Grünes Süppchen mit roten Kernen

Mit einem grünen Frühlings-Süppchen bin ich nach einigen Wochen Pause zurück. Nach den zurückliegenden, anstrengenden Wochen hatte ich großen Appetit auf eine leichte, cremige Suppe ohne Fleisch. Suppen tun der Seele gut und machen satt. Für solch eine Suppenkreation benötigt man nicht allzu viel Zeit. Ich koche immer etwas mehr, um die Hälfte einzufrieren. Aufgewärmt schmecken Suppen ja bekanntlich noch besser.

Zutaten:

  • Brokkoli
  • Zwiebel
  • Kartoffeln
  • Knoblauchzehen
  • Etwas Butter
  • Olivenöl
  • Gemüsebrühe, selbst gemacht aus einem oder zwei Bund Suppengrün
  • Cremiger Schmelzkäse
  • Etwas Milch
  • Pfeffer, Salz, verschiedene frische Kräuter
  • Geröstete Pinienkerne, Granatapfelkerne
  • Schmand

Zubereitung:

Brokkoli zerteilen und waschen. Brokkoli in Salzwasser bissfest blanchieren, herausnehmen und kalt abschrecken. So bleibt die schöne grüne Farbe erhalten. Einige blanchierte Brokkoli-Röschen zurückbehalten.

Zwiebeln und Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden und etwas Knoblauch hacken. In einem Topf Öl und Butter zerlassen, den gehackten Knoblauch und die Zwiebelwürfel zufügen und kurz anschwitzen. Anschließend habe ich die Kartoffelwürfel und den zuvor blanchierten Brokkoli hinzugefügt und ebenfalls kurz mit angeschwitzt. Ausreichend Brühe zugeben und alles weich kochen.

Anschließend wird die Suppe mit einem Mixstab püriert und mit etwas Milch kurz zum Kochen gebracht. Schmelzkäse so einrühren, dass er sich in der heißen Suppe klümpchenfrei auflöst. Mit Salz, Pfeffer würzen und frische Kräuter hinzufügen. Pinienkerne ohne Fett in der Pfanne rösten.

Die Suppe mit den Brokkoli-Röschen, Schmand, Pinienkernen, Granatapfelkernen und Kräutern anrichten und die Suppe auslöffeln. Mit Fug und Recht kann ich behaupten, dass jeder Löffel ein Genuss ist!

Deliziöses Duett

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Zart schmelzenden Genuss wollte ich meinen Lieben an den Weihnachtsfeiertagen – nach einem leckeren, gefüllten Perlhuhn mit Schwarzen Nüssen – kredenzen. Das Dessert sollte etwas ganz Besonderes und Schokoladiges mit feinem Schmelz sein. In meiner Dessert-Sinfonie wollte ich viele Weihnachtsdüfte und winterliche Aromen wie Vanille, Kakao, Zimt, Schokolade, Kardamom und Anis vereinen. In einem Rezept von Johann Lafer fand ich meine Vorstellungen für die Festtafel erfüllt. Wie man auf meinem Foto sehen kann, ist es mir gelungen unser Weihnachtsfest mit diesem Dessert – im wahrsten Sinne des Wortes – zu versüßen und meiner Festtafel ein festliches Gepräge zu geben.

Vor dem Anrichten des Desserttellers habe ich einen Stern auf die Teller gelegt und etwas Kakaopulver darüber gestäubt. Auf die Brownies habe ich je eine pochierte Birne gesetzt, mit warmer Schokoladensoße übergossen und das Ganze dekorativ mit einigen süßen Silberperlen angerichtet.

Dieses himmlische Dessert hat meine Erwartungen überaus erfüllt und ich kann unbedingt  euch zum Nachmachen anregen.

Vanillekipferl – gebackene Schätze

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Kennt ihr den unnachahmlichen, verführerischen Duft von Vanillekipferl? Nein? Dann habt ihr bisher gewiss etwas verpasst! Eigentlich wollte ich dieses Jahr keinen weiteren Plätzchen mehr backen. Aber ich konnte nicht widerstehen und habe schnell noch den Teig dafür angerührt. Ein köstliches, einzigartiges Aroma zieht beim Backen der Vanillekipferl durch die Küche und schließlich durch die ganze Wohnung. Dieser Wohlgeruch vermischt sich mit dem Duft, der bereits dekorierten Tannenzweige zum verführerischen Weihnachtsduft. Ja, genau auf diesen Duft möchte ich nicht verzichten, denn er soll meiner Familie und mir in bester Erinnerung bleiben. Und mit diesem Rezept, nach welchem ich bereits seit mehr als dreißig Jahren backe, möchte ich gern andere Menschen daran teilhaben lassen. Am Nachmittag des Weihnachtsabends stehen diese Kekse mit meinen anderen gebackenen Schätzen in hübschen, metallenen Dosen auf meinem runden Tisch. Wir finden uns in erwartungsvoller Stimmung zum Kaffeetrinken bei Kerzenlicht ein. Weihnachten hat begonnen…

Zutaten:

  • 250 g Mehl
  • 70 g Puderzucker, der zuvor mit einer halben Vanilleschote aromatisiert wurde
  • 100 g gemahlenen Haselnüsse
  • 200 g Butter
  • 2 Eigelb
  • Etwas Abrieb von der Tonkabohne (es geht auch ohne Tonkabohne)
  • Etwas Abrieb von einer BIO-Zitrone
  • Eine Prise Salz
  • Gesiebter Puderzucker zum Bestäuben der Vanillekipferl

Zubereitung:

Aus allen Zutaten wird ein glatter, fester Teig geknetet. Der Teig wird zur Kugel geformt, in Klarsichtfolie gewickelt und eine Stunde im Kühlschrank kalt gestellt. Anschließend den Teig zu einer Rolle formen, die etwa einen Durchmesser von 5 Zentimetern haben sollte. Von dieser Rolle werden etwa 1 Zentimeter dicke Scheiben abgeschnitten. Die Scheiben wiederum werden zu einem Hörnchen gebogen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech gegeben.

Im vorgeheizten Backofen werden die Kipferl etwa 10-12 Minuten bei 160° Umluft gebacken.

Sobald sie fertig gebacken sind, werden sie vorsichtig vom heißen Blech herunter genommen. Nach dem sie etwas abgekühlt sind, werden sie mit Hilfe eines Siebes mit Puderzucker bestäubt.

Nun steht der Vorfreude auf die kleinen Kreationen nichts mehr im Wege. Genussmomente zu Weihnachten  müssen einfach sein und man wird sich an sie erinnern.

Schokoladen-Knusperchen mit Tonkabohne

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Schon die Maya und Azteken wussten, dass aus ein aus Kakao hergestelltes Getränk schmeckt.  Diesem gab man in späteren Jahren Honig und Zucker zu und veredelte es somit zu einem köstlichen, beliebten Schokoladen-Getränk.

Auch heute lieben die meisten Menschen den verführerischen Duft  und den zarten Schmelz von Schokolade. Eine heiße Trinkschokolade ist in den Wintermonaten ebenfalls ein Hochgenuss für den Geschmackssinn.

Heute möchte ich Plätzchen mit Schokolade und Tonkabohne vorstellen. Die Tonkabohne stammt ursprünglich aus Gebieten wie Venezuela, Brasilien und Peru.  Die Tonkabohne zeichnet sich durch eine enorme Geschmacksvielfalt – zum Beispiel Vanille, Karamell, Mandel, Marzipan, und Rum – aus.  Man reibt die Bohne auf einer Reibe und verwendet sie sehr sparsam  (Messerspitze) zum Aromatisieren von Eis, Süßspeisen, Kuchen oder pikanten Wildgerichten.

Zutaten:

  • 2 Eier
  • 100 g Zucker
  • 150 g Butter
  • 300 g Mehl
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 200 g Himbeermarmelade
  • 150 g 70%ige Schokolade oder Kuvertüre
  • 1 TL Kokosfett
  • 60 g grüne Pistazienkerne
  • 60 g gefriergetrocknete Himbeeren
  • Tonkabohne

Zubereitung:

Eier, Zucker und Vanillezucker mit dem Schneebesen kräftig und schaumig verrühren. Anschließend wird die zimmerwarme Butter untergerührt. Es soll eine glatte, homogene Masse entstehen.

Mehl mit dem Backpulver vermischen, etwa die Hälfte der Pistazien (fein gehackt) und geriebene Tonkabohne  dazu geben und alle Zutaten gut kneten. Der Teig wird dann in Folie gewickelt und für zwei Stunden in den Kühlschrank gestellt.

Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen, Kreise ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.

Die Plätzchen werden im vorgeizten Ofen bei 180°C Ober- und Unterhitze etwa 10 Minuten auf der mittleren Schiene gebacken. Plätzchen sofort vom Blech nehmen und auskühlen lassen.

Himbeermarmelade erhitzen und die flüssige Marmelade durch ein Sieb streichen. So entfernt man die unliebsamen kleinen Kerne.  Ein Plätzchen mit der Marmelade bestreichen und das zweite Plätzchen vorsichtig aufsetzen.

Inzwischen wird die Schokolade im Wasserbad geschmolzen, 1 TL Kokosfett dazugegeben und alles gut verrührt. Mit der Schokoladenmasse wird die Oberfläche der Kekse bestrichen.

Beim Verzieren kann man der Fantasie  freien Lauf lassen. Ich habe grob gehackte Pistazien,  zerkleinerte gefriergetrocknete Himbeeren und Perlmuttperlen (Drageeperlen) genommen.

Weihnachtsduft in jedem Raum

 

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Heute möchte ich euch ein Plätzchen-Rezept meiner lieben Blogger-Freundin Petra von „Obers trifft Sahne“ vorstellen. Sie hat fleißig gebacken und die verschiedensten Rezepte mit ansprechenden Fotos auf ihrem Blog eingestellt. Natürlich war ich sehr neugierig was bei Petra in die Keksdosen kommt.

Also habe ich mir ihre Plätzchen-Rezepte angesehen. „Wölkchen“ mit Aprikosen und Pinienkernen habe ich ausgewählt, gebacken und fotografiert. Beim Backen dieser köstlichen Plätzchen Petras“Wölkchen-Rezept“ zog ein lieblicher Weihnachtsduft durch meine Räume und ich erinnerte mich an ein altes Weihnachtslied. Dieses Lied kennen bestimmt noch einige. Die erste Strophe des Liedes habe ich euch aufgeschrieben. Vielleicht habt ihr noch die Melodie im Ohr und könnt es beim Backen eurer Plätzchen singen oder summen.

Liebe Petra, danke für das Rezept der köstlichen „Wölkchen“. Ich habe sie nach dem Backen in die Blechdosen verbannt, denn sonst hätten sie wohl Weihnachten sicher nicht erlebt! Das Rezept für die „Wölkchen“ habe ich nun in meine Schatzkiste für Weihnachts-Plätzchen-Rezepte gelegt. Ich werde es aufbewahren und zum nächsten Weihnachtsfest wieder backen.

Ich wünsche allen heute einen besinnlichen 3. Advent und vielleicht bäckt die/der eine oder andere die leckeren „Wölkchen“ nach.

„Fröhliche Weihnacht überall!“
tönet durch die Lüfte froher Schall.
Weihnachtston, Weihnachtsbaum,
Weihnachtsduft in jedem Raum!

Volkslied

Entrée mit Wildlachs auf Paprika-Apfel-Brunoise, Vitelotte-Chips und Sriracha Mayoo

 

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Heute habe ich mir eine kleine, feine, festliche Vorspeise für die Weihnachtsfeiertage überlegt. Frische Zutaten wie beispielsweise Paprika, Salat, Zitrone, Äpfel und Kräuter habe ich eigentlich immer vorrätig. In der Winterzeit vergeht kein Tag, an dem ich diese Lebensmittel nicht verwenden würde. Also habe ich mich ans Werk gemacht, denn vor meinem geistigen Auge wusste ich bereits wie der Vorspeisenteller aussehen sollte. Das Entrée ist eine sehr leichte Vorspeise, die in der Zubereitung nicht sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und auf dem Teller was hermacht.

Zutaten:

  • Wildlachs
  • Gelbe und rote Paprika
  • Apfel „Granny Smith“
  • Rote Zwiebel
  • Zitrone
  • Vitelotte
  • Sriracha Mayoo – sehr scharfe, vegetarische, thailändische  Chilicreme
  • Frischer Wald- und Wiesensalat mit Blüten
  • Olivenöl, Rapsöl
  • Knoblauch
  • Schwarzer Pfeffer, Salz, Apfelessig, Honig
  • Frühlingszwiebel

 

Zubereitung:

Vitelotte schälen und in dünne Scheiben schneiden. In einem Topf Rapsöl erhitzen. In 5 Minuten die Kartoffelscheiben knusprig frittieren, auf Küchenpapier abtropfen lassen, etwas salzen und beiseite stellen.

Apfel „Granny Smith“, gelbe und rote Paprika und rote Zwiebel in sehr feine Würfel – Brunoise, Gemüsewürfel 1-2 mm – schneiden, etwas salzen und mit geschnittenem Lauch der Frühlingszwiebel kurz in Olivenöl dünsten. Warm stellen.

Wildlachs in breite Streifen schneiden. Aus Honig, Apfelessig, Zitronensaft und einer Prise Salz eine Marinade rühren und den Lachs damit einstreichen. In einer Pfanne Olivenöl erhitzen, etwas gehackten Knoblauch dazu geben und die Lachsstücke von beiden Seiten bei milder Hitze braten. Die Fischstücke während des Bratens mit Marinade bestreichen. Aufpassen, dass der Knoblauch nicht zu dunkel wird. Gleichzeitig in der Pfanne Zitronenscheiben mit braten. Fisch aus der Pfanne nehmen und warm halten.

Die Paprika-Apfel-Brunoise auf einem Teller verteilen und Lachsstücke darauf anrichten. Vitelotte-Chips , Wald-  und Wiesensalat, Blüten, gebratene Zitronenscheiben und Chilicreme dekorativ auf dem Teller anrichten.

 

 

Russischer Zupfkuchen

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Den Russische Zupfkuchen backe ich bereits seit über dreißig Jahren nach dem folgenden Rezept. Er gelingt immer und ist aufgrund des hohen Butteranteils besonders saftig. Dieser Kuchen ist eine köstliche Kombination aus Quarkkuchen und Schokoladenkuchen. Ich finde, dass er gerade ich der Advents- und Weihnachtszeit besonders gut auf eine gemütliche Kaffeetafel passt. Beim Ausprobieren keine Angst haben, denn er gelingt immer!

Zutaten  für den Teig:

  • 250 g Mehl
  • 125 g Zucker
  • 200 g Butter
  • 1 Ei
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 3 EL Kakao
  • Etwas Milch

Zutaten für die Füllung:

  • 250 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 500 g Quark
  • 3 Eier
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Puddingpulver Sahnegeschmack

Zubereitung:

Für den Teig das gesiebte Mehl, Zucker, Vanillezucker, Backpulver und den Kakao sorgfältig mischen. Die Butter in einem Topf zerlassen, abkühlen, mit einem Ei zu der Mehlmischung geben und kneten. Der Teig muss ziemlich fest sein.

Für die Füllung den Quark, Zucker, Vanillezucker, Eier, Zitronensaft, Puddingpulver mischen und die zerlassene Butter zugeben. Mit dem Schneebesen wird die Masse cremig gerührt.

Eine Springform einfetten, mit Semmelbrösel bestreuen und etwa die Hälfte des Teiges für den Boden verwenden. Gleichzeitig wird ein hoher Rand angedrückt. Darauf wird die Quarkfüllung verteilt. Der restliche Teig wird in Flöckchen auf die Quarkfüllung gezupft.

Im vorgeheizten Ofen wird der Kuchen bei 180°C 40 Minuten gebacken. Anschließend den Kuchen mit Backpapier abdecken und weitere 30 Minuten backen. Kuchen abkühlen lassen, aus der Form nehmen und genießen.

Mandelkern-Schoko-Schätzchen

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Es ist wieder die schöne, arbeitsaufwändige  Zeit der Weihnachtsbäckerei. Draußen ist es zeitig dunkel, stürmisch und kalt. Drinnen in der Stube ist es bei Kerzenschein und einer Tasse Kaffee gemütlich. Ja klar, dazu gehören köstliche Plätzchen in verschiedenen Varianten. Bevor es so richtig gemütlich werden kann, mache ich mich dann mal an das Backen der Plätzchen. Alle Zutaten stehen in der Küche bereit und es riecht lecker nach Zimt, Kardamom, Vanille, Zitrone und anderen Backzutaten.

Das erinnert mich an ein altes Kinderlied mit einer hübschen Melodie, welches zu den Mandelplätzchen passt:

„O es riecht gut, o es riecht fein
Heut rühr’n wir Teig für Plätzchen ein.
In der Küche wird gebacken
Helft nur alle Mandeln knacken
O es riecht gut, o es riecht fein.“

Heute bereite ich in meiner Backstube leckere Plätzchen mit Schokolade und Mandelkernen zu. Sie sind einfach herzustellen. Man braucht nur etwas Fingerspitzengefühl beim Formen des Backwerks.

 Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 250 g Butter
  • 180 g Zucker
  • 2 Eier, Eigelb, etwas Milch
  • 1 Vanillestange oder Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • Süße Mandeln
  • 200g Schokolade

Zubereitung:

Butter,  Zucker, Ei schaumig rühren. Eine Prise Salz und eine ausgekratzte Vanilleschote dazu geben. Dann das gesiebte Mehl langsam  unterrühren und einen geschmeidigen Teig kneten. Den Teig in eine Folie wickeln und 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Backofen auf 180° C vorheizen. Das Backblech mit Backpapier auslegen. Arbeitsfläche emehlen  und den Teig dünn ausrollen. Plätzchen rund ausstechen. Ich habe einen Ausstecher mit gewelltem Rand verwendet. Ein Eigelb mit etwas Milch verquirlen. Etwas Eigelb in die Mitte eines jeden Plätzchens geben und eine geschälte Mandel drauf drücken. Das untere Teil des Plätzchens wird vorsichtig nach oben geschlagen und etwas fest gedrückt. Die obere Hälfte der Mandel muss zu sehen sein. Die Plätzchen mit etwas Abstand auf dem Blech verteilen und etwa 10 Minuten backen und abkühlen lassen.

Inzwischen die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Jedes Plätzchen wird mit dem unteren Teil in die Schokolade getaucht und zum Trocknen auf ein Gitter  gelegt. Wenn die Plätzchen fertig sind zum Aufbewahren in eine Blechdose geben und weit weg stellen, denn sonst sind sie bald verspeist.

 

Quittenkonfekt

Mit einem Gläschen Sherry und Minzblättchen serviert, ist das Quittenkonfekt sehr lukullisch.

Vor einer Woche hatte mein Mann aus dem Hofladen des Naumburger Apfelmarktes leuchtend gelbe und duftende Quitten mitgebracht. Einige Tage habe ich sie noch liegen gelassen. Daraus wollte ich Quittengelee machen. Gesagt und getan! Einige Gläschen köstliches Quittengelee standen bald in meinem Regal. Das Fruchtmus, welches bei der Herstellung des Saftes entstand, war zum Wegwerfen viel zu schade. Ich überlegte mir, dass ich daraus doch einmal Quitten-Konfekt – manche nennen es auch Quittenbrot – machen könnte.

Die Heimat der Quitten liegt ursprünglich im Kaukasus, deren Kultivierung vor 4000 Jahren nachgewiesen werden konnte. Die Quitten enthalten viel Vitamin C, Kalium, Zink, Eisen u.a. Inhaltsstoffe.

Für die Herstellung des Quittenkonfektes braucht man  etwas Zeit und man muss Geduld haben. Das Rezept ist einfach umzusetzen und man wird mit leuchtend rotem, glitzerndem Quitten-Konfekt belohnt. Ich habe einige Stückchen mit Minzblättchen und einem Gläschen Sherry angerichtet. Die Quittenstückchen könnte man aber auch mit Schokolade überziehen und mit einem Mandelplättchen verzieren.  Ein Klecks Sahne und eine Tasse Kaffee dazu schmeckt mit Sicherheit ebenfalls sehr köstlich. Auf einer Käseplatte würde das rote Konfekt ebenso gut zu verschiedenen Käsesorten passen. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Rezept

Zutaten:

  • 1 kg Quitten
  • 40 ml Zitronensaft
  • Zucker
  • 800 ml Wasser
  • Wer mag, kann etwas Zimt, Kardamom, Apfelsinen-, oder Zitronenabrieb zufügen.

Zubereitung:

Die Quitten mit einem Tuch abreiben, um den Flaum zu entfernen.  Quitten waschen und mit einem Küchentuch trocken reiben und den Stiel und die Blüte entfernen. Das Kerngehäuse der Quitten entfernen, in Würfel schneiden und in einen großen Topf geben. Mit Wasser bedeckt aufkochen und etwa 45 Minuten weich kochen. Anschließend das Fruchtfleisch aus dem Topf nehmen, abtropfen und abkühlen lassen.

Der Saft kann in einem anderen Arbeitsgang zu Gelee verarbeitet werden.

Das abgekühlte Fruchtpüree wiegen und mit der gleichen Menge Zucker in einen Topf schütten. Mit einem Kartoffelstampfer zerkleinern und vorsichtig aufkochen lassen. Zitronensaft und Gewürze nach Geschmack dazu geben und unter Rühren etwa 30 Minuten – bis eine breiige Masse entsteht –  leise köcheln lassen.  Ein Backblech mit Alufolie auslegen und die Masse etwa einen Zentimeter dick drauf streichen.

Backofen  auf 150° C vorheizen, das Blech in den Backofen schieben und die Masse etwa drei Stunden im Ofen trocknen. Die Ofentür muss einen Spalt geöffnet sein, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Dazu kann man einen Kochlöffel zwischen Tür und Ofen schieben. Bitte aufpassen,  dass der Löffel nicht an die Heizspiralen kommt! Im Ofen auskühlen lassen. Am nächsten Tag in Rauten, Rechtecke schneiden oder mit einer Plätzchenausstecher ausstechen.

Sollten die Stücke noch zu feucht sein müssen sie weiter getrocknet werden. Dazu habe ich sie mit dem Blech noch zwei Tage auf die Heizung gestellt und dabei auch einmal gewendet. Hier braucht man etwas Fingerspitzengefühl.

Wenn das Quittenkonfekt trocken genug ist, kann man es in Zucker, Hagelzucker wälzen oder mit Schokoladen-Kuvertüre überziehen.

 

Thymian-Hähnchenkeulen mit Thüringer Klößen, Rosenkohl, Karottenstreifen und Champignons

Ein leckeres Geflügelgericht, welches durchaus ein wunderbares Weihnachtsessen ist.

Ein leckeres Geflügelgericht, welches durchaus ein wunderbares Weihnachtsessen sein kann.

Dieses Gericht ist ein klassischer Gaumenschmaus der deutschen Küche. Ich habe es mit frischen Zutaten der Saison traditionell zubereitet. Gerade in der kalten Jahreszeit erwärmt dieses klassische Gericht sozusagen die Seele und tut einfach gut. Beim Zubereiten, Schmoren, Kochen zieht ein feiner, herzhafter Duft durch die Küche. Diese saftige, knusprige Schlemmerei habe ich hübsch auf einer antiken Platte angerichtet. Mein Gericht – Thymian-Hähnchenkeulen und Thüringer Klöße – habe ich mit der aromatischen Soße und dem feinen Gemüse der Saison  beträufelt.

Thüringer Klöße sind ein absolut leckerer Bestandteil der regionalen Küche. Ursprünglich waren Klöße ein einfaches Arme-Leute-Essen. Sie kamen in gekochter, aufgewärmter und gebratener Form mittags oder abends auf den Tisch. Thüringer Klöße werden zu fleischhaltigen Gerichten mit viel Sauce serviert.

Das ist eines deiner leckersten Gerichte der klassischen Küche…sagt mein Mann.

Rezept für vier Personen

Zutaten:

Für die Hähnchenkeulen:

  • 4 Hähnchenkeulen
  • 100 g geräucherten Speck
  • 1 Knoblauchzehe
  • 300 ml Gemüse- oder Geflügelbrühe
  • 200 ml Weißwein
  • Salz, Pfeffer, Cimichurri (argentinische Gewürzzubereitung)
  • Etwas frischen Thymian
  • Butterschmalz

Für die Klöße:

  • 3 kg mehlig kochende Kartoffeln
  • 2 altbackene Brötchen
  • 30 g Butter
  • Salz

Für das Gemüse:

  • 4 Karotten
  • Etwa 200 g Rosenkohl
  • 20 kleine, braune Champignons

Zubereitung:

Hähnchenkeulen abwaschen und mit Küchenpapier trockentupfen. Mit Salz, Pfeffer, Knoblauch würzen und mit Chimichurri ringsherum einreiben. Keulen in der Pfanne in heißem Butterschmalz von allen Seiten braun braten. Inzwischen den Boden eines Bräters mit den geräucherten Speckscheiben auslegen und die Thymianblättchen einstreuen. Darauf die gebratenen Keulen verteilen und mit der Brühe und dem Weißwein aufgießen. Im vorgeheizten Backofen unter häufigem Begießen mit dem Brühe-Wein-Gemisch etwa 1 Stunde bei 180° Grad garen. Kurz bevor die Hähnchenschenkel fertig gegart sind, habe ich sie noch mit Salzwasser bestrichen. Dadurch wird die Haut sehr schön knusprig.

Wenn die Keulen fertig sind, werden sie warm gehalten. Der würzige Sud wird durch ein Sieb gegossen und mit etwas Mehlbutter gebunden.

Karotten schälen, mit dem Sparschäler in Streifen schneiden und in Salzwasser garen. Vom Rosenkohl einzelne Blättchen abzupfen und in Salzwasser blanchieren. Kurz vor dem Anrichten werden die Karotten und die Rosenkohlblättchen in heißer Butter geschwenkt. Die Champignons mit einem Küchentuch abreiben, in sehr heißem Butterschmalz kurz braten,  mit Salz würzen und warm halten.

Kartoffeln schälen, waschen und abtropfen lassen. 2 kg Kartoffeln fein reiben, in ein Tuch geben und die Flüssigkeit (Kartoffelstärke) auffangen. Die geriebenen Kartoffeln müssen anschließend sehr gut ausgedrückt werden und mit einem TL Salz und etwa 3 EL der abgesetzten Kartoffelstärke gemischt werden.

1 Kg Kartoffeln werde in Stücke geschnitten und in Salzwasser weich gekocht. Wenn die Kartoffeln weich sind, werden sie mit dem Kochwasser zu vorsichtig einem dickflüssigen Brei püriert. Der Brei wird dann im geschlossenen Topf zum Kochen gebracht. Nun mit einer Kelle portionsweise über die geriebenen Kartoffeln gießen und sofort alles gut vermischen. Die beiden Kartoffelteige so lange mit dem Holzlöffel verrühren, bis der Teig sich gut verbunden hat.

Nun die Brötchen würfeln und in der Butter braten.

Inzwischen einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Hände in kaltes Wasser tauchen und Kloßmasse abstechen, formen, eine Vertiefung eindrücken, 3 Brotwürfel in die Mitte geben und gut zusammendrücken. Hände wieder in kaltes Wasser tauchen und schöne runde Klöße formen. Alle geformten Klöße in das siedende Wasser geben und etwa 20 Minuten ziehen lassen. Danach mit einer Schaumkelle herausnehmen, abtropfen lassen und mit den Hähnchenkeulen und dem Gemüse hübsch anrichten.

Ich würde sagen, wer das Rezept mal ausprobiert, wird begeistert sein. Guten Appetit!