Fourme d`Ambert-Mousse im Cracker mit Holunderbeeren-Risotto, karamellisierten Feigen und Schwarzen Nüssen

Cracker mit Käse Mousse Holunderbeeren Risotto Feigen Schwarze Nüsse

Kürzlich lernte ich einen milden Blauschimmelkäse aus der Auvergne in Frankreich kennen. An der Käsestraße der Auvergne werden die meisten und berühmtesten Käsesorten Frankreichs hergestellt. Das Departement liegt in der Landesmitte Frankreichs. Es bezaubert durch die außerordentliche Schönheit seiner ländlichen und bergigen Landschaften.

Der cremige Fourme d`Ambert ist einer der ältesten Käsesorten Frankreichs. Hergestellt wird der delikate Käse in Berggebieten mit Höhenlagen zwischen 600 und 1600 Metern, welche im Departement Puy-de-Dôme liegen. Die Kühe müssen 150 Tage im Jahr auf den Weiden in den Höhenlagen verbringen. Aus der Milch dieser Kühe entsteht in einem 28 Tage währenden Reifeprozess der 19 cm hohe Fourme mit einem Durchmesser von 13 Zentimeter.

Blauschimmelkäse aß ich schon immer sehr gern. Aber dieser cremige Fourme d`Ambert ist fortan aufgrund seines Geschmacks und seiner Cremigkeit mein großer Favorit.

Das nachfolgende Rezept habe ich mit diesem köstlichen Blauschimmelkäse zubereitet.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

• 400 g Blauschimmelkäse Fourme d`Ambert
• 200 ml Sahne
• 15 g Agar-Agar
• Filoteigblätter
• 1 Eigelb
• 250 g Risotto-Reis
• 300 ml Gemüsebrühe
• 250 ml Holundersaft
• 1 Zwiebel
• 50 g Butter
• 8 Feigen
• 4 Schwarze Nüsse
• 100 ml Ahornsirup
• Salz, Pfeffer
• 1 Thymianzweig
• 4 Wacholderbeeren
• Basilikumblättchen

Zubereitung:

Filoteig in 8 gleichmäßig große Rechtecke schneiden, mit Eigelb einstreichen, mit schwarzem Sesam bestreuen und im vorgeheizten Backofen bei 180° Ober-und Unterhitze goldgelb backen. Die gebackenen Teigstückchen abkühlen lassen.

Den Blauschimmelkäse in der warmen Sahne schmelzen lassen. Die Mischung abkühlen lassen. Anschließend werden 15 g Agar Agar mit 50 ml Wasser verrührt und 2 Minuten gekocht. Nun zu dem in Sahne aufgelöstem Blauschimmelkäse geben, gut verrühren und in eine Form gießen, so dass die Käsemischung etwa 3 Zentimeter hoch in der Form steht. Im Kühlschrank fest werden lassen.

Die Feigen waschen, trockenreiben, halbieren und im Ahornsirup in einer heißen Pfanne karamellisieren lassen.

Schwarze Nüsse in Scheiben schneiden.

Für das Risotto die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Butter in einem Topf zerlassen und die Zwiebelwürfel darin hell anschwitzen. Den Reis hinzufügen und glasig dünsten. Die heiße Gemüsebrühe dazu gießen, Thymian und Wacholderbeeren dazugeben. Den Reis unter Rühren bei schwacher Hitze etwa 20 Minuten leise, bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Nach und nach den Holundersaft hinzufügen und dabei den Reis ständig rühren. Risotto mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Thymianzweig und die Wacholderbeeren entfernen. Eventuell noch etwas kalte Butter unterrühren, damit das Risotto schön cremig wird.

Beim Anrichten das fest gewordene Blauschimmelkäse-Mousse in Rechtecke schneiden, in die gebackenen Filoteigblätter geben und auf dem Teller -wie auf dem Foto- aufstellen. Alle anderen Zutaten ringsherum anordnen.

Guten Appetit!

Fourme d`Ambert-Mousse mit Birnenmus auf Rote-Bete-Gel und Knäckebrot

Fourme d_Ambert-Mousse, Knäckebrot, Rote-Bete-Gel, Birnenpüree, Croutons, karamellisierte Birnenscheibe, Schwarze Nüsse, Granatapfelkerne

Kürzlich lernte ich einen milden Blauschimmelkäse aus der Auvergne in Frankreich kennen. An der Käsestraße der Auvergne werden die meisten und berühmtesten Käsesorten Frankreichs hergestellt. Das Departement liegt in der Landesmitte Frankreichs. Es bezaubert durch die außerordentliche Schönheit seiner ländlichen und bergigen Landschaften.

Der cremige Fourme d`Ambert ist einer der ältesten Käsesorten Frankreichs. Hergestellt wird der delikate Käse in Berggebieten mit Höhenlagen zwischen 600 und 1600 Metern, welche im Departement Puy-de-Dôme liegen. Die Kühe müssen 150 Tage im Jahr auf den Weiden in den Höhenlagen verbringen. Aus der Milch dieser Kühe entsteht in einem 28 Tage währenden Reifeprozess der 19 cm hohe Fourme mit einem Durchmesser von 13 Zentimeter.

Blauschimmelkäse aß ich schon immer sehr gern. Aber dieser cremige Fourme d`Ambert ist fortan aufgrund seines Geschmacks und seiner Cremigkeit mein großer Favorit.

Das nachfolgende Rezept habe ich mit diesem köstlichen Blauschimmelkäse zubereitet.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

• 400 g Blauschimmelkäse Fourme d`Ambert
• 200 ml Sahne
• 15 g Agar Agar
• 80 g Knäckebrot
• 3 EL flüssige Butter
• 3 Birnen
• 100 ml Weißwein
• 2 EL braunen Zucker
• 1 EL Zitronensaft
• 1 Gewürznelke
• ½ TL Zimt oder ½ Zimtstange
• 500 ml Rote Bete Saft
• Salz, ½ TL gemahlenen Kümmel
• 15 g Agar Agar
• 3 Birnen
• 5 EL Ahornsirup
• Schwarze Nüsse
• Granatapfelkerne
• 1 Brötchen, gewürfelt
• Etwas Öl
• 2 EL Butter
• Zitronensaft
• Minzblättchen

Zubereitung:

Rote-Bete-Saft mit etwas Zitronensaft, Salz und Kümmel abschmecken. 350 ml abmessen und mit Agar Agar in einen Topf geben, verrühren und 3 Minuten kochen lassen. Anschließend etwa einen Zentimeter hoch in ein Gefäß gießen und im Kühlschrank fest werden lassen. Mit einem Anrichtring werden 4 Kreise vom Gelee ausgestochen und auf einem Teller abgelegt.

Das übrige Gelee wird vor dem Anrichten mit den restlichen 150 ml vom Rote-Bete-Saft vermischt und mit dem Mixstab zu einem cremigen Gel gemixt.

Knäckebrot im Mixer zerkleinern. Davon 1 EL Krümel zur Seite legen. Das zerkleinerte Knäckebrot in eine Schüssel geben und mit der zerlassenen Butter gut mischen.

Birnen waschen, schälen und 4 Scheiben mit Zitronensaft beträufeln und beiseitestellen. Das übrige Fruchtfleisch würfeln und mit dem Weißwein, Zucker, Zitronensaft, Gewürznelke, Zimt in einen Topf geben und weichköcheln. Nach dem Kochen die Gewürze rausnehmen und die Birnen zu Mus pürieren. Einige Schwarze Nüsse in kleine Würfelchen schneiden und zugeben. Man kann anstelle der Schwarzen Nüsse auch eingeweichte Rosinen verwenden.

Die 4 Birnenscheiben in Öl kurz von beiden Seiten kurz anbraten, mit Ahornsirup beträufeln und karamellisieren.

Brötchen in Würfel schneiden, in Butter von allen Seiten knusprig braten und beiseitestellen.

Die Fourme d`Ambert-Türmchen habe ich wie folgt hergestellt. Zunächst wird das mit Butter verrührte Knäckebrot als Boden in den Anrichtring gedrückt. Darauf wird das ausgestochene Rote-Bete-Gelee gelegt.

Anschließend werden 15 g Agar Agar mit 50 ml Wasser verrührt und 2 Minuten gekocht. Nun zu dem in Sahne aufgelöstem Blauschimmelkäse geben, gut verrühren und auf die 4 Anrichtringe verteilen und im Kühlschrank fest werden lassen. 1/3 der Masse zurückbehalten. Sie wird als Abschluss-Schicht für das Türmchen benötigt.

Es dauert nicht lange bis die Masse fest ist. Jetzt kann die Schicht mit dem Birnenmus fertig gestellt werden. 15 g Agar Agar in 50 ml Wasser einrühren und 2 Minuten kochen. Anschließend unter das kalte Birnenmus rühren, in den Ring einfüllen und fest werden lassen.

Eine Schicht vom Blauschimmel-Mousse schließt die Füllung im Ring ab. Nochmals kalt stellen.

Auf einen Teller etwas vom Rote-Bete-Gel geben. Das Blauschimmelkäse-Türmchen auf den Teller setzen und mit der karamellisierten Birnenscheibe, den Schwarzen Nüssen, Granatapfelkernen, Croutons und den Minzeblättchen garnieren. Aus Filoteig und grobem Meersalz habe ich einen Cracker gebacken, der meine Dekoration ergänzt.

Zum diesem Gericht passt sehr gut ein Glas Grauburgunder oder Muskat.

Guten Appetit!

Weinbeeren im Backteig mit Rebensaft

 

 

Weintrauben im Backteig, Mango, Avocado

Der Abschied vom Sommer ist gekommen. Langsam färbt die goldene Herbstzeit Bäume und Sträucher mit wundervollen, glühenden Farben. Jetzt ist es wieder Zeit, dass in den Weinbergen grüne und blaue Weintrauben geerntet werden. Funkelnde Römer voller Wein, ja wer mag denn diese Köstlichkeit nicht? Oder wer liebt die fruchtigen Trauben nicht als süße Naschereien?

Die Wiege des Weinanbaues liegt vor Tausenden von Jahren ursprünglich zwischen dem Kaspischen und dem Schwarzen Meer. Die köstlichen Weintrauben nahmen vor langer, langer Zeit ihren Weg über Griechenland und Rom bis nach Germanien. Aufgrund dessen ist es uns heute vergönnt in den hiesigen Breitengraden schmackhaften Wein zu probieren und kreative Rezeptideen zu erschaffen.

Die Trauben schmecken uns auf beispielsweise auf dem Kuchen, in Desserts, zu herzhaftem Käse, im Joghurt und in Salaten. Für mein heutiges Rezept habe ich die süßen Trauben im Backteig gewendet und ausgebacken. Den Teig habe ich mit köstlichem Weissburgunder von Gasoni zubereitet. Die knusprig ausgebackenen Trauben habe ich anschließend auf Mangopüree und Avocadostückchen. Mit Puderzucker und einigen Minzblättchen garniert, schmeckt das herbstliche Dessert köstlich.

Rezept für vier Personen

Zutaten:

• 130 g Mehl
• 1 EL Zucker
• 1 Vanillezucker
• 2 Eigelb
• 2 Eiweiß
• 250 ml Weissburgunder, trocken aus dem Hause Markus Pfaffmann
• 1 EL Zitronensaft
• etwas Abrieb von der Tonkabohne
• 1 Prise Salz
• Öl zum Ausbacken

Zubereitung:

Das gesiebte Mehl, die Eigelbe, Zucker, Vanillezucker, Salz und Tonkabohnen-Abrieb in eine Schüssel geben und alle Zutaten gut vermischen. Den Teig etwa 30 Minuten kühl stellen und ruhen lassen. Anschließend das steif geschlagene Eiweiß unterheben.
Die einzelnen Weinbeeren durch den Teig ziehen und im heißen Öl goldgelb ausbacken. Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben.
Mango schälen, in Stücke schneiden und mit etwas Puderzucker fein pürieren. Avocado schälen und in Stücke schneiden. Weinbeeren und Avocado auf dem Mango-Püree anrichten und mit Minzeblättchen dekorieren.

Guten Appetit!

Ich lob die edlen Reben,
Die bringen uns guten Wein.
Nun sei mir willkommen,
Du edler Rebensaft!
Ich habe gar wohl vernommen,
Du bringst mir süße Kraft,
Lässt mir mein Gemüt nicht sinken
Und stärkst das Herze mein –
Drum wollen wir dich trinken
Und alle fröhlich sein!

Johann Fischart

 

Dieser Beitrag ist mit finanzieller Unterstützung von Gasoni/München entstanden.


					

Thüringer Rotwurst, Kürbispüree und Apfel im Glas

Kürbispüree, Thüringer Blutwurst, Apfelscheibe, geslazene Sahne, Majoran, Kürbiskerne.JPG

Die Thüringer Rotwurst nennt man so wegen ihres außerordentlichen Geschmacks. Ihre jahrhundertealte Tradition mit überlieferten Rezepturen hat sie weithin bekannt gemacht.

Die Rotwurst hat einen herzhaften, würzigen Geschmack und schmeckt hervorragend auf frisch gebackenem knusprigen Brot. Aber auch in der Pfanne erwärmt ist die „Königin der Blutwürste“ eine kulinarische Gaumenfreude. Durch die geografische Nähe meines Zuhauses zu Thüringen sind mir die Wurstwaren mit dem unnachahmlichen Geschmack natürlich bestens bekannt. Sehr gern werden sie in meiner Familie verspeist.

Die Blutwurst habe ich in der Pfanne gebraten und mit Kürbispüree, in Butter gebratener Apfelscheibe, frischem Majoran, gerösteten Kürbiskernen im Glas angerichtet. Ein Klecks frische Sahne krönt meine kleine Vorspeise.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

• 1 kleiner Hokkaido-Kürbis
• 150 g Thüringer Rotwurst
• 1 Apfel
• 2 cm frischer Ingwer
• 70 g Butter
• 200 ml Milch
• 200 ml Sahne
• Frischer Majoran
• Kürbiskerne, Pfeffer, Salz, Muskat

Zubereitung:

Kürbis waschen und das Innere auslösen. Den Kürbis und den geschälten Ingwer in Würfel schneiden und 20 Minuten in Salzwasser weichkochen. Danach die Kürbiswürfel abgießen, heiße Milch und Butter zufügen und ein cremiges Püree zubereiten. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Thüringer Rotwurst von der Schale befreien, in Scheiben schneiden, in etwas Butter von beiden Seiten braten. Apfel waschen, Kerngehäuse entfernen, in Scheiben schneiden und von beiden Seiten in etwas Butter dünsten. Sahne mit einer Prise Salz steif schlagen. Kürbiskerne ohne Fett kurz in einer Pfanne rösten.

Beim Anrichten zunächst die gebratene Blutwurst in das Glas füllen. Darauf das Kürbispüree und die Apfelscheibe verteilen. Zwischen den einzelnen Schichten beim Anrichten einige Blättchen frischen Majoran verteilen. Den Abschluss bildet die mit einer Prise Salz steif geschlagene Sahne. Obenauf einige geröstete Kürbiskerne verteilen.

Guten Appetit!

Schokoladenkuchen mit Stückchen von der Williams Christ-Birne


Zwar haben wir noch einige warme Sommertage aber der kalendarische Herbst hat längst begonnen. Nun hat die Birne, eine köstliche Frucht Saison. Saftig, fruchtig süß und mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen ist sie gesund und verführerisch. Die Birne ist vielseitig einsetzbar. Eine saftige, rohe Birne ist ein perfekter Gaumenschmaus. In der Küche wird sie beispielsweise für Kuchen, Torten, zu Käse, als Salat, zu herzhaften Wild- und Geflügelgerichten oder für Kompott verwendet. Die Sorte Williams Christ hat ihren Ursprung in England und ist mehr als 200 Jahre alt.

Leider sind die alten Birnensorten fast ausgestorben und aus unseren Gärten verschwunden. Auf Streuobstwiesen bekommen diese Sorten beispielsweise seit einigen Jahren wieder mehr Aufmerksamkeit. Und das ist gut so!

Für meinen Birnenschmaus habe ich die süßen, saftigen Birnen mit ihrem kräftigen Aroma in einem schokoladigen Kuchen versteckt. Was für ein Genuss!

Rezept für eine Kastenform

Zutaten:

• 3 große Birnen
• 200 g Zucker
• 125 weiche Butter
• 250 g Mehl
• 4 Eier
• 50 ml Milch
• 3 EL Kakao
• 1 Backpulver
• 100 g gehackte Mandeln
• 200 g Vollmilch-Kuvertüre
• ½ TL Zimt

Zubereitung:

Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.
Die gehackten Mandeln in einer Pfanne ohne Fett rösten und abkühlen lassen.
Die Birnen schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Eier mit dem Zucker und der Butter schaumig rühren. Das Mehl mit dem Kakao, Zimt und Backpulver mischen, sieben, zur die Butter-Zucker-Ei-Mischung und dabei die Milch unterrühren. Anschließend die Birnenstückchen und die gerösteten Mandeln dazu geben und gut verrühren.

Den Teig in eine gefettete Kastenform geben und 60 Minuten backen. Dem Birnenschmaus steht nun nichts mehr im Wege!

Der Birnenschmaus

So komm, du lieber Sonnenschein,
Lass unsre Birnen gut gedeih’n!
Und wenn sie gelb geworden sind,
Dann komm und wehe, lieber Wind!
Komm, Wind, und schüttle jeden Ast
Und lad‘ uns alle samt zu Gast!
Dann eilen wir zum Haus hinaus
Und halten einen Birnenschmaus.

Hoffmann von Fallersleben

Das Beste vom Huhn gefüllt mit Schwarzen Nüssen auf Fenchelpüree

Das Beste vom Huhn gefuellt mit Schwarzen Nuessen auf Fenchelpueree

Huhn oder Ei – Was war wohl zuerst da? Bereits in der Antike wurde diese philosophische Frage besprochen. Evolutionsforscher sind sich jedoch heute einig, dass zuerst das Ei da war!

Hühner und deren Legeprodukte sind mir seit meiner Kindheit vertraut. Meine Großeltern hatten einen kleinen Bauernhof mit vielen verschiedenen Tieren. Dazu gehörten natürlich auch Hühner. Es war als Kind sehr spannend mit der Oma in den Hühnerstall zu gehen, um die eben gelegten Eier in einem Korb einzusammeln. Aufgeregt unter lautem Gegacker stoben die Hühner auseinander. Nun fiel das Einsammeln der Eier ziemlich leicht. Am nächsten Tag wurde daraus appetitliches Rührei mit Speck und Zwiebeln gezaubert. Dazu gab es Kartoffeln und Gurkensalat.

Sonntags – ich erinnere mich gut – gab es hin und wieder etwas Leckeres aus einem Federvieh. Ein Huhn wurde geschlachtet und Oma bereitete daraus eine aromatische Suppe mit selbst gemachten Nudeln zu. Den köstlichen Duft der dampfenden Nudelsuppe habe ich heute noch in meinem Gedächtnis und koche gern ab und zu diese überlieferte Hühnersuppe.

Für mein heutiges Rezept habe ich Hühnerfleisch, Eier, Fenchel, Champignons und Schwarze Nüsse verwendet.

Rezept für 10 Personen

Zutaten:

• 5 frische französische Maishähnchen
• 5 Knollen Fenchel
• 1 kg Champignons
• 30 Stück Schwarze Nüsse
• 10 Stück gekochte Eier
• 100 ml Rapsöl
• 30 ml Fenchelöl
• 150 ml Madeira
• 300 ml Pilzfond
• 10 ml Apfelessig
• 30 ml Tannenhonig
• 2 Lorbeerblätter
• 1 Zwiebel
• Salz, schwarzer Pfeffer, Fenchelsamen, Fenchelgrün, Szechuanpfeffer
• 30 g Ducca (Selbst geröstet und gemörsert in einer fettfreien Pfanne aus Walnusskernen, Kürbiskernen, Pinienkernen, Sonnenblumenkernen, Schwarzem Sesam, Kreuzkümmel, Koriander, Schwarzem Pfeffer, Zimt, Salz.)

Zubereitung:

Zunächst 10 Hühnereier in 10 Minuten fest kochen, abkühlen lassen und schälen.

Fenchel schälen in Würfel schneiden und in Salzwasser mit den Lorbeerblättern etwa 10 Minuten garen. Den Fenchel abgießen, ausdampfen lassen und die Masse in einen Mixbecher füllen. Mit dem Mixstab alles zu einem feinen Püree mixen und mit Apfelessig, Tannenhonig, Salz und Szechuanpfeffer abschmecken. Püree durch ein feines Sieb streichen. Fenchelsamen in einer Pfanne ohne Fett kurz rösten und ganz fein mörsern und das Püree damit abschmecken und warmhalten.
Etwas Fenchel in Scheiben hobeln, salzen und in etwas Öl von beiden Seiten goldbraun anbraten und warmhalten.

Champignons putzen und in feine Scheiben schneiden. Zwiebel in feine Würfel schneiden und in Butter glasig braten. Pilze dazu geben und mitbraten. Einige Scheiben von den Pilzen beiseitelegen und warmhalten. Die werden beim Anrichten benötigt. Die Champignons mit Madeira ablöschen, den Pilzfond aufgießen, mit Ducca würzen, die Soße einkochen lassen und durch ein feines Sieb geben. Soße mit kalter Butter montieren und nochmals mit Salz und Szechuan-Pfeffer abschmecken und warmhalten.

Das Supreme vom Maishähnchen ist ein typisch französischer Zuschnitt aus dem Brustfleisch des Hähnchens mit dem oberen Flügelknochen. Ich habe das Hühnchenbrustfilet allerdings ohne Knochen zugeschnitten. Das saftig köstliche Fleisch eignet sich sehr gut zum Zubereiten in kurzer Zeit, besonders auch für mehrere Personen. Aus den übrigen Teilen der Hähnchen lässt sich später ein wunderbares Ragout zubereiten.

Die Hähnchenbrustfilets an der langen Seite horizontal einschneiden, aufklappen, in einen Gefrierbeutel geben, plattieren, salzen und pfeffern. Schwarze Nüsse in feine Würfel schneiden und auf das Filet geben. Darauf wird das gekochte Ei platziert. Filets vorsichtig von der Längsseite her aufrollen und mit einer Rouladennadel befestigen und außen ebenfalls pfeffern und salzen. Die Rouladen von allen Seiten knusprig im Öl anbraten. Anschließend kommen die Rouladen auf ein Backblech und werden im vorgeizten Ofen bei 150° C etwa 15 Minuten fertig gegart. Vor dem Servieren und Anschneiden einige Minuten ruhen lassen.

Die fertigen Hähnchenbrustfilets – für eine Person habe ich ½ Brustfilet gerechnet – mit einem scharfen Messer in gleichmäßige Scheiben schneiden und auf dem Fenchelpüree anrichten. Gebratene Fenchelscheiben neben dem Püree verteilen. Die Pilzsoße auf dem Teller verteilen und mit gebratenen Pilzscheiben dekorieren.

Frisches Fenchelgrün, einige Tropen selbst gemachtes Fenchelöl und einige Blüten vervollkommnen das Gericht.

Schlemmer-Hühnchen-Cheese-Burger mit Ragout fin und Schwarzen Nüssen

Schlemmer-Hühnchen-Burger mit Ragout fin und Schwarzen Nüssen-001

Ein leckerer, saftiger, herzhafter Burger geht immer! Jung und Alt lieben diese kulinarische Köstlichkeit. Für einen perfekten Burger-Schlemmer-Genuss ist viel Fantasie gefragt. Wer kann schon widerstehen, wenn der Rost angeheizt ist, die Burger-Pattys aufgelegt werden und der unnachahmliche Duft von gebratenem Fleisch aufsteigt. Ja, da läuft einem förmlich das Wasser im Mund zusammen!
Ich habe Schlemmer-Burger mit zarten Hühnchen-Pattys kreiert, die mit saftigem Ragout fin aus Hühnchen, Cheddar, knackigen Salat, Tomate, Gurken, knusprigen Speck und Scheiben von Schwarzen Nüssen komplettiert. Für meinen traumhaften Burger habe ich nur regionale Produkte verwendet. Selbstgebackene Buns und knusprige Pommes frites vervollständigen meine Kreation, so dass einem perfektem Burger-Genuss nichts mehr im Wege steht!

Rezept für 4 Personen

Zutaten/Buns:
• 300 g Mehl
• 2 EL Trockenhefe
• 120 ml lauwarme Milch
• 50 ml lauwarmes Wasser
• 30 ml Rapsöl
• ½ TL Zucker
• ½ TL Salz
• 1 Ei
• 1 Eiweiß
• Tintenfischtinte
• Sesam

Zubereitung/Buns:

Backofen auf 200°C Ober-und Unterhitze vorheizen.
Lauwarmes Wasser, lauwarme Milch, Hefe, Rapsöl und Zucker verrühren und 15 Minuten gehen lassen. Anschließend Tintenfischtinte einrühren und Mehl, Salz und Ei zugeben. Alle Zutaten gut verkneten, in vier gleich große Stücke teilen und zu Kugeln formen.
Kugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, mit einem Tuch abdecken und nochmals 15 Minuten gehen lassen. Danach Bans oben mit leicht geschlagenem Eiweiß bestreichen, mit Sesam bestreichen und 15 Minuten backen.

Zutaten/Pattys:

• 400 g Hähnchenbrustfilet
• 30 g Paniermehl
• 1 Ei
• 2 EL Sahne
• Salz
• Öl zum Braten
• Gewürzmischung aus Koriander, Bockshornkleesamen, Paprika, Pfefferminz, Kurkuma, Bohnenkraut, Basilikum, Zimt, Nelken, Salz, Ringelblume, Pfeffer, schwarz

Zubereitung/Pattys:

Hähnchenbrustfilet durch den Fleischwolf drehen und mit Paniermehl, Ei, Sahne, Salz und etwas Gewürzmischung pikant abschmecken.
Mit einer Hamburgerpresse anschließend 4 gleichgroße Pattys formen und von beiden Seiten auf dem Grill  goldgelb grillen oder in der Pfanne braten und zur Seite stellen.

Zutaten/Ragout fin:

• 400 g (Dose) Ragout fin mit Geflügelfleisch und Champignons
Zubereitung/Ragout fin:
Das fertige Ragout fin in einen Topf geben, erwärmen und eventuell nachwürzen.

Weitere Zutaten:

• 150 g Schnittkäse
• Schwarze Nüsse
• Salatblätter
• Tomatenscheiben
• Gurkenscheiben
• 4 Bacon-Scheiben, gebraten und zerkrümelt
• 4 Kartoffeln von Hand zu Pommes geschnitten
• Öl zum Frittieren

Zubereitung/ Pommes:

Kartoffeln schälen, waschen trocken tupfen in dicke Scheiben und die wiederum in dicke Stifte schneiden und in heißem Öl knusprig frittieren und salzen.

Zusammensetzen der Burger:

Auf die untere Hälfte des Burger-Brötchens etwas  Ragout fin-Soße geben, darauf Salatblätter und Gurkenscheiben verteilen. Es wird weiter geschichtet mit einer Scheibe Schnittkäse. Darauf kommt ein Patty. Darauf folgen einige Scheiben von Schwarzen Nüssen und Tomatenscheiben, die wiederum mit einer Scheibe Schnittkäse bedeckt werden.
Zuoberst wird nun alles mit Ragout fin bedeckt, welches ich an einer Seite hinablaufen ließ. Gebratener und zerkrümelter Bacon ist das Topping für meinen Burger bevor der Deckel aufgesetzt wird.

Schlemmer-Burger zusammen mit den Pommes und einer extra Portion Ragout fin hübsch anrichten und genießen.

 

Saint Agur Award 2018 des „BEEF-Kochmagazin – Männer kochen anders“ in Hamburg


„Wollten Sie Ihr Rezept schon immer mal in der BEEF! sehen?“ titelte vor einigen Wochen die BEEF-Redaktion von Gruner+Jahr GmbH, einem der größten Verlagshäuser Europas in Hamburg.

Diese Herausforderung wollte ich gerne annehmen! Vorgegeben war nur eine Zutat, nämlich Saint Agur ein cremiger, feinwürziger Blauschimmel-Käse aus Frankreich. Anschließend begann die Kopfarbeit und ich tüftelte, probierte, verwarf, dachte erneut tagelang nach.

Letztendlich war meine Kreation „Steak mit cremigen Saint Agur/Möhren-Speck-Kartoffel-Salat/ Petersilien-Pesto/Pflaumen-Chutney mit Kaffee/Rauchnote“ fertig und es ging an den Kochtopf! Nachdem ich gebrutzelt und gesotten hatte, setzte ich mein Gericht fototechnisch in Szene und reichte Rezept und Foto beim Verlag ein.

Als Einsendeschluss war der 31. Mai 2018 vorgegeben. Täglich sah ich mir die eingereichten Fotos der Teilnehmer an. Schlussendlich hatten sich bundesweit 65 kreative Hobbyköche beteiligt. Der Einsendeschluss war vorbei und die Spannung stieg! Die Redaktion teilte mir eines Tages mit, dass ich mit anderen zwei Gewinnern nach Hamburg in die Versuchsküche eingeladen bin, um mein Gericht im Life-Cooking vor Ort zu kochen.

Meine Aufregung  und Begeisterung über diese Einladung war riesig!

Am 23.06.2018 setzte wir  uns – meine Tochter Dörthe und ich – in den Zug und los ging die Reise nach Hamburg. Anreise und Übernachtung in St. Paulis Lifestyle-Hotel „Empire Riverside Hotel“ in der Nähe der Hamburger Landungsbrücken einschließlich Frühstück gehörten ebenfalls zum Preis. Nach einer problemlosen, vierstündigen Zugfahrt checkte ich mit meiner Tochter im 4-Sterne-Hotel ein. Nach einer kurzen Ruhephase visualisierte ich das Kommende.

Gegen 17 Uhr wurden wir drei Gewinner von Taxis abgeholt und fuhren in das Verlagshaus. Freundlich wurden wir vom Team begrüßt und in die Küche geleitet. Nach einer kurzen Einweisung, jeder hatte seinen eigenen Herd, bereiteten wir unsere Gerichte in 90 Minuten zu. Der Adrenalinspiegel stieg an und wir hatten sozusagen alle Hände voll zu tun!

Die Jury bewerte jedes der drei Gerichte und vergab die Plätze 1 bis 3 im Wettbewerb. Beim anschließenden Food-Fotoshooting wurden die Ergebnisse in Szene gesetzt. In diesem großartigen Finale konnte ich den 2. Platz erringen und war überglücklich!
Es war ein so toller Abend mit netten, freundlichen und kreativen Menschen, der mir lange in Erinnerung bleiben wird!

Im August werden unsere Rezepte mit Fotos im Magazin „BEEF – Männer kochen anders“ veröffentlicht!

Ein riesiges Dankeschön an die BEEF-Redaktion von Gruner und Jahr für dieses Event!

In der Tageszeitung wurde am 04. Juli 2018 über meine Teilnahme am Kochwettbewerb in Hamburg ein Bericht veröffentlicht.  Mitteldeutsche Zeitung/Naumburger Tageblatt 


 

Japanische Auberginen mit Knoblauch und Aprikosen

Heute zeige ich ein farbenfreudiges, schnelles und leichtes Essen, dass ich aus vorhandenen Zutaten zubereitet habe. Gerade in den heißen Sommermonaten hat man Appetit auf leichte, gesunde Kost. Obst und Gemüse sollten täglich auf unserem Speiseplan stehen.

Zutaten:

• Japanische Auberginen
• Aprikosen
• Gehacktes
• Knoblauch
• Koriander
• Limette
• Salz, Pfeffer
• Ducca
• Afrikanisches Perlensalz
• Rapsöl

Zubereitung:

Auberginen waschen, trocken tupfen und in mundgerechte Stücke schneiden. Aprikosen waschen und entsteinen. Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. Öl in der Pfanne heiß werden lassen, die Auberginenstücke mit Salz, Pfeffer, Limettensaft- und Abrieb würzen und etwa 5 Minuten braten und warm stellen. In der gleichen Pfanne die entsteinten Aprikosenhälften kurz in Öl braten.

In einer zweiten Pfanne das Gehackte mit Zwiebelwürfelchen krümelig braten und mit Pfeffer, Salz würzen.

Vom Vortag hatte ich noch Brötchen übrig. Die habe ich in Scheiben geschnitten und in Öl knusprig gebraten.

Anrichten wie auf dem Foto, mit gerösteten Brötchenscheiben, Ducca, afrikanischem Perlensalz und frischem Koriander.

Köstliche Taglilien – gefüllt und gebacken

Taglilie 2

“Earth laughs in flowers.”- Ralph Waldo Emerson hatte mit dieser Aussage recht, denn Blumen sind tatsächlich das Lächeln der Erde.

Die wunderschöne Taglilie, die ihren Namen nicht zu Unrecht trägt, blüht nur einen Tag in vollster Pracht. Die Taglilie wurde zur Staude des Jahres 2018 gekürt. Taglilien blühen im Zeitraum von Juni bis September. Ihre knackigen Blüten sind essbar und haben je nach Sorte einen zitronigen oder scharfen Geschmack. In der Küche sind die Blüten vielseitig einsetzbar. Ich habe mich heute für eine farbenfrohe Vorspeisen-Variante – gefüllte Blüten und ausgebackene Knospen – entschieden. Mit dieser bunten, nicht alltäglichen Vorspeise zaubert man jedem Griesgram ein Lächeln ins Gesicht.

Für 4 Personen

Zutaten/Füllung:

• 8 Blüten, 8 Knospen
• 250 g Quark
• 200 g Crème fraîche
• Sahne
• Salz, Pfeffer
• Limettensaft- und Abrieb

Zutaten/Backteig:

• 100 g Mehl
• 100 ml Milch
• 1 Ei
• Prise Salz
• Mineralwasser mit Kohlensäure
• Rapsöl zum Ausbacken

Zubereitung:

Quark, Sahne, Crème fraîche, Salz, Pfeffer, Limettensaft- und Abrieb werden miteinander gut vermischt und pikant abgeschmeckt. Mit dieser Creme werden die Blüten vorsichtig gefüllt.

Für den Backteig werden Mehl, Milch, Ei, eine Prise Salz und Mineralwasser mit dem Schneebesen zu einem u einem cremigen Teig verrührt. Dir Knospen durch den Backteig ziehen und im heißen Öl ausbacken.

Blüten mit Füllung, gebackene Knospen hübsch anrichten und mit Schnittlauch und Kresse bestreut anrichten.