Banitza – köstlich und knusprig

Die bulgarische Banitza hat mich am letzten Sonntag inspiriert, eine eigene Variation zu kreieren. Dieses Gebäck, für das man Blätterteig benutzt, kann man mit den verschiedensten Dingen füllen ob süß oder herzhaft. Sie gehört in Bulgarien zum Weihnachts- und Neujahrsessen. In Kürze werde ich eine herzhafte Banitza ausprobieren, die ich mit Gehacktem oder Feta und Spinat fülle. Dazu passt sehr gut Joghurt mit frischen Kräutern und Tomatensalat. 

Ich hatte mich für eine süße Kuchenversion entschieden, da Süßigkeiten wie beispielsweise Gebäckkugeln mit der Milch-Haselnuss-Creme-Füllung, Konfekt und Schokolade vom Weihnachtsfest übrig waren.

Zutaten:

  • 1 Rolle Butter-Blätterteig
  • 200 g Gebäckkugeln
  • Butter
  • Schokolade
  • Konfekt
  • Himbeeren
  • Puderzucker
  • Haselnusskrokant
  • Zitronenmelisse

Zubereitung:

Zunächst habe ich Schokolade im Wasserbad geschmolzen und in einen Spritzbeutel gefüllt und eine ganz feine Öffnung am unteren Ende geschnitten. Dir flüssige Schokolade spritze ich auf einen Bogen Backpapier und ließ die Schokolade 10 Minuten trocknen. Danach stach ich mit einem Ausstechring Kreise aus und ließ diese im Kühlschrank fest werden.

Frische Himbeeren spülte ich kurz ab, vermischte sie mit Puderzucker und pürierte sie cremig. Anschließend gab ich das Püree durch ein feines Sieb, um die Kerne zu entfernen.

Eine Rolle frischen Butterblätterteig hatte ich im Kühlschrank. Den Blätterteig habe ich längs in drei große Streifen geschnitten, mit flüssiger Butter bestrichen und mit Krokant bestreut. In die Mitte eines jeden Streifens legte ich die kleinen Gebäckkugeln und bestrich die Ränder mit verquirltem Eigelb. Anschließend formte ich jeden Blätterteigstreifen zu einer Rolle, die dann zu einer verbunden wurden.

Eine Springform habe ich leicht mit flüssiger Butter ausgestrichen. Die Rolle kam nun spiralförmig in die Backform, wurde mit verschlagenem Eigelb bestrichen, mit Krokant bestreut und 20 Minuten bei 220 °C gebacken.

Nach dem Abkühlen schnitt ich die Banitza in Stücke und dekorierte diese einzeln mit dem Konfekt, den Schokoladen-Dekorationen und Haselnusskrokant. Einige Tupfer Erdbeerpüree und Blättchen der Zitronenmelisse rundeten zum Schluss das Bild ab.

Guten Appetit!

Gebackener Camembert mit Kürbis-Reis-Arancini, violettem Püree und Pflaumensoße

Gebackener Camembert, der warm aus dem Ofen kommt und köstlich duftet, ist eine delikate Speise. Besonders gut passt zum cremig-würzigen Käse eine fruchtige, dezent süße Pflaumensoße. Die Pflaumen habe ich mit selbst gemachten Kiefern-Zapfen-Honig karamellisiert, welcher den Früchten einen besonders aromatischen Geschmack verleiht. Dafür habe ich im Frühjahr junge grüne Kiefern-Knospen gesammelt und mit Zucker zu Honig eingekocht.

Zum gebackenen Käse habe ich Kürbis-Reis-Bällchen mit fein, geriebenen Parmesan gemacht. Für einige weitere Farbtupfer auf dem Teller, kochte ich aus der violetten Kartoffel Blaue St. Galler ein seidiges Kartoffelpüree. 

Alles zusammen habe ich auf dem Teller mit einigen Scheiben von Schwarzen Nüssen und einigen Blättern Zitronenmelisse arrangiert.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

  • 4 Back-Camembert
  • 400 g Hokaido-Kürbis
  • 100 g Basmatireis
  • 200 g Blaue St.Galler
  • 500 g Pflaumen
  • 2 Knoblauchzehen
  • 50 g Parmesan
  • 1 Zwiebel
  • 2 Eier
  • Salz
  • Mehl, Semmelbrösel, Frittieröl, Milch, Butter, Honig oder brauner Zucker, Rotwein, Orangensaft

Zubereitung:

Kartoffeln waschen, schälen und in Stücke schneiden. In einem Dämpfeinsatz mit Salzwasser etwa 20 Minuten garen. Durch das Dämpfen bleibt die schöne violette Farbe erhalten. Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse geben. Mit Butter, heißer Milch cremig rühren und mit Salz würzen. Abschließend das Püree durch ein Sieb geben und warmhalten. So erhält man eine feine, seidige Konsistenz.

Kürbis waschen, halbieren, das Innere entfernen und in Stücke schneiden. Kürbis in Salzwasser etwa 20 Minuten weichkochen, abgießen, pürieren und beiseitestellen. Reis in kochendem Salzwasser ungefähr 10-12 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln lassen, abgießen und ausdämpfen.

Zwiebel und Knoblauch schälen, fein hacken und in etwas Öl kurz dünsten. Kürbispüree und Reis dazugeben, nochmals ganz kurz dünsten, den Parmesan unterrühren, abschmecken und die Masse abkühlen lassen. Nach dem Abkühlen mit einem Eisportionierer Masse entnehmen und Kugeln formen. Dadurch erhält man Arancinis von nahezu gleicher Größe. Die Bällchen in Mehl, geschlagenem Ei und Semmelbrösel wenden und in einem Topf mit heißem Öl oder in einer Fritteuse goldgelb ausbacken und warmhalten.

Pflaumen waschen, entkernen, vierteln und in etwas Honig und Butter karamellisieren. Mit etwas Rotwein und Orangensaft ablöschen und die Pflaumen kurz dünsten. Pflaumen herausnehmen. Die Soße mit etwas Stärkemehl binden, nochmals abschmecken und die Pflaumen wieder zur Soße geben.

Auf jedem Teller einen gebackenen Camembert, zwei Arancinis, einige Tupfer vom violetten Püree und Pflaumensoße anrichten. Mit Zitronenmelisse und einigen Scheiben von den Schwarzen Nüssen garnieren.

Guten Appetit!

Schätzchen mit Mandelkern

Nun leuchten wieder die Kerzen, Tannengrün verbreitet einen wunderbaren holzigen Wohlgeruch und ein leckerer Duft nach frisch gebackenen Plätzchen zieht durch die Räume.

In diesem Jahr habe ich meinen Backstube relativ spät geöffnet. Es ist wieder die schöne, arbeitsaufwändige  Zeit der Weihnachtsbäckerei. Dazu gehören köstliche Plätzchen in verschiedenen Varianten. Bevor es so richtig gemütlich werden kann, mache ich mich dann mal an das Backen der Plätzchen. Alle Zutaten stehen in der Küche bereit und es riecht lecker nach Zimt, Kardamom, Vanille, Zitrone und anderen Backzutaten.

Heute stelle ich leckere Plätzchen mit Schokolade und Mandelkernen vor. Sie sind einfach herzustellen. Man braucht nur etwas Fingerspitzengefühl beim Formen des Backwerks.

 Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 250 g Butter
  • 180 g Zucker
  • 2 Eier, Eigelb, etwas Milch
  • 1 Vanillestange oder Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • Süße Mandeln
  • 200g Schokolade

Zubereitung:

Butter,  Zucker, Ei schaumig rühren. Eine Prise Salz und eine ausgekratzte Vanilleschote dazu geben. Dann das gesiebte Mehl langsam  unterrühren und einen geschmeidigen Teig kneten. Den Teig in eine Folie wickeln und 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Backofen auf 180° C vorheizen. Das Backblech mit Backpapier auslegen. Arbeitsfläche emehlen  und den Teig dünn ausrollen. Plätzchen rund ausstechen. Ich habe einen Ausstecher mit gewelltem Rand verwendet. Ein Eigelb mit etwas Milch verquirlen. Etwas Eigelb in die Mitte eines jeden Plätzchens geben und eine geschälte Mandel drauf drücken. Das untere Teil des Plätzchens wird vorsichtig nach oben geschlagen und etwas fest gedrückt. Die obere Hälfte der Mandel muss zu sehen sein. Die Plätzchen mit etwas Abstand auf dem Blech verteilen und etwa 10 Minuten backen und abkühlen lassen.

Inzwischen die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Jedes Plätzchen wird mit dem unteren Teil in die Schokolade getaucht und zum Trocknen auf ein Gitter  gelegt. Wenn die Plätzchen fertig sind zum Aufbewahren in eine Blechdose geben und weit weg stellen, denn sonst sind sie bald verspeist.

Guten Appetit!

Matjesfilet mit milder Rauchnote, Rote Bete, Apfel und Weintrauben

Heute habe ich einen einfachen Salat zubereitet. Salate schmecken immer ob als Beilage, Vorspeise oder Hauptgericht. Und gesund sind sie allemal. Er sollte schnell auf dem Tisch stehen, bunt und frisch sein. Ich habe in meinen Kühlschrank reingeschaut, um zu sehen aus welchen Zutaten ich ihn wohl zaubern könnte. Aha… gestern hatte ich 2 Knollen Rote Bete gekocht und Matjesfilets mit Raucharoma, rote Weintrauben, ein roter Apfel, saure Sahne, Mayonnaise, frischer Dill lagen im Kühlschrank. Rote Zwiebeln befanden sich im Henkelkörbchen, Panko hatte ich auch vorrätig und Gewürze sowieso.

Aus diesen Zutaten zauberte ich eine von tausenderlei Salatvariationen. …und der Salat schmeckte köstlich.

Rezept für 2 Personen

Zutaten:

  • 300g – 400 g Matjesfilet mit Rauchnote
  • 200 g rote Weintrauben
  • 2 große Rote Bete
  • 1 Apfel
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 EL Mayonnaise
  • 2 EL saure Sahne
  • Dill
  • Panko
  • 1 EL Butter
  • Salz, Pfeffer
  • Essig, Öl
  • Etwas Zucker

Zubereitung:

Rote Bete mit Schale in kaltem Wasser waschen, in einen Topf mit Wasser geben und etwa 40 Minuten kochen. Kurz bevor die Kochzeit zu Ende ist wird Salz zugegeben. So bleibt die rote Farbe erhalten. Nach Ende der Kochzeit abkühlen lassen und schälen.

Beim Verarbeiten der Rote Bete Einmalhandschuhe tragen, denn sie färben sehr stark. Mit dem Hobel 12 hauchdünne Scheiben schneiden und die restlichen Rote Bete in Würfel schneiden. Aus Essig, Öl, Salz, Pfeffer und etwas Zucker eine Marinade zubereiten und die Rote Bete damit marinieren.

Den Apfel schälen und ebenfalls in Würfel schneiden. Die rote Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Weintrauben waschen.

Mayonnaise und saure Sahne mischen und in zwei Schüsselchen füllen. Eine Mayonnaise-Mischung mit etwas Rote-Bete-Saft färben. Jede Mischung in einen Spritzbeutel mit Tülle füllen und bis zum Verbrauch in den Kühlschrank legen.

Die Matjesfilets in mundgerechte Stücke schneiden.

Butter in einer Pfanne zerlassen und Panko darin knusprig rösten.

Beim Anrichten 6 hauchdünne Scheiben in einer Reihe überlappend auf den Teller legen. Darauf werden die Fischstücke, Rote-Bete-Würfel, Weintrauben, Apfelwürfel, Zwiebelringe angerichtet. Das rote und weiße Mayonnaise-Gemisch als Tupfen aufspritzen. Knuspriger Panko und frischer Dill  runden meine kleine Komposition ab. Wer mag kann dazu noch ein Stück knuspriges, frisches Brot essen.

Guten Appetit!



Kaiserfleisch mit Kiefernzapfenhonig karamellisiert, Weintrauben, Vitelotte-Noire-Püree und Tannenspitzen-Mixed Pickles

In unseren Wäldern kann man vieles entdecken was gut schmeckt. Bei meinem farbenfrohen Herbstgericht kamen heute, die im Frühling und Frühsommer gesammelten Früchte des Waldes auf den Teller. Einige händevoll maigrüne, zarte Tannenwipfel und frische, kleine Kiefernzapfen sammelte ich in diesem Jahr bei meinen Streifzügen durch Wald und Flur.

Die zarten Tannenwipfel hatte ich als saure, herbe Mixed Pickles mit Balsamico-Essig, Nelken, Wacholder, Piment und schwarzen Pfeffer eingelegt. Die gewaschenen, kleinen Kiefernzapfen kochte ich mit Zucker sirupartig zu einem Honig bis er eine purpurne Farbe angenommen hatte. Mit diesem Kiefernzapfenhonig habe ich das in Würfel geschnittene Fleisch karamellisiert.

Mein kleines Herbstgericht hat köstlich geschmeckt mit seinen unnachahmlichen Nuancen nach Wald und Tanne.

Rezept für vier Personen

Zutaten:

  • 600 g Kassler
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 50 g frischer Ingwer
  • 2 EL Kiefernzapfenhonig oder 100 g Zucker
  • 1 Sternanis
  • Sojasoße
  • Pfeffer
  • Salz
  • 200 g grüne Weintrauben
  • 2 Karotten
  • 500 g violette Kartoffeln
  • Butter
  • Milch
  • Öl
  • Tannenspitzen Mixed Pickles

Zubereitung:

Kassler in Würfel schneiden und in der Pfanne von allen Seiten anbraten. Kiefernzapfenhonig oder Zucker zugeben und das Fleisch damit unter Rühren karamellisieren. Die in Würfel geschnittenen Zwiebeln, Ingwer, kleingehackten Knoblauch und den Sternanis dazugeben und kurz mit dem Fleisch braten. Etwa 200 ml Brühe dazugeben und das Fleisch etwa 30 Minuten langsam schmoren. Mit Sojasoße, Salz und Pfeffer abschmecken.

Möhren waschen, schälen und mit dem Sparschäler längs Scheiben abschneiden. In kochendem Salzwasser kurz blanchieren, in kaltem Wasser abschrecken und in flüssiger Butter schwenken.

Weintrauben waschen, in kochendem Wasser kurz blanchieren, in kaltem Wasser abschrecken. So lässt sich die Schale der Weintrauben ganz leicht abziehen.

Die Kartoffeln waschen und mit Schale 20 Minuten in einem Topf dämpfen. So bleibt die schöne violette Farbe erhalten. Kartoffeln schälen, durch die Kartoffelpresse drücken. Mit heißer Milch, Butter und Salz vermischen und würzen. Wenn man das Püree anschließend durch ein Sieb gibt, erhält man ein wunderbares zartes, cremiges Kartoffelpüree.

So, nun sind alle Zutaten gekocht und man kann das leckere Gericht hübsch anrichten und mit Bedacht genießen.

Guten Appetit!

Leipziger Räbchen

Schon Goethe kannte sie. Leipziger Räbchen sind eine leckere Spezialität der Sächsischen Küche. Für die Leipziger Räbchen Dörrpflaumen ohne Kern verwendet, die mit einem Stückchen Marzipan gefüllt werden. Anschließend werden sie in einem Eierkuchen- oder Bierteig gewendet und im heißen Öl ausgebacken. Diese Leckereien – die man ohne großen Aufwand auf den Tisch zaubern kann – sollte man sich einfach nicht entgehen lassen!

Rezept für vier Personen

Zutaten für die Räbchen:

Zubereitung:

  • Dörrpflaumen
  • Marzipan
  • Butterschmalz
  • Süße Sahne
  • Frisches Obst

Zutaten für Bierteig:

  • 120 g Mehl
  • 1 Eigelb
  • 120 ml Bier
  • 20 g flüssige Butter
  • 1 geschlagene Eiweiß
  • 30 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • etwas abgeriebene Zitronenschale
  • Zimt
  • Butterschmalz

Mehl, flüssige Butter, Bier, Eigelb, Zucker, Salz zu einem glatten Teig errühren. Anschließend das geschlagene Eiweiß, Zimt und Zitronenschale unterheben. Den Teig ca. 30 Minuten quellen lassen. In die Mitte der Trockenpflaumen etwas Marzipan geben, die Pflaumen gut verschließen und zusammendrücken. Anschließend im vorbereiteten Bierteig wenden und im heißen Butterschmalz ringsherum goldgelb ausbacken.

Nach dem Backen in Zimtzucker wälzen oder mit Puderzucker bestäuben. Mit einem Klecks Sahne, Heidelbeerspiegel und frischen Früchten angerichtet, sind die Leipziger Räbchen noch warm genossen kleine Köstlichkeiten.

Guten Appetit!

Schweinefilet mit Rotwein-Trauben-Sauce und Austernpilzen

Stürme, Wind und Regen überziehen zurzeit unser Land. Die Tage werden kürzer, das Laub färbt sich goldgelb, tiefrot und fällt zu Boden. Der Herbst ist da! Wenn im Herbst die Tage kürzer, kühl und grau werden, brauchen wir hin und wieder Seelenwärmer. Wir machen es uns zu Hause in der warmen Stube wieder gemütlich! Zur Gemütlichkeit gehört es auch in der kalten Jahreszeit ein deftiges Essen und ein Glas besten Weines von Saale und Unstrut zu genießen.

Das rosa gebratenes Schweinefilet habe ich mit einer leckeren Traubensauce kredenzt. Verfeinert wurde die Sauce mit einigen Früchten des Herbstes. Rosafarbene Weintrauben, Nüsse, Feigen, Austernpilze und Gewürze wie Vanille, Sternanis, Piment, Chilipulver und Salbei rundeten den Geschmack des Filets ab.

Rezept für zwei Personen

Zutaten Schweinefilet:

  • 400 g Schweinefilet
  • Butterschmalz
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprika, edelsüß

Zubereitung Schweinefilet:

Das Filet mit kaltem Wasser abbrausen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Anschließend salzen, pfeffern und mit Paprikapulver würzen.

Butterschmalz in der Pfanne erhitzen. Darin das Filet von allen Seiten scharf anbraten. Danach im vorgeheizten Ofen bei 170-180°C bei Ober- und Unterhitze 12 Minuten fertig garen. Im Anschluss das Fleisch noch etwas ruhen lassen bevor es angeschnitten wird.

Zutaten Rotwein-Trauben-Sauce:

  • 400 g rosafarbene Weintrauben
  • 200 g Austernpilze
  • 1 große violette Zwiebel
  • 2 Feigen
  • 200 ml Rotwein
  • 300 ml Fleischbrühe
  • ½ Vanilleschote
  • 1 Sternanis
  • 3 Pimentkörner, grob zerstoßen
  • 1 Messerspitze Chilipulver
  • 3 Salbeiblätter
  • Minze
  • 50 g Nüsse
  • 1 EL brauner Zucker
  • 1 EL Honig
  • 1 EL
  • Pfeffer
  • Salz
  • Olivenöl

Zubereitung Rotwein-Trauben-Soße:

Zwiebel schälen und fein hacken. Pilze putzen und eventuell kleinschneiden, Weintrauben waschen und halbieren. In einer Pfanne das Öl erhitzen und kurz die Zwiebeln anschwitzen. Danach Pilze und Weintrauben dazugeben und unter Rühren kurz dünsten. Wein angießen, kurz köcheln lassen und dann die Brühe hinzufügen. Vanilleschote, Sternanis, Piment, Chilipulver, fein gehackte Salbeiblätter beimischen und alles bei mittlerer Hitze etwa 8 Minuten köcheln lassen. Nun die Nüsse, den braunen Zucker, Honig zugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und alles einige Minuten dickflüssig einköcheln lassen. Die Soße mit etwas in kaltem Wasser eingerührtem Stärkemehl oder mit eiskalter Butter binden. Nochmals eventuell mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Traubensoße auf den Teller geben, in Scheiben geschnittenes Filet darauf anrichten. Einige frische Weintrauben, Feigen, gebratene Austernpilze, Nüsse und Minze als Topping darüber geben. Sehr gut passt dazu Kartoffelpüree, Reis, Nudeln oder einfach ein paar Scheiben Ciabatta oder Toast.

Guten Appetit!  

Zweifarbige Blumenkohl-Cremesuppe gekrönt mit knusprigem Bacon und Croutons

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Die Suche nach buntem Blumenkohl – gelb, grün und violett – gestaltete sich sehr schwierig. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt Gerichte mit buntem Blumenkohl zu zaubern. Im Internet war ich in verschiedenen Ländern unterwegs. Aber den bunten Blumenkohl fand ich letztendlich nach längerer Suche sogar regional in meiner Wohnortnähe. In der Gärtnerei Fischer in Erfurt-Dittelstedt bekam ich besagten Blumenkohl frisch geerntet und absolut knackig. Der Chef eines kleinen EDEKA-Marktes in Naumburg brachte mir freundlicherweise den bunten Blumenkohl mit in meinen Wohnort. Das klappte wie am Schnürchen! Es war eine Freude den frischen Blumenkohl zu verarbeiten. Die bunten Sorten haben einen köstlichen und kräftigen Geschmack. Für dieses Gericht habe ich eine violette und eine gelbe Blumenkohl-Cremesuppe gekocht. Gekrönt habe ich die zweifarbige Suppe mit knusprig gebratenen Bacon und selbstgemachten Croûtons. Es war köstlich und ein herbstliches Fest für die Augen!

Rezept für 4 Personen

Zutaten für 2 Suppen:

• 2 Blumenkohl, violett, gelb
• 2 Zwiebeln
• 2 El Butter
• 1 l Gemüsefond
• 1 Zitrone
• 200 ml Weißwein
• 200 g Schlagsahne
• 200 g Schmelzkäse
• Salz, Pfeffer, Muskat
• Weißbrot
• Bacon

Zubereitung:

Beide Suppen getrennt zubereiten.

Blumenkohl waschen und in Röschen teilen, Zwiebel schälen, fein würfeln. Zwiebel in einem Topf in der Butter glasig andünsten. 500 ml Fond dazugeben und die Blumenkohlröschen ebenfalls in den Topf legen und alles etwa 20 Minuten köcheln lassen.

Danach den Weißwein angießen, aufkochen lassen und den Blumenkohl fein pürieren. Schmelzkäse, Sahne, Zitronensaft dazugeben. Die Suppen mit Salz, Pfeffer, Muskat und etwas Zucker abschmecken.

Weißbrot in Würfel schneiden und in der Pfanne in Butter knusprig rösten. Den Bacon in mundgerechte Stücke schneiden und kross anbraten.

Zum Anrichten werden die fertigen Suppen in zwei Krüge gefüllt. Die Suppen gleichzeitig in den Teller gießen. Einige Croûtons und Bacon auf die Suppe geben und frischen gelben, grünen und violetten Blumenkohl mit einer Reibe auf die Suppe raspeln.

Guten Appetit!

Lachsfilet auf Ciabatta, Paprikacreme mit Pimentón de la Vera und frischem Hopfenblüten-Gemüse

Heute stelle ich euch mein zweites Gericht mit frischen Hopfenblüten vor. Wie ihr schon wisst, bringe ich von meinen Spaziergängen in der Natur oft interessante Pflanzen mit. So beispielsweise wilden Hopfen, der an Waldesrändern und in Gebüschen wächst und rankt. Von August bis in den September hinein kann man die Hopfendolden ernten. Die kleinen Hopfenblüten enthalten Harz und ätherische Öle und geben dem Bier sein Aroma und ist sozusagen die Seele des Hopfengetränks.

Was viele nicht wissen ist, dass man Hopfen roh oder gekocht essen kann. Die jungen Hopfentriebe – man kann sie von April bis Juli ernten – sind eine Delikatesse und schmecken köstlich.

Für dieses Gericht habe ich Lachsfilet mit Haut, in Olivenöl geröstete Ciabatta-Scheiben, frische Hopfenblüten und selbst zubereitete Paprikacreme mit Pimentón de la Vera verwendet. Für Pimentón de la Vera werden Paprikaschoten aus der Region La Vera in Spanien seit Jahrhunderten über Eichenholzrauch geräuchert, getrocknet, später in Blechdosen verpackt und in alle Welt versandt. Der rauchige, scharfe und auch süßliche Geschmack rundet viele Speisen wie Fisch, Fleisch und Gemüse ab.

Rezept für 2 Personen

Zutaten:

• 250 g Lachsfilet mit Haut
• Zwei Hände voll frische Hopfenblüten
• 1 rote Paprikaschote
• 1 Zwiebel
• 100 ml Brühe
• 100 ml Crème fraîche
• Paprikapulver – Pimentón de la Vera
• Salz, Pfeffer
• ½ Zitrone
• Etwas Speisestärke
• Ciabatta
• Etwas Butter
• Olivenöl

Zubereitung:

Ciabatta halbieren, längs in dünne Scheiben schneiden, mit Olivenöl beträufeln und in der Pfanne knusprig rösten. Auf ein Küchentuch legen und das überschüssige Öl abtropfen lassen.

Für die Paprikacreme die Zwiebel in Würfel schneiden und in einem Topf in der Butter glasig dünsten. Anschließend die Paprika in Würfel schneiden und zu den Zwiebeln geben. Alles mit Brühe auffüllen, köcheln lassen bis die Paprikawürfel weich sind. Danach pürieren, durch ein feines Sieb und zurück in den Topf geben. Crème fraîche einrühren und mit etwas Speisestärke, die in kaltem Wasser angerührt wird, leicht binden. Die Creme mit Pfeffer, Salz und Pimentón de la Vera abschmecken.

Die frischen Hopfenblüten waschen, trocken schütteln, in Salzwasser blanchieren und in Eiswasser abschrecken damit die grüne Farbe erhalten bleibt. Butter in einer Pfanne zergehen lassen, mit Salz würzen und die Hopfenblüten dazugeben und 1-2 Minuten braten. Beim Anrichten zerlassene Butter darüber tröpfeln.

Das Lachsfilet unter kaltem Wasser abspülen und trocken tupfen. Die Haut vom Filet lösen und salzen. Die Haut in einer Pfanne mit Öl knusprig braten. Damit sich die Haut nicht wellt mit einem Topf während des Bratens beschweren. Die Filets salzen, pfeffern, mit etwas Zitronensaft beträufeln und in einer zweiten Pfanne auf jeder Seite etwa 3-4 Minuten bei mittlerer Hitze in Olivenöl braten.

Den Lachs auf der knusprigen Ciabatta-Scheibe und die Paprikacreme ringsherum anrichten und die knusprige Lachshaut sowie einige Hopfenblüten auf dem Teller verteilen.
Und nun einfach die Aromen-Vielfalt wie rauchig, säuerlich, salzig, süßlich, bitter und harzig mit den verschiedenen Texturen genießen.

Guten Appetit!

Omelett mit frischen Hopfenblüten

Bei Spaziergängen in der Natur kann man viele interessante Pflanzen entdecken. So beispielsweise wilden Hopfen, der an Waldesrändern und in Gebüschen wächst und rankt. Von August bis in den September hinein kann man die Hopfendolden ernten. Die kleinen Hopfenblüten enthalten Harz und ätherische Öle und geben dem Bier sein Aroma und ist sozusagen die Seele des Hopfengetränks.

Der Hopfen wurde 2007 sogar zur Arzneipflanze des Jahres gewählt. Für die gesunde Wirkung von Bitterstoffen gibt es gesicherte Erkenntnisse.

Was viele nicht wissen ist, dass man Hopfen roh oder gekocht essen kann. Die jungen Hopfentriebe – man kann sie von April bis Juli ernten – sind eine Delikatesse und schmecken wie Spinat.

Deshalb heute mal etwas ganz anderes aus meiner Küche. Das bodenständige Gericht ist schnell zubereitet und schmeckt sehr köstlich. Außer den frischen Hopfenblüten hat man die einfachen Zutaten meistens sowieso zu Hause. Ein zweites Gericht mit Hopfenblüten zeige ich hier in den nächsten Tagen.

Rezept für 2 Personen

Zutaten:

• 4 Eier
• 4 Scheiben Toastbrot
• 50 g Emmentaler Käse
• 100 ml helles Bier
• Eine Handvoll frische Hopfenblüten
• Butter
• Salz

Zubereitung:

Das Toastbrot entrinden, in Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Das Bier zum Brot geben und 10 Minuten weichen lassen. Eier mit dem Schneebesen cremig schlagen, salzen und zu den Brotwürfeln geben.

Käse in Würfel schneiden und die Hopfenblüten waschen, trocken schütteln und kleinhacken. Butter in der Pfanne zerlassen, die Eiermasse einfüllen und mit den Käsewürfeln und den gehackten bestreuen Hopfenblüten bestreuen.

Das Omelett bei milder Hitze goldgelb braten und mit einigen Hopfenblüten anrichten. Dazu passt natürlich ein Glas kühles Bier.

Guten Appetit!