Entrée mit Wildlachs auf Paprika-Apfel-Brunoise, Vitelotte-Chips und Sriracha Mayoo

 

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Heute habe ich mir eine kleine, feine, festliche Vorspeise für die Weihnachtsfeiertage überlegt. Frische Zutaten wie beispielsweise Paprika, Salat, Zitrone, Äpfel und Kräuter habe ich eigentlich immer vorrätig. In der Winterzeit vergeht kein Tag, an dem ich diese Lebensmittel nicht verwenden würde. Also habe ich mich ans Werk gemacht, denn vor meinem geistigen Auge wusste ich bereits wie der Vorspeisenteller aussehen sollte. Das Entrée ist eine sehr leichte Vorspeise, die in der Zubereitung nicht sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und auf dem Teller was hermacht.

Zutaten:

  • Wildlachs
  • Gelbe und rote Paprika
  • Apfel „Granny Smith“
  • Rote Zwiebel
  • Zitrone
  • Vitelotte
  • Sriracha Mayoo – sehr scharfe, vegetarische, thailändische  Chilicreme
  • Frischer Wald- und Wiesensalat mit Blüten
  • Olivenöl, Rapsöl
  • Knoblauch
  • Schwarzer Pfeffer, Salz, Apfelessig, Honig
  • Frühlingszwiebel

 

Zubereitung:

Vitelotte schälen und in dünne Scheiben schneiden. In einem Topf Rapsöl erhitzen. In 5 Minuten die Kartoffelscheiben knusprig frittieren, auf Küchenpapier abtropfen lassen, etwas salzen und beiseite stellen.

Apfel „Granny Smith“, gelbe und rote Paprika und rote Zwiebel in sehr feine Würfel – Brunoise, Gemüsewürfel 1-2 mm – schneiden, etwas salzen und mit geschnittenem Lauch der Frühlingszwiebel kurz in Olivenöl dünsten. Warm stellen.

Wildlachs in breite Streifen schneiden. Aus Honig, Apfelessig, Zitronensaft und einer Prise Salz eine Marinade rühren und den Lachs damit einstreichen. In einer Pfanne Olivenöl erhitzen, etwas gehackten Knoblauch dazu geben und die Lachsstücke von beiden Seiten bei milder Hitze braten. Die Fischstücke während des Bratens mit Marinade bestreichen. Aufpassen, dass der Knoblauch nicht zu dunkel wird. Gleichzeitig in der Pfanne Zitronenscheiben mit braten. Fisch aus der Pfanne nehmen und warm halten.

Die Paprika-Apfel-Brunoise auf einem Teller verteilen und Lachsstücke darauf anrichten. Vitelotte-Chips , Wald-  und Wiesensalat, Blüten, gebratene Zitronenscheiben und Chilicreme dekorativ auf dem Teller anrichten.

 

 

Russischer Zupfkuchen

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Den Russische Zupfkuchen backe ich bereits seit über dreißig Jahren nach dem folgenden Rezept. Er gelingt immer und ist aufgrund des hohen Butteranteils besonders saftig. Dieser Kuchen ist eine köstliche Kombination aus Quarkkuchen und Schokoladenkuchen. Ich finde, dass er gerade ich der Advents- und Weihnachtszeit besonders gut auf eine gemütliche Kaffeetafel passt. Beim Ausprobieren keine Angst haben, denn er gelingt immer!

Zutaten  für den Teig:

  • 250 g Mehl
  • 125 g Zucker
  • 200 g Butter
  • 1 Ei
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 3 EL Kakao
  • Etwas Milch

Zutaten für die Füllung:

  • 250 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 500 g Quark
  • 3 Eier
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Puddingpulver Sahnegeschmack

Zubereitung:

Für den Teig das gesiebte Mehl, Zucker, Vanillezucker, Backpulver und den Kakao sorgfältig mischen. Die Butter in einem Topf zerlassen, abkühlen, mit einem Ei zu der Mehlmischung geben und kneten. Der Teig muss ziemlich fest sein.

Für die Füllung den Quark, Zucker, Vanillezucker, Eier, Zitronensaft, Puddingpulver mischen und die zerlassene Butter zugeben. Mit dem Schneebesen wird die Masse cremig gerührt.

Eine Springform einfetten, mit Semmelbrösel bestreuen und etwa die Hälfte des Teiges für den Boden verwenden. Gleichzeitig wird ein hoher Rand angedrückt. Darauf wird die Quarkfüllung verteilt. Der restliche Teig wird in Flöckchen auf die Quarkfüllung gezupft.

Im vorgeheizten Ofen wird der Kuchen bei 180°C 40 Minuten gebacken. Anschließend den Kuchen mit Backpapier abdecken und weitere 30 Minuten backen. Kuchen abkühlen lassen, aus der Form nehmen und genießen.

Mandelkern-Schoko-Schätzchen

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Es ist wieder die schöne, arbeitsaufwändige  Zeit der Weihnachtsbäckerei. Draußen ist es zeitig dunkel, stürmisch und kalt. Drinnen in der Stube ist es bei Kerzenschein und einer Tasse Kaffee gemütlich. Ja klar, dazu gehören köstliche Plätzchen in verschiedenen Varianten. Bevor es so richtig gemütlich werden kann, mache ich mich dann mal an das Backen der Plätzchen. Alle Zutaten stehen in der Küche bereit und es riecht lecker nach Zimt, Kardamom, Vanille, Zitrone und anderen Backzutaten.

Das erinnert mich an ein altes Kinderlied mit einer hübschen Melodie, welches zu den Mandelplätzchen passt:

„O es riecht gut, o es riecht fein
Heut rühr’n wir Teig für Plätzchen ein.
In der Küche wird gebacken
Helft nur alle Mandeln knacken
O es riecht gut, o es riecht fein.“

Heute bereite ich in meiner Backstube leckere Plätzchen mit Schokolade und Mandelkernen zu. Sie sind einfach herzustellen. Man braucht nur etwas Fingerspitzengefühl beim Formen des Backwerks.

 Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 250 g Butter
  • 180 g Zucker
  • 2 Eier, Eigelb, etwas Milch
  • 1 Vanillestange oder Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • Süße Mandeln
  • 200g Schokolade

Zubereitung:

Butter,  Zucker, Ei schaumig rühren. Eine Prise Salz und eine ausgekratzte Vanilleschote dazu geben. Dann das gesiebte Mehl langsam  unterrühren und einen geschmeidigen Teig kneten. Den Teig in eine Folie wickeln und 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Backofen auf 180° C vorheizen. Das Backblech mit Backpapier auslegen. Arbeitsfläche emehlen  und den Teig dünn ausrollen. Plätzchen rund ausstechen. Ich habe einen Ausstecher mit gewelltem Rand verwendet. Ein Eigelb mit etwas Milch verquirlen. Etwas Eigelb in die Mitte eines jeden Plätzchens geben und eine geschälte Mandel drauf drücken. Das untere Teil des Plätzchens wird vorsichtig nach oben geschlagen und etwas fest gedrückt. Die obere Hälfte der Mandel muss zu sehen sein. Die Plätzchen mit etwas Abstand auf dem Blech verteilen und etwa 10 Minuten backen und abkühlen lassen.

Inzwischen die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Jedes Plätzchen wird mit dem unteren Teil in die Schokolade getaucht und zum Trocknen auf ein Gitter  gelegt. Wenn die Plätzchen fertig sind zum Aufbewahren in eine Blechdose geben und weit weg stellen, denn sonst sind sie bald verspeist.

 

Quittenkonfekt

Mit einem Gläschen Sherry und Minzblättchen serviert, ist das Quittenkonfekt sehr lukullisch.

Vor einer Woche hatte mein Mann aus dem Hofladen des Naumburger Apfelmarktes leuchtend gelbe und duftende Quitten mitgebracht. Einige Tage habe ich sie noch liegen gelassen. Daraus wollte ich Quittengelee machen. Gesagt und getan! Einige Gläschen köstliches Quittengelee standen bald in meinem Regal. Das Fruchtmus, welches bei der Herstellung des Saftes entstand, war zum Wegwerfen viel zu schade. Ich überlegte mir, dass ich daraus doch einmal Quitten-Konfekt – manche nennen es auch Quittenbrot – machen könnte.

Die Heimat der Quitten liegt ursprünglich im Kaukasus, deren Kultivierung vor 4000 Jahren nachgewiesen werden konnte. Die Quitten enthalten viel Vitamin C, Kalium, Zink, Eisen u.a. Inhaltsstoffe.

Für die Herstellung des Quittenkonfektes braucht man  etwas Zeit und man muss Geduld haben. Das Rezept ist einfach umzusetzen und man wird mit leuchtend rotem, glitzerndem Quitten-Konfekt belohnt. Ich habe einige Stückchen mit Minzblättchen und einem Gläschen Sherry angerichtet. Die Quittenstückchen könnte man aber auch mit Schokolade überziehen und mit einem Mandelplättchen verzieren.  Ein Klecks Sahne und eine Tasse Kaffee dazu schmeckt mit Sicherheit ebenfalls sehr köstlich. Auf einer Käseplatte würde das rote Konfekt ebenso gut zu verschiedenen Käsesorten passen. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Rezept

Zutaten:

  • 1 kg Quitten
  • 40 ml Zitronensaft
  • Zucker
  • 800 ml Wasser
  • Wer mag, kann etwas Zimt, Kardamom, Apfelsinen-, oder Zitronenabrieb zufügen.

Zubereitung:

Die Quitten mit einem Tuch abreiben, um den Flaum zu entfernen.  Quitten waschen und mit einem Küchentuch trocken reiben und den Stiel und die Blüte entfernen. Das Kerngehäuse der Quitten entfernen, in Würfel schneiden und in einen großen Topf geben. Mit Wasser bedeckt aufkochen und etwa 45 Minuten weich kochen. Anschließend das Fruchtfleisch aus dem Topf nehmen, abtropfen und abkühlen lassen.

Der Saft kann in einem anderen Arbeitsgang zu Gelee verarbeitet werden.

Das abgekühlte Fruchtpüree wiegen und mit der gleichen Menge Zucker in einen Topf schütten. Mit einem Kartoffelstampfer zerkleinern und vorsichtig aufkochen lassen. Zitronensaft und Gewürze nach Geschmack dazu geben und unter Rühren etwa 30 Minuten – bis eine breiige Masse entsteht –  leise köcheln lassen.  Ein Backblech mit Alufolie auslegen und die Masse etwa einen Zentimeter dick drauf streichen.

Backofen  auf 150° C vorheizen, das Blech in den Backofen schieben und die Masse etwa drei Stunden im Ofen trocknen. Die Ofentür muss einen Spalt geöffnet sein, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Dazu kann man einen Kochlöffel zwischen Tür und Ofen schieben. Bitte aufpassen,  dass der Löffel nicht an die Heizspiralen kommt! Im Ofen auskühlen lassen. Am nächsten Tag in Rauten, Rechtecke schneiden oder mit einer Plätzchenausstecher ausstechen.

Sollten die Stücke noch zu feucht sein müssen sie weiter getrocknet werden. Dazu habe ich sie mit dem Blech noch zwei Tage auf die Heizung gestellt und dabei auch einmal gewendet. Hier braucht man etwas Fingerspitzengefühl.

Wenn das Quittenkonfekt trocken genug ist, kann man es in Zucker, Hagelzucker wälzen oder mit Schokoladen-Kuvertüre überziehen.

 

Thymian-Hähnchenkeulen mit Thüringer Klößen, Rosenkohl, Karottenstreifen und Champignons

Ein leckeres Geflügelgericht, welches durchaus ein wunderbares Weihnachtsessen ist.

Ein leckeres Geflügelgericht, welches durchaus ein wunderbares Weihnachtsessen sein kann.

Dieses Gericht ist ein klassischer Gaumenschmaus der deutschen Küche. Ich habe es mit frischen Zutaten der Saison traditionell zubereitet. Gerade in der kalten Jahreszeit erwärmt dieses klassische Gericht sozusagen die Seele und tut einfach gut. Beim Zubereiten, Schmoren, Kochen zieht ein feiner, herzhafter Duft durch die Küche. Diese saftige, knusprige Schlemmerei habe ich hübsch auf einer antiken Platte angerichtet. Mein Gericht – Thymian-Hähnchenkeulen und Thüringer Klöße – habe ich mit der aromatischen Soße und dem feinen Gemüse der Saison  beträufelt.

Thüringer Klöße sind ein absolut leckerer Bestandteil der regionalen Küche. Ursprünglich waren Klöße ein einfaches Arme-Leute-Essen. Sie kamen in gekochter, aufgewärmter und gebratener Form mittags oder abends auf den Tisch. Thüringer Klöße werden zu fleischhaltigen Gerichten mit viel Sauce serviert.

Das ist eines deiner leckersten Gerichte der klassischen Küche…sagt mein Mann.

Rezept für vier Personen

Zutaten:

Für die Hähnchenkeulen:

  • 4 Hähnchenkeulen
  • 100 g geräucherten Speck
  • 1 Knoblauchzehe
  • 300 ml Gemüse- oder Geflügelbrühe
  • 200 ml Weißwein
  • Salz, Pfeffer, Cimichurri (argentinische Gewürzzubereitung)
  • Etwas frischen Thymian
  • Butterschmalz

Für die Klöße:

  • 3 kg mehlig kochende Kartoffeln
  • 2 altbackene Brötchen
  • 30 g Butter
  • Salz

Für das Gemüse:

  • 4 Karotten
  • Etwa 200 g Rosenkohl
  • 20 kleine, braune Champignons

Zubereitung:

Hähnchenkeulen abwaschen und mit Küchenpapier trockentupfen. Mit Salz, Pfeffer, Knoblauch würzen und mit Chimichurri ringsherum einreiben. Keulen in der Pfanne in heißem Butterschmalz von allen Seiten braun braten. Inzwischen den Boden eines Bräters mit den geräucherten Speckscheiben auslegen und die Thymianblättchen einstreuen. Darauf die gebratenen Keulen verteilen und mit der Brühe und dem Weißwein aufgießen. Im vorgeheizten Backofen unter häufigem Begießen mit dem Brühe-Wein-Gemisch etwa 1 Stunde bei 180° Grad garen. Kurz bevor die Hähnchenschenkel fertig gegart sind, habe ich sie noch mit Salzwasser bestrichen. Dadurch wird die Haut sehr schön knusprig.

Wenn die Keulen fertig sind, werden sie warm gehalten. Der würzige Sud wird durch ein Sieb gegossen und mit etwas Mehlbutter gebunden.

Karotten schälen, mit dem Sparschäler in Streifen schneiden und in Salzwasser garen. Vom Rosenkohl einzelne Blättchen abzupfen und in Salzwasser blanchieren. Kurz vor dem Anrichten werden die Karotten und die Rosenkohlblättchen in heißer Butter geschwenkt. Die Champignons mit einem Küchentuch abreiben, in sehr heißem Butterschmalz kurz braten,  mit Salz würzen und warm halten.

Kartoffeln schälen, waschen und abtropfen lassen. 2 kg Kartoffeln fein reiben, in ein Tuch geben und die Flüssigkeit (Kartoffelstärke) auffangen. Die geriebenen Kartoffeln müssen anschließend sehr gut ausgedrückt werden und mit einem TL Salz und etwa 3 EL der abgesetzten Kartoffelstärke gemischt werden.

1 Kg Kartoffeln werde in Stücke geschnitten und in Salzwasser weich gekocht. Wenn die Kartoffeln weich sind, werden sie mit dem Kochwasser zu vorsichtig einem dickflüssigen Brei püriert. Der Brei wird dann im geschlossenen Topf zum Kochen gebracht. Nun mit einer Kelle portionsweise über die geriebenen Kartoffeln gießen und sofort alles gut vermischen. Die beiden Kartoffelteige so lange mit dem Holzlöffel verrühren, bis der Teig sich gut verbunden hat.

Nun die Brötchen würfeln und in der Butter braten.

Inzwischen einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Hände in kaltes Wasser tauchen und Kloßmasse abstechen, formen, eine Vertiefung eindrücken, 3 Brotwürfel in die Mitte geben und gut zusammendrücken. Hände wieder in kaltes Wasser tauchen und schöne runde Klöße formen. Alle geformten Klöße in das siedende Wasser geben und etwa 20 Minuten ziehen lassen. Danach mit einer Schaumkelle herausnehmen, abtropfen lassen und mit den Hähnchenkeulen und dem Gemüse hübsch anrichten.

Ich würde sagen, wer das Rezept mal ausprobiert, wird begeistert sein. Guten Appetit!

Küchenkalender „Esszimmerimpressionen“ 2017

Kalender 2017

Mein Küchenkalender „Esszimmerimpressionen“ für das Jahr 2017 ist online!

Ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk, dass zum Nachkochen anregt, denn auf meinem Blog gibt es die Rezepte dazu!

Mit frisch gekochten, vorwiegend saisonalen und kulinarischen Gerichten möchte ich die Gaumen verwöhnen. Die Rezepte, der im Kalender gezeigten Speisen, ob Suppe, Hauptgericht oder Dessert können im Detail auf diesem Blog gelesen werden.

Viel Spaß und Freude beim Kochen, Backen, Ausprobieren und Genießen!

Küchenkalender “Esszimmerimpressionen” 2017

 

Köstlicher Apfelkuchen wie zu Großmutters Zeiten

Apfelkuchen mit dem Geschmack saftiger, roter Äpfel.

Apfelkuchen mit dem Geschmack saftiger, roter Äpfel, Zimt und süßen Mandeln.

Und schon wieder beginnt die kalte, neblige und dunkle Jahreszeit. Bereits in drei Wochen fängt die heimelige Adventszeit an. Dann zieht wieder Vorfreude, Behaglichkeit und Besinnlichkeit in die Stuben ein. Köstliche Düfte von Gebackenem, Schokolade, Zimt, Äpfeln, Kaffee und Kakao ziehen durch alle Räume. Ein warmes, goldenes Feuer knistert im Ofen und es duftet nach leckeren Bratäpfeln mit Vanillesoße.

Kerzen verbreiten einen zauberhaften Schimmer auf der Sonntags-Kaffeetafel. Die ganze Familie hat sich am großen, runden Tisch versammelt. Ein verführerisch duftender Apfelkuchen, verziert  mit Zuckerguss und  gerösteten Mandeln und mit dem Geschmack saftiger, roter Äpfel steht mitten auf dem Tisch. Einfach unwiderstehlich! Jeder bekommt ein Stück vom Kuchen auf seinen Teller gelegt und einen Klecks Sahne dazu. Kaffee für die Großen und heißer Kakao für die Kleinen wird in die bereit stehenden Tassen eingegossen. Nun kann der Schmaus beginnen.

Hernach holt die Großmutter aus der Kommode das dicke, riesengroße Märchenbuch hervor und legt es auf den Tisch. Die Seiten knistern und rascheln beim Blättern. Die Vorfreude auf ein Märchen lässt die Kinderaugen strahlen. Sie hat das Märchen vom Rotkäppchen, das der Großmutter köstlichen, selbstgebackenen Kuchen und Wein bringen soll, gefunden. Alle lauschen gespannt und die Großmutter beginnt zu lesen: „ Es war einmal…“

Damit ihr ebenfalls einen solch schönen Adventsnachmittag genießen könnt, verrate ich jetzt das Rezept für den Apfelkuchen mit Zuckerguss und gerösteten Mandeln und wünsche euch eine schöne Adventszeit.

Rezept für eine Springform

Zutaten:

Für den Teig:

  • 300 g Mehl
  • 80g gemahlene Mandeln
  • 180 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 150g Butter

Für die Füllung:

  • 1 kg Äpfel
  • 2-3 EL Paniermehl
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 30 g Mehl
  • 130 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Etwas Zitronensaft und Abrieb von einer Bio-Zitrone
  • 1 TL Zimt

Für den Zuckerguss:

  • 130 g Puderzucker
  • 3 EL Zitronensaft
  • 30 g Mandelblättchen

Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und zu einem glatten Mürbeteig kneten. Den Teig in Klarsichtfolie einwickeln und eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Anschließend etwa 2/3 des Teiges in eine gefettete Springform geben und einen hohen Rand andrücken. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Auf den Kuchenboden werden 2 EL Paniermehl gestreut.

Äpfel schälen, Kerne entfernen, in Würfel schneiden und mit Zucker, geriebenen Mandeln,  Mehl, Vanillezucker, Zimt, etwas Zitronensaft und Zitronenabrieb in einer Schüssel mischen. Die Apfelmischung wird nun auf dem Boden verteilt. Der restliche Teig wird rund ausgerollt. Das macht sich sehr gut, wenn man den Teig zwischen zwei Frischhaltefolien legt. Die Teigplatte legt man auf die Apfelschicht, drückt die Ränder vorsichtig an und sticht mit der Gabel mehrmals ein.

Im vorgeheizten Backofen wird der Kuchen bei 180 ° Grad Ober/Unterhitze etwa 60 Minuten gebacken. Den Kuchen nach dem Backen vollständig auskühlen lassen und aus der Form nehmen.

Gesiebten Puderzucker mit dem Zitronensaft verrühren und den Kuchen mit dem Zuckerguss überziehen. Die Mandelplättchen in eine Pfanne ohne Butter geben, kurz anrösten und auf den Kuchen geben.

Japanischer Wasserkuchen

Der japanische Wasserkuchen zergeht förmlich auf der Zunge.

Der japanische Wasserkuchen zergeht förmlich auf der Zunge. Wer das Außergwöhnliche mag, sollte den Raindrop Cake mal ausprobieren.

Vor einiger Zeit entdeckte ich im Internet einen sogenannten „Wasserkuchen“. Dieses Tropfengebilde sieht ziemlich skurril aus und hat meine Aufmerksamkeit erregt.  Neugierig habe ich über den Ursprung, Zubereitung und Anrichteweise des „Raindrop Cake“ nachgelesen. In diesem Jahr war der Raindrop Cake ein Foodtrend in den USA. Ursprünglich kommt der Wasserkuchen aus Japan. Dort wird er seit Jahrhunderten als Nachtisch und mit geröstetem Sojamehl und etwas Kokossirup aus Bambusschalen gegessen. So zubereitet kann man den Wasserkuchen ohne Reue genießen, da er praktisch keinerlei Kalorien hat.

Dieses ungewöhnliche Dessert musste ich unbedingt ausprobieren. Ich habe es allerdings etwas verändert, das heißt ich habe doch einige Kalorien „eingearbeitet“. Zunächst habe ich 250 ml Wasser zum Kochen gebracht und 1 Teelöffel Agar Agar eingerührt und kurz kochen lassen. Agar Agar ist ein Gelier-und Verdickungsmittel, das aus der Rotalge gewonnen wird und in Japan seit dem 17. Jahrhundert bekannt ist. In Naturkostläden ist Agar Agar erhältlich.

In das kurz gekochte Gemisch habe ich, nachdem ich es vom Herd gezogen habe, einige Tropfen Rosenwasser dazu gegeben. Eingefüllt habe ich die Flüssigkeit in Cappuccino-Tassen und  noch einige Blütenblätter dazu gegeben. Anschließend wurde der Wasserkuchen mehr als zwei Stunden im Kühlschrank gekühlt.

Zum Anrichten habe ich auf einen Teller einen Streifen Matcha-Tee-Pulver gesiebt. Darauf habe ich den Wasserkuchen mit der Rundung nach oben gelegt. Einige Amaretti-Kekse habe ich krümelig zerkleinert  und neben dem Raindrop Cake angeordnet. Einige Tropfen Erdbeersirup  haben mein Arrangement vervollkommnet.

Der neutrale Wasserkuchen zergeht förmlich auf der Zunge und erhält durch die Kekse und den Sirup seinen Geschmack. Wer mutig ist, sollte den Wasserkuchen ruhig mal ausprobieren!

Aufgetürmt

Frischkäse-Türmchen

Das lukullische Türmchen eignet sich hervorragend als kleine Vorspeise, die man sehr gut vorbereiten kann.

Unkompliziert, schnell arrangiert sollte es sein und für das Auge etwas her machen. Deshalb habe ich aus verschiedenen, frischen Zutaten ein Türmchen geschichtet. Dafür brauchte ich nicht so viele Zutaten und preiswert war es allemal. Das lukullische Türmchen eignet sich als kleine Vorspeise, die man sehr gut vorbereiten kann und im Kühlschrank bis zum Servieren kühl und frisch aufbewahren kann.

Zutaten:

  • Weizen-Vollkorn-Toast
  • Frischkäse
  • Melone
  • Frische Kräuter – Ich habe Petersilie, Basilikum und Koriander verwendet.
  • Milch
  • Salz
  • Pfeffer
  • Chili
  • Kiwi
  • Granatapfelkerne, gehackte Pistazien, Minze

Zubereitung:

Für ein Türmchen braucht man zwei Toastscheiben, die zuvor getoastet werden. Die beiden Scheiben anschließend eckig oder rund ausstechen.

Eine Melonenscheibe eckig oder rund ausstechen.

Frischkäse mit den gehackten Kräutern, Chili, Salz, Pfeffer und Milch verrühren. Die Masse muss allerdings ziemlich fest sein, so dass man sie gut anrichten kann.

Die Türmchen habe ich in einem eckigen „Anricht-Ring“ aufgebaut. Zuerst habe ich das Toastbrot in den Anrichtring gegeben. Darauf habe ich den Frischkäse, die Melonenscheibe, den Frischkäse, das Toastbrot und den Frischkäse aufgebracht. Das Türmchen habe ich zuoberst mit Kiwistückchen, Granatapfelkernen, gehackten Pistazien und Minzblättchen dekoriert. Rings um das Türmchen habe ich noch einige Pistazien, Granatapfelkerne und Minzblättchen verteilt.

Dem Genuss mit frischen Zutaten steht nun nichts mehr im Wege.

Vogelbeeren an geschmorten Nierchen und blauen Kartoffeln

Vogelbeeren an Nierchen mit blauen Kartoffeln und Navette

Zum Nierchengericht passt sehr gut ein Glas kühler Gerstensaft.

Heute stelle ich mein herbstliches Farbenspiel auf dem Essteller vor. Ich habe  Vogelbeeren an geschmorten Nierchen, Navette und blauen Kartoffeln gekocht.

Der Herbst hat sich mit zügigen Schritten angekündigt. In der Natur findet man in dieser Jahreszeit noch viele schmackhafte Wildpflanzen, Beeren und Pilze. Für den Herbst hatte ich mir vorgenommen ein Gericht mit den orangefarbenen Vogelbeeren zu kombinieren. Mein Mann machte sich kürzlich mit einem Körbchen auf den Weg, um mir einige dieser leuchtend orangefarbenen Beeren zu pflücken. Er kennt sich gut in der Natur aus und es war für ihn einfach die Beeren im Wald zu finden. Bald stand das prall gefüllte Körbchen auf meinem Tisch und ich konnte an die Verarbeitung der Beeren gehen. Ein herzliches Dankeschön an meinen Mann! Viele Menschen kennen die Beeren wissen aber heute nicht mehr, dass man sie in der Küche im gegarten Zustand verwenden kann. Die Vogelbeeren auch Eberesche genannt haben einen, säuerlichen, kräftigen und leicht bitteren Geschmack.

Aus den Vogelbeeren habe ich Vogelbeerkompott und Vogelbeerpaste gemacht und in Gläsern konserviert.

Heute aber stelle ich geschmorte Nierchen mit Vogelbeeren, Navette und blauen Kartoffeln vor. Die Navette sind sehr zart, schmackhaft und sind mit dem Teltower Rübchen verwandt. Los geht`s!

Rezept für 2 Personen

Zutaten:

  • 500 g Schweinenieren
  • 2 Navette oder andere Rübchen
  • 6 blaue Kartoffeln, geschält und gekocht
  • 2 Schalotten, geschält und in Würfel geschnitten
  • 2 EL eingelegte Vogelbeeren
  • Brühe
  • Madeira
  • Etwas Portwein
  • Olivenöl, Butterschmalz, Butter, Milch, Salz, Pfeffer
  • Khumeli (Gewürzmischung vom Kräuterpark Altenau – Koriander, Bockshornkleesamen, Paprika, Pfefferminz, Kurkuma, Bohnenkraut, Basilikum, Zimt, Nelken, Salz, Ringelblume, Pfeffer)

Zubereitung:

Die Nieren eine halbe Stunde wässern, abgießen und anschließend eine Stunde in Milch einlegen. Anschließend die Nieren, abtupfen, aufschneiden und akkurat vom Fett befreien. Danach werden die so vorbereiteten Nieren in Stücke geschnitten.

Die Nieren werden nun gesalzen, gepfeffert und im Olivenöl scharf angebraten. Schalotten dazugeben und kurz dünsten. Nieren herausnehmen. Den Bratrückstand mit Madeira und Portwein ablöschen, mit der Brühe auffüllen, gut umrühren und reduzieren lassen. Mit Khumeli würzen und etwas mit kalter Butter binden. Die Fleischstücke wieder zur Soße geben und warm halten.

Die weißen Navette schälen, in Scheiben schneiden und in gesalzener Milch etwa fünf Minuten dünsten.

Die blauen, vorgegarten Kartoffeln halbieren oder vierteln und in einer Pfanne in Butterschmalz von allen Seiten kurz braten, salzen und pfeffern.

Das Herbstgericht hübsch auf dem Teller anrichten und die eingelegten Vogelbeeren auf den Nierchen verteilen. Dazu passt sehr gut ein Glas Gerstensaft.