Schokoladenkuchen mit Stückchen von der Williams Christ-Birne


Zwar haben wir noch einige warme Sommertage aber der kalendarische Herbst hat längst begonnen. Nun hat die Birne, eine köstliche Frucht Saison. Saftig, fruchtig süß und mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen ist sie gesund und verführerisch. Die Birne ist vielseitig einsetzbar. Eine saftige, rohe Birne ist ein perfekter Gaumenschmaus. In der Küche wird sie beispielsweise für Kuchen, Torten, zu Käse, als Salat, zu herzhaften Wild- und Geflügelgerichten oder für Kompott verwendet. Die Sorte Williams Christ hat ihren Ursprung in England und ist mehr als 200 Jahre alt.

Leider sind die alten Birnensorten fast ausgestorben und aus unseren Gärten verschwunden. Auf Streuobstwiesen bekommen diese Sorten beispielsweise seit einigen Jahren wieder mehr Aufmerksamkeit. Und das ist gut so!

Für meinen Birnenschmaus habe ich die süßen, saftigen Birnen mit ihrem kräftigen Aroma in einem schokoladigen Kuchen versteckt. Was für ein Genuss!

Rezept für eine Kastenform

Zutaten:

• 3 große Birnen
• 200 g Zucker
• 125 weiche Butter
• 250 g Mehl
• 4 Eier
• 50 ml Milch
• 3 EL Kakao
• 1 Backpulver
• 100 g gehackte Mandeln
• 200 g Vollmilch-Kuvertüre
• ½ TL Zimt

Zubereitung:

Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.
Die gehackten Mandeln in einer Pfanne ohne Fett rösten und abkühlen lassen.
Die Birnen schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Eier mit dem Zucker und der Butter schaumig rühren. Das Mehl mit dem Kakao, Zimt und Backpulver mischen, sieben, zur die Butter-Zucker-Ei-Mischung und dabei die Milch unterrühren. Anschließend die Birnenstückchen und die gerösteten Mandeln dazu geben und gut verrühren.

Den Teig in eine gefettete Kastenform geben und 60 Minuten backen. Dem Birnenschmaus steht nun nichts mehr im Wege!

Der Birnenschmaus

So komm, du lieber Sonnenschein,
Lass unsre Birnen gut gedeih’n!
Und wenn sie gelb geworden sind,
Dann komm und wehe, lieber Wind!
Komm, Wind, und schüttle jeden Ast
Und lad‘ uns alle samt zu Gast!
Dann eilen wir zum Haus hinaus
Und halten einen Birnenschmaus.

Hoffmann von Fallersleben

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Das Beste vom Huhn gefüllt mit Schwarzen Nüssen auf Fenchelpüree

Das Beste vom Huhn gefuellt mit Schwarzen Nuessen auf Fenchelpueree

Huhn oder Ei – Was war wohl zuerst da? Bereits in der Antike wurde diese philosophische Frage besprochen. Evolutionsforscher sind sich jedoch heute einig, dass zuerst das Ei da war!

Hühner und deren Legeprodukte sind mir seit meiner Kindheit vertraut. Meine Großeltern hatten einen kleinen Bauernhof mit vielen verschiedenen Tieren. Dazu gehörten natürlich auch Hühner. Es war als Kind sehr spannend mit der Oma in den Hühnerstall zu gehen, um die eben gelegten Eier in einem Korb einzusammeln. Aufgeregt unter lautem Gegacker stoben die Hühner auseinander. Nun fiel das Einsammeln der Eier ziemlich leicht. Am nächsten Tag wurde daraus appetitliches Rührei mit Speck und Zwiebeln gezaubert. Dazu gab es Kartoffeln und Gurkensalat.

Sonntags – ich erinnere mich gut – gab es hin und wieder etwas Leckeres aus einem Federvieh. Ein Huhn wurde geschlachtet und Oma bereitete daraus eine aromatische Suppe mit selbst gemachten Nudeln zu. Den köstlichen Duft der dampfenden Nudelsuppe habe ich heute noch in meinem Gedächtnis und koche gern ab und zu diese überlieferte Hühnersuppe.

Für mein heutiges Rezept habe ich Hühnerfleisch, Eier, Fenchel, Champignons und Schwarze Nüsse verwendet.

Rezept für 10 Personen

Zutaten:

• 5 frische französische Maishähnchen
• 5 Knollen Fenchel
• 1 kg Champignons
• 30 Stück Schwarze Nüsse
• 10 Stück gekochte Eier
• 100 ml Rapsöl
• 30 ml Fenchelöl
• 150 ml Madeira
• 300 ml Pilzfond
• 10 ml Apfelessig
• 30 ml Tannenhonig
• 2 Lorbeerblätter
• 1 Zwiebel
• Salz, schwarzer Pfeffer, Fenchelsamen, Fenchelgrün, Szechuanpfeffer
• 30 g Ducca (Selbst geröstet und gemörsert in einer fettfreien Pfanne aus Walnusskernen, Kürbiskernen, Pinienkernen, Sonnenblumenkernen, Schwarzem Sesam, Kreuzkümmel, Koriander, Schwarzem Pfeffer, Zimt, Salz.)

Zubereitung:

Zunächst 10 Hühnereier in 10 Minuten fest kochen, abkühlen lassen und schälen.

Fenchel schälen in Würfel schneiden und in Salzwasser mit den Lorbeerblättern etwa 10 Minuten garen. Den Fenchel abgießen, ausdampfen lassen und die Masse in einen Mixbecher füllen. Mit dem Mixstab alles zu einem feinen Püree mixen und mit Apfelessig, Tannenhonig, Salz und Szechuanpfeffer abschmecken. Püree durch ein feines Sieb streichen. Fenchelsamen in einer Pfanne ohne Fett kurz rösten und ganz fein mörsern und das Püree damit abschmecken und warmhalten.
Etwas Fenchel in Scheiben hobeln, salzen und in etwas Öl von beiden Seiten goldbraun anbraten und warmhalten.

Champignons putzen und in feine Scheiben schneiden. Zwiebel in feine Würfel schneiden und in Butter glasig braten. Pilze dazu geben und mitbraten. Einige Scheiben von den Pilzen beiseitelegen und warmhalten. Die werden beim Anrichten benötigt. Die Champignons mit Madeira ablöschen, den Pilzfond aufgießen, mit Ducca würzen, die Soße einkochen lassen und durch ein feines Sieb geben. Soße mit kalter Butter montieren und nochmals mit Salz und Szechuan-Pfeffer abschmecken und warmhalten.

Das Supreme vom Maishähnchen ist ein typisch französischer Zuschnitt aus dem Brustfleisch des Hähnchens mit dem oberen Flügelknochen. Ich habe das Hühnchenbrustfilet allerdings ohne Knochen zugeschnitten. Das saftig köstliche Fleisch eignet sich sehr gut zum Zubereiten in kurzer Zeit, besonders auch für mehrere Personen. Aus den übrigen Teilen der Hähnchen lässt sich später ein wunderbares Ragout zubereiten.

Die Hähnchenbrustfilets an der langen Seite horizontal einschneiden, aufklappen, in einen Gefrierbeutel geben, plattieren, salzen und pfeffern. Schwarze Nüsse in feine Würfel schneiden und auf das Filet geben. Darauf wird das gekochte Ei platziert. Filets vorsichtig von der Längsseite her aufrollen und mit einer Rouladennadel befestigen und außen ebenfalls pfeffern und salzen. Die Rouladen von allen Seiten knusprig im Öl anbraten. Anschließend kommen die Rouladen auf ein Backblech und werden im vorgeizten Ofen bei 150° C etwa 15 Minuten fertig gegart. Vor dem Servieren und Anschneiden einige Minuten ruhen lassen.

Die fertigen Hähnchenbrustfilets – für eine Person habe ich ½ Brustfilet gerechnet – mit einem scharfen Messer in gleichmäßige Scheiben schneiden und auf dem Fenchelpüree anrichten. Gebratene Fenchelscheiben neben dem Püree verteilen. Die Pilzsoße auf dem Teller verteilen und mit gebratenen Pilzscheiben dekorieren.

Frisches Fenchelgrün, einige Tropen selbst gemachtes Fenchelöl und einige Blüten vervollkommnen das Gericht.

Schlemmer-Hühnchen-Cheese-Burger mit Ragout fin und Schwarzen Nüssen

Schlemmer-Hühnchen-Burger mit Ragout fin und Schwarzen Nüssen-001

Ein leckerer, saftiger, herzhafter Burger geht immer! Jung und Alt lieben diese kulinarische Köstlichkeit. Für einen perfekten Burger-Schlemmer-Genuss ist viel Fantasie gefragt. Wer kann schon widerstehen, wenn der Rost angeheizt ist, die Burger-Pattys aufgelegt werden und der unnachahmliche Duft von gebratenem Fleisch aufsteigt. Ja, da läuft einem förmlich das Wasser im Mund zusammen!
Ich habe Schlemmer-Burger mit zarten Hühnchen-Pattys kreiert, die mit saftigem Ragout fin aus Hühnchen, Cheddar, knackigen Salat, Tomate, Gurken, knusprigen Speck und Scheiben von Schwarzen Nüssen komplettiert. Für meinen traumhaften Burger habe ich nur regionale Produkte verwendet. Selbstgebackene Buns und knusprige Pommes frites vervollständigen meine Kreation, so dass einem perfektem Burger-Genuss nichts mehr im Wege steht!

Rezept für 4 Personen

Zutaten/Buns:
• 300 g Mehl
• 2 EL Trockenhefe
• 120 ml lauwarme Milch
• 50 ml lauwarmes Wasser
• 30 ml Rapsöl
• ½ TL Zucker
• ½ TL Salz
• 1 Ei
• 1 Eiweiß
• Tintenfischtinte
• Sesam

Zubereitung/Buns:

Backofen auf 200°C Ober-und Unterhitze vorheizen.
Lauwarmes Wasser, lauwarme Milch, Hefe, Rapsöl und Zucker verrühren und 15 Minuten gehen lassen. Anschließend Tintenfischtinte einrühren und Mehl, Salz und Ei zugeben. Alle Zutaten gut verkneten, in vier gleich große Stücke teilen und zu Kugeln formen.
Kugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, mit einem Tuch abdecken und nochmals 15 Minuten gehen lassen. Danach Bans oben mit leicht geschlagenem Eiweiß bestreichen, mit Sesam bestreichen und 15 Minuten backen.

Zutaten/Pattys:

• 400 g Hähnchenbrustfilet
• 30 g Paniermehl
• 1 Ei
• 2 EL Sahne
• Salz
• Öl zum Braten
• Gewürzmischung aus Koriander, Bockshornkleesamen, Paprika, Pfefferminz, Kurkuma, Bohnenkraut, Basilikum, Zimt, Nelken, Salz, Ringelblume, Pfeffer, schwarz

Zubereitung/Pattys:

Hähnchenbrustfilet durch den Fleischwolf drehen und mit Paniermehl, Ei, Sahne, Salz und etwas Gewürzmischung pikant abschmecken.
Mit einer Hamburgerpresse anschließend 4 gleichgroße Pattys formen und von beiden Seiten auf dem Grill  goldgelb grillen oder in der Pfanne braten und zur Seite stellen.

Zutaten/Ragout fin:

• 400 g (Dose) Ragout fin mit Geflügelfleisch und Champignons
Zubereitung/Ragout fin:
Das fertige Ragout fin in einen Topf geben, erwärmen und eventuell nachwürzen.

Weitere Zutaten:

• 150 g Schnittkäse
• Schwarze Nüsse
• Salatblätter
• Tomatenscheiben
• Gurkenscheiben
• 4 Bacon-Scheiben, gebraten und zerkrümelt
• 4 Kartoffeln von Hand zu Pommes geschnitten
• Öl zum Frittieren

Zubereitung/ Pommes:

Kartoffeln schälen, waschen trocken tupfen in dicke Scheiben und die wiederum in dicke Stifte schneiden und in heißem Öl knusprig frittieren und salzen.

Zusammensetzen der Burger:

Auf die untere Hälfte des Burger-Brötchens etwas  Ragout fin-Soße geben, darauf Salatblätter und Gurkenscheiben verteilen. Es wird weiter geschichtet mit einer Scheibe Schnittkäse. Darauf kommt ein Patty. Darauf folgen einige Scheiben von Schwarzen Nüssen und Tomatenscheiben, die wiederum mit einer Scheibe Schnittkäse bedeckt werden.
Zuoberst wird nun alles mit Ragout fin bedeckt, welches ich an einer Seite hinablaufen ließ. Gebratener und zerkrümelter Bacon ist das Topping für meinen Burger bevor der Deckel aufgesetzt wird.

Schlemmer-Burger zusammen mit den Pommes und einer extra Portion Ragout fin hübsch anrichten und genießen.

 

Saint Agur Award 2018 des „BEEF-Kochmagazin – Männer kochen anders“ in Hamburg


„Wollten Sie Ihr Rezept schon immer mal in der BEEF! sehen?“ titelte vor einigen Wochen die BEEF-Redaktion von Gruner+Jahr GmbH, einem der größten Verlagshäuser Europas in Hamburg.

Diese Herausforderung wollte ich gerne annehmen! Vorgegeben war nur eine Zutat, nämlich Saint Agur ein cremiger, feinwürziger Blauschimmel-Käse aus Frankreich. Anschließend begann die Kopfarbeit und ich tüftelte, probierte, verwarf, dachte erneut tagelang nach.

Letztendlich war meine Kreation „Steak mit cremigen Saint Agur/Möhren-Speck-Kartoffel-Salat/ Petersilien-Pesto/Pflaumen-Chutney mit Kaffee/Rauchnote“ fertig und es ging an den Kochtopf! Nachdem ich gebrutzelt und gesotten hatte, setzte ich mein Gericht fototechnisch in Szene und reichte Rezept und Foto beim Verlag ein.

Als Einsendeschluss war der 31. Mai 2018 vorgegeben. Täglich sah ich mir die eingereichten Fotos der Teilnehmer an. Schlussendlich hatten sich bundesweit 65 kreative Hobbyköche beteiligt. Der Einsendeschluss war vorbei und die Spannung stieg! Die Redaktion teilte mir eines Tages mit, dass ich mit anderen zwei Gewinnern nach Hamburg in die Versuchsküche eingeladen bin, um mein Gericht im Life-Cooking vor Ort zu kochen.

Meine Aufregung  und Begeisterung über diese Einladung war riesig!

Am 23.06.2018 setzte wir  uns – meine Tochter Dörthe und ich – in den Zug und los ging die Reise nach Hamburg. Anreise und Übernachtung in St. Paulis Lifestyle-Hotel „Empire Riverside Hotel“ in der Nähe der Hamburger Landungsbrücken einschließlich Frühstück gehörten ebenfalls zum Preis. Nach einer problemlosen, vierstündigen Zugfahrt checkte ich mit meiner Tochter im 4-Sterne-Hotel ein. Nach einer kurzen Ruhephase visualisierte ich das Kommende.

Gegen 17 Uhr wurden wir drei Gewinner von Taxis abgeholt und fuhren in das Verlagshaus. Freundlich wurden wir vom Team begrüßt und in die Küche geleitet. Nach einer kurzen Einweisung, jeder hatte seinen eigenen Herd, bereiteten wir unsere Gerichte in 90 Minuten zu. Der Adrenalinspiegel stieg an und wir hatten sozusagen alle Hände voll zu tun!

Die Jury bewerte jedes der drei Gerichte und vergab die Plätze 1 bis 3 im Wettbewerb. Beim anschließenden Food-Fotoshooting wurden die Ergebnisse in Szene gesetzt. In diesem großartigen Finale konnte ich den 2. Platz erringen und war überglücklich!
Es war ein so toller Abend mit netten, freundlichen und kreativen Menschen, der mir lange in Erinnerung bleiben wird!

Im August werden unsere Rezepte mit Fotos im Magazin „BEEF – Männer kochen anders“ veröffentlicht!

Ein riesiges Dankeschön an die BEEF-Redaktion von Gruner und Jahr für dieses Event!

In der Tageszeitung wurde am 04. Juli 2018 über meine Teilnahme am Kochwettbewerb in Hamburg ein Bericht veröffentlicht.  Mitteldeutsche Zeitung/Naumburger Tageblatt 


 

Japanische Auberginen mit Knoblauch und Aprikosen

Heute zeige ich ein farbenfreudiges, schnelles und leichtes Essen, dass ich aus vorhandenen Zutaten zubereitet habe. Gerade in den heißen Sommermonaten hat man Appetit auf leichte, gesunde Kost. Obst und Gemüse sollten täglich auf unserem Speiseplan stehen.

Zutaten:

• Japanische Auberginen
• Aprikosen
• Gehacktes
• Knoblauch
• Koriander
• Limette
• Salz, Pfeffer
• Ducca
• Afrikanisches Perlensalz
• Rapsöl

Zubereitung:

Auberginen waschen, trocken tupfen und in mundgerechte Stücke schneiden. Aprikosen waschen und entsteinen. Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. Öl in der Pfanne heiß werden lassen, die Auberginenstücke mit Salz, Pfeffer, Limettensaft- und Abrieb würzen und etwa 5 Minuten braten und warm stellen. In der gleichen Pfanne die entsteinten Aprikosenhälften kurz in Öl braten.

In einer zweiten Pfanne das Gehackte mit Zwiebelwürfelchen krümelig braten und mit Pfeffer, Salz würzen.

Vom Vortag hatte ich noch Brötchen übrig. Die habe ich in Scheiben geschnitten und in Öl knusprig gebraten.

Anrichten wie auf dem Foto, mit gerösteten Brötchenscheiben, Ducca, afrikanischem Perlensalz und frischem Koriander.

Köstliche Taglilien – gefüllt und gebacken

Taglilie 2

“Earth laughs in flowers.”- Ralph Waldo Emerson hatte mit dieser Aussage recht, denn Blumen sind tatsächlich das Lächeln der Erde.

Die wunderschöne Taglilie, die ihren Namen nicht zu Unrecht trägt, blüht nur einen Tag in vollster Pracht. Die Taglilie wurde zur Staude des Jahres 2018 gekürt. Taglilien blühen im Zeitraum von Juni bis September. Ihre knackigen Blüten sind essbar und haben je nach Sorte einen zitronigen oder scharfen Geschmack. In der Küche sind die Blüten vielseitig einsetzbar. Ich habe mich heute für eine farbenfrohe Vorspeisen-Variante – gefüllte Blüten und ausgebackene Knospen – entschieden. Mit dieser bunten, nicht alltäglichen Vorspeise zaubert man jedem Griesgram ein Lächeln ins Gesicht.

Für 4 Personen

Zutaten/Füllung:

• 8 Blüten, 8 Knospen
• 250 g Quark
• 200 g Crème fraîche
• Sahne
• Salz, Pfeffer
• Limettensaft- und Abrieb

Zutaten/Backteig:

• 100 g Mehl
• 100 ml Milch
• 1 Ei
• Prise Salz
• Mineralwasser mit Kohlensäure
• Rapsöl zum Ausbacken

Zubereitung:

Quark, Sahne, Crème fraîche, Salz, Pfeffer, Limettensaft- und Abrieb werden miteinander gut vermischt und pikant abgeschmeckt. Mit dieser Creme werden die Blüten vorsichtig gefüllt.

Für den Backteig werden Mehl, Milch, Ei, eine Prise Salz und Mineralwasser mit dem Schneebesen zu einem u einem cremigen Teig verrührt. Dir Knospen durch den Backteig ziehen und im heißen Öl ausbacken.

Blüten mit Füllung, gebackene Knospen hübsch anrichten und mit Schnittlauch und Kresse bestreut anrichten.

 

Thüringer Bratwurst-Sushi

xxxThüringer Bratwurst Sushi, Thüringer Nuss-Schinken, Gurke, Paprika, Chili, Kresse, Senfmayonnaise, scharfe Cilisoße-001

Sushi liegt im Trend. Ja, wer mag denn keinen Sushi? Vielleicht hat dieser oder jener einfach nur Berührungsängste diese Reisröllchen einmal selbst zuzubereiten. Ich kann versichern, dass es gar nicht so kompliziert ist. Dieses Speise habe ich das erste Mal zubereitet und sie ist auf Anhieb gelungen. Sushi ist optisch eine Augenweide und schmeckt leicht und köstlich. In der warmen Jahreszeit sind die Röllchen als kalte Speise eine willkommene Abwechslung.

Sushi ist eine japanische Speise mit langer Tradition. Man verwendet Reis, Gemüse und Fisch – ich habe Sushi allerdings mit traditioneller Thüringer Bratwurst gefüllt -, Noriblätter. Gewürzt wird beispielsweise mit Chili, Wasabi, Ingwer, Sojasoße und Mayonnaise. Der Fantasie sind hierbei allerdings keine Grenzen gesetzt.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

• 200 g Sushi Reis
• 2 EL Reisessig
• 1 EL Mirin
• 1 EL Zucker
• 1 TL Salz
• 4 Nori Blätter
• 4 Thüringer Bratwürste
• Nussschinken
• Gurke, Paprika
• Sesam schwarz
• Senfmayonnaise
• Chili Soße
• Kresse

Bambusmatte
Klarsichtfolie
Sehr scharfes Messer

Zubereitung:

Den Sushi-Reis mit kaltem Wasser solange abspülen bis das Wasser klar ist. Danach in einem Sieb gut abtropfen lassen. Reis in einen Topf geben und Wasser einfüllen. Das Wasser sollte 1 cm über dem Reis stehen. Reis zum Kochen bringen, 2 Minuten offen kochen, danach zugedeckt 15 Minuten bei kleinster Flamme garen. Der Reis muss das Wasser komplett aufgenommen haben. Topf vom Herd nehmen, ein Geschirrtuch zwischen Topf und Deckel legen und 10 Minuten ziehen lassen.

Essig, Mirin, Salz, Zucker in einen Topf geben und erwärmen bis sich Zucker und Salz aufgelöst haben. Sushi-Reis in eine Schüssel geben und etwas abkühlen lassen. Anschließend vorsichtig die Essigmischung unterheben. Den Sushi-Reis bis zur Weiterverarbeitung mit einem feuchten Küchentuch bedecken.

Die Bambusmatte ringsherum mit Haushaltsfolie umwickeln.

Ein Algenblatt mit der glatten Seite nach unten auf die Bambusmatte legen. Nun Reis auf dem Nori-Blatt verteilen, rechts und links einen Rand frei lassen und etwas andrücken. Das Algen-Blatt wenden, so dass der Reis sich am unteren Rand der Matte befindet. Das Algen-Blatt hauchdünn mit scharfer Chilisoße bestreichen. Eine gebratene, erkaltete Thüringer Bratwurst längs halbieren und die zwei Hälften hintereinander auf das Nori-Blatt legen. Frische Gurke und Paprika in dünne Streifen schneiden und ebenfalls auf der Bratwurst verteilen.

Nun wird der Sushi-Reis mit den Zutaten mittels der Matte aufgerollt. Die Füllung beim Aufrollen mit den Fingern festhalten. Nach der ersten Umdrehung leicht andrücken und dann beim weiteren Aufrollen nochmals festdrücken.

Nachdem Sushi zur Rolle geformt ist, die ganze Rolle in schwarzem Sesam wälzen.  Die Rolle in Haushaltsfolie wickeln und mit einem sehr scharfen Messer in sechs Stücke schneiden.

Senf und Mayonnaise mit einigen Tropfen Sahne verrühren.

Sushi-Röllchen hochkant auf einer Platte anrichten, so dass die Schnittflächen rechts und links zu sehen sind. Hauchdünnen Nussschinken, Frühlingszwiebel und Kresse auf jedem Sushi-Röllchen verteilen. Ringsherum – wie auf dem Foto zu sehen – noch etwas Senf-Mayonnaise und scharfe Chilisoße verteilen. Die Soßen kann man zum Dippen auch jeweils in eine kleine Schale geben.

Gutes Gelingen und guten Appetit!

 

 

 

Senfeier mit Kartoffel-Rosenkohl-Püree

Köstliche Senfeier mit Kartoffel-Rosenkohl-Püree

 

Gekochte Eier mit Senfsoße sind eine klassische Eierspeise der deutschen Küche, die vermutlich ursprünglich aus dem Norden Deutschlands stammt. Früher waren die Senfeier ein Arme-Leute-Essen. Seit dem 19. Jahrhundert ist dieses Rezept überliefert. Heute ist der Klassiker aber auch allemal ein köstliches Essen. Eine klare Empfehlung gibt es von mir für das bodenständige Gericht.

Zutaten für 4 Personen:

  • 8 Eier
  • 50 g Mehl
  • 50 g Butter
  • 1 Zwiebel
  • 250 ml Brühe
  • 50 ml Sahne
  • 100 ml Senf – ich nehme gerne den Born-Senf aus Erfurt
  • Zucker, Salz, Pfeffer, Zitronensaft
  • 1 kg mehlig kochende Kartoffeln
  • 100-200 g Butter
  • heiße Milch, Salz, Muskat, Rosenkohlblättchen
  • Kräuter, Cocktailtomaten, Kapernäpfel

Zubereitung:

Kartoffeln schälen, waschen in Stücke schneiden und etwa 20 Minuten kochen. Danach das Kochwasser abgießen und die Kartoffeln noch kurz ausdämpfen lassen. Kartoffeln stampfen, heiße Milch, Butter, Salz, frisch geriebenen Muskat dazugeben, alles gut verrühren und warm stellen. Kurz vor dem Servieren einige kurz in Salzwasser blanchierte Rosenkohlblättchen vorsichtig unter das Püree heben.

Die Eier zehn Minuten hart kochen. Man kann sie aber auch wachsweich zubereiten.

Für die Senfsoße eine Zwiebel schälen, in Würfel schneiden und in der Butter „blond“ anschwitzen. Die Zwiebelwürfel dürfen nicht braun werden. Dann das Mehl überstäuben und alles gut verrühren. Anschließend wird ¼ Liter Brühe aufgegossen, die Sahne dazugegeben und alles auf kleiner Flamme etwa fünf Minuten köcheln lassen. Die köchelnde Soße öfter umrühren. Mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Senf pikant abschmecken. Abschließend die Soße mit dem Mixstab pürieren und kurz vor dem Anrichten aufschäumen.

Die Cocktailtomaten in der Pfanne kurz in etwas Butter angehen lassen.

Das Kartoffel-Rosenkohl-Püree in einen Servierring geben, Soße und die halbierten Eier auf dem Teller verteilen. Mit Cocktailtomaten, Kapernäpfeln, Kräutern das einstige Arme-Leute-Essen hübsch anrichten und genießen.

Petit Fours – lilafarbene Fliedertörtchen aus dem Backofen


Purpurn blüht der Flieder und beginnt uns im Mai mit seinem betörenden Duft zu verzaubern. Mein Favorit ist Flieder, der in einem kräftigen lila Farbton blüht. Der duftenden Flieder erblüht natürlich auch in anderen Farben, so beispielsweise in zartem Rosa, Weiß und auch Gelb.

In diesem Jahr hatte ich mir vorgenommen Fliederblüten einmal kulinarisch zu verarbeiten. Fliederblüten habe ich zu duftendem Gelee verarbeitet. Das ist etwas ganz besonderes.
Heute will ich hier aber meine kleinen Fliedertörtchen vorstellen, die ihren Ursprung in Frankreich haben.

Diese kleinen Köstlichkeiten eignen sich sehr gut zum verwöhnen der Familie, Freunden und Gästen. Sie werden sich diesem lukullischen Frühlingszauber nicht entziehen können!

Das Rezept ergibt etwa 16 Petit Fours.

Zutaten:

• 100 g Mehl
• 100 g Stärkemehl
• 150 g Zucker
• 1 Päckchen Vanillezucker
• 2 TL Backpulver
• 4 Eigelb
• 4 Eiweiß
• 2 EL warmes Wasser
• Puderzucker
• etwas Milch
• Marmelade

Zubereitung:

Backofen auf 170 Grad vorheizen und eine rechteckige Kuchenform ausbuttern.

Die Eigelbe mit Wasser schaumig rühren, mit 2/3 des Zuckers und dem Vanillezucker schaumig rühren. Eiweiß mit dem restlichen Zucker steif schlagen und auf die erste Masse geben und unterheben. Mehl, Stärkemehl und Backpulver vermischen, auf die Eimasse geben und vorsichtig unterheben.

Den Kuchen bei 170 Grad etwa 20-30 Minuten backen und abkühlen lassen. Danach wird der Kuchen begradigt, so dass er etwa 2-3 Zentimeter hoch ist. Nun wird der Kuchen waagerecht geteilt.

Für meine Petit Fours habe ich selbst gemachtes Gelee aus Fliederblüten zum Füllen verwendet. Es eignet sich aber auch jede andere Marmelade. Marmelade erwärmen auf die untere Teigplatte streichen. Nun die zweite Teigplatte auf die erste legen und deren Oberfläche ebenfalls mit Marmelade bestreichen. Den Kuchen eine Stunde stehen lassen, damit die Marmelade wieder fest wird. Im Kühlschrank gelingt es am besten.

Puderzucker mit etwas Milch und Lebensmittelfarbstoff verrühren. Die Glasur sollte ziemlich zähflüssig sein. Die Glasur auf die Petit Fours ringsherum aufstreichen, abtropfen und trocknen lassen. Glasiert habe ich die Küchlein zweimal, denn umso schöner sieht das Ergebnis aus.

Verzieren kann man die kleinen Fliedertörtchen auf die vielfältigste Weise. Schokoladenglasur, Zuckerperlen, Blüten usw. eignen sich hierfür. Ich habe mich für eine schlichte Variante entschieden und habe sie mit Fliederblüten dekoriert.

Die Petit Fours sind 3-4 Tage haltbar. Ich denke aber, dass sie ziemlich schnell verputzt sind. Diese Erfahrung habe ich jedenfalls gemacht. 🙂

Guten Appetit!

Petite Four

 

Knusprige Holunderblütendolden mit roten Erdbeeren


„Frühling lässt sein blaues Band, wieder flattern durch die Lüfte…“

Pfingstmontag… Ein Spaziergang bei herrlichstem Sonnenschein durch blühende Wiesen und Wälder hat etwas Beruhigendes, Erhabenes und Meditatives. Ohne groß nachzudenken kann man sich auf die warmen Sonnenstrahlen, dem leisen Rascheln der Blätter im Wind, den blühenden Blumen und Kräutern und der Schönheit der vielen Farben der Natur einlassen. Für mich ist der Mai einer der schönsten Monate im Jahr, wenn die Natur wieder zum Leben erwacht ist. Heute habe ich gestaunt wie viele Blüten, Kräuter und andere Pflanzen doch schon wieder in voller Schönheit gewachsen und aufgeblüht sind.
Es gibt nichts Schöneres als mit allen Sinnen die Düfte und Farben der Natur zu genießen. Beim Spazierengehen sehe ich natürlich viele Kräuter und nehme ihren Duft wahr, mit denen man ein leckeres Gericht zaubern kann. Gerne nehme ich einige mit und überlege welches Gericht sie vervollkommnen können.
Zum anderen sehe ich die Natur in ihrer wunderschönen Farbigkeit und stelle mir einzelne Motive auf der Leinwand oder Aquarellpapier vor. In den nächsten Tagen greife ich wieder zu Pinsel und Farbe, um die Eindrücke festzuhalten.
Kulinarisch haben mich heute die Holunderblüten angeregt. Der Duft und die Cremefarbe der Blütendolden ließen den Entschluss reifen einige mit nach Hause zu nehmen. Vor meinem geistigen Auge sah ich sie – im Ausbackteig gebacken – mit einer roten Erdbeersoße auf dem Teller angerichtet.
Gedacht und getan! Zum Nachmittagskaffee eine wunderschöne Köstlichkeit! Bis zum Juli wachsen die Holunderblüten noch, so dass jeder diese lukullische Speise ausprobieren kann.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

8 Dolden von Holunderblüten
100 ml Milch
100 ml Weißwein
50 ml Holunderblütensirup
2 EL Chantré (Kann auch weggelassen werden, wenn Kinder mitessen.)
100 g Mehl
1 EI
1 Prise Salz
1 EL Zucker
1 EL Vanillezucker
Abrieb der Tonkabohne
Rapsöl zu Frittieren
Puderzucker

Zubereitung:

Die Blütendolden vorsichtig ausschütteln und beiseitelegen.
Alle Zutaten (außer Öl und Puderzucker) mischen und mit dem Schneebesen zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig etwa 30 Minuten stehen lassen, damit sich alle Zutaten gut verbinden.
In der Fritteuse oder einem Topf mit Öl knusprig ausbacken. Das Öl im Topf erhitzen und mit einem Holzstäbchen die Temperatur prüfen. Wenn sich Bläschen am Holz bilden, ist die Temperatur perfekt.
Jetzt können die Blütendolden nacheinander in den Teig getaucht werden. Kurz abtropfen lassen und im Öl nacheinander knusprig goldbraun ausbacken. Dolden auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Puderzucker bestreuen.