dazu geben und kurz aufkochen lassen. Die Kartoffelscheiben in der Soße durchziehen lassen und mit Salz, Pfeffer und Schnittlauch abschmecken.

Zubereitung der Brisoletten:

Eine kleine Zwiebel in Würfel schneiden, in etwas Butter goldgelb anschwitzen. Gedünstete Zwiebelwürfel zum Gehackten geben und mit Ei, Sahne, den Semmelbröseln und Gewürzen gut mischen. Daraus kleine Brisoletten formen und in Semmelbrösel wälzen. Im heißen Öl, dem ich etwas Butter zugesetzt habe, wurden sie bei mittlerer Hitze goldgelb braten. Die Brisoletten während des Bratvorgangs soufflieren, das heißt immer wieder mit dem Öl-Butter-Gemisch beträufeln. So werden die Brisoletten super köstlich!

Angerichtet habe ich die Brisoletten mit Gewürzgurkenwürfelchen und Rote-Bete-Creme auf den Zwiebelkartoffeln. Kresse, Borretschblüten und ein Mangosößchen runden mein Gericht ab. Für die Mangoße habe ich frische Mango püriert und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.  Guten Appetit!

Ziegenfrischkäse in der Feige mit einer knusprigen Brot-Ducca-Mischung und Bacon

Ziegenfrischkäse in der Feige mit einer knusprigen Brot-Ducca-Mischung .JPG

Der kleine Muck war auf der Suche nach dem Kaufmann, der das Glück zu verkaufen hat. Hungrig und erschöpft vom weiten Weg  hatte er keine Kraft mehr weiterzugehen. An einer Oase legte er sich nach langer Wegstrecke unter einen Feigenbaum. Just in diesem Moment fiel eine köstliche Feige herab. Er aß sie und plötzlich wuchsen ihm Eselsohren und eine lange Nase.

Wer das Märchen von Wilhelm Hauff kennt weiß, dass sich für den kleinen Muck alles zum Guten wendet! Nach dem gestrigen Genuss der Feigen sehe auch ich noch so aus wie vorher! Glück gehabt!

Rezept für 2 Personen

Zutaten:

  • 4 frische Feigen
  • 100 g Ziegenfrischkäse
  • 100 g Bacon
  • 4 Stück Walnusshälften
  • 200 g Mischbrot
  • 20 g Ducca – eine Nuss-Gewürzmischung
  • Öl, Butter, Honig, Salz, Pfeffer
  • Blattpetersilie, frischer Rosmarin

Zubereitung:

Feigen vorsichtig abwaschen, trocken tupfen und kreuzweise einschneiden. Nicht zu tief schneiden sonst fallen die Feigen auseinander. Feigen am unteren Ende mit beiden Händen fassen und drücken. So öffnen sich die Einschnitte der Feigen und man kann sie mit dem Frischkäse füllen.

Butter in eine Pfanne geben, schmelzen  und die Walnusshälften dazu tun. Die Nüsse mit etwas Honig beträufeln und kurz karamellisieren lassen. Auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

Bacon in einer Pfanne mit wenig Butter langsam kross braten und auf Küchentuch abtropfen lassen.

In der gleichen Pfanne das klein geschnittene Mischbrot, welches zuvor mit Ducca vermischt wurde, unter mehrmaligen Wenden knusprig braten. Beim Braten eventuell noch etwas Butter zugeben. Nach etwa fünf Minuten Bratzeit die Brotwürfel ebenfalls auf Küchentuch abtropfen lassen und mit Salz und Pfeffer würzen. Vorsichtig mit Salz und Pfeffer umgehen, da Ducca bereits gewürzt ist.

Die gefüllten Feigen mit einer karamellisierten Walnusshälfte belegen, mit fein gehacktem Rosmarin bestreuen, auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech setzen und 2-3 Minuten unter dem Grill erwärmen. Der Frischkäse sollte leicht cremig sein.

Feigen auf einem Teller mit der Brot-Ducca-Mischung, dem Bacon und etwas Petersilie anrichten.

Tipp:

Die Nuss-Gewürz-Mischung Ducca kann man fertig kaufen. Ich habe natürlich meine eigene Ducca-Mischung selbst gemacht. Ehrensache! Für alle die, die Ducca selbst machen wollen, nachfolgend meine Mischung. Das Mischungsverhältnis ist jedem selbst überlassen. Ich denke, dass 20-30 g pro Zutat für den Anfang ausreichend sind. In einem Schraubglas hält sich Ducca gut.

Walnusskerne, Kürbiskerne, Pinienkerne, Sonnenblumenkerne, schwarzer Sesam, Kreuzkümmel, Koriander und Schwarzer Pfeffer werden nacheinander in einer beschichteten Pfanne ohne Fett geröstet. Was für ein köstlicher Duft! Anschließend werden die Zutaten in einem Mörser zerstoßen. Alle Zutaten nach dem Mörsern gut vermischen, mit etwas Salz und Zimt würzen und in ein Schraubglas geben.

Ducca kann auch als Topping für Suppen, Salate, Dressings, als Kruste oder Panade für Fleisch, Fisch und Geflügel verwendet werden.

Cremiges Kartoffelsüppchen von der blauen „Bleue de la Manche“

 

Kartoffelsuppe von der Bleue de la Manche-001

Kartoffelsorten gibt`s ja viele und zwar festkochende, mehlige, köstliche, Landsorten, Gourmetkartoffeln, Standardsorten, blaue, gelbe, rote, nussig schmeckende, alte Sorten, Neuzüchtungen, Kartoffelraritäten, seltene Sorten und viele andere mehr.

Man kann sie kochen, braten oder als Püree, Auflauf, Kloß, Salat auf die vielfältigste Art zubereiten. Reich an Nährstoffen ist sie schmackhaft, sättigend und preiswert. Kurzum die Kartoffel ist aus unserem Speiseplan nicht mehr wegzudenken.

Von einem Kartoffelhof mit über hundertjähriger Tradition habe ich mir die blaue „Bleue de la Blanche“ bestellt. Die seltene Sorte kam im 16. Jahrhundert nach Europa. Im Norden Frankreichs, der Normandie,  wurde sie seither kultiviert, geriet in Vergessenheit und wird heute wieder angebaut. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass diese Kartoffel äußerst köstlich und cremig ist.   Daraus habe ich ein leckeres Kartoffelsüppchen gezaubert.

 

Rezept für zwei Personen

Zutaten für die Suppe:

300 g blaue Kartoffeln

1 rote Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 Stück frischen Ingwer, etwa 1 Zentimeter

50 g fetten Speck

300 ml Gemüsefond

50 ml Sahne

Einige Tropfen Zitronensaft

Etwas Butter

Majoran, Muskat, Lorbeerblatt, Salz, Pfeffer, Zucker, Ducca- eine geröstete Nuss-Gewürzmischung

 

Zutaten für die Crostinis:

1 Baguette

50 g Gorgonzola

Frische Birnenscheiben

Kräuter

 

Zubereitung:

Speck klein schneiden, Zwiebel und  abziehen und würfeln, Kartoffeln schälen und ebenfalls in Würfel schneiden. Ingwer und Knoblauch schälen.

Eine Kartoffel schälen, in Scheiben schneiden, mit Olivenöl bestreichen, mit grobem Salz bestreuen und bei 180 °C etwa 10 Minuten knusprig backen.

Etwas Butter in einen Topf geben und zerlassen. Darin die Speckwürfel glasig auslassen und Zwiebel kurz dünsten. Kartoffelstücke im Zwiebel-Speckgemisch fünf Minuten braten und den Majoran kurz dünsten.  Anschließend den Fond, die Sahne, das Lorbeerblatt, geriebenen Ingwer, geriebenen Knoblauch zugeben und die Suppe etwa 20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.  Die Suppe pürieren und mit  Salz, Pfeffer, Zucker, Muskat und einigen Tropen Zitronensaft abschmecken.

Milchschaum zubereiten.

Baguette in Scheiben schneiden, mit Olivenöl beträufeln und im Ofen bei etwa 100 °C auf Backpapier in etwa 5 bis 8 Minuten rösten. Aufpassen, denn die dünnen Scheiben werden schnell zu braun. Crostinis abkühlen lassen. Mit etwas Gorgonzola, frischen Birnenstücken und Kräutern anrichten.

Die Suppe habe ich mit Ducca bestreut und etwas Milchschaum gekrönt. Dazu die Käse-Birnen-Crostinis anrichten und mit Kräutern garnieren. Köstlich!

 

Austernseitlinge im Burger mit Barbecue-Soße

Burger mit Austernseitling und Barbecue-Sauce

So, nun bin ich wieder da und werde mich wieder dem Kochen widmen. Meine zweite Leidenschaft, das Malen, hatte mich in den letzten Wochen sehr in Anspruch genommen. Neben der Malerei habe ich eine Ausstellung einschließlich Vernissage im Bestehornhaus Aschersleben vorbereitet. In Einzelausstellungen konnten wir Schwestern in den letzten Jahren die Bilder beispielsweise in Halle, Leipzig, Greiz, Naumburg, Weißenfels, Karlsruhe, Freyburg und Frankfurt/Main zeigen. Mit meinen zwei malenden, kreativen Schwestern haben wir erstmals eine gemeinsame Ausstellung gestaltet. Ein tolles Erlebnis, welches lange im Gedächtnis bleiben wird.

Herbstzeit ist Pilzsammelzeit.

Schon als Kind war ich in den Wäldern südlich von Berlin eine emsige Pilzsucherin. Jedes Jahr in den Ferien waren meine Geschwister und ich bei den Großeltern. Eine schöne Zeit, an die ich heute noch gern zurückdenke. Einige hundert Meter vom kleinen Bauerngehöft der Großeltern entfernt begann der Wald. Zur Pilzzeit bekamen wir vom Großvater morgens kleine Spankörbe in die Hand gedrückt und los ging`s. Großvater hat uns gelehrt wo man suchen muss und welche Pilzsorten essbar sind.  Die typischen trockenen Sandböden der Wälder, die einen Baumbestand aus überwiegend Kiefern hatten, ließen Unmengen von Pfifferlingen sprießen. Den holzigen, harzigen und frischen Geruch dieser Wälder kann ich noch heute aus meinem Gedächtnis abrufen. Natürlich fanden wir auch Steinpilze, Maronen, Birkenpilze und andere Sorten. Die Liebe zum Sammeln, Putzen und Zubereiten  von Pilzen wurde damals in frühen Kindertagen geweckt und hält bis heute an.

Heute stelle ich  ein Rezept vor, bei dem ich Austernseitlinge aus regionaler Zucht verwendet habe.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

  • 500 g Austernseitlinge
  • 1 Zwiebel
  • 100 g Bacon
  • 2 EL Öl
  • 200 g SalaRico-Salat – eine Kreuzung aus Eisberg- und Römersalat
  • 4 Bauernbrötchen
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Schwarzbier
  • 2 EL Balsamico-Creme
  • 2 EL Ketchup
  • 2 EL Senf
  • Pflaumenarmelade

 

Zubereitung:

Austernseitlinge putzen, in  Streifen schneiden, im heißen Öl anbraten und zehn Minuten dünsten.

Inzwischen die Barbecue-Soße zubereiten. Dafür die Zwiebel in kleine Würfel schneiden, in einen Topf mit etwas Öl geben  und goldgelb dünsten.  Anschließend die Gemüsebrühe und das Schwarzbier auffüllen und fünf Minuten köcheln lassen. Balsamico-Creme, Ketchup und Senf dazu geben. Die Soße nochmals kurz köcheln lassen, eventuell etwas reduzieren lassen und mit dem Mixstab cremig mixen. Mit Pflaumenmarmelade abschmecken.

Baconstreifen in etwas Öl knusprig braten und auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

Salat waschen, trocken schleudern und in Streifen schneiden.

Die gebratenen Austernseitlinge mit der cremigen Soße mischen.

Bauernbrötchen aufschneiden. Salatstreifen und die Pilze in BBQ-Soße auf der unteren Brötchenhälfte verteilen. Darauf gehört der knusprige Bacon und die andere Hälfte des Brötchens.

Eine leckere Variante für einen köstlichen und herzhaften Burger.

 

Rote-Bete-Risotto mit Ziegenkäse und Zimt-Ducca von der Schweizer Sterneköchin Tanja Grandits

Rote-Bete-Risotto mit Ziegenkäse und Zimt-Ducca.JPG

Die Schweizer Zwei-Sterne-Köchin Tanja Grandits erkochte sich mit ihrem Team 18 Gault-Millau-Punkte. Sie wurde vom „Guide Michelin“, dem weltweit renommierten Restaurantführer,  mit dem „2017 Michelin Switzerland Female Chef Award“ ausgezeichnet. Ihre Gerichte bestechen durch äußerst reizvolle Farbkontraste, Hauptfarben je Gericht sowie  Hauptaromen. Bei ihren Kochkünsten dreht sich alles um Farben, Gewürze und Kräuter. So werden Lebensmittel mit gleichen Farben zur raffinierten Arrangements vereint.

Zimt-Ducca ist eine köstliche, äthopische Gewürzmischung, die man sehr vielseitig verwenden kann. Zum Beispiel findet Ducca als Gewürz oder als Panade für Fleisch, Hackfleisch, Geflügel und Fisch Verwendung. Äußerst köstlich!

Tanja Grandits Rote-Bete-Risotto mit Ziegenkäse und Zimt-Ducca habe ich nachgekocht und finde, dass es ein sehr köstliches Gericht ist. Ich werde es wieder einmal zubereiten!

Ein Rezept der Sterneköchin Tanja Grandits aus dem „Restaurant Stucki“ in Basel.

Quelle: Worldsoffod

 

Zutaten für 2 Personen

 

Zutaten für das Rote-Bete-Risotto:

1 Rote Bete, vorgegart

2 Schalotten, gewürfelt

2 EL Olivenöl

250 g Risotto-Reis

1 Lorbeerblatt

100 ml Weißwein

50 ml Rote-Beete-Saft

500 ml Gemüsefond

40 g Butter

50 g Ziegenkäse, zerbröselt

Salz, schwarzer Pfeffer

Rote-Bete-Kresse

 

Zutaten für Zimt-Ducca:

8 EL Sesam

4 EL Koriander

2 EL Kreuzkümmel

1 TL schwarzer Pfeffer

6 EL Haselnüsse

½ TL Zimt

2 EL Fleur de Sel

 

Zubereitung:

Rote Bete in gleichmäßig große Würfel schneiden. Schalotten ebenfalls in feine Würfel schneiden und in Butter glasig dünsten. Risotto-Reis zugeben, umrühren und den Reis bei mittlerer Hitze glasig werden lassen. Den Reis mit Wein ablöschen und einköcheln lassen. Nach und nach den Fond aufgießen bis die Flüssigkeit fast gänzlich aufgesogen ist. Den Reis bei diesem Vorgang ständig umrühren. Das Risotto ist nach etwa 12-15 Minuten bissfest und fertig.

Sesam, Koriander, Kreuzkümmel, gemörserter schwarzer Pfeffer und Haselnüsse in einer Pfanne ohne Öl leicht rösten und mit den anderen Zutaten für das Zimt-Ducca vermischen.

Rote-Bete-Würfel, Butter, ein Drittel des Ziegenkäse unter den Reis heben und mit Salz und gemörsertem schwarzem Pfeffer abschmecken.

Risotto in tiefen Tellern anrichten mit dem restlichen Ziegenkäse und dem einzigartigen Zimt-Ducca bestreuen. Das Gericht mit der Rote-Bete-Kresse garnieren und das himmlische Gericht genießen.

Ganz besonders Spaß gemacht hat es mir Ton in Ton zu kochen, da ich ja auch in meinem anderen Hobby leidenschaftlich gern mit Farben umgehe. Von Zeit zu Zeit nehme ich Pinsel und Farbe zur Hand und kreiere Neues auf Aquarellpapier und Leinwand.

Mit Sicherheit werde ich weitere farbintensive Gerichte von Tanja Grandits ausprobieren, denn es macht Spaß so farbenfroh zu kochen.

 

 

Beeriger Sommertraum

Druck-Heidelbeertörtchen mit Rose.JPG

Der Sommer bietet im Juli rote, blaue, gelbe und grüne duftende Beeren in Hülle und Fülle. Farbenpracht wohin man schaut. Man kann jetzt aus dem Vollen schöpfen und  viele gesunde Vitamine naschen. Wohl dem, der ein kleines Gärtchen sein eigen nennt.  Also habe ich meinen kleinen, beerigen Sommertraum am vergangenen Sonntagvormittag zubereitet. Kekse, Beeren und Mascarpone waren  vorrätig und die anderen Zutaten sowieso. Die Zubereitungszeit hält sich in Grenzen, da die Köstlichkeiten nicht gebacken werden müssen. Gut gekühlt sind die kleinen Küchlein ein delikater Sommertraum. Am sonnigen Sonntagnachmittag zierten die Beerentörtchen unsere Kaffeetafel und mundeten gar köstlich.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

  • 250 g Mascarpone
  • 300 g TK-Heidelbeeren
  • 200 g Schokoladenkekse
  • 100 g Butter
  • 1 Päckchen Gelatine oder Agar Agar – ein pflanzliches Geliermittel
  • Frische Beeren, zum Beispiel Heidelbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren
  • Milch, Sahne, Zimt, Puderzucker, Minzblätter

 

Vier Anrichtringe – Durchmesser 8 Zentimeter – innen mit zerlassener Butter dünn bestreichen und auf einen Teller stellen. Kekse zerkrümeln, mit der zerlassenen Butter und etwas Zimt gut vermischen. Die Keksmasse wird auf die vier Ringe verteilt und gut festgedrückt. Kühl stellen.

Inzwischen werden die TK-Heidelbeeren aufgetaut und püriert. Mascarpone, etwas Puderzucker und die pürierten Heidelbeeren gut verrühren.  Gelatine oder Agar Agar nach Vorschrift auflösen und zur Heidelbeercreme geben. Ich habe Agar Agar verwendet. Dadurch bekommt die Füllung einen festen Stand. Die Förmchen vor dem Weiterverarbeiten im Kühlschrank eine Stunde kalt stellen.

Anschließend die Förmchen aus dem Kühlschrank nehmen. Verschiedene Beeren darauf verteilen. Klaren Tortenguß nach Vorschrift zubereiten und über die Beeren verteilen. Küchlein nochmals kurz in den Kühlschrank stellen damit der Tortenguß fest wird.

Mit einem Tupfer Sahne, Beeren und Minzblätter anrichten und einen Sommertraum langsam genießen.

 

Kleine Pawlowa mit köstlichen Erdbeeren

Erdbeer-Pavlova.JPG

Bald  geht die verlockende Erdbeerzeit zu Ende. Die frischen, roten und unnachahmlich duftenden Beeren habe ich vor einigen Tagen für eine absolute Köstlichkeit verwendet. Wer das Rezept mal ausprobiert wird es garantiert wieder tun. Ein unwiderstehlicher Genuss für die eigene Familie, aber auch für Gäste eine willkommene Überraschung.

Ein kleines Baisertörtchen  habe ich mit weißer, selbst zubereiteter Schokoladencreme, frischen Erdbeeren und Sahnehäubchen gefüllt. Beim Anrichten habe ich eine verführerisch duftende rote Rose dazu gelegt.

Anna Matwejewna Pawlowa (Анна Матвеевна Павлова) war eine russische Meistertänzerin des klassischen Balletts. Sie wurde am 12.Februar 1881 in Sankt Petersburg geboren und starb am 23.Januar 1931 in Den Haag. Das Lieblingsgebäck der Australier und Neuseeländer ist die Pawlowa, eine Torte aus Baisermasse. Diese Süßspeise wurde ihr zu Ehren so benannt, nachdem sie 1926 und 1929 mehrfach in beiden Ländern als Tänzerin gastiert hatte.

Dieses Dessert hatte ich anläßlich des Kochwettbwerbes zum Thüringer Cookingpokal 2016 im Finale zubereitet.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

  • 3 Eiweiß, sehr gekühlt
  • 130 g Zucker
  • 2 TL Speisestärke
  • ½ heller Balsamico
  • Prise Salz
  • 200 g weiße Kuvertüre
  • 100 g Schlagsahne
  • 250 g Erdbeeren

 Zubereitung:

Das  Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen und dabei langsam den Zucker einrieseln lassen. Weiterschlagen bis eine glatte, feste, glänzende Masse entstanden ist.  Stärke auf die Eiweißmasse sieben, den Essig zufügen und alles gut unterheben.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Eischnee in einen Spritzbeutel füllen und vier Portionen auf das Backblech spritzen. Es müssen kleine Förmchen entstehen, die in der Mitte eine Vertiefung haben.  Im vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten bei 100°C trocknen lassen. Die Baiserschalen eventuell mit Folie abdecken, damit sie schön weiß  bleiben. Backofen nach der Zeit ausschalten und die Baisers über Nacht darin trocknen lassen.

Kuvertüre hacken und in der erwärmten Sahne schmelzen (nicht kochen!). Alles mit dem Schneebesen glatt rühren und über Nacht im Kühlschrank kalt stellen.

Die Schokoladensahne am nächsten Tag mit dem Schneebesen des Handrührgerätes cremig aufschlagen und  in die Baiserschalen geben. Darauf fächerartig geschnittene Erdbeeren verteilen.

Anrichten:

Pawlowas in die Mitte eines Tellers einsetzen und ringsherum etwas Erdbeerpüree verteilen. Auf eine Seite des Tellers eine rote Rose legen, die sich auf Minzblättern befindet. Auf der anderen Seite der Pawlowa eine Erdbeere, die im Kochwettbewerb einen Hauch von Blattgold erhalten hatte, dekorieren.

 

Ana Roš – Weltbeste Köchin wurde in Melbourne mit „World’s Best Female Chef“ Award 2017 geehrt

Ravioli mit geräuchertem Aal, Gänseleber und fermentiertem Topfen.JPG

Die Spitzenköchin Ana Roš betreibt mit ihrem Ehemann das Restaurant „Hiša Franko“ aus Kobarid im Sočatal in Slowenien.

Durch den Restaurantführer „Gault&Millau 2017“ wurde das Restaurant mit zwei Hauben bewertet.

Die Spitzenköchin wurde 2017 Preisträgerin des diesjährigen „World’s Best Female Chef“ Awards. Diesen Preis konnte die Köchin im April 2017 in Melbourne im Rahmen der Zeremonie der „World’s 50 Best Restaurants“- Gala  in Empfang nehmen.

Diese außergewöhnliche und kreative Spitzenköchin hat meine uneingeschränkte Bewunderung gefunden, denn ohne kulinarische Ausbildung konnte sie mit ihren Kochkünsten internationale Aufmerksamkeit erwecken.

Das war für mich der Anlass ihr Rezept „Ravioli mit geräuchertem Aal, Gänseleber und fermentiertem Topfen“ nachzukochen. Mit großem Respekt habe ich das Rezept oft gelesen, verinnerlicht und schließlich die Zutaten besorgt. Manche Lebensmittel konnte ich frisch im Supermarkt kaufen, andere wiederum musste ich im Internet bestellen. So zum Beispiel waren die außergewöhnlichen Fenchelpollen, das  „Gewürz der Engel“, nur über das Internet zu bekommen.

Da ich Herausforderungen liebe, habe ich es gewagt mich auf diese kulinarische Aufgabe einzulassen.

Rezept für 4 Personen / nach einem Rezept von Ana Roš / Quellenangabe

Zutaten und Zubereitung:

Ravioliteig:

  • 250 g Semolina (italienisches Hartweizenmehl)
  • 90 g Vollei
  • 65 g Eigelb
  • 10 ml Olivenöl

Die Zutaten für die Ravioli werden in eine Schüssel gegeben und 10 Minuten lang gut verknetet. Anschließend den Teig zu einer Kugel formen, in Küchenfolie wickeln und 24 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Am nächsten Tag den Ravioliteig dünn ausrollen, in Quadrate teilen. Mit einem Teelöffel wird etwas von der Ravioli-Fülle auf den Teig gegeben. Die Ränder der Ravioli werden mit etwas kaltem Wasser bestrichen, zusammengefaltet und fest zusammengedrückt. Ravioli in einen Topf mit kochendem Salzwasser legen und für 10-12 Minuten köcheln lassen. Die Kochzeit richtet sich nach der Stärke des Nudelteiges. Am besten man macht eine Garprobe.

Geräucherter Aal-Fond:

  • 250 g Aal geräuchert
  • 50 g Schalotten
  • 25 g Lauch
  • 25 g Stangensellerie
  • 35 g Weißwein
  • 250 ml Wasser + Eiswürfel
  • Salz, weißer Pfeffer

Den geräucherten Aal filetieren und die Hälfte der Filets auf die Seite legen und im Kühlschrank bis zum Anrichten kühl stellen.

Die andere Hälfte des Aalfilets wird für die Ravioli-Fülle benötigt.

Zunächst werden die Aalabschnitte (Haut und Gräten) mit dem zerkleinerten Gemüse in einen Topf gegeben und leicht angeschwitzt, gesalzen und gepfeffert. Mit Weißwein ablöschen, Wasser und Eiswürfel dazugeben. Der Fond wird auf 125 ml eingeköchelt und anschließend durch ein feines Sieb passiert.

Ravioli – Fülle (flüssiger Kern):

  • 125 ml Räucheraal-Fond
  • 50 g mehlige kochende Kartoffeln in Salzwasser
  • 15 ml Kochwasser von den Kartoffeln
  • 80 g filetierter geräucherter Aal
  • 10 g Butter
  • 3 Blatt Gelatine

Zerdrückte Kartoffeln, Kartoffelkochwasser, Räucheraal, Räucheraal-Fond noch heiß in einen Mixer geben und mit der Butter fein mixen. 3 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen, gut ausdrücken, zur gemixten Masse geben, salzen, pfeffern und abgedeckt im Kühlschrank ruhen lassen.

Rote Bete Reduktion:

  • 250 ml Rote-Bete-Saft

Rote-Bete-Saft in einen Topf geben, bis auf 125 ml reduzieren und dann abkühlen lassen.

Gänseleber:

  • 80 g frische Gänseleber
  • Salz, Pfeffer

Gänseleber in dünne Scheiben aufschneiden und mit anrichten.

Quarkcreme:

  • 100 g Quark
  • 85 ml Sahne
  • 60 ml Milch
  • Salz

Alle Zutaten gut verrühren und  fein glatt mixen.

Auf jedem Teller werden je 3 gegarte Ravioli, das restliche Aalfilet, die dünn aufgeschnittene Gänseleber, hauchdünne Scheiben vom Apfel Granny Smith, Quarkcreme, einige Tropfen Rote-Bete-Reduktion, hauchdünn aufgeschnittener frischer Fenchel angerichtet.

Das Gericht wird nur mit Fenchelpollen auch „Gewürz der Engel“ genannt, Olivenöl und Salz gewürzt. Fenchelpollen sind ein sehr exklusives Gewürz, welches durch ein wundervolles Aroma besticht. Das außergewöhnliche Gewürz wird ausschließlich als Schlussgewürz verwendet. Eine köstliche Erfahrung für alle, die gerne in der Küche mal etwas Neues ausprobieren.

Dieses Rezept ist eine kulinarische Offenbarung mit feinstens abgestimmten Zutaten und Geschmacksnuancen.

 

 

Professionelles Food-Video-Seminar in der LECKER-Küche…ich bin dabei!

Steak mit Käse an Möhren-Kartoffel-Specksalat mit Petersilienöl

Gänsehaut pur! Heute bekam ich von der Lecker-Redaktion aus Hamburg die Nachricht, dass im großen Blogger-Rezeptwettbewerb mit COMTÈ mein Rezept ausgesucht wurde. Riesenfreude, denn ich fahre nach Hamburg!

Für den Wettbewerb konnte jeder Bewerber ein Rezept mit COMTÈ-Käse einreichen. Der Bergkäse kommt aus der französischen Region Franche-COMTÈ, wo er bereits seit Jahrhunderten hergestellt wird. Er ist von feinster Qualität mit kräftigem Aroma, der 36 Monate ausreift. Mit diesem köstlichen Käse habe ich ein leckeres Rezept – wie auf dem Foto ersichtlich – zubereitet. Das Rezept ist auf meinem Blog gespeichert.

Mit 9 anderen Teilnehmern darf ich in Europas größtem Studio für Food-Fotografie in Hamburg am Workshop teilnehmen. Food-Styling und der Dreh eines Food-Video werden uns an praktischen Beispielen erklärt.

Ein gemeinsames Abendessen wird diesen unvergesslichen Tag in Hamburg abrunden. Ich freue mich riesig auf dieses tolle Erlebnis und werde anschließend hier berichten!