Saint Agur Award 2018 des „BEEF-Kochmagazin – Männer kochen anders“ in Hamburg


„Wollten Sie Ihr Rezept schon immer mal in der BEEF! sehen?“ titelte vor einigen Wochen die BEEF-Redaktion von Gruner+Jahr GmbH, einem der größten Verlagshäuser Europas in Hamburg.

Diese Herausforderung wollte ich gerne annehmen! Vorgegeben war nur eine Zutat, nämlich Saint Agur ein cremiger, feinwürziger Blauschimmel-Käse aus Frankreich. Anschließend begann die Kopfarbeit und ich tüftelte, probierte, verwarf, dachte erneut tagelang nach.

Letztendlich war meine Kreation „Steak mit cremigen Saint Agur/Möhren-Speck-Kartoffel-Salat/ Petersilien-Pesto/Pflaumen-Chutney mit Kaffee/Rauchnote“ fertig und es ging an den Kochtopf! Nachdem ich gebrutzelt und gesotten hatte, setzte ich mein Gericht fototechnisch in Szene und reichte Rezept und Foto beim Verlag ein.

Als Einsendeschluss war der 31. Mai 2018 vorgegeben. Täglich sah ich mir die eingereichten Fotos der Teilnehmer an. Schlussendlich hatten sich bundesweit 65 kreative Hobbyköche beteiligt. Der Einsendeschluss war vorbei und die Spannung stieg! Die Redaktion teilte mir eines Tages mit, dass ich mit anderen zwei Gewinnern nach Hamburg in die Versuchsküche eingeladen bin, um mein Gericht im Life-Cooking vor Ort zu kochen.

Meine Aufregung  und Begeisterung über diese Einladung war riesig!

Am 23.06.2018 setzte wir  uns – meine Tochter Dörthe und ich – in den Zug und los ging die Reise nach Hamburg. Anreise und Übernachtung in St. Paulis Lifestyle-Hotel „Empire Riverside Hotel“ in der Nähe der Hamburger Landungsbrücken einschließlich Frühstück gehörten ebenfalls zum Preis. Nach einer problemlosen, vierstündigen Zugfahrt checkte ich mit meiner Tochter im 4-Sterne-Hotel ein. Nach einer kurzen Ruhephase visualisierte ich das Kommende.

Gegen 17 Uhr wurden wir drei Gewinner von Taxis abgeholt und fuhren in das Verlagshaus. Freundlich wurden wir vom Team begrüßt und in die Küche geleitet. Nach einer kurzen Einweisung, jeder hatte seinen eigenen Herd, bereiteten wir unsere Gerichte in 90 Minuten zu. Der Adrenalinspiegel stieg an und wir hatten sozusagen alle Hände voll zu tun!

Die Jury bewerte jedes der drei Gerichte und vergab die Plätze 1 bis 3 im Wettbewerb. Beim anschließenden Food-Fotoshooting wurden die Ergebnisse in Szene gesetzt. In diesem großartigen Finale konnte ich den 2. Platz erringen und war überglücklich!
Es war ein so toller Abend mit netten, freundlichen und kreativen Menschen, der mir lange in Erinnerung bleiben wird!

Im August werden unsere Rezepte mit Fotos im Magazin „BEEF – Männer kochen anders“ veröffentlicht!

Ein riesiges Dankeschön an die BEEF-Redaktion von Gruner und Jahr für dieses Event!

In der Tageszeitung wurde am 04. Juli 2018 über meine Teilnahme am Kochwettbewerb in Hamburg ein Bericht veröffentlicht.  Mitteldeutsche Zeitung/Naumburger Tageblatt 


 

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Japanische Auberginen mit Knoblauch und Aprikosen

Heute zeige ich ein farbenfreudiges, schnelles und leichtes Essen, dass ich aus vorhandenen Zutaten zubereitet habe. Gerade in den heißen Sommermonaten hat man Appetit auf leichte, gesunde Kost. Obst und Gemüse sollten täglich auf unserem Speiseplan stehen.

Zutaten:

• Japanische Auberginen
• Aprikosen
• Gehacktes
• Knoblauch
• Koriander
• Limette
• Salz, Pfeffer
• Ducca
• Afrikanisches Perlensalz
• Rapsöl

Zubereitung:

Auberginen waschen, trocken tupfen und in mundgerechte Stücke schneiden. Aprikosen waschen und entsteinen. Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. Öl in der Pfanne heiß werden lassen, die Auberginenstücke mit Salz, Pfeffer, Limettensaft- und Abrieb würzen und etwa 5 Minuten braten und warm stellen. In der gleichen Pfanne die entsteinten Aprikosenhälften kurz in Öl braten.

In einer zweiten Pfanne das Gehackte mit Zwiebelwürfelchen krümelig braten und mit Pfeffer, Salz würzen.

Vom Vortag hatte ich noch Brötchen übrig. Die habe ich in Scheiben geschnitten und in Öl knusprig gebraten.

Anrichten wie auf dem Foto, mit gerösteten Brötchenscheiben, Ducca, afrikanischem Perlensalz und frischem Koriander.

Köstliche Taglilien – gefüllt und gebacken

Taglilie 2

“Earth laughs in flowers.”- Ralph Waldo Emerson hatte mit dieser Aussage recht, denn Blumen sind tatsächlich das Lächeln der Erde.

Die wunderschöne Taglilie, die ihren Namen nicht zu Unrecht trägt, blüht nur einen Tag in vollster Pracht. Die Taglilie wurde zur Staude des Jahres 2018 gekürt. Taglilien blühen im Zeitraum von Juni bis September. Ihre knackigen Blüten sind essbar und haben je nach Sorte einen zitronigen oder scharfen Geschmack. In der Küche sind die Blüten vielseitig einsetzbar. Ich habe mich heute für eine farbenfrohe Vorspeisen-Variante – gefüllte Blüten und ausgebackene Knospen – entschieden. Mit dieser bunten, nicht alltäglichen Vorspeise zaubert man jedem Griesgram ein Lächeln ins Gesicht.

Für 4 Personen

Zutaten/Füllung:

• 8 Blüten, 8 Knospen
• 250 g Quark
• 200 g Crème fraîche
• Sahne
• Salz, Pfeffer
• Limettensaft- und Abrieb

Zutaten/Backteig:

• 100 g Mehl
• 100 ml Milch
• 1 Ei
• Prise Salz
• Mineralwasser mit Kohlensäure
• Rapsöl zum Ausbacken

Zubereitung:

Quark, Sahne, Crème fraîche, Salz, Pfeffer, Limettensaft- und Abrieb werden miteinander gut vermischt und pikant abgeschmeckt. Mit dieser Creme werden die Blüten vorsichtig gefüllt.

Für den Backteig werden Mehl, Milch, Ei, eine Prise Salz und Mineralwasser mit dem Schneebesen zu einem u einem cremigen Teig verrührt. Dir Knospen durch den Backteig ziehen und im heißen Öl ausbacken.

Blüten mit Füllung, gebackene Knospen hübsch anrichten und mit Schnittlauch und Kresse bestreut anrichten.

 

Thüringer Bratwurst-Sushi

xxxThüringer Bratwurst Sushi, Thüringer Nuss-Schinken, Gurke, Paprika, Chili, Kresse, Senfmayonnaise, scharfe Cilisoße-001

Sushi liegt im Trend. Ja, wer mag denn keinen Sushi? Vielleicht hat dieser oder jener einfach nur Berührungsängste diese Reisröllchen einmal selbst zuzubereiten. Ich kann versichern, dass es gar nicht so kompliziert ist. Dieses Speise habe ich das erste Mal zubereitet und sie ist auf Anhieb gelungen. Sushi ist optisch eine Augenweide und schmeckt leicht und köstlich. In der warmen Jahreszeit sind die Röllchen als kalte Speise eine willkommene Abwechslung.

Sushi ist eine japanische Speise mit langer Tradition. Man verwendet Reis, Gemüse und Fisch – ich habe Sushi allerdings mit traditioneller Thüringer Bratwurst gefüllt -, Noriblätter. Gewürzt wird beispielsweise mit Chili, Wasabi, Ingwer, Sojasoße und Mayonnaise. Der Fantasie sind hierbei allerdings keine Grenzen gesetzt.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

• 200 g Sushi Reis
• 2 EL Reisessig
• 1 EL Mirin
• 1 EL Zucker
• 1 TL Salz
• 4 Nori Blätter
• 4 Thüringer Bratwürste
• Nussschinken
• Gurke, Paprika
• Sesam schwarz
• Senfmayonnaise
• Chili Soße
• Kresse

Bambusmatte
Klarsichtfolie
Sehr scharfes Messer

Zubereitung:

Den Sushi-Reis mit kaltem Wasser solange abspülen bis das Wasser klar ist. Danach in einem Sieb gut abtropfen lassen. Reis in einen Topf geben und Wasser einfüllen. Das Wasser sollte 1 cm über dem Reis stehen. Reis zum Kochen bringen, 2 Minuten offen kochen, danach zugedeckt 15 Minuten bei kleinster Flamme garen. Der Reis muss das Wasser komplett aufgenommen haben. Topf vom Herd nehmen, ein Geschirrtuch zwischen Topf und Deckel legen und 10 Minuten ziehen lassen.

Essig, Mirin, Salz, Zucker in einen Topf geben und erwärmen bis sich Zucker und Salz aufgelöst haben. Sushi-Reis in eine Schüssel geben und etwas abkühlen lassen. Anschließend vorsichtig die Essigmischung unterheben. Den Sushi-Reis bis zur Weiterverarbeitung mit einem feuchten Küchentuch bedecken.

Die Bambusmatte ringsherum mit Haushaltsfolie umwickeln.

Ein Algenblatt mit der glatten Seite nach unten auf die Bambusmatte legen. Nun Reis auf dem Nori-Blatt verteilen, rechts und links einen Rand frei lassen und etwas andrücken. Das Algen-Blatt wenden, so dass der Reis sich am unteren Rand der Matte befindet. Das Algen-Blatt hauchdünn mit scharfer Chilisoße bestreichen. Eine gebratene, erkaltete Thüringer Bratwurst längs halbieren und die zwei Hälften hintereinander auf das Nori-Blatt legen. Frische Gurke und Paprika in dünne Streifen schneiden und ebenfalls auf der Bratwurst verteilen.

Nun wird der Sushi-Reis mit den Zutaten mittels der Matte aufgerollt. Die Füllung beim Aufrollen mit den Fingern festhalten. Nach der ersten Umdrehung leicht andrücken und dann beim weiteren Aufrollen nochmals festdrücken.

Nachdem Sushi zur Rolle geformt ist, die ganze Rolle in schwarzem Sesam wälzen.  Die Rolle in Haushaltsfolie wickeln und mit einem sehr scharfen Messer in sechs Stücke schneiden.

Senf und Mayonnaise mit einigen Tropfen Sahne verrühren.

Sushi-Röllchen hochkant auf einer Platte anrichten, so dass die Schnittflächen rechts und links zu sehen sind. Hauchdünnen Nussschinken, Frühlingszwiebel und Kresse auf jedem Sushi-Röllchen verteilen. Ringsherum – wie auf dem Foto zu sehen – noch etwas Senf-Mayonnaise und scharfe Chilisoße verteilen. Die Soßen kann man zum Dippen auch jeweils in eine kleine Schale geben.

Gutes Gelingen und guten Appetit!

 

 

 

Senfeier mit Kartoffel-Rosenkohl-Püree

Köstliche Senfeier mit Kartoffel-Rosenkohl-Püree

 

Gekochte Eier mit Senfsoße sind eine klassische Eierspeise der deutschen Küche, die vermutlich ursprünglich aus dem Norden Deutschlands stammt. Früher waren die Senfeier ein Arme-Leute-Essen. Seit dem 19. Jahrhundert ist dieses Rezept überliefert. Heute ist der Klassiker aber auch allemal ein köstliches Essen. Eine klare Empfehlung gibt es von mir für das bodenständige Gericht.

Zutaten für 4 Personen:

  • 8 Eier
  • 50 g Mehl
  • 50 g Butter
  • 1 Zwiebel
  • 250 ml Brühe
  • 50 ml Sahne
  • 100 ml Senf – ich nehme gerne den Born-Senf aus Erfurt
  • Zucker, Salz, Pfeffer, Zitronensaft
  • 1 kg mehlig kochende Kartoffeln
  • 100-200 g Butter
  • heiße Milch, Salz, Muskat, Rosenkohlblättchen
  • Kräuter, Cocktailtomaten, Kapernäpfel

Zubereitung:

Kartoffeln schälen, waschen in Stücke schneiden und etwa 20 Minuten kochen. Danach das Kochwasser abgießen und die Kartoffeln noch kurz ausdämpfen lassen. Kartoffeln stampfen, heiße Milch, Butter, Salz, frisch geriebenen Muskat dazugeben, alles gut verrühren und warm stellen. Kurz vor dem Servieren einige kurz in Salzwasser blanchierte Rosenkohlblättchen vorsichtig unter das Püree heben.

Die Eier zehn Minuten hart kochen. Man kann sie aber auch wachsweich zubereiten.

Für die Senfsoße eine Zwiebel schälen, in Würfel schneiden und in der Butter „blond“ anschwitzen. Die Zwiebelwürfel dürfen nicht braun werden. Dann das Mehl überstäuben und alles gut verrühren. Anschließend wird ¼ Liter Brühe aufgegossen, die Sahne dazugegeben und alles auf kleiner Flamme etwa fünf Minuten köcheln lassen. Die köchelnde Soße öfter umrühren. Mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Senf pikant abschmecken. Abschließend die Soße mit dem Mixstab pürieren und kurz vor dem Anrichten aufschäumen.

Die Cocktailtomaten in der Pfanne kurz in etwas Butter angehen lassen.

Das Kartoffel-Rosenkohl-Püree in einen Servierring geben, Soße und die halbierten Eier auf dem Teller verteilen. Mit Cocktailtomaten, Kapernäpfeln, Kräutern das einstige Arme-Leute-Essen hübsch anrichten und genießen.

Petit Fours – lilafarbene Fliedertörtchen aus dem Backofen


Purpurn blüht der Flieder und beginnt uns im Mai mit seinem betörenden Duft zu verzaubern. Mein Favorit ist Flieder, der in einem kräftigen lila Farbton blüht. Der duftenden Flieder erblüht natürlich auch in anderen Farben, so beispielsweise in zartem Rosa, Weiß und auch Gelb.

In diesem Jahr hatte ich mir vorgenommen Fliederblüten einmal kulinarisch zu verarbeiten. Fliederblüten habe ich zu duftendem Gelee verarbeitet. Das ist etwas ganz besonderes.
Heute will ich hier aber meine kleinen Fliedertörtchen vorstellen, die ihren Ursprung in Frankreich haben.

Diese kleinen Köstlichkeiten eignen sich sehr gut zum verwöhnen der Familie, Freunden und Gästen. Sie werden sich diesem lukullischen Frühlingszauber nicht entziehen können!

Das Rezept ergibt etwa 16 Petit Fours.

Zutaten:

• 100 g Mehl
• 100 g Stärkemehl
• 150 g Zucker
• 1 Päckchen Vanillezucker
• 2 TL Backpulver
• 4 Eigelb
• 4 Eiweiß
• 2 EL warmes Wasser
• Puderzucker
• etwas Milch
• Marmelade

Zubereitung:

Für meine Petit Fours habe ich zum Füllen selbst gemachtes Gelee aus Fliederblüten verwendet. Es eignet sich aber auch jede andere Marmelade. Marmelade erwärmen auf die untere Teigplatte streichen. Nun die zweite Teigplatte auf die erste legen und deren Oberfläche ebenfalls mit Marm

Backofen auf 170 Grad vorheizen und eine rechteckige Kuchenform ausbuttern.

Die Eigelbe mit Wasser schaumig rühren, mit 2/3 des Zuckers und dem Vanillezucker schaumig rühren. Eiweiß mit dem restlichen Zucker steif schlagen und auf die erste Masse geben und unterheben. Mehl, Stärkemehl und Backpulver vermischen, auf die Eimasse geben und vorsichtig unterheben.

Den Kuchen bei 170 Grad etwa 20-30 Minuten backen und abkühlen lassen. Danach wird der Kuchen begradigt, so dass er etwa 2-3 Zentimeter hoch ist. Nun wird der Kuchen waagerecht geteilt.

Für meine Petit Fours habe ich selbst gemachtes Gelee aus Fliederblüten zum Füllen verwendet. Es eignet sich aber auch jede andere Marmelade. Marmelade erwärmen auf die untere Teigplatte streichen. Nun die zweite Teigplatte auf die erste legen und deren Oberfläche ebenfalls mit Marmelade bestreichen. Den Kuchen eine Stunde stehen lassen, damit die Marmelade wieder fest wird. Im Kühlschrank gelingt es am besten.

Puderzucker mit etwas Milch und Lebensmittelfarbstoff verrühren. Die Glasur sollte ziemlich zähflüssig sein. Die Glasur auf die Petit Fours ringsherum aufstreichen, abtropfen und trocknen lassen. Glasiert habe ich die Küchlein zweimal, denn umso schöner sieht das Ergebnis aus.

Verzieren kann man die kleinen Fliedertörtchen auf die vielfältigste Weise. Schokoladenglasur, Zuckerperlen, Blüten usw. eignen sich hierfür. Ich habe mich für eine schlichte Variante entschieden und habe sie mit Fliederblüten dekoriert.

Die Petit Fours sind 3-4 Tage haltbar. Ich denke aber, dass sie ziemlich schnell verputzt sind. Diese Erfahrung habe ich jedenfalls gemacht. 🙂

Guten Appetit!

Petite Four

 

Knusprige Holunderblütendolden mit roten Erdbeeren


„Frühling lässt sein blaues Band, wieder flattern durch die Lüfte…“

Pfingstmontag… Ein Spaziergang bei herrlichstem Sonnenschein durch blühende Wiesen und Wälder hat etwas Beruhigendes, Erhabenes und Meditatives. Ohne groß nachzudenken kann man sich auf die warmen Sonnenstrahlen, dem leisen Rascheln der Blätter im Wind, den blühenden Blumen und Kräutern und der Schönheit der vielen Farben der Natur einlassen. Für mich ist der Mai einer der schönsten Monate im Jahr, wenn die Natur wieder zum Leben erwacht ist. Heute habe ich gestaunt wie viele Blüten, Kräuter und andere Pflanzen doch schon wieder in voller Schönheit gewachsen und aufgeblüht sind.
Es gibt nichts Schöneres als mit allen Sinnen die Düfte und Farben der Natur zu genießen. Beim Spazierengehen sehe ich natürlich viele Kräuter und nehme ihren Duft wahr, mit denen man ein leckeres Gericht zaubern kann. Gerne nehme ich einige mit und überlege welches Gericht sie vervollkommnen können.
Zum anderen sehe ich die Natur in ihrer wunderschönen Farbigkeit und stelle mir einzelne Motive auf der Leinwand oder Aquarellpapier vor. In den nächsten Tagen greife ich wieder zu Pinsel und Farbe, um die Eindrücke festzuhalten.
Kulinarisch haben mich heute die Holunderblüten angeregt. Der Duft und die Cremefarbe der Blütendolden ließen den Entschluss reifen einige mit nach Hause zu nehmen. Vor meinem geistigen Auge sah ich sie – im Ausbackteig gebacken – mit einer roten Erdbeersoße auf dem Teller angerichtet.
Gedacht und getan! Zum Nachmittagskaffee eine wunderschöne Köstlichkeit! Bis zum Juli wachsen die Holunderblüten noch, so dass jeder diese lukullische Speise ausprobieren kann.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

8 Dolden von Holunderblüten
100 ml Milch
100 ml Weißwein
50 ml Holunderblütensirup
2 EL Chantré (Kann auch weggelassen werden, wenn Kinder mitessen.)
100 g Mehl
1 EI
1 Prise Salz
1 EL Zucker
1 EL Vanillezucker
Abrieb der Tonkabohne
Rapsöl zu Frittieren
Puderzucker

Zubereitung:

Die Blütendolden vorsichtig ausschütteln und beiseitelegen.
Alle Zutaten (außer Öl und Puderzucker) mischen und mit dem Schneebesen zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig etwa 30 Minuten stehen lassen, damit sich alle Zutaten gut verbinden.
In der Fritteuse oder einem Topf mit Öl knusprig ausbacken. Das Öl im Topf erhitzen und mit einem Holzstäbchen die Temperatur prüfen. Wenn sich Bläschen am Holz bilden, ist die Temperatur perfekt.
Jetzt können die Blütendolden nacheinander in den Teig getaucht werden. Kurz abtropfen lassen und im Öl nacheinander knusprig goldbraun ausbacken. Dolden auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

 

Himmlisches Waldmeisterparfait mit köstlichen Beeren

Der Waldmeister, eine Würz-und Heilpflanze, ist mit seinen weißen Blüten eine typische Pflanze in unseren heimischen Laub-und Mischwäldern. In unseren Gärten ist die zarte Pflanze ebenfalls als bodenbedeckende Schönheit zu finden. Der Waldmeister blüht von Mitte April bis Anfang Mai und wird in dieser Zeit geerntet.

Man kennt den Waldmeister mit seinem lieblichen Geschmack aus Gerichten und Getränken wie beispielsweise der Maibowle, Eis, Brause, Götterspeise.

Um den Waldmeister genießen zu können, habe ich mir ein Rezept von Meinrad Neunkirchner- einem der großartigsten Köche, die es in Österreich je gegeben hat- ausgesucht. Mit seiner Kräuterküche und dem kreativen Umgang mit Aromen hatte er sich, der bei Eckhart Witzigmann einst sein Handwerk gelernt hat, einen Namen gemacht.

Das nachfolgende Rezept habe ich seinem Buch „So schmecken Wildpflanzen“, Verlag Löwenzahn Innsbruck, Seite 110 entnommen.

Rezept für 4 Personen

Zutaten für das Parfait:

• 4 Eigelb
• 100 g Puderzucker
• 3 EL klein geschnittenen Waldmeister, vor der Verwendung gefroren
• 2 cl weißer Rum
• 500 ml Sahne
• Butter für die Förmchen

Zutaten für die Sauerrahmsoße:

• 200 g Creme fraiche
• Saft von ½ Limette
• Puderzucker

Frische Beeren und Waldmeister zum Garnieren.

Zubereitung:

Für das Parfait Eigelb mit Staubzucker in einer Schüssel über Wasserdampf mit dem Schneebesen cremig aufschlagen. Abkühlen lassen und mit dem Mixer aufschlagen, weißen Rum und den Waldmeister zufügen. Anschließend die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben. Die Masse in vier gebutterte Förmchen füllen und mindestens 4 Stunden – besser über Nacht – im Gefrierfach gefrieren lassen.
Für die Sauerrahmsoße werden alle Zutaten miteinander verrührt.
Vor dem Anrichten die Förmchen kurz in heißes Wasser tauchen, eventuell das Eis vorsichtig mit dem Messer vom Rand lösen und auf Teller stürzen. Das Ganze mit Beeren, Sauerrahm und Waldmeister anrichten.

Guten Appetit!

Grünes Bärlauch-Cremesüppchen mit gelben Rapsblüten

Bärlauchsuppe

„Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte; süße wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land.“ So befand einst Eduard Mörike, deutscher Lyriker des 19. Jahrhundert.

Es ist wieder Frühling und die Natur explodiert förmlich mit ihren wunderschönen Farben, Formen und Düften. Ich habe mir ganz bewusst Zeit genommen, um die Eindrücke dieses Wunders zu verfolgen und zu genießen.

In diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, einige meiner frühlingshaften Eindrücke auf Teller und Leinwand zu bringen. Diese Fülle von frischen Blüten und Kräutern regen meine Fantasie an, um verschiedene kleine Köstlichkeiten zu kreieren. Andererseits stelle ich mir die Farbenvielfalt der Blüten als gemaltes Aquarell wunderschön vor.
Auf diese Weise kann ich den Frühling ein wenig „konservieren“ und mich in der kalten Jahreszeit an die wunderschöne Jahreszeit erinnern.

Also habe ich gestern ein leckeres und cremiges Bärlauchsüppchen gekocht. Das Aquarell mit den leuchtend gelben Rapsblüten entsteht in den nächsten Tagen.

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

200 g Bärlauch
1 handvoll Rapsblüten
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
4 Kartoffeln, mittelgroß, mehlig kochend
½ l Gemüsebrühe
200 ml Sahne
50 g Butter
Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung:

Zwiebel und Kartoffeln schälen, waschen und in Würfel schneiden. Die Knoblauchzehe ebenfalls in Würfel und den Bärlauch in Streifen schneiden.

Butter in einem Topf zerlassen und Zwiebelwürfel glasig dünsten. Knoblauch und Kartoffelwürfel zugeben und ebenfalls kurz andünsten. Brühe, Sahne auffüllen und alle Zutaten etwa 20 Minuten leise köcheln lassen bis sie gar sind.

Anschließend den Bärlauch zugeben. Nicht mehr kochen lassen, denn sonst behält der Bärlauch nicht seine schöne, grüne Farbe. Die Suppe mit dem Mixer cremig pürieren, eventuell noch etwas Brühe zugeben. Die Suppe mit etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Die Suppe in hübsche Suppentassen füllen. Mit einigen Bärlauchstreifen und Rapsblüten hübsch dekorieren. So kann man den Frühling kulinarisch und optisch wunderbar genießen!

 

 

 

Schwarze Nüsse & Kartoffeln aufs Brot

Schwarze Nüsse & Kartoffeln aufs Brot

Mein Kartoffel-Brotaufstrich ist äußerst schmackhaft, sättigend, gesund und durch seine Farbe hübsch anzusehen.

Aus violetten Kartoffeln, Schwarzen Nüssen und einigen anderen guten Zutaten habe ich einen pikanten Brotaufstrich gezaubert. Mein Kartoffel-Brotaufstrich ist äußerst schmackhaft, sättigend, gesund und durch seine Farbe hübsch anzusehen.

Der Brotaufstrich ist schnell zubereitet und auf geröstetem Ciabatta angerichtet, ist er eine kleine Köstlichkeit. Selbst gemacht schmeckt diese gesunde Alternative einfach besser!

Rezept für 4 Personen

Zutaten:

  • 200 g violette Kartoffeln, z.B. Vitelotte
  • Ciabatta
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 1 kleiner Apfel
  • 1 gekochtes Ei
  • 2 EL Mayonnaise
  • 2 EL Frischkäse
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 EL Ducca, selbst gemacht – Zutaten: Walnusskerne, Kürbiskerne, Pinienkerne, Koriander, Sonnenblumenkerne, Schwarzer Sesam, Kreuzkümmel, Schwarzer Pfeffer, Zimt, Salz
  • 3 Schwarze Nüsse, selbst fermentiert
  • Geriebener, frischer Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe
  • Pfeffer, Salz

Zubereitung:

Kartoffeln waschen und mit der Schale 20 Minuten dämpfen, abkühlen lassen, schälen und durch die Kartoffelpresse drücken.

Zwiebel, Apfel und Schwarze Nüsse in sehr kleine Würfel schneiden und zu den Kartoffeln in eine Schüssel geben. Mayonnaise, Frischkäse, Zitronensaft, Olivenöl, Ingwer, gehackte Knoblauchzehe, Schwarze Nüsse und Ducca ebenfalls unter die Kartoffelmasse mischen. Mit einem Stabmixer alles gut pürieren.

Den Brotaufstrich mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Scheiben von Ciabatta abschneiden und in Olivenöl in einer Pfanne auf beiden Seiten anbraten. Brotaufstrich auf den knusprigen Brotscheiben verteilen und mit gekochtem Ei, einer Scheibe von der Schwarzen Nuss und Petersilie anrichten.

Nun steht dem Genuss eines pikanten, kreativen Brotaufstrichs nichts mehr im Wege.

Guten Appetit!